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#1321779 - 10.02.18 08:46 Jura II " Die Patriarchen sind zurück"
Juergen
Moderator
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6979
Dauer:12 Tage
Zeitraum:16.8.2017 bis 27.8.2017
Entfernung:600 Kilometer
Bereiste Länder:frFrankreich
chSchweiz

Lehrbücher....... Jura grins Die Neuauflage erscheint wohl im März 2018
........................... In der Basler Zeitung steht, dass das Buch Lust macht, im Jura auf Entdeckungsreise zu gehen.

.......................... Große Jura-Prüfung 2012

Karte................. Französischer Jura

.......................... OpenFietsMap



............................1972 Ein Amtsrichter ringt vier Neussern das Versprechen ab, nie wieder auf die Bögen einer Eisenbahnbrücke über den Rhein zu klettern.
............................Bis heute haben weder die Wasserschutzpolizei, noch das THW, die Feuerwehr oder die Hundesuchstaffeln der Polizei nach uns gesucht. Wenn Züge nicht fahren konnten, dann war das nicht mehr unsere Schuld.

............................2015 Die Patriarchen studieren Jura.
............................Jura oder "Zwei Patriarchen im Intensivkurs" (Reiseberichte)

............................2017 Die Patriarchen sind zurück. party

............................Strecke geplant ........ Mulhouse . Mulhouse (GPSies)
............................Strecke gefahren....... Altkirch . L’Isle-sur-le-Doubs (GPSies)

Prolog:............... Neuss-Altkirch (F) oder: „genug gebastelt.“ (Reiseberichte)

Die Anreise nach Altkirch war neben der ordentlichen Körperertüchtigung mit der ständigen Vorfreude verbunden, mit Ingo wieder auf Tour zu gehen. Es ist Mitte August, seit kurzem ist die Rheintalstrecke gesperrt und meine Wartezeit auf dem Campingplatz zieht sich wie Kaugummi in unendliche Längen. Gegen 22:00 Uhr strampelt der gute Freund endlich mit 3 Stunden Verspätung schnaufend den Berg hoch. In Windeseile bauen wir zusammen sein Zelt auf und schlagen uns hungrig auf die Planen unterm Baum. Die Zeit kennt für uns kein Ende. Unausgesprochen wird klar, dass wir unsere Lorbeeren im Leben längst verdient haben.

Auch wenn wir uns auf den Lorbeeren nicht ausruhen wollen, so stellt sich doch die berechtigte Frage: „Brauchst Du noch ne Professur?“ wein



Tag 1: Altkirch . Vieux-Ferrette . Liebsdorf . Cornol . Col des Rangiers . Saint Ursanne
........... oder: "Was stört mich mein Geschwätz von gestern?"

In der Nacht hat es geregnet und bereits nach einem Kilometer spielt die Lampe an Ingos Rad mal wieder verrückt. Einen Faden dazu gibt es hier. Ich kenne den Zirkus schon von vor zwei Jahren.

Über kleine Wege radeln wir frohen Mutes unserem ersten Highlight entgegen.
In Vieux-Ferrette hat der Käsepapst Bernard Antony sein Domizil. Bei bestem Wetter parken wir unsere Karossen standesgemäß vor der Pforte und begeben uns ins Allerheiligste.



"Beginnen Sie bitte mit dem Chaource auf sechs Uhr und probieren Sie die nachfolgenden Käse im Uhrzeigersinn." party
Der zarte Schmelz des Bleu d’Auvergne war der passende Abschluss einer kleinen Zeitreise. Brot, Butter und ein exzellenter Muscat Grand Cru Goldert 2013 rissen zwar ein tiefes Loch in die Reisekasse, sorgten andererseits für eine ausgezeichnete Stimmung.





Die Erkenntnis, dass aus der heutigen Königsetappe aus Radlers Sicht nichts mehr werden wird, bereitet uns wenig Sorge. teuflisch

Königsetappe? Im Januar hatte ich den Track in BaseCamp geplant und mir erst im Juli die Papierkarte genauer angeschaut. Da waren beim Anstieg auf den Col de la Croix doch tatsächlich drei Steigungspfeile mit der Erklärung 16% vermerkt. grins erstaunt
Das geht heut nimmer!
In Cornol beobachten wir den Verkehr auf der N6. Die ist seit der Eröffnung der Autobahn nicht mehr sehr stark befahren So radeln wir hoch bis kurz vor den Col des Rangiers.

Radeln? Naja. Auf so manch einer Rampe waren es auch 14%. Die 9% oder 10% las ich auf dem Tacho und auf dem Navi nicht selten. Oben hätten wir uns beide eine Champagnerdusche verdient, doch es blieb beim schnöden Wasser. weinend



Die Abfahrt nach St. Ursanne könnte schöner nicht sein. Die Zeltwiese auf dem Campingplatz bietet uns ausreichend Platz und einen lustigen Abend in Gesellschaft eines italienischen Rennfahrer Teams.
Am kommenden Wochenende werden aufgemotzte Stinker die Bergstrecke malträtieren. Andere Zelter und mich malträtiert nur das Gegröle des holländischen Teams bis in die Nacht und am frühen Morgen ab 6:00 Uhr.






Tag 2: Saint Ursanne . Saint-Hippolyte
…….. oder: „selber Kochen? So ein Quatsch!“

Wie immer ist uns das Frühstück heilig. Vorräte haben wir noch genügend. Gestärkt machen wir uns auf den Weg entlang des Doubs. Mal ist es die linke Seite, mal die rechte Seite. Scheinbar erwischen wir immer die mit der heftigsten Rampe. Kurz vor dem Campingplatz bei Glère sind es 15%. Was für eine Schinderei!
Schön ist es aber trotzdem. verliebt

…….. Frühstück in St. Ursanne



…….. Rennstinker in St. Ursanne



…….. Alte Zollstation bei Brémoncourt



…….. Pause bei Glère



…….. verschobenes Haus nach Erdrutsch bei Vaufrey



…….. Angelidylle in Saint-Hippolyte



…….. Zeltidylle in Saint-Hippolyte



Gegen Mittag bauen wir die Zelte auf, halten einen Mittagsschlaf und verwerfen die Idee, heute mal selber zu kochen. omm

Im Restaurant an der Brücke serviert uns Madame Guillaume „La truite d'Appenans aux amandes“ zum Chardonnay. Als Nachtisch servierte sie mir "un colonel". Eine Kugel Zitronensorbet in einem vollen Glas mit Wodka. Liebe Leute, sowas mag ich ja gar nicht. Madame Guillaume verstand meinen Einwand zunächst nicht, brachte mir dann jedoch eine doppelte Portion Sorbet ohne Wodka. cool

Tag 3: Saint-Hippolyte . Dampjoux . Vallée de la Barbèche . Belvoir . Orve . La Source Bleue . Cusance . Pont-les-Moulins
…….. oder: „ein perfekter Tag“

Vor 2 Jahren sind wir von hier dem Dessoubre gefolgt und standen schon damals vor einer verschlossenen Ladentüre. Auch gestern blieb uns die Türe während der Mittagszeit verschlossen.
Heute haben wir das Glück der Tüchtigen und die schöne Holztüre der Crèmerie Au Bon Comté öffnet sich mit leisem Geklingel. Madame Marie Francoise Socie heißt uns herzlich willkommen. Die Käsetheke ist der Hammer. lach lach lach



Beladen mit mehreren Sorten Käse, sauleckerer Marmelade, Butter, einer geschenkten Flasche Milch sowie Baguette, Croissants und Pain au chocolat, lassen wir uns am Ufer des Doubs nieder und wollen gar nicht mehr weg. unschuldig



Das Vallée de la Barbèche ist ganz hübsch, die Straße schmal und der vermeintliche Talschluss vor Belvoir noch im Rahmen des Machbaren.
Mit diesem Blick wäre die kommende Abfahrt ins Vallée du Cusancin perfekt.



