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#776470 - 04.12.11 09:56 Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten
bk1
Mitglied
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Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

Auf Wunsch der Moderation wird die Antwort zu
Re: Ich weiß wirklich nicht wohin nächstes jahr... (Länder) nicht mehr in dem Thread Re: Ich weiß wirklich nicht wohin nächstes jahr... (Länder) gegeben, sondern ich mache einen eigenen Thread auf. Der Einwand ist ja berechtigt, wir haben uns etwas vom ursprünglichen Thema entfernt, aber so etwas kommt ja vor...

In Antwort auf: falk
Ich kann absolut nicht verstehen, wieso da auch von Fahrradbenutzerseite Unverträglichkeiten beschworen werden
In Antwort auf: iassu
Du würdest, wenn erlaubt, ohne weiteres an einer Autobahn auf dem Standstreifen radlen wollen? ich definitiv nicht. Und zwar nicht wegen des Lärms allein. Sondern weil ich mir vorkäme wie beim Russisch Roulette.


iassu: Wieviele Kilometer bist Du auf Autobahnen, Kraftfahrstraßen oder auch auf anderen vierspurigen kreuzungsfreien außerörtlichen Straßen (mit oder ohne Fahrradverbot) gefahren? Hast Du Erfahrungen damit?

Ich habe früher auch gedacht, daß es nicht so angenehm zu fahren wäre, aber inzwischen festgestellt, daß das ein Irrtum ist. Man kann darauf recht gut fahren, definitiv besser als auf engen, unübersichtlichen Straßen, die für ihren Ausbauzustand auch stark belastet sind (wenn auch mit viel weniger Autos). Russisch Roulette ist auch Quatsch, kreuzungsfreie vierspurige Straßen sind für Radfahrer sehr sicher, vor allem, wenn es wenige Abfahrten gibt und breite Randstreifen. Aus Sicherheitsgründen sollte man also diese Fahrradverbote auf Autobahnen abschaffen.

Radfahren ist aber sowieso eine sehr sichere Fortbewegungsart. Da die meisten von uns Bewegungsmangel haben, hat Radfahren sogar ein negatives Risiko, die Lebenserwartung steigt dadurch sogar, weil der Bewegungsmangel gefährlicher ist als das Unfallrisiko. Das gilt insbesondere auf den ja sogar für ihre Sicherheit propagierten Autobahnen, aber auch auf den etwas gefährlicheren Alternativrouten. Die sind etwas gefährlicher, aber dafür macht es vielleicht mehr Spaß dort zu fahren, wenn man flüssig fahren kann, also keine Ampeln, Querstraßen mit Vorfahrt, Drängelgitter, Asphaltierungslücken, Zebrastreifen u.s.w. hat.

Ich denke, daß man die Alternativrouten zu heutigen Fahrradverbotsstrecken so aufwerten könnte und sollte, daß die Fahrradverbote auch aus reiner Sicht der Autofahrerinteressen überflüssig sind:
- Die Alternativroute wird mindestens gleich gut ausgebaut wie die Autobahn, was die Höhenmeter und die Entfernung betrifft, es werden also Einschnitte, Dämme, Tunnel oder Talbrücken gebaut und die Linie verkürzt, wenn nötig.
- Die Alternativroute wird mit Maut oder Road-Pricing (was in einigen Jahren zur Verfügung stehen wird) für Autos teurer als die heute mit dem Fahrradverbot versehene Strecke. Oder sie wird ganz für Autos und Motorräder gesperrt.
- Die Alternativroute wird in eine Vorfahrtsstraße ohne Ampeln und ohne Zebrastreifen und ohne Kreise umgewandelt. Wo sich zwei solche Routen treffen, braucht man zumindest für die Radfahrer Brücken mit flachen Rampen.
- Die Alternativroute wird so ausgeschildert, daß man sie eindeutig findet, z.B. wenn es die Alternativroute zur "A77" ist, dann wird sie "A77a" oder "A77f" oder "N9077" oder "VA77" genannt und es werden dieselben Fernziele angegeben, zusätzlich zu eventuell weiteren ausgeschilderten Zielen.
- Die Alternativroute ist selbstverständlich gut asphaltiert.
- Volksfeste, Marathonläufe, Radrennen etc. werden auf der heutigen Fahrradverbotsstrecke veranstaltet, die Alternativroute bleibt offen. Ebenso wird garantiert, daß sie auch bei Baustellen an Rohrleitungen, Kabeln u.s.w. offen bleibt.

