Hallo,
ich brauchte neulich mal eine kurze Auszeit von der Arbeit und machte eine 5-Tages-Tour über knapp 500 km durch Eifel und Hunsrück. Da ich dieses Jahr bislang fast gar nicht mit dem Rad unterwegs war, stand der Fokus weniger auf Kultur und Besichtigen, sondern mehr auf Radeln. Dabei wollte ich ein paar mir unbekannte Radwege erforschen, so die Strecke von Euskirchen nach Kall („Täler-Route“), das Urfttal und den Übergang südwärts ins Prümtal, den Enztal-Radweg, die deutsche Variante im Sauertal sowie den Ruwer-Hochwald-Radweg.
Erft-Radweg Grevenbroich-Frimmersdorf – EuskirchenMit dem Zug fahre ich bis zur Grenze des VRR. Da mir die Ecke von Neuss bis Kerpen aus unzähligen Tagesausflügen sehr gut bekannt ist und ich auch nicht in „Sichtweite“ der Heimat zum ersten Mal übernachten will, spare ich mir so die ersten ca. 45 Kilometer. Oh, wie angnehm es ist unter der Woche entlang der Erft zu fahren. Ganz anders als am Wochenende sind nur wenige Radfahrer unterwegs, eine Handvoll Jogger und einige Fussgänger. Da diese aber ausnahmslos einen Hund dabei haben, beschleicht mich der Eindruck, dass hier in jedem Haushalt mindestens ein Hund zur Familie gehört. Dieser richtig nette Teil des Erft-Radwegs ist in fast jeder Hinsicht abwechslungsreich: Asphalt (75%) wechselt mit überwiegend guten Schotterwegen (25%), langweilige mit interessanten Abschnitten, es gibt Wald, Wiesen, Felder und kleine Orte und auch die Beschilderung (NRW Radroutennetz) ist leider nicht immer auf gleich hohem Niveau. Die Strecke verläuft angenehm fast durchgängig abseits von Straßen und dort fast immer auf Radwegen. Beim Radeln störten nur ein wenig die zwei sehr engen, winkligen Brückenzufahrten bei Glesch (nicht für Tandems und Hänger-Gespanne geeignet), die zwischendurch gehäuft auftretenden Straßenquerungen und die nahen Autobahnen bei Erftstadt. Den guten Gesamteindruck konnte das aber nicht nachhaltig stören. Sehenswert sind die vielen (mir fast alle bekannten) Schlösser am Rande des Weges, den Aussichtspunkt ohne Aussicht am ehemaligen Tagebau bei Mödrath kann man sich hingegen getrost sparen.
Täler-Route Euskirchen – Mechernich – KallDie „normale“ Route wäre weiter auf dem Erft-Radweg nach Blankenheim gewesen. Ich aber wollte zum Urft-Radweg wechseln, da hatte ich gutes drüber gehört. Zur Sicherheit um halb fünf mal telefonisch das Zimmer für die Nacht klar gemacht, bis 19 Uhr werde ich wohl eintreffen. Leider aber entpuppte sich die Täler-Route von Euskirchen nach Kall als weniger schöne und überraschend steigungsreiche Strecke. Die Gegend ist stärker besiedelt als von mir erwartet und die Route verläuft ziemlich häufig auf Radwegen neben stark befahrenen Straßen. Da auch noch die Beschilderung einige Lücken und Tücken aufweist, brauchte ich für die veranschlagten 31 km Radweg-Entfernung aufgrund Fährtensuche und diverser, höhenmeterreicher Umwege wg. Verfahrens fast vier(!) Stunden. Ganz kurz zwei Tipps für Nachfahrwillige:
- Folgt man nur der Beschilderung nach Mechernich und Kall, fährt man eine andere Strecke als im NRW Radroutenplaner errechnet.
- Aus Euskirchen raus bis Mechernich ist es sehr schwierig der Beschilderung zu folgen. Es gibt vor allem in Euskirchen viele Richtungswechsel und einige Schilder sind sehr versteckt. Zwei davon habe ich trotz Suche nicht gefunden. Es ist sehr sinnvoll hier genau die Fahrtanweisungen des Routenplaners zu beachten.
Zum Glück lächelte der Wirt verschmitzt als er bei der Ankunft gegen halb Neun meinte: „Ja ja, sieben Uhr ... .“. Ich hatte fertig, statt gemütlichen 80 waren es zum Schluß anstrengende 110 km geworden.