Aber.... kommt es erstens und dann anders.

Im November 2016 berichtete Fabian hier im Forum über seine kulinarische Jurareise. Kulinarische Radreise im Jura (Reiseberichte)
Dabei erwähnte er die kommenden Rampen und das Château de Belvoir mit keiner Silbe. Es muss am deftigen Mittag- und Abendessen gelegen haben. grins
Egal. Nach einer kleinen Ebene folgt der endgültige Talschluss mit 15% hinter Vernois-Lès-Belvoir. omm

........ Wen interessiert schon die Richtung? Wichtig ist die Zahl.



........ Blick von oben zurück



........ Blick von oben nach vorne.



........ Auf der großen Wiese vor dem Château de Belvoir gibt es erstmal ne längere Pause



........ mit phantastischem Blick



........ und bescheidenem Glücksgefühl. grins



Eigentlich endet die Straße am Tor zum Schloss. Doch es gibt einen schmalen Fußweg hinab an der Süd-Ost Seite, der zur Eglise Saint-Nicolas à Belvoir führt und für die Unerschrockenen befahrbar ist. wein



…….. mit einem bewundernswerten Blick auf die Rosen verlassen wir diesen schönen Ort



…….. und erreichen hinter Orve die kleine D119, auf der uns auf den nächsten 15 km 2 Autos begegnen. lach



…….. auf dem Trampelpfad zur Source Bleu begegnen uns viele Wanderer, die den Weg vom Parkplatz nicht scheuen. Wie immer versuchen wir das Ende des Pfades radelnd zu erreichen. lach



Während eines Cappucinos im Cafe ziehen dunkle Wolken auf. Zum angepeilten Campingplatz in Baume les Dames sind es noch 13km. Wir geben Gas, finden bereits einen CP nach 7km, testen die Toiletten und werden so etwas von freundlichst begrüßt, dass wir keine andere Wahl haben.
Wir bleiben hier! party

Der Camping de L'Île bei Pont-les-Moulins im Tal der Cusance ist ein wahres Kleinod für Radler. Die Inhaberin kommt aus der Schweiz, zeigt uns unsere Parzelle und bietet uns einen Wohnwagen an, der mit Bänken und Tisch ausgestattet ist. Es gibt kostenloses WLAN, Strom und Brötchenservice am nächsten Morgen. Weiterhin stehen dem Radler auch überdachte Sitzbänke zur Verfügung. Eine 4-sprachige Bibliothek sollte ebenfalls nicht unerwähnt bleiben.
Auch vom EV6 liegt der Camping de L'Île nur knapp 4 Kilometer entfernt. Ein Umweg, der sich bestimmt lohnt, auch wenn ich den Municipal in Baume les Dames nicht kenne.

Zwei Aussagen möchte ich nicht unterschlagen:
1. „ Auch wenn auf unserem Campingplatz alles belegt ist, so finden sich für Radler immer noch ein Tisch und zwei Stühle.“ bravo bravo
2. „ Jürgen, ist es ok, wenn ich uns vier Bier hole?“
bier

........ noch vor dem großen Regen schaffen wir den Sprung ins Trockene



........ draußen ist es recht ungemütlich



........ im Wohnwagen könnte die Stimmung nicht besser sein



........ Brot haben wir für die nächsten Tage genug. Es wird jedoch Zeit, eine Abhandlung über die verschiedenen Aggregatzustände französischer Backwaren in deutschen Ortliebs zu verfassen. teuflisch



Während einer kurzen Regenpause schaffen wir es sogar, die Zelte halbwegs trocken aufzubauen.

Eingangs schrieb ich noch: ".......ein perfekter Tag!" Es sollte nicht der letzte bleiben. wein

Tag 4: Pont-les-Moulins . Baume les Dames . Besancon . Busy . Chenecey-Buillon . Vallée de la Loue
…….. oder: „ noch so ein perfekter Tag“

…….. an der Mühle scheint wieder die Sonne



…….. der Doubs ist immer wieder schön



…….. der EV6 am Kanal bei Baume les Dames



…….. ich mag die bunten Kirchenfenster



…….. ich mag auch diese Cremerie, obwohl die in St. Hippolyte unschlagbar ist.



…….. Das Café National hat bestimmt schon bessere Zeiten erlebt.



Auf der Fahrt über den EV6 sehen wir bis Besancon immer wieder kleine Frachtschiffe sich durch die Schleusen schleusen, ……..



…….. Sonnenblumen in der Sonne blühen, ……..



…….. und ratlose Radler, über die nächste Übernachtung rätseln.



Der nächste CP ist in Besancon, der übernächste in Ornans an der Loue. Zum nächsten hab ich keine Lust. Zum übernächsten ist es nach meiner Streckenplanung für heute zu weit.
Der folgende Dialog mag Auskunft über unsere Dialogfähigkeit geben. lach

„Iingo, hast Du Bock, in Besancon zu übernachten?“
„Das kennen wir schon. Außerdem ist es da gefährlich! Diebesbanden soll es geben.“ grins
„Gerüchte.“
„Gesindel.“
„FakeNews.“
„Komm, lass uns in die Stadt radeln, was zum Essen kaufen und dann fahrn mer weiter!“
„Ich rauch noch eine“
"Ja, passt schon."


…….. ne halbe Stunde später gibt’s in Besancon Kekse, Wasser, Wein und Schokolade. Brot haben wir noch ausreichend grins



…….. das Leben ist ein langer ruhiger Fluss



…….. für diese Gattung gibt es kein Ende. Niemals!



…….. diese Gattung verschwindet in den nächsten Tagen in die Kochtöpfe der Nation.



Ein Stück hinter der Schneckenfarm windet sich der Track links den Berg hoch nach Busy. Der Doubs strahlt wunderschön in der nachmittäglichen Sonne.



Die Auffahrt nach Busy ist schwer aber noch so gerade radlbar. Der nachfolgende Anstieg hoch zur N83 kostet mich die letzten Nerven.
Bei 39% steigt mein Garmin mit leeren Akkus aus. Ich schiebe 50kg in 20-Meter Etappen die Rampe hoch. Natürlich sind die 39% Spinnerei. 19% bescheinigt mir mein Tacho.
Oben auf der N83 ist so gut wie kein Verkehr. Auf dem Standstreifen lässt es sich vorzüglich rollen. weinend
Hätte, Wette, Fahrradkette. Wären wir bereits bei Beure auf die N83 gefahren, hätten wir den Doubs nicht so wunderbar in Erinnerung behalten, die Ente und die Schnecken nie gesehen.