Ich stimme mit Falk überein, daß in dem Fall fast alle Radfahrer diese Alternativroute nehmen würde, auch Falk und ich. Man kann sich das Fahrradverbot als in diesem Fall definitiv sparen. Solange es solche Alternativrouten nicht gibt, und sie sind aus finanziellen Gründen nur in Ausnahmefällen möglich, gehört das Fahrradverbot sowieso weg.

Es geht um etwas so grundlegendes wie das "Recht auf Autoverweigerung aus Gewissensgründen ohne Nachteile", das meiner Meinung nach analog zum "Recht auf Kriegsdienstverweigerung" mit einem Zivildienst, der "nicht länger" als der Wehrdienst dauern darf (zum Glück nicht mehr aktuell!) ins Grundgesetz.
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#776480 - 04.12.11 10:42 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
iassu
Nicht registriert
Also gut, ich nehme zur Kenntnis, daß ich mich getäuscht habe. Die Autobahn ist der sicherste Ort für Radler überhaupt. Es reiht sich ein in das, was ich von Ingmar seinerzeit lernen durfte: Fahren ohne Licht ist deutlich sicherer, als mit. Dasselbe gilt ja bekanntlich für die Styroporschüssel auf dem Haupte.

Magst du noch etwas sagen zum Erlebnisurlaub: Fernreise mit dem Freerider auf dem Mittelstreifen?

Schlägst du außerdem noch eine Luftkurorttaxe vor für das Benutzen längerer Abschnitte staugefährdeter Autobahnen? Oder vielleicht sollte man es Sozialabgabe nennen, denn man kann da echt vielen netten Menschen begegnen, die entspannt im Vollstau die ausgedehnten Spaziergänge genießen.

Auf anderen Abschnitten könnte man Leihohrschützer gegen Pfand verteilen, vielleicht mit integriertem MP3 Player, wo man in einer Endlosschleife riding my bicycle hören kann, wenn man mit den herrlichen Naturtönen der LKW nicht zurechtzukommen glaubt.

Geändert von iassu (04.12.11 10:45)
Änderungsgrund: er Gänz ung
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#776481 - 04.12.11 10:50 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: ]
bk1
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

Du bist nicht bereit, einmal gelernte Dogmen zu hinterfragen. Ich mußte das auch erst lernen. Wieviele Kilometer bist Du mit dem Fahrrad auf Autobahnen gefahren, daß Du Dich so gut auskennst?

Ich möchte, daß alle Radfahrer auf allen heutigen Fahrradverbotsstraßen (ausdrücklich auch auf Autobahnen) fahren dürfen.
Ich möchte aber nicht, daß man dort fahren muß, wenn es interessante, ruhige, schöne, oder sogar schnellere Alternativrouten gibt. Die gibt es nicht immer. Und man hat für Alternativrouten, die länger dauern, nicht immer Zeit. Und für Alternativrouten, die nicht asphaltiert sind oder die nicht zu finden sind, weil sie nur mit sublokalen Zielen ausgeschildert sind, auch nicht.
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#776482 - 04.12.11 10:52 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
Juergen
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1674
In Antwort auf: bk1


Ich möchte, daß alle Radfahrer auf allen heutigen Fahrradverbotsstraßen (ausdrücklich auch auf Autobahnen) fahren dürfen.


ich möchte das nicht!

edith fragt sich gerade, ob bei dies und das die Standstreifen verstopft sind?
eine Radreise bietet vielfältigste Möglichkeiten, sich selber auf den Weg zu machen. Reiseberichte und Photoalben