Urft-Radweg Kall – Blankenheim-WaldIch kann dem Igel-Radler nur beipflichten, wenn er diesen Abschnitt für einen, wenn nicht gar den schönsten Radweg in der Eifel hält. Schöne Waldlandschaft, ein ruhiges Tal, leider viel zu kurz. Am positiven Urteil kann auch die vor allem nach Regen nicht gute Qualität des Weges wenig ändern. Der Haken an diesem Radweg folgt aber auf dem Fuße ... .
Blankenheim-Wald – Schmidtheim – Kronenburg – Ormont – NeuendorfAm südlichen Ende des o.g. Radwegs weist ein Schild nach Dahlem – das war’s. Am Bahnhof Blankenheim-Wald kein Hinweis mehr auf diese Strecke. Rumgekurvt, auf die andere Seite der Bahn gefahren, Schilder gesucht - erfolglos. Auch nach nochmaliger Suche am Bahnhof finde ich nicht die in einigen älteren Karten ausgewiesene Route. Der versteckt neben dem Bahnsteigzugang liegende „Weg“ ist eine zweispurige, steinige, ausgefahrene, halb zugewachsene Pfützenpiste übelster Sorte. Ich probiere es 200 m, dann drehe ich um. Unfahrbar, der Weg kann nicht gemeint sein. Die beiden großen Radweg-Pläne am Bahnhof nochmals inspiziert, dort ist kein Weg eingezeichnet. Gewissheit gibt dann ein auf dem Rad vorbei kommender Junge: „Nee, da kann man nich’ langfahren, das geht nur auf der Strasse.“ Klasse! Das heisst: Auf der B258 aus dem Tal raus auf die Höhen. Ich entscheide mich für die westliche Variante, die B51 im Osten will ich meiden. Klappt auch ganz gut, moderate Steigung, breite Strasse, nur mäßig viel Verkehr. Die Landstrasse auf dem Kamm des Höhenzuges ist dann so nett zu fahren, dass man glatt auf die Idee kommen könnte schon in Kall-Urft auf diese wechseln. Rasend abwärts nach Schmidtheim, ich erreiche mit fast 70 km/h mein Geschwindigkeits-Maximum auf dieser Tour. Leider geht’s auf der anderen Talseite wieder hoch. (P.S.: Es gibt aber Hoffnung diese blöde Lücke von nicht mal 5 km irgendwann mal vergessen zu können. Im Web ist zu lesen, dass in 2012 ein Radweg zwischen Bhf. Blankenheim-Wald und Schmidtheim gebaut werden soll.)
Kurz hinter Schmidtheim lockt dann eines der in Rheinland-Pfalz grünen Radweg-Schilder nach rechts Richtung Prüm. In meiner gerade auf Radreisen manchmal grenzenlosen Naivität dachte ich, dass das die „beste“ - weil kürzeste, verkehrsärmste, steigungsärmste - Verbindung zum Prümtal-Radweg ist. Weit gefehlt. Auf dieser zumindest landschaftlich schönen Strecke macht man zuerst einmal ordentlich Höhenmeter, die man nach Kronenburg rein schlagartig wieder verliert und weiter soll es dann über Hallschlag auf die B265 und nach Prüm gehen. Nachdem ich das gepeilt hatte bin ich in Kronenburg den Schildern über ein kleines, fast einsames aber ordentlich steiles Sträßchen durch den Wald nach Ormont gefolgt und weiter über die unwesentlich stärker frequentierte Strasse nach Neuendorf geradelt. Fazit: Wer von Schmidtheim zum Beginn des Prümtal-Radwegs will muss den Schildern bis nach Stadtkyll folgen.
Prümtal-Radweg Neuendorf - Prüm – LünebachHier war ich schon öfters unterwegs, so dass ich mich kurz fassen kann. Die Strecke verläuft im oberen Prümtal parallel zur B51, meist auf einer ruhigen Landstrasse, die ich empfehlen würde nicht zu verlassen, da die abseits verlaufenden Abschnitte sehr schlecht (grobschottrige Zweispur-Wege …) und sehr laut (… direkt neben der B51) sind. Von Nord nach Süd und damit abwärts fahrend finde ich diese Route durch das dicht besiedelte, nicht so schöne Tal besser, von Süd nach Nord bevorzuge ich die landschaftlich schönere, ruhigere Strecke auf der B265. Nach dem obligatorischen Kaffee-und-Kuchen-Stop im „Goldenen Hahn“ (super leckere Torten) gegenüber der Basilika in Prüm geht’s dann ruhig aber auch ein wenig langweilig auf dem sehr guten Radweg weiter Prüm-abwärts.