Kurz hinter der N83 und nach ein paar Metern auf der D10 wollen wir rechts runter. Doch ein Schild Sackgasse lässt mich zaudern. Wenn’s da unten an der Loue wirklich nicht weitergeht, müssten wir die Rampe wieder rauf.
Wir rollen gemütlich die D10 bis zur Brücke in Chenecey-Buillon runter und schlagen uns über Trampelpfade, halb verschlossene Zäune, über fremde Grundstücke bis zum nächsten Forstweg an der Loue durch. Das hätte auch ins Auge gehen können, denn Alternativen bedeuten Umwege.
Etwas später finden wir eine Wiese. Eine schöne große Wiese am Fluss. Stille. Eine atemraubende Stille umgibt uns. Zeit, zu bleiben? Ja!
Zeltaufbau, Katzenwäsche, Dinner for two. Die restlichen Essensvorräte verstauen wir unter den liegenden Patrias im Rahmendreieck, trinken die letzten Tropfen vom Roten und krabbeln in die Schlafsäcke.



„Iingo, gibt es hier Füchse?“
„Nö. Da wo es Bären gibt, machen sich die Füchse rar.“ grins
„Gerüchte.“
"Schlaf gut, war schön heute."


Draußen ist es stockfinster. Nicht ein Laut ist zu hören. Kein Rascheln im Gras, kein Fauchen vom Luchs. Mir ist es unheimlich. Das einzige Geräusch, das mich nicht schlafen lässt, ist das Pochen der Blutbahn in den Ohren. Ich denke an die Nacht in Portugal, in der der Fuchs mein Zelt zur Spielwiese erkor. Mir bleibt nur eine Schlussfolgerung: „Füchse mögen nur gelbe Zelte. Simplify your live! Gute Nacht.“



Tag 5: Chenecey-Buillon . Châtillon-sur-Lison . Lizine . Amondans . Cleron . Ornans
…….. oder: „in diesen großartigen Landschaften geht uns das Herz auf“

Um 08:03 Uhr sitzen wir auf den Rädern, rocken die Wiese, tanzen über Forstwege und stolpern über groben Schotter. Es ist noch frisch, das Frühstück muss warten.

…….. ein Blick auf die Loue am frühen Morgen verliebt



…….. ein Blick auf den einen Patriarchen am frühen Morgen



…….. ein Blick auf den anderen Patriarchen am frühen Morgen



…….. mir kommt Kunze in den Sinn. „……… ein Ende ist nicht abzusehen!“



…….. Wo sind denn hier die Burgfräuleins? teuflisch



…….. Weiter gehts.



…….. Natur pur



........ für diesen Blick sitze ich jetzt 850km im Sattel. Genial. verliebt



An dieser kleinen Brücke hat uns die Straße zurück.
Von hier ist es nicht möglich, der Loue Richtung Ornans in Ufernähe zu folgen. Entweder muss man nördlich über Épeugney der D101 folgen oder die D135 und D103 über Amondans nach Cleron wählen. Durch Épeugney bin ich auf meiner Tour nach Rom gekommen. Klick
Heute möchte ich sagen, dass die Strecke über Amondans die schöneren Ausblicke bietet. grins

An der kleinen Brücke brauche ich noch ein paar Minuten für mich. Ingo fährt schon mal vor und sucht einen Platz fürs Frühstück. Ich werde ihn so schnell nicht wiedersehen. Mein Hinterrad ist fast platt. Der erste Platten nach 5700km. Da ich keine Lust habe, alleine zu schrauben, schiebe ich die Karre bis zum Frühstücksplatz am Ufer der Loue. Es sind nur 2km. Zu zweit schraubt es sich leichter und mit schwarzen Fingern schmeckt der Kaffee einfach besser. Dass der Schwalbe Dureme solange hielt, fasziniert mich. Bei genauer Betrachtung stellt sich raus, dass sich ein Mini-Glassplitter langsam durch den Mantel gearbeitet hat.

…….. Kommen wir zu den schönen Ausblicken. Vor Lizine............



........ In Amondans





........ Oberhalb von Cleron




Ich möchte nicht verschweigen, dass der Aufstieg nach Amondans ganz schön viele Körner gekostet hat und einem auf dem Weg zwischen Cleron und Ornans auf der linken Seite der Loue auch nur die Höhenmeter geschenkt werden.
Bei den Patriarchen zeigen sich nun erste Ermüdungserscheinungen. wein



Ich liebe diesen Ort. Ich liebe diesen Platz. Ich liebe dieses Café. schmunzel



Ingo besorgt in der benachbarten Pâtisserie jede Menge süsses Zeugs. Wir hocken auf der Terrasse mit lang ausgestreckten Beinen und lassen es uns richtig gutgehen. Es gibt nichts mehr zu tun, als einen Tisch fürs Abendessen zu reservieren und zum Campingplatz zu radeln.

Die Erfahrung von Fabian, der auf seiner Tour dem Tipp aus dem Jurabuch folgte und die Beschreibung, dass diese kleine und wundervolle Adresse einfach nur gut ist, lässt mir das Wasser im Munde zerlaufen. Wir fahren also direkt zu Madame Marylène Rigoulot, lassen dabei den Tisch von Gustav links liegen und sind erstmals schwer angeschlagen.
Ein Feuer hat Le Jardin de Gustave den Garaus gemacht. traurig traurig traurig

Wann das Restaurant wieder eröffnet, konnte uns Madame Rigoulot nicht sagen. Wir wünschen ihr alles Gute und radeln zum Campingplatz. Irgendwer hat mal hier im Forum geschrieben, dass der erste CP hinter Ornans kostenlos sei.
Also: Dieser CP macht den Eindruck eines Aldiana-Clubs für Wohnmobilenthusiasten mit aufgeschnallten eBikes und ist mitnichten kostenlos.

Wir radeln zurück. Wir erfreuen uns gemeinsam an diesem Ort.



Der Camping Domaine Le Chanet hat einen Swimmingpool. Bevor wir diesen entern, quatschen wir noch länger mit einem Australier, der auf einer Weltreise seiner Honda 110 mit Beiwagen die Sporen gibt.
„Ich hol mal drei Bier“ grins





Mit nem Hamburger, fettigen Pommes und Chicken McNuggets beenden wir im CP-Resto den Tag, der so wundervoll begann. weinend lach


Tag 6: Ornans . Chantrans . Bolandoz . Nans-sous-Sainte-Anne . Source du Lison . Salins-les-Bains
…….. oder: „mir gehen die Körner aus!“

Zum einen hab ich mit den fetten Fritten schlecht geschlafen, zum anderen bereitet mir der geplante Aufstieg über Chassagne-Saint-Denis nach Bolandoz doch erhebliches Unbehagen.
Gegenüber vom Pizzaautomaten versorgen wir uns mit dem notwendigen beim Bäcker und beim Metzger, trinken noch 2 Cappus im Café und erkundigen uns in der Touristeninfo nach der geplanten Strecke.
„Ui-Jui-Jui-Jui-Jui-Au-Au-Au…“ verstehe ich auch ohne Französischkenntnisse. grins
Dass die freundliche Dame dabei die Augen nach oben verdreht und die rechte Hand steil gegen die Ladendecke reckt, gibt mir den Rest.