Geändert von Juergen (04.12.11 10:56)
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#776484 - 04.12.11 10:56 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
iassu
Nicht registriert
Ich bin fern von Dogmatismus. Ich wollte nur zeigen, wie absurd Radfahren auf der Autobahn wäre. Ich habe damit wenig Erfahrung. Aber ich habe auch wenig Erfahrung mit Vonbrückenspringen und dennoch eine ziemlich präzise Vorstellung davon, daß das zu unterlassen ist. Oder wenn dir dies zu drastisch ist: es gibt eine allgemeine Lebenserfahrung, die einem auch in Fällen den klaren Weg weist, in denen man noch nicht oft war. Das hat nichts mit Dogmatismus zu tun.
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#776485 - 04.12.11 10:57 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: Juergen]
bk1
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abwesend abwesend
Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: bk1
Ich möchte, daß alle Radfahrer auf allen heutigen Fahrradverbotsstraßen (ausdrücklich auch auf Autobahnen) fahren dürfen.

In Antwort auf: Juergen
ich möchte das nicht!

Was würde Dich an der Aufhebung der Fahrradverbote stören?
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#776486 - 04.12.11 11:00 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
iassu
Nicht registriert
Kann das sein, daß du deinerseits nicht übertrieben viel Erfahrung mit Autofahren auf der Autobahn hast? Wie das wäre, mit 120 in eine Ausfahrt zu fahren, die gerade ein Radler quert mit 20? Oder Unfallsituationen? Was ist mit meinem Argument Lärm? und Gestank? Autobahnen sind per se nunmal dazu da, daß dort entweder Stillstand herrscht, stinkender Kriechverkehr oder Schnellfahren. Alles nicht kompatibel mit Radfahren direkt daneben.

Geändert von iassu (04.12.11 11:03)
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#776488 - 04.12.11 11:06 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: ]
bk1
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Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: iassu
Ich wollte nur zeigen, wie absurd Radfahren auf der Autobahn wäre. Ich habe damit wenig Erfahrung.

Es gibt viele Straßen, die aussehen, wie Autobahnen (ob sie welche sind oder nicht, ist ja egal), wo man als Radfahrer sogar legal fahren kann. Und das sehr gut. Es gibt sehr positive Erfahrungswerte dazu aus den Vereinigten Staaten.

Du argumentierst aber letztlich mit Vermutungen, die durch einen religionsähnlichen Dogmatismus gestützt wird, von dem wir alle umgeben werden und den nur wenige hinterfragen.

Und Du argumentierst mit Lärm und Abgasen. Die sind aber nicht mehr, nur weil irgendwo ein Autobahnschild steht. Auf einer leeren Straße (egal was für Schilder und wieviele Spuren die hat) sind Lärm und Abgase wenig. In einer dicht besiedelten Gegend sind sie sowieso viel.

Und wenn Dich Lärm und Abgase stören, dann kannst Du die Straßen, wo es zu viel davon hat, meiden. Ich meide sie ja auch, wenn das sinnvoll möglich ist. Aber laß doch andere Radfahrer ihre eigene Entscheidung treffen.

Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, ein Auto zu steuern, deshalb entfällt die Alternative, auf solchen Strecken das Auto zu verwenden. Ich fahre mit dem Fahrrad und mißachte lieber das Fahrradverbot als das ich das Fahrrad durch ein Auto ersetze, wenn es keine brauchbaren, erkennbaren, asphaltierten Alternativrouten gibt.

Geändert von bk1 (04.12.11 11:07)
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#776489 - 04.12.11 11:10 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: ]
bk1
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

Man kann einfach die Autobahnschilder abmontieren, dann sind es normale außerörtliche Straßen, wie man sie sowieso als Radfahrer auch in Deutschland benutzen darf. Ich halte das für die sinnvollste Vorgehensweise.

Deutschland braucht keine Autobahnen.
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#776490 - 04.12.11 11:12 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
iassu
Nicht registriert
Na dann wünsche ich dir, daß du deine zukünftigen Erfahrungen auf diesem Gebiet mindestens überlebst, nicht zum Pflegefall wirst, den dann indirekt alle, auch Autofahrer, bezahlen dürfen, nicht Autofahrer, die dich trotz bestimmungsgemäßem Gebrauch ihres Fahrzeugs über den Haufen fahren, ins persönliche lebenslange Unglück stürzt und daß du von deinen religionsähnlichen Wunschträumen zu einer erweiterten Realität findest. Ich bin, es mag Stellen geben, an denen das mehr, andere, an denen das weniger plausibel scheint, jednfalls froh, daß durch gewisse Verbote Radler daran gehindert werden, sich grob unsinnig zu verhalten.
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#776491 - 04.12.11 11:23 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
iassu
Nicht registriert
In Antwort auf: bk1
Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, ein Auto zu steuern, deshalb entfällt die Alternative, auf solchen Strecken das Auto zu verwenden

Diese Einstellung halte ich für einen bemerkenswerten Scheuklappenluxus, eine Art Vogelstraußökoegoismus.