Enztal-Radweg Lünebach – Arzfeld – Neuerburg – PeffingenZu den jüngeren Radwegen in der Eifel zählt der Enztal-Radweg, der am Eifel-Zoo bei Lünebach vom Prümtal-Radweg abzweigt und nach einer kurzen Steilrampe bis Neuerburg durchgängig auf dem aufgelassenem Planum einer alten Bahnstrecke verläuft. Seit der Fertigstellung des letzten Abschnitts von Lünebach nach Arzfeld gibt es damit eine nicht mehr so steigungsintensive Verbindung vom oberen Prümtal zur Sauer. Diese Gegend („Islek“) gehört für mich zu den schönsten in der Eifel, leider kann der nördliche, neue Teil des Radwegs da nicht ganz mithalten. Die ex-Bahntrasse liegt bis Arzfeld fast durchgängig in Einschnitten, so dass man von kurzen Ausnahmen abgesehen die ca. 20 km quasi in einem „Tunnel ohne Dach“ pedalliert. Das ist aufgrund der schönen Gegend etwas schade, aber verschmerzbar, schliesslich geht es schön ruhig und abseits von Strassen stetig leicht (ca. 2%) und damit nicht annähernd so heftig bergan wie auf den sehr steilen Alternativ-Strecken. Nicht akzeptabel aber ist die wassergebundene Oberfläche des Radweges bis kurz vor Neuerburg. Durch den hohen Sandanteil bildet sich nach Regen obenauf eine mehrere Millimeter dicke, weiche Schicht, die die Laufräder deutlich hör-, sicht- und vor allem spürbar „einsinken“ lässt. Während ich auf den kurzen asphaltierten Stücken ganz locker mit 14 – 15 km/h bergan pedallierte, musste ich mir ansonsten Mühe geben nicht unter 11 km/h abzufallen. Schön zu hören, dass man noch dieses Jahr daran gehen will die ersten bereits asphaltierten Kilometer nördlich von Neuerburg bis Arzfeld zu verlängern. Ab dem sehenswerten Neuerburg folgt dann ein ganz kurzer Abschnitt auf der nur mäßig befahrenen Landstrasse, von der man nach 1 km auf den nigel-nagel-neuen Radweg bis Sinspelt wechseln kann. Interessant ist der rasche Wechsel der Landschaft in diesem Abschnitt. Weiter im netten Tal verläuft die Strecke bis Enzen fast durchgängig abseits der ruhigen Strasse, die man aber m.E. nicht verlassen muss. Zum Schluß auf der Straße noch über einen kleinen Berg (ca. 70 hm) ins Prümtal. „Noch“, weil der Bau des Radweges im Tal nach Holsthum angeblich schon begonnen hat.
Prümtal-Radweg Peffingen – MindenSchöne, ruhige, landwirtschaftlich geprägte Gegend, viel Wald und ein mit Ausnahme der verwinkelten Ortsdurchfahrten gut zu fahrender Radweg. Leider habe ich auf diesem netten Abschnitt zum einzigen Mal während der 5 Tage schlechtes Wetter. Wer ein paar kurze, knackige Steigungen vermeiden und dadurch einen schönen Aussichtspunkt verpassen will kann von Peffingen bis Prümzurlay auf der (zu dieser Zeit) ruhigen Strasse bleiben.
Sauertal-Radweg Minden – WasserbilligerbrückVor zwei Jahren bin ich den Radweg auf der luxemburger Seite gefahren und war nicht begeistert. Nun ist der Radweg auf der deutschen Seite fertiggestellt und der hat mir deutlich besser gefallen: Breit, gut asphaltiert, nur wenige Querungen ruhiger Stichstraßen, fast durchgängig in Flussnähe. Auch bekommt man deutlich mehr von dem netten Tal mit. Nicht unschuldig an dem positiven Eindruck ist dabei aber bestimmt, dass Autos wg. einer Baustelle nicht die direkt nebenan verlaufende B418 nutzten wollten oder konnten. Neben der N10 am anderen Sauer-Ufer war es deutlich lauter.
Mosel-Radweg Wasserbilligerbrück – Trier-RuwerDie Durchquerung von Trier entlang der Mosel ist eine von mir schon häufig gefahrene Strecke, mit der ich bislang nicht warm wurde, obwohl man links neben der Mosel sehr gut am Fluss lang radeln kann. Diesmal kommt dieser Abschnitt des Mosel-Radwegs besser bei mir weg, weil zwischen Saarmündung und Trier bei weitem nicht so viel Verkehrslärm wie sonst an meinen Nerven zerrte (zwischen Sauer- und Saarmündung hingegen schon); lag vermutlich an der vorteilhafteren Windrichtung.