Ingo war bei dem Gespräch nicht dabei. Seine Körpersprache drückt vollste Zufriedenheit, gepaart mit unerschütterlichem Selbstvertrauen, aus. schmunzel



......... gewisse Unterschiede sind durchaus erkennbar. müde



Wir nehmen die D492 nach Chantrans. Sie scheint meiner augenblicklichen Stimmung eher entgegenzukommen. Ich hechel Ingo hinterher, komme überhaupt nicht in meinen Rhythmus und hadere mit allem an mir. Dass Ingo des öfteren vorfährt ist völlig in Ordnung und war zwischen uns auch so abgesprochen. Heute nervt mich das. Die Beine sind schwerer als schwer, der Kopf und alles tut weh und ich bin nicht in der Lage, in meine Kraft zu kommen.
Dabei sind es nur 250hm auf 5km. Heute meine Grenze.
Oben wartet Ingo, verliert kein Wort über die Warterei und reicht mir mit seinem großen Herzen einen Kaffee. dafür

Die Hochebene bei Bolandoz ist ein butterblumenbunter Traum in Grün.......



......... da lohnt es sich so richtig, einen Umweg in die Botanik zu machen.



........ Blick nach vorne



........ Blick zurück



........ Großartige Abfahrt ins Vallée du Lison



........ Großartige Rückansicht auf die romantischen Gärten in Nans-Sous-Sainte-Anne



........ Mit diesem Blick möchte man stundenlang verweilen



........ doch eine ausgedehnte Vesper gibt es erst an der Source du Lison. verliebt



........ Noch mehr Bilder gibt es hier



Bevor wir unser Zelt in Salins-les-Bains aufschlagen können, geht’s noch einmal rauf ………… grins



……… und einmal runter. party



„Jürgen, 2 Bier?“ dafür



Da ich nach 700hm zu platt bin, "piep" zu sagen, beenden wir den Tag im Resto vom Campingplatz so ganz ohne fettige Pommes. bier


Tag 7: Salins-les-Bains . Pont-D'Héry . Andelot-En-Montagne . Les Nans . Champagnole
…….. oder: „Bergfest!“ lach

Direkt vor dem Campingplatz führt die D472 rechts ab nach Mouchard. Es sind lediglich 8 flache Kilometer. Bis wir dort eintreffen, wird es noch ein wenig dauern. 180 km und gute 2000hm brauchen Zeit. omm

Salins-les-Bains ist eigentlich nur ein lautes Straßendorf an der D472, dass wir auf dem schnellsten Weg verlassen wollen. Erst auf der D467 Richtung Pont-D'Héry wird es ruhig. Selbstverständlich geht es bergauf. Langsam aber stetig. Oft schweift mein Blick nach links ins Tal der Furieuse auf der Suche nach einer Bahntrasse. Erst in Pont-D'Héry können wir sie erkennen. Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis sie befahrbar ist.

…….. Rathaus von Salins-les-Bains



…….. Bahntrasse bei Pont-D'Héry



…….. Bergfest in Andelot-En-Montagne lach



„Ingo, wie kommen wir eigentlich nach Hause?“
„Ich dachte, Du wolltest einen Stinker vom ADAC in Freiburg mieten“
„Kann ich machen. Nur wann musst Du zu Hause sein?“
„Spätestens am Mittwoch. Donnerstag hab ich Geburtstag.“
„Ich will Dienstag zu Hause sein. Mittwoch gibt es kein Schützenfest mehr.“ bier
„Schützenfest? Meinste?“
„Ja klar!“
„Ach ne, ich weiß nicht“
„Außerdem möchte ich dir zeigen, was ich so gebastelt habe.“
„Na gut. Aber ich kann nicht so lange machen, will nen frühen Zug ab Neuss bekommen.“


Ich zücke mein Handy, reserviere telefonisch einen großen Kombi beim ADAC in Freiburg. Derweil versucht Ingo einen Zug mit der App auf seinem Daddelphone zu buchen. Es scheint schwierig zu sein. Die Zeit vergeht…………..

…….. irgendwann brechen wir ohne Buchung auf. Der nächste Berg ruft. unschuldig



…….. Ist das nicht schön hier?



........ vor der nächsten Rampe gibt es in Les Nans eine verdiente Abkühlung.



........ und nach der Rampe eine verdiente Abfahrt über die Route des Sapins.



........ mitten rein ins schöne Champagnole.



…….. weiter zum Campingplatz



…….. zurück ins Dorf. Aus "Le Pirat" wurde San Marco



„Ingo, ich möchte mich bei dir ganz herzlich bedanken. Du hast heute an den fiesen Rampen mehrfach in Sichtweite auf mich gewartet.“
„Ich merkte, dass dir das wohl bekommt.“


Wohl bekomms! wein bravo bravo


° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Geändert von Juergen (heute um 07:44)
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#1322446 - 14.02.18 15:43 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Juergen
Moderator
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6979
Tag 8: Champagnole . Domaine De Syam . Syam . (Piste an der Saine) . Chaux-Des-Crotenay . Pont-de-la-Chaux . Lac Du Grand Maclu . Cascades du Hérisson . Bonlieu . Clairvaux-Les-Lacs . Pont-de-Poitte (Ain)
…….. oder: „Bahntrassen sind perdu“ weinend

Bäcker, Metzger, SuperU.
Die D127 Richtung Syam ist ideal zum Einrollen. Zunächst geht’s flach entlang des Ain bis zur Domaine De Syam



Hier mündet die Saine in den Ain. Das nächste Photo ist eine Gedächtnisstütze für mich. Ein idealer Platz, um beim nächsten Besuch, auf der Wiese im linken Teil des Bildes, das Nachtlager aufzubauen. verliebt





Auf dieser Wiese wird das nicht möglich sein.180,- Euro mit Frühstück sind knapp zuviel.



Wir radeln weiter zur nächsten Wiese.................



......... , queren die Saine auf dieser Brücke......



........ und lassen uns am Ufer der Saine nieder. Weg bei googleMaps



Nach der Pause und im Speziellen nach dem Schild wird es lustig. bier



Vor zwei Jahren sind wir von Foncine-le-Bas kommend auf der anderen Seite der Saine über eine wunderschöne Trasse geradelt. Bei der diesjährigen Planung ging ich davon aus, dass die heutige Strecke uns ähnliches Vergnügen bereiten würde. grins



Wenn hier jemals eine Bahn gefahren ist, dann war das eine Zahnradbahn. grins
Im Fußgängermodus erreichen wir einen Brunnen........