Wo kommen die Produkte her, die du für deinen erweiterten Lebensbedarf benötigst? Wie werden die Häuser gebaut, die du nutzt? Wie die Straßen gebaut, die du beradeln willst? Wo kommen deine Fahrräder her? deren Rohstoffe und Ersatzteile? in welchem Transportmittel möchtest du geerstehilft werden, wenn es dich - hoffentlich nie - erwischt? Wo sollen die eiligen Blutkonserven herkommen, die vielleicht dein Kind benötigt? Wie möchtest du transportiert werden, wenn du alt bist?

Und ja, im 18.Jhdt hatten wir eine - leicht - andere Art zu leben, das stimmt. Da ging es auch ohne Auto.
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#776497 - 04.12.11 11:31 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: ]
bk1
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

Auf Straßen, die so gefährlich sind, daß eine gemeinsame Nutzung nicht möglich ist, sollte man ein Autoverbot, nicht ein Fahrradverbot einführen. Das würde das Problem lösen und zwar viel gründlicher, weil dann auf der Strecke die gefährlichen Zusammenstöße von Autos untereinander und die Alleinunfälle von Autos auch entfallen würden.

Aber ich denke, daß man ganz gut mit viel weniger Verboten und mit viel mehr gemeinsamer Nutzung von Straßen durch Straßenfahrzeuge fahren würde. Straßenfahrzeuge sind
Fahrräder, Elektromotorräder, Motorräder, Autos, Lastwagen, Busse und Straßenbahnen, aber nicht Fußgänger, Schiffe, Flugzeuge und Züge.

Aber sag mir mal lieber, wie man bei Beachtung aller Fahrradverbote nach 2013 schnell von Bergen nach Stavanger fahren kann, und zwar in einer kurzen, aber vollständigen Beschreibung, sagen wir 160 Zeichen. Oder von Kiel nach Lüneburg. Oder von Hamm nach Duisburg. Ich kann Dir hunderte von Beispielen aufzählen, wo diese vielgerühmten "Alternativrouten" nicht existieren oder unbrauchbar sind. Und diese drei Beispiele sind Routen, die man früher problemlos fahren konnte und die für Radfahrer ersatzlos gestrichen wurden, weil sie in Fahrradverbotsstrecken umgewandelt wurden (oder nach 2013 werden sollen).
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#776500 - 04.12.11 11:36 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: ]
bk1
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abwesend abwesend
Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: bk1
Ich kann es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, ein Auto zu steuern, deshalb entfällt die Alternative, auf solchen Strecken das Auto zu verwenden

In Antwort auf: iassu
Diese Einstellung halte ich für einen bemerkenswerten Scheuklappenluxus, eine Art Vogelstraußökoegoismus.

Beim Recht auf Kriegsdienstverweigerung kann ich als Einzelperson sagen, daß ich es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren kann, als Soldat andere Menschen umzubringen. Damit mache ich aber noch keine Aussage, ob ich für die Abschaffung der Armee bin. Es gibt genügend Leute, die sich nicht daran stören, deshalb kann man trotz des Rechts auf Kriegsdienstverweigerung eine Armee haben. Vielleicht hat man das Fernziel, daß diese Armee immer kleiner wird und irgendwann abgeschafft wird, vielleicht auch nicht. Du findest unter Kriegsdienstverweigerern sehr verschiedene Meinungen auch zu diesem Thema und das ist auch gut so.

Geändert von bk1 (04.12.11 11:37)
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#776501 - 04.12.11 11:37 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
Hansflo
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In Antwort auf: bk1
Ich möchte, daß alle Radfahrer auf allen heutigen Fahrradverbotsstraßen (ausdrücklich auch auf Autobahnen) fahren


100% Zustimmung - und bitte auch die neuen, schnellen ICE-Trassen nicht vergessen sowie im nächsten Ausbauschritt die Start- und Landebahnen der Flughäfen.