Ruwer-Hochwald-Radweg Trier-Ruwer – Kell am See – HermeskeilWieso hat noch niemand hier im Forum von diesem Kleinod berichtet? Dieser Radweg ist echt spitze! Leicht aufwärts auf einer babypopoglatt asphaltierten ehemaligen Bahnstrecke geht es in den Hunsrück. Fast immer fernab von Strassen und dessen Lärm, zeitw. sogar als einziger Weg im wild-romatischen Ruwertal. Man durchquert ausgedehnten Wald, es gibt aber vor allem im „oberen“ Teil des Weges auch schöne Möglichkeiten den Blick in die Landschaft schweifen zu lassen. Nette Rastplätze mit Tischen und Bänken haben die Macher ebensowenig vergessen wie Hinweistafeln in der Nähe von Ortschaften, die im mittleren Abschnitt etwas abseits des Radwegs liegen, was zum „einsamen“ Eindruck viel beiträgt. Ich bin den Weg spät nachmittags an einem Donnerstag bis Kell am See gefahren, außer zwei Handvoll anderer Radfahrer, meist auf Rennrädern, war nichts los: „Oh, wie ist das schön ….“ Vielen Dank auch noch wg. der Unterstützung durch die Touristen-Info in Kasel, die direkt am Weg liegt.
Hermeskeil – Erbeskopf – Idar-ObersteinDer Chef des von mir gewählten, empfehlenswerten Hotels in Kell am See riet mir von Hermeskeil nicht über Birkenfeld zum Nahe-Radweg fahren. Viel schöner, gut zu fahren und auch nicht anstrengender sei die Strecke über den Erbeskopf (höchste Erhebung in Rheinland-Pfalz) nach Idar-Oberstein. Ein sehr, sehr guter Tipp! Da die Ausschilderung der Strecke ein paar Tücken aufweist hier für alle, die die Strecke nachfahren wollen, die Beschreibung ab Kell am See:
· auf dem Ruwer-Hochwald-Radweg Richtung Hermeskeil
· NICHT dem ersten, etwas verstecktem Schild nach Thiergarten folgen, sondern bis zum Radweg-Ende am Bahnhof fahren
· ab hier weiter der Ausschilderung Richtung Thiergarten folgen
· es geht steil bergauf Richtung Hermeskeil-Zentrum, nach der Steigung weiter als Geisterfahrer durch eine Einbahnstraße und dann durch die Fussgängerzone (sic!)
· am Ende der Fussgängerzone über die Fußgänger-Ampel und links in die Straße Richtung Damflos
· auf der Straße bis Damflos fahren und dabei alle Schilder zwischendurch ignorieren; NICHT im Gewerbegebiet nach links abbiegen und NICHT am Abzweig im Wald in den furchtbar schlechten Waldweg fahren
· ab Damflos weiter auf der ruhigen Landstraße den Radweg-Schildern Richtung Thiergarten und Hermeskeil (sic!) folgen
· ca. 1,8 km hinter Damflos zweigt nach rechts eine ausgeschilderte Radroute nach Birkenfeld und Börfink ab
· hier beginnt der schweisstreibende Teil der Strecke: es geht 3,5 km bei gleichmäßig ca. 6% Steigung auf einem nicht gut asphaltierten Weg durch schöne Waldlanschaft bergan
· oben auf dem Kamm nach links und NICHT der Ausschilderung nach Birkenfeld und Börfink direkt wieder nach rechts folgen
· auf diesem sehr schönen, einsamen, glatt asphaltierten Weg auf dem Kamm weiter durch den Wald im leichten Hoch und Runter bis zum Ende fahren
· hier nach links und die letzten 20 Höhenmeter leicht ansteigend auf der schmalen Straße bewältigen
· Gesamtstrecke von Kell am See bis zum Gipfel: ca. 36 km
· auf der Strasse zurück bergab und am Ende rechts
· immer weiter abwärts auf der B422 bis Idar-Oberstein
Um keine falschen Erwartungen zu schüren: Nur wg. des Erbeskopfes lohnt sich diese Fahrt nicht. Da oben ist es alles andere als schön (lärmende Radarstation der Bundeswehr, großer Parkplatz) und man hat wg. der hohen Bäume trotz Aussichtsturm keinen Fernblick. Hier ist der Weg der Star, nicht das Ziel.