........ fahren auf bekannter Straße nach Pont-de-la-Chaux und sind doch sehr überrascht. lach



Die Lacs de Maclu können uns nicht mehr überraschen.



Die Auberge an den Cascades du Hérisson wird mir nicht mehr mit ihrem miesen Service das Geld aus der Tasche ziehen, wogegen der Blick von oben auf die Wasserfälle ganz nett ist.



Nach einem Blick auf die Speisekarte der Auberge de La Poutre in Bonlieu wäre das Ersparte hier ganz bestimmt besser aufgehoben. Wir radeln vorbei ……..



…….. , schlagen unsere Zelte in Pont-de-Poitte auf



….. und testen die neuen Betreiber im Hotel de l'Ain

Zwischen Pastis, Schinken, Forelle, Käse und Crème brûlée ziehen wir am südlichsten Punkt unserer kleinen Juraerkundung eine Zwischenbilanz. lach
  • Die Tour ist mit täglichen und heftigen Schieberampen wesentlich anspruchsvoller als die vorherige in 2015.
  • Ein paar Highlights haben wir schon geschlampt.
  • Wir fahren jetzt erstmal bis Arc-et-Senans und schauen dann weiter.
  • Die Tour über Pontarlier nach Neuchâtel und wieder hoch zum Doubs rückt in weite Ferne.
  • Einen dritten Besuch in Pont-de-Poitte können wir uns schenken. Die neuen Betreiber sind gut aber nicht überwältigend. Außerdem ist der CP unverschämt teuer geworden.
  • Die Bahn App ist eine unüberwindbare Hürde. Ein Freund in Neuss besorgt Ingos Ticket.
  • Die Professur, den Doktor oder gar irgendein Summa Cum Laude im 2. Staatsexamen schminken wir uns beim letzten Tropfen ab.
Das allerwichtigste fehlt in der Liste:
Wir sind ein richtig gutes Team, verstehen uns prächtig und vertrauen uns blind. schmunzel


Tag 9: Pont-de-Poitte . Blye . Voie verte PLM . Perrigny . Sermu . Baume-les-Messieurs
…….. oder: „genug gestolpert“ weinend

......... an der Brücke über den Ain zeigt der Tacho wieder die Null. 1000km sind geschafft. party



......... bei 1003 frühstücken wir mit diesem Blick in Mesnois.



......... bei 1007 liegt rechter Hand das buddhistische Zentrum Pema Yang Dzong



......... bei 1010 führt eine kleine Brücke über die Voie verte PLM



......... bei 1013 erreichen wir den Tunnel de Verges



......... bei 1018 stehen wir vor verschlossenen Toren



…….. um 12:19Uhr kommt der große Regen



…….. der uns nicht davon abhält, die Kameras auf ihre Wetterfestigkeit hin zu testen. Der Ausblick ist wirklich zu schön.



…….. der Tunnel de la Diane bei km 1024 wird für die nächsten Kilometer die letzte positive Erinnerung bleiben.



Schluss mit der Erbsenzählerei. grins
Es gibt für die kommenden Meter leider keine Beweisphotos. Für 3km brauchen wir 77 Minuten, während derer wir im strömenden Regen zunächst die Fuhren eine asphaltierte Rampe mit 14% hochkarren.
Danach zählen wir nur noch die Steine in den Fahrpuren, auf denen uns das Wasser von oben in die Socken läuft.
Über die Dampfdurchlässigkeit von Regenjacken mag ich mich jetzt nicht äußern.

Ganz ehrlich: Die Idee, durch den Wald zu fahren, war keine Gute.
Nachahmern auf dem Weg zum Belvédère sei die D471 empfohlen. Es besteht auch die Möglichkeit die Bahntrasse bei La Gare zu verlassen und über Vevy zu fahren !


Der Blick vom Belvedere hinunter zu den Cascade des tufs ist bei aufhörendem Regen wunderschön, täuscht jedoch über die tatsächliche Steigung der D70 im Tal erheblich hinweg.





Die kleine C4 über Sermu könnte meiner Meinung nach niemals aufhören………….



Ziegen meckern fröhlich ……..



…….. Ingo meckert überhaupt nicht. bravo bravo
Bei meiner Streckenplanung über Stock und Stein hätte er allen Grund dazu. Seine Kamera gab im Regen den Geist auf, die Lampe lädt nicht mehr und sein rechtes Knie tut höllisch weh.

Neben diesem Wohnwagen schlagen wir die Zelte auf und spazieren langsam ins Dorf……..





........ Im anvisierten Restaurant Le Grand Jardin sind keine Plätze mehr frei. traurig

Während Ingo gegenüber beim verdienten Feierabendbier die Zähne zusammenbeißt, laufe ich noch ein wenig durch Baume les Messieurs.







Das heutige Abendessen geht auf meine Kosten. 1050km gilt es zu feiern und ein ganz kleines schlechtes Gewissen plagt mich schon. wein wein


Tag 10: Baume-les-Messieurs . Cascade Des Tufs . Baume-les-Messieurs . Chateau Chalon . Domblans . Bréry . Saint-Lothain . Poligny
…….. oder: „genug gestolpert“

Auf dem Weg zu den Cascades treffen wir wenig Menschen……



……… die letzten Meter sind geschafft



………. oben sind wir fast alleine



…….. wieder im Dorf gibt’s Frühstück, während die Sonne das Innere von Ingos Kamera trocknet.



…….. Nach einem letzten Blick auf Baume-les-Messieurs……..



……… radeln wir entspannt durch die Ebene nach Domblans und ändern unsere Route beim Cappu.



…….. Chateau Chalon schauen wir uns von unten an



…….. es gibt Weintrauben,



…..… es gibt Kühe,



…….. es gibt auch im Jura Wege, die lockerer nicht sein können



…….. Windräder brauchen Platz



……...Radler brauchen auch nur mal nen halben Tag zu radeln. Punkt. lach

Bereits um 14:00 Uhr sitzen wir auf dem Marktplatz von Poligny, sehen, dass es ganz in der Nähe einen Campingplatz gibt, futtern Kuchen, trinken Cappu, schlemmen Eis und beschließen, die Anmeldung zur Nachprüfung auf irgendwann zu verschieben. omm




Tag 11: Poligny . Arbois . Les Planches-Près-Arbois . Les Arsures . Mouchard . Arc-Et-Senans . Osselle


Freudiger Start am Campingplatz........



........ klarer Blick zurück



Unerschütterlicher Blick in die Zukunft........ weinend



........ Heldenblick in die Vergangenheit.



Nichts kann uns heute noch stoppen........



In Gedanken versunken, träumt der eine von frischen Himbeertörtchen........



......... während dem anderen nach Champagnergelagen ist.



Das darf nicht verwundern, denn hier in den Hügeln zwischen Poligny und Arbois gibt es Weinreben ohne Ende. Die Strecke ist nicht ohne, doch im Angesicht der vielbefahrenen N83 im Tal alternativlos.



Wie war das mit den Träumen? schmunzel



In diesem Café geht ein Teil in Erfüllung.