Hans
This is the place!
Bilder von Rad- und Bergtouren: http://picasaweb.google.com/hansflo
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#776504 - 04.12.11 11:44 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
mgabri
Moderator
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Beiträge: 7036
Tja, ich versteh den Karl schon. Denn in anderen Teilen Europas ist es durchaus möglich sich auf Autobahnen ohne Lebensgefahr zu bewegen. Aber was hier leider nicht beachtet wird ist die deutsche Borniertheit. Wenn ich schon denke wie ich auf Bundesstraßen geschnitten werde damit ich den Weg verlasse dann ist die Autobahnfahrt in Deutschland illusorisch. Speziell wenn die Gruppe "250 km/h ist eine angenehme Reisegeschwindigkeit" immer noch Oberhand hat. Mir würde es schon genügen wenn man auf normalen Straßen lebengelassen wird, was einigen Kraftdroschkenlenkern immer noch schwer fällt.
Also prinzipiell guter Gedanke aber zur Zeit leider Illusorisch.
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#776505 - 04.12.11 11:45 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: Hansflo]
bk1
Mitglied
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Beiträge: 1612
Unterwegs in Schweiz

In Antwort auf: Hansflo
und bitte auch die neuen, schnellen ICE-Trassen nicht vergessen sowie im nächsten Ausbauschritt die Start- und Landebahnen der Flughäfen.

Flughäfen und Bahnstrecken sind keine Infrastruktur für Straßenfahrzeuge, daher nicht Teil dieser Diskussion.
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#776506 - 04.12.11 11:59 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
Vorwärts
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 154
Ich bin in Spanien mal auf einer autobahnähnlich ausgebauten Straße (vierspurig + Standstreifen) gefahren. Die Straße war beinahe unbefahren, weil die EU in kurzer Entfernung den Bau einer Autobahn finanziert hat. In der unendlichen Weite Kastiliens war die Fahrt auf dieser Straße durchaus reizvoll. In Dtl. hätte ich nicht die geringste Lust, durch Betonwüsten bei Autoabgas und Lärm neben hunderten Autos zu fahren.
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#776509 - 04.12.11 12:07 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: ]
Oldmarty
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1424
Mit Karl darüber zu Diskutieren ist wie mit einem Veganer über das perfekte Steak zu reden.
Lerne hier Probleme kennen, von denen ich ohne das Forum nie was gewusst hätte schmunzel
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#776513 - 04.12.11 12:26 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
Peter2
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 698
bk1 du bist sicher nicht der einzige "Rebell" hier das Dogma Fahrrabverbot ignoriert. Keiner von uns findet Radfahren auf der Autobahn doof weil es verboten ist. Wir finden es doof weil wir ungern von einem Auto zermatscht werden!
Ich stand einmal nach einem leichten Blechschaden auf dem Standstreifen einer Autobahn und es war wegen dem Lärm und den ständig vorbeischiessenden Autos eine wirklich äusserst unangenehme Situation. Erst vorgestern ist wieder jemand nach einem Unfall unverletzt seinem Wagen entstiegen und wurde anschliessend von anderen Autos auf der Autobahn mehrfach!! überfahren.
Tut mir Leid aber so eine Autobahn ist einfach ein recht lebensfeindlicher Ort! Viele kleine Probleme die auf einem Radweg oder von langsameren Autos genutzten Strasse, passieren und dort ohne Konsequenzen bleiben, würden auf einer Autobahn vermutlich anders ablaufen. Stell dir auch ein über die Autobahn rutschendes Auto nach einem Unfall vor: Die Radler die dann eventuell im Weg stünden hätten nicht den Hauch einer Chance! Ist natürlich auf Landstrassen oder in der Stadt auch nicht anders, aber da ist die Geschwindigkeit wenigstens noch kleiner und damit kommen sie schneller zum Stillstand. Was aber trotzdem noch viel zu viele solche Unfälle verursacht.