In umgekehrter Richtung als Verbindung von der Nahe zum Ruwer-Hochwald-Radweg kann ich diese Strecke nicht empfehlen. Der Anstieg auf der recht stark befahrenen B422 (Radweg erst auf den letzten Kilometern) von Idar-Oberstein auf den Erbeskopf ist lang und zeitweise kräftig. Auf der Abfahrt vom Bergkamm ins Primstal Richtung Hermeskeil müsste man dauernd in der Bremse stehen, weil der Asphalt auf dem o.g. Weg für die geringen Geschwindigkeiten aufwärts noch akzeptabel ist, für eine Schußfahrt abwärts aber keinesfalls. Besser ist es vermutlich den Naheradweg bis zur Quelle zu fahren und dann das Primstal aufwärts über Nonnweiler bis Hermeskeil zu radeln (Strecke ist ausgeschildert).
Nahetal-Radweg Idar-Oberstein – Kirn - Bad-Kreuznach – BingenDen Weg bin ich vor über 10 Jahren zum letzten Mal gefahren. War so la-la. Ob ich diese Strecke nach so langer Zeit anders sehen werde? Nicht viel. Man hat offensichtlich in dieser Zeit auch nichts daran getan das Radeln auf dem Nahe-Radweg zu verbessern, ích habe alle „Schwachstellen“ wieder angetroffen. Zwischen Idar-Oberstein und Hochstetten-Dhaun gefällt mir der Radweg trotz netter Landschaft mit interessanten Felsformationen überhaupt nicht. Dafür ist der Lärm der nahen, sehr stark befahrenen B41 viel zu beherrschend und auch das Radeln an sich macht bei den vielen „Hindernissen“ und Ortsdurchfahrten keinen Spaß. Das ändert sich dann schlagartig hinter Hochstetten-Dhaun, wenn die Nahe zum schönsten Teil ihrer Reise zum Rhein aufbricht. Ruhige, schmale Strassen und Radwege durch ein idyllisches Tal. Herrlich! Leider ist damit nach nur 15 km Kilometern Schluß. Die folgenden Durchfahrten von Bad Münster am Stein und Bad Kreuznach sind für mich (immer noch) der Horror schlechthin. Immer wieder enge Wege, verwinkelte Passagen, schlechte Ausschilderung, viel Autoverkehr, noch mehr Fussgänger und eine Reihe unübersichtliche Straßenüberquerungen. Mann, war ich froh als ich die letzte Klippe überwunden hatte (gesperrter Bahnübergang, keine Umleitung, siehe meinen Hinweis im Wiki). Die letzten Kilometer bis Bingen sind eher belanglos. Vom Fluss sieht man fast nichts mehr, wenigstens kommt man auf den guten Radwegen mit Ausnahme der Tragepassage über eine Brücke problemlos voran. Nahe? Nein, danke!
Ab Bingen fuhr ich mit der Bahn wieder heim, das ging trotz teilw. voller Züge ganz problemlos.
ÜbernachtungenDas Hotel in der ersten Nacht in Kall war unterdurchschnittlich, die anderen drei Unterkünfte in Neuerburg, Kell am See und Schloßböckelheim hingegen wirklich gut und empfehlenswert, letztgenannte mit leichten Einschränkungen. Die Unterkunft in Kell am See („Hotel zur Post“) stach dabei nicht nur wg. des ausgeprägten Engagements für Radfahrer heraus. Gezahlt habe ich für ein Einzelzimmer mit Frühstück zwischen 37,50 und 45,00 Euro pro Nacht, was überraschenderweise etwas weniger ist als in den letzten 3 Jahren gewohnt.
Folgende Webseiten lieferten mir Informationen für diese Tour und wurden zur Planung genutzt:
·
www.Radroutenplaner.nrw.de·
www.kreis-euskirchen.de/tourismus/fahrradfreundlicher_kreis/radrouten_kreis_euskirchen.php·
www.achim-bartoschek.de/·
www.ruwer-hochwald-radweg.de/ ·
www.eifel-radtouren.de·
www.Bett-und-Bike.deZudem kamen die schon länger in meinem Besitz weilenden bikeline-Bücher „Radatlas Eifel“ und „Nahe-Radweg“ zum Einsatz. Leider merkt man diesen die Zeit seit der Herausgabe mehr und mehr an.
Gruß
Uli