„Jürgen, es ist Samstag. Am Montag müssen wir in Freiburg sein. Was sagt dein Track?“
„Hm, der Track verspricht ne Runde zu den überaus supertollen Les Planches-Près-Arbois. Wasserfälle ohne Ende, lächerliche 900hm auf den nächsten 27km und phantastische Ausblicke auf lauschige Picknickplätze, Grotten...“
„Jürgen, es ist Samstag!“


Beim dritten Himbeertörtchen schau ich der Realität ins Auge. Das zweite Marzipantörtchen kann mich dann auch nicht mehr trösten. weinend



„Ingo, lass uns wie besprochen zu den Salinen fahren. Dort schauen wir weiter.“

Louis Pasteur, der berühmte Sohn der Stadt, hat nachweislich die alkoholische Gärung von Hefen nicht entdeckt. Theodor Schwann, in Neuss geboren und Namensgeber unserer Schule, darf sich diese Entdeckung auf seine Fahne schreiben.

Arbois ist bunt......



........ sehr verwinkelt



........ und lädt zum verweilen ein.



Wir stürmen an Les Arsures vorbei........



........ wundern uns in Mouchard (dem aufmerksamen Leser wird nicht entgehen, dass es von hier nach Salins-les-Bains nur 8km sind)



........ und erreichen Arc-Et-Senans gegen halb zwei.



Es ist mittlerweile heiß geworden. Im Schatten philosophieren wir mit anderen Reiseradlern über die möglichen und unmöglichen Pisten im Jura, zahlen keine 16,- Euro Eintritt in die königlichen Salinen, kaufen kalte Milch im Supermarkt, checken Zugverbindungen entlang des Doubs Richtung Freiburg und stellen fest, dass die Beine noch taugen, die Knie halten werden.
Frisch, gestärkt und bester Laune treten wir in die Pedale. Heute geht noch was. lach

Die Radroute durch den Forêt de Chaux ist eine große Enttäuschung........ traurig



Den ersten Camping am Doubs in Ranchot lassen wir unbeachtet.
Erst in Osselle halten wir, schwimmen im See und lassen den Abend bei Livemusik und nem Roten im Mondschein ausklingen.



Gute Nacht.
Und morgen?
Das wissen wir spätestens übermorgen. wein




Tag 12: Osselle . Thoraise . Besancon . Baume les Dames . L'Isle-Sur-le-Doubs
…….. und: „Vor uns liegt ein langes Tal. Der Doubs, er scheint mit Glitzerstrahl“

........ Km 7: Die westliche Seite des Tunnel de Thoraise



........ Km 7,8: Die östliche Seite des Tunnels



........ Km 10: Der Abzweig nach Busy hat sich tief in meiner Muskulatur verankert. Zwischen „nie wieder!“ und „war doch gar nicht so schlimm“ pendeln die Gefühle.

........ Km 11,5 Neue Schnecken braucht das Land



........ Km 22: Besancon zum Dritten. Zweites Frühstück, drittes Croissant.

„Ingo, es regnet.“
„Das hört gleich auf.“
„ Da oben ist der Bahnhof.“
„Jürgen, der Regen wird nicht lange dauern. Vertrau mir.“
„ Der Zug nach Belfort fährt in einer Stunde.“
„Ja und. Was machen wir so früh in Belfort?“
„Hm. Weiss nicht.“
„Siehst Du!“
„ Lass uns die Regenklamotten anziehen.“


........ Km 24: Diese Bank zum Vierten.

„Ingo, warte bitte, ich muss das Regenzeugs ausziehen.“
„Siehst Du!“
„Sag mal, ich hab jetzt seit Aachen 13000 HM in den Knochen. Wie bescheuert muss man eigentlich sein, diese Autobahn auch noch abzuspulen?“
„Wir sind im Radreise-Forum. Als Moderator solltest Du mit gutem Beispiel voran fahren.“
teuflisch

........ Km 40: Die Fahrbahn ist ein graues Band, keine Streifen, grüner Rand...... träller



........ Km 44: Der Hafen hinter den Sonnenblumen, die in der Sonne blühen.



........ Km 55: Hier an den Kletterfelsen westlich von Baume-les-Dames lässt es sich wieder einmal gut pausieren.



........ Km 59: Rechts ab geht’s zum Campingplatz mit dem Wohnwagen. „Kennen wir schon!“ grins

........ Km 65: Die lassen hier aber auch alles vergammeln.



........ Km 80: Zwei Reiseradler auf dem Weg von Berlin nach Barcelona stehen unter einer Brücke. Wir halten an, reden miteinander. Sie freuen sich, dass es ab jetzt nur noch bergab geht.
Der Bitte nach ein paar Blättchen komme ich gerne nach, denn ohne zu kiffen können sie den Tag nicht standesgemäß abschließen. omm

„Vor uns liegt ein langes Tal. Der Doubs, er scheint mit Glitzerstrahl“



........ Km 91: Tagesziel fast erreicht





........ Km 92: Tagesziel erreicht



Hier auf dem Campingplatz sind so einige Radler. Manche wollen dem EV6 an den Atlantik folgen, andere sind auf dem Weg nach Mulhouse.
Als wir so erzählen, dass es auch Alternativen zum EV6 gibt, schauen sie eher ratlos aus den Trikots. teuflisch

........ Km 93: Beim Italiener führen wir kluge Gespräche, futtern Nudeln und das letzte Eis in Frankreich. traurig ? ach was! grins






Tag 13: L'Isle-Sur-le-Doubs . Belfort . Mulhouse . Müllheim . Freiburg

Der Zug nach Belfort fährt erst um 10:55 Uhr. Genügend Zeit, um noch einmal im schönsten Sonnenschein zu frühstücken.



........ und den analogen Zeiten im Bahnhofskontor Respekt zu zollen.



Die Umstiege in Belfort, Mulhouse und Müllheim klappen reibungslos. Die Umsteigezeiten sind allerdings knapp. Sehr knapp.........
Nach drei Stunden hocken wir in Freiburg am Bahnhof. Der reservierte Kombi beim ADAC ist leider heute noch nicht verfügbar. Schade eigentlich. Zwei Tage Schützenfest......................... grins

Auf dem Weg zum Campingplatz können wir nicht widerstehen..................



Der Camping in Freiburg am Möslepark bietet kein Restaurant, punktet aber mit guten sanitären Anlagen und dem zweithöchsten Preis der gesamten Reise.
Dafür empfiehlt uns der Campingwart das Restaurant La Corona in Littenweiler. Volltreffer! wein




Tag 14: Freiburg . Neuss

ein letztes Mal gepackt........



........ verfahren und verwundert........



........ alles verstaut.



Während wir auf der A57 Köln hinter uns lassen, schalt ich mal das Radio an. Aus dem Sender klingt es dann:
„Da wo die Erft den Rhein begrüßt, einst........“

„Sag mal Jürgen, dieses Schützenfest, muss das sein? Kannst Du nicht alleine gehen? Dann bleib ich bei dir zu Hause."
........ Ich sag nix.

„Wo findet das denn überhaupt statt. Auf dem Fußballplatz? In einer Halle? In einem Zelt?"
........ Ich sag immer noch nix.