In den USA ist die Geschwindigkeit auf Werte wie auf deutschen Landstrassen oder sogar darunter begrenzt. Klar macht man dort positive Erfahrungen mit dem Radfahren. Ich bin auch kein V Mann der 250 km/h Fraktion schmunzel aber ein so niedriges Tempolimit wie in den USA finde ich unangemessen für Autobahnen. Es gibt nun mal diese Erfindung und es ist Unsinn ihre Möglichkeiten so zu beschränken. Ein Fahrrad ist ja auch Quatsch wenn man damit nur Schrittgeschwindigkeit fahren dürfte. (Damit will ich nicht sagen das man das Auto nicht auch oft durch ein anderes Verkehrsmittel sinnvoll ersetzen kann. Leider sind aber viele so darauf eingespielt das sie nicht über Alternativen nachdenken und allein aus Geohnheit immer darauf zurückgreifen. Gibt es aber beim Rad sicher auch, aufgrund der fehlenden Beqemlichkeit aber sicher weniger)

Eine Frage Wenn du solche Strassen fährst, verstopfst du dir mit Musik die Ohren um dem Lärm zu entfliehen?

Natürlich rege ich mich auch manchmal auf wenn ich den Radweg neben einer Strasse nehme und ich jeden Meter Höhenunterschied mitnehme während die Autos mit Tunneln und Brücken dahingleiten. Trotzdem finde ich, aus Erfahrung, bieten Tunnel kein besonders schönes Ambiente zum radeln.

Womit du Recht hast ist natürlich das das Fahrrad verkehrspolitisch nicht Ernst genommen wird. Trotz Fahrradpendler tragen wir halt doch eher weniger zur Wirtschaftsleistung bei. Auch unsere ganze Schwerlastfraktion hier im Forum könnte vermutlich nicht mal einen einzigen LKW ersetzen. Dies ist natürlich Ärgerlich wenn man mal schnell von A nach B muss und nur das Rad zur Verfügung hat (geht mir auch so) aber da muss man halt die Planung darauf abstimmen. Es ist genau wie mit dem Auto: schlechte Planung hat auch zur Folge das man sich beeilt und dadurch dann Risiken eingeht die man sonst nicht eingehen müsste. (Bisher habe ich hier in Deutschland noch nie eine Autobahn ähnliche Strasse nehmen müssen weil es keine Alternative gab)
Würde der Staat durch Radler so viel Geld einnehmen wie durch Autos würde es vielleicht anders aussehen und dann hätte er auch das Geld mit dem er, neben sonstigen Ausgaben, auch noch das Streckennetz finanzieren könnte. Schliesslich sind, zumindest meines Verständnisses nach, die ganzen Radwege gewissermassen ein Geschenk der Allgemeinheit an uns (Fussgängerwege werden im Gegensatz zu Radwegen wirklich von 100% der mobilen Bevölkerung genutzt).


Solltest du wirklich auch auf Autobahnen fahren: Vergiss nie das du nicht nur dich, sondern auch die anderen Verkehrsteilnehmer gefährdest, weil keiner einen Radler erwartet und es etliche Strecken gibt auf denen kein Standstreifen ist. Und denke jetzt dabei bitte nicht nur "Bonzen" die mit ihren dicken Schlitten dahinrasen, sondern an die vielen die leider keine Alternative zum Auto haben.

schönen Gruss
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#776515 - 04.12.11 12:44 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: Oldmarty]
slayerman
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 518
Zitat:
Mit Karl darüber zu Diskutieren ist wie mit einem Veganer über das perfekte Steak zu reden.
Bester Beitrag zu diesem Thema bisher... grins grins grins
Gruß,
Manu, schon mit Rad auf einer deutschen Autobahn unterwegs gewesen
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#776516 - 04.12.11 12:46 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: Peter2]
FordPrefect
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 980
Geniale Diskussion - erinnert mich an "Männer haben das Recht Babys zu bekommen!" aus The Life of Brian .


dafür Micha
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#776517 - 04.12.11 12:46 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
mille1
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1733
Ich finde es gar nicht mal so schlecht auf gewissen Abschnitten der Autobahn radeln zu dürfen. In Ballungszentren kommt man so schnell und einfach aufs Land hinaus.

Ich bin in Marseille auf einer achtspurigen Stadtautobahn so aus dem Zentrum gekommen. Alles war angeschrieben, aber nicht wie ich zum nächsten Kaff komme. In meiner Not bin ich auf die Stadtautobahn ausgewichen und siehe da, es war die richtige Entscheidung. Der Standstreifen war mit fünf Metern Breite ausreichend, die vielen Autos waren mir im Moment egal. Ich bin so den Moloch Marseilles entkommen.

Ansonsten fahre ich lieber kleine Straßen.
In Slowenien bin ich auf einer Nationalstraße nach Maribor reingefahren. Eigentlich wollte ich die nur überqueren um so ruhig weiter zu fahren können, aber der Verkehr war so gewaltig, daß ich nicht über die Straße kam. So fuhr ich auf der Nationalstraße. Es war nicht schön, es gab keinen Standstreifen,
dann lieber eine Stadtautobahn.
Mille
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#776518 - 04.12.11 12:48 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: mgabri]
Auberginer
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1990
Ich habe aber auch den Eindruck (vielleicht täuscht das) das diese Autobahnen welche befahrbar sind, in Deutschland eher eine Bundesstraße geworden wären denn eine Autobahn.
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#776519 - 04.12.11 12:49 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: Vorwärts]
mstuedel
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 934
Ich bin selber in den USA (durch Teile Colorados und Utahs) und in Australien (NSW und ACT) auf Schnellstrassen mit dem Fahrrad gefahren. In diesen Ländern ist da Fahren auf "Autobahnen" auf gewissen Strecken erlaubt, andere sind dafür gesperrt. Meist ist's dort erlaubt, wo keine sinnvollen Streckenalternativen vorhanden sind, aber auch im Grossraum Sydney, wo "Autobahnen" als schnelle Tangenten von Radfahrern benutzt werden dürfen und sich so die Stadt viel schneller durchqueren lässt als endlos durch Quartierstrassen mit Hunderten von Ampeln.
Ich hab' das so als sinnvoll enmpfunden, und auch nicht als sehr unangenehm. Allerdings gibt's schon ein paar kritische Punkte:
  • Der Seitenstreifen ist oft übersät mit Glas und zerplatzten Truckreifen. Da fährt man sich schon sehr schnell einen Plattfuss ein. Besonders die Drahtsplitter von zerplatzten Truckreifen sind heimtückisch.
    Die
  • Die Ein- und Ausfahrten sind heimtückisch durch den grossen Geschwindigkeitsunterschied der ein- und ausfahrenden Autos. Da sich viele Autofahrer die Präsenz von Fahrrädern auf Schnellstrassen nicht gewohnt sind, wird auch oft keine Rücksicht genommen. Man muss sich also oft höllisch sputen beim Überqueren der Ein- und Ausfahrtstrecken.
  • Selber nicht erlebt, aber von mitradelnden Australiern und Amerikanern berichtet: Da viele Auto- und Truckfahrer die Präsenz von Fahrrädern auf Schnellstrassen als Einbrechen in ihr Territorium betrachten, kommt es ab und zu zu Flaschen- oder Dosenwürfen und dergleichen (da ist ein Helm auch schon mal nützlich!). Solange die gesellschaftliche Akzeptanz dafür nicht wirklich verbreitet ist, ist mit solchen Übergriffen als zusätzliche Gefahrenquelle zu rechnen.


Was ausserdem erschwerend hinzukäme bei genereller Erlaubnis dort, aber auch in Europa:

  • Bei Baustellen gibt's oft keinen Seitenstreifen mehr und die Spuren sind noch enger als normal. Das Durchleiten von Fahrrädern durch Baustellenbereiche würde die Gefährlichkeit dieser Abschnitte zusätlich erhöhen oder noch mehr zu Staus und Verkehrsbehinderungen führen. Die Agression der Autofahrer gegen Radfahrer könnte zusätzlich angeheizt werden.
  • Seitenstreifen werden bei Unfällen und Staus oft als Fahrstreifen für Rettungsfahrzeuge/ Polizei verwendet. Radfahrer auf den Seitenstreifen würden Rettungsabläufe behindern und sich selber in Gefahr bringen.
  • In der Schweiz werden die Seitenstreifen auch als Abstellplätze für LKWs verwendet bei temporären Sperrungen von Tunnels und Passstrassen für LKWs. Da wäre schlicht kein Platz mehr für Fahrräder.
  • Autobahn Tunnelstrecken wären vielerorts schlicht nicht zumutbar, weil die Seitenstreifen dort oft viel zu schmal sind. Die Verwendung der Rettungsstollen als Radstrecken würde deren Verwendungszweck als solche wiederum behindern.