„Hab auch nichts Ordentliches zum Anziehen und will nicht so abstürzen wie beim Treffen in Düsseldorf.“
........ Dafür habe ich großes Verständnis. grins

„Mein lieber Ingo. Ob Du etwas trinkst, ist deine Entscheidung. Das Neusser-Bürger-Schützenfest konnte schon andere Forumsmitglieder begeistern, als sie den Fackelzug mit mir besuchten. Sie haben es überlebt. Heute ist ein Traumwetter. Die ganze Stadt ist auf den Beinen. Die ganze Stadt wird tanzen. Nach der Steubenparade in New York ist es das zweitgrößte Schützenfest der Welt. Das musst Du erleben und heute, am letzten Tag, gibt es zum Abschluss der Festivitäten den Wackelzug.
..... Da kannst Du mich jetzt nicht alleine lassen!“


Den Stinker geben wir quasi in Steinwurfnähe zur Kirmes ab, radeln vollbepackt mit den Rädern über die Rollmopsallee, begrüßen meine hocherfreute Mama, quatschen beim Kuchen, duschen und ziehen los ins Getümmel.

Das Heimatlied hören wir in allen Lautstärken und das gleich mehrfach. Ich hör Gesang, seh Spiel und Tanz und, was soll ich sagen, einen total ausgeflippten Ingo inmitten meiner Freunde. party


Tag 15: Neusser Bahnhof

„Jürgen, das war das beste und schönste Schützenfest in meinem Leben.“
„Ingo, das war die beste und schönste Radtour in meinem Leben.“


Als der Zug losruckelt verdrück ich ne Träne..........

~ fin ~ Ende ~

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Geändert von Juergen (heute um 07:53)
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#1322624 - 15.02.18 17:13 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Keine Ahnung
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Die Patriarchen machen richtig schöne Touren zwinker .

Das ist wieder ein schöner Bericht!
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1322677 - 16.02.18 06:59 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
HanjoS
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Ein Reisebericht, der - auch ohne das Ende noch zu kennen - lebt. Im Vordergrund stehen weniger Zahlen und Fakten, sondern Gefühle und Stimmungen. Er nimmt (mich) mit auf eine Reise durch eine traumhafte Landschaft, die zu genießen oftmals hart erarbeitet werden muss. Die Bilder verdeutlichen, dass die Mühen mehr als entschädigen. Mit nur wenigen Worten wird klar, um was es geht: Freude an dem, was man gerade tut, auch wenn der einzelne Moment mal wehtut. Und falls die Pracht der Landschaft mal nicht ausreicht, erforderliche Strapazen vergessen zu machen, steigert ihr die Ausschüttung von Glückshormonen eben durch kulinarische Genüsse. Amüsant sind auch die kleinen Beispiele verbaler Kommunikation. Da wird klar, ja, die beiden sind nicht das erste mal gemeinsam unterwegs.

Schon der Bericht über "Zwei Patriarchen im Intensivkurs" hat mich gefesselt, spätestens jetzt bin ich inspiriert, nach Erfahren des Schweizer Jura im letzten Sommer in einem der nächsten Jahre auch den französischen Teil unter die Räder nehmen zu wollen.

Ich wünsche dir und Ingo auch bei weiteren Prüfungen viele schöne Momente, bin aber auch gespannt, über den Rest dieser Episode noch zu lesen.
Schöne Grüße aus OWL, Hanjo

Der etwas andere Übersetzer: DeepL Übersetzer
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#1322697 - 16.02.18 10:12 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: HanjoS]
cyclerps
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Beiträge: 2146
Der Anfang ist gemacht und er gefällt.
Mich würde aber mal interessieren ob das Messer immer noch so scharf ist. grins
Gruss
Markus
Forza Victoria !

Geändert von cyclerps (16.02.18 10:12)
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#1322704 - 16.02.18 10:58 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: cyclerps]
Juergen
Moderator
Themenersteller
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Beiträge: 6979
Ob das Messer noch scharf ist, wollte ich am Originalschauplatz in Mandeure bei blutrotem Sonnenuntergang testen.
Da dieser Teil der Tour aber aus nachvollziehbaren Gründen ins Wasser fiel, musst Du mit der Antwort auf den letzten Teil der Trilogie von uns Patriarchen warten. cool

@Hanjo Danke für deinen liebenswerten Kommentar. Die letzten Prüfungen auf der Tour sind noch nicht geschrieben, aber in der Mache. lach

@Arnulf Wenn Du möchtest, dann strick ich dir gerne einen Track mit 3000km durchs Jura. Aber schimpf nicht. zwinker
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#1322733 - 16.02.18 13:30 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Keine Ahnung
Moderator
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Beiträge: 7272
In Antwort auf: Juergen

@Arnulf Wenn Du möchtest, dann strick ich dir gerne einen Track mit 3000km durchs Jura. Aber schimpf nicht. zwinker


Da könntest Du ja einmal etwas entwerfen, dieses Jahr sind allerdings schon ca. 2800 km in Irland, Schottland und England vorgesehen zwinker . Im Jura war ich aber auch schon unterwegs. Meiner Frau war es deutlich zu hügelig grins .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1322753 - 16.02.18 14:25 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Wuppi
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Beiträge: 1545
@Juergen und @Ingo

bravo

mehr fällt mir dazu nicht ein.

Gruß Rolf
Erst anhalten, dann absteigen!
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#1322799 - 16.02.18 17:45 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Wuppi]
Hansebiker
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Beiträge: 1121
Unterwegs in Deutschland

Danke, lieber Rolf,
ich bin genau so begeistert von Jürgen`s Art des Erzählens, wie Du. Das Erlebnis, die Eindrücke, die vielen kleinen Einzelheiten dieser Tour sind beim Lesen und beim Betrachten der Fotos sofort wieder präsent. Am liebsten würde ich in diesem Jahr erneut wieder hinfahren. Ich kann sowohl kleine, als auch große "Juraprüfungen" nur empfehlen.
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#1322806 - 16.02.18 18:31 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Pedalpetter
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abwesend abwesend
Beiträge: 1258
bravo
Gruß
Volker
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#1322817 - 16.02.18 19:00 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Hansebiker
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abwesend abwesend
Beiträge: 1121
Unterwegs in Deutschland

Lieber Jürgen,

dein Zitat: "Als der Zug losruckelt verdrück ich ne Träne.........."

Ich wollt`s ja nicht sagen, aber ich auch. schmunzel

Beide Touren im Jura, gemeinsam mit Dir, schreien förmlich nach einer Fortsetzung. Es muss ja nicht der Jura sein. dafür

Geändert von Hansebiker (16.02.18 19:00)
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#1322855 - 16.02.18 21:33 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Bahnhofsradler
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Beiträge: 682
J'enlève mon chapeau

Reinhard
Hauptsache: Allzeit genügend bar auf den Pneus
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#1322861 - 16.02.18 22:10 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Hansflo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2778
Vielen Dank für die schönen Bilder und vor allem für den stimmungsvoll unterhaltsamen Bericht. So darf/kann/soll sich eine Radreise anfühlen.

Hans
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#1322872 - 16.02.18 23:41 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
iassu
Mitglied
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Beiträge: 17907
Danke Jürgen für diese Unterrichtseinheit. Ich fand diese Art des Jurastudiums auf eine mir schwer erklärbare Weise unterhaltsamer als diejenige dazumal an der Uni. Wie dazumal nötigt mir aber auch Eure Variante die Erkenntnis auf, daß ich in vielerlei Hinsicht eine Mangelerscheinung bin. Damals war es die Diagnose "Ελλειψη κρεατωσ καθισματοσ" (--> Abwesenheit des Fleisches zum Sitzen), heute ist es Quasisprachlosigkeit, was das Gallische Idiom angeht. Außerdem, man sieht es euch zwar nicht direkt an, scheint ihr aber doch einen unübersehbaren Hang zur Selbstkasteiung zu haben, Hügelmania oderso. Womit wir wieder bei meinem ersten Mangel wären. Fazit: ihr habt meine Bewunderung sicher, wenn auch aus der Sesselfurzerecke.
Gruß Andreas
Dieser Beitrag wurde mit dem Federkiel auf Büttenpapier geschrieben.
Tessin Jahresende 2017

Geändert von iassu (16.02.18 23:49)
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#1322910 - 17.02.18 10:30 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
silbermöwe
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abwesend abwesend
Beiträge: 224
Danke party Macht weiter so! bravo
Dirk
(demideTira)
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#1322915 - 17.02.18 10:52 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
jochenfranke
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Beiträge: 395
Hallo,
sehr schöner Bericht, genau meine Art vom Radreisen. Relativ relaxt, und am Ende doch was gesehen, Klasse.

Gruß Jochen
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Off-topic #1322968 - 17.02.18 19:39 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
natash
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Beiträge: 5392
Grüß Euch Jürgen und Ingo,
eine zweifellos unvergessliche und für uns recht unterhaltsame und genussvolle Reise habt Ihr da gemacht.
Nur am Genuss der Höhenmeter müsst Ihr noch arbeiten. Der kommt jedoch von selbst mit der Zeit und ihrer Vielzahl.
Dass Ihr bei Nat im Bahnhof nicht eingekehrt seid, ist hingegen ein wenig schade. Bestimmt habt Ihr da was verpasst schmunzel .
Dass man vor allem an offiziellen Radrouten viele andere Radler trifft und abseits von diesen oft nur wenige,habe ich auch schon mit Verwunderung festgestellt. Manche scheinen zu glauben man könne auf normalen Strassen und Wegen nach eigener Wahl gar nicht radfahren. Was schon ziemlich schräg ist.
Ich freu mich auf Teil 3 Eurer Jura-Erfahrungen schmunzel
Gruß
Nat
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#1323012 - gestern um 10:33 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
scherbe
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Beiträge: 79
Hallo Jürgen,
danke für den fantastischen Bericht. Der französische Jura kommt auf meine ToDo-Liste. Sehr schön, wie ihr es schafft, Genuß und sportliche Ambitionen miteinander zu kombinieren und es bleibt immer auch Zeit für ein Zigarettchen schmunzel

Weiter so !!!
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#1323032 - gestern um 12:33 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: natash]
Juergen
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Themenersteller
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Beiträge: 6979
In Antwort auf: natash
Ich freu mich auf Teil 3 Eurer Jura-Erfahrungen schmunzel
Während des Berichteschreibens und Antwortenlesens war ich nicht faul.
Mich wurmt nicht nur, dass wir der Bahnhofskneipe keinen Besuch abgestattet haben, sondern, dass auch ein paar andere Highlights gar nicht weit weg waren. Doch manches hatte ich nicht mehr auf der Uhr, da zwischen Planungs- und Fahrzeit viel Zeit vergangen war.

Nun hab ich in den letzten Tagen fleißig und nebenbei den nicht gefahrenen Teil der Strecke mit den verpeilten Highlights und weiteren Ideen verknüpft. grins
Dabei entstand ein Weg von Süden nach Norden mit einer kleinen Acht um Pontarlier.
Bevor ich den Weg als Track ins Navi schiebe, warte ich noch auf die Neuauflage des Jurabuches, muss nochmal Matthias Juraprüfung studieren, deine Schattentour nachlesen und Ingo fragen, wann er denn Zeit und neues Vertrauen in meine Streckenplanung gefunden hat. unschuldig

Kommen wir zum vermeintlich fehlenden Genuss der Höhenmeter und Andreas Einwand, wir hätten einen "unübersehbaren Hang zur Selbstkasteiung"
Die Wahrheit liegt mittendrin. Er reist mit ohne Kocher&Co, ihr teilt euch 30kg Gepäck partnerschaftlich. Ich kann da nicht mitreden. wein

@scherbe: Wenn ich dich mit dem Bericht motivieren konnte, in dieser Traumgegend eine Reise zu machen, dann freut mich das sehr.
Bei Fragen einfach fragen. schmunzel

Danke für die vielen freundlichen Kommentare
Jürgen
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#1323041 - gestern um 13:14 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: iassu]
Juergen
Moderator
Themenersteller
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In Antwort auf: iassu
.......... heute ist es Quasisprachlosigkeit, was das Gallische Idiom angeht. .............
Lieber Andreas,
jetzt stell doch dein Licht nicht so ganz arg unter den Sessel. Du könntest das schaffen. wein
Über die von dir angesprochene Hügelmania reden wir, nachdem Du im August bei 48° aus den albanischen und griechischen Hügeln zurück bist. grins

Bis bald
Jürgen
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#1323062 - gestern um 15:51 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
Hansebiker
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Unterwegs in Deutschland

Moin moin Jürgen,

gerade lese ich: ... und Ingo fragen, wann er denn Zeit und neues Vertrauen in meine Streckenplanung gefunden hat.

Nach einem halben Jahr ist bei mir die Erinnerung an die Gegebenheiten, die sich als schwierig, aber machbar erwiesen, völlig verblaßt. War da was??? Mach ma nen schönen Track. Ich weiß, dass Du das hervorragend kannst, dann bin ich wieder dabei. dafür

Mit der Feinplanung solltest Du aber noch warten. Erst müssen wir einen gemeinsamen Termin finden. August vielleicht? Lac de Neuchatel bitte mit einplanen.

Geändert von Hansebiker (gestern um 15:54)
Änderungsgrund: Wunsch geäußert
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#1323073 - gestern um 17:39 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Hansebiker]
Juergen
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schmunzel
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#1323081 - gestern um 18:07 Re: Jura II " Die Patriarchen sind zurück" [Re: Juergen]
cyclerps
Mitglied
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Beiträge: 2146
Zeit dürfte das kleinste Kriterium sein. träller

Bei einigen Bildern haben meine Schultern reflexartig gezuckt als die vermeintliche "Fahrbahn" zu sehen war. Ich schätze mal ohne Einladung beim Käsepapst ist da nix mehr zu machen. grins wein
Gruss
Markus
Forza Victoria !
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