Meiner Meinung nach liesse sich folgendes einigermassen sinnvoll in Europa umsetzen:

  • Öffnung von einzelnen Autobahn Teilstrecken, wo folgendes gegeben wäre
    • 1. baulich möglich
    • 2. sinnvoll (keine Alternativen ohne lange Umfahrung) oder
    • 3. von besonderem Reiz (Ich denke da z.B. an das Viadukt von Millau; dort würde ich doch eigentlich mal gerne mit dem Rad drüberfahren)
  • Temporäre Öffnung von Autobahnen anlässlich von autofreien Sonntagen (gab's zur Zeit der Ölkrise und ist vielleicht bald mal wieder angebracht): Es macht dann ganze einfach Spass, mit dem Rad auf einer autofreien Schnellstrasse dahinzudüsen, durch Tunnels, Gallerien etc. Würde gerne mal die Gotthard- Autobahnstrecke so befahren.


Für eine generelle Öffnung der Autobahnen für Radfahrer jetzt und heute fehlt imho die gesellschaftlich Akzeptanz und auch einige Voraussetzungen, wie oben skizziert.
Ich finde dies aber eine sehr spannende Diskussion.

Gruss
Markus

volvo, ergo sum!


Geändert von mstuedel (04.12.11 12:55)
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#776521 - 04.12.11 12:54 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: mstuedel]
mille1
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1733
In Antwort auf: mstuedel
von besonderem Reiz (Ich denke da z.B. an das Viadukt von Millau; dort würde ich doch eigentlich mal gerne mit dem Rad drüberfahren)


Das würde mich auch reizen. Ich meine, dort gibt es sogar einen Fahrradstreifen, oder irre ich mich?
Mille
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#776522 - 04.12.11 13:01 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: mille1]
mstuedel
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 934
Hab da Viadukt von Millau nur während des Baus erlebt, ist aber möglich. Anderswo geht das ja auch, z.B. Golden Gate Bridge.
Gäb's da ev. auch deutsche Autobahnteilstrecken in Deutschland von hohem touristischem Wert?
volvo, ergo sum!


Geändert von mstuedel (04.12.11 13:01)
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#776523 - 04.12.11 13:02 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: ]
fghpw
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In Antwort auf: iassu
Alles nicht kompatibel mit Radfahren direkt daneben.

Es gibt/gab einen Radweg direkt neben einer autobahnähnlichen Straße zwischen Trittau und Schwarzenbeck an der B404.
Als es noch erlaubt war bin ich ein paar mal die Strecke gefahren und fand mich in keinster weise übermäßig bedroht oder von Abgasen an den Rand eines Astmaanfalls getrieben zu werden. Wenn ein dicker Laster oder Tracker auf der Landstraße langsam vor oder hinter mir her tuckert und es kaum Platz zum Überholen gibt, dürfte es bei weitem ungemüdlicher werden als auf dem Standstreifen der Autobahn. Nur gibt es nicht überall auf dem Autobahnnetz einen Standstreifen. Das mit den Abfahrten laß ich nicht nur bedingt gelten, meißt muß das Auto eh auf 50 runter um nicht aus der Kurve zu fliegen.
Heute ist der Abschnitt zwischen Trittau und der A24 eine reine KFZ-Straße. Leider verstehe ich nicht warum?
Vielleicht aus Kostengründen, weil der Unterhalt des Radweges zu teuer ist? Das größere Problem dürfte werden, dass sich bei einer Freigabe einige Radfahrer sich nicht auf den Standstreifen oder Radweg beschränken würden.
Tschüs Guido!


Geändert von fghpw (04.12.11 13:02)
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#776524 - 04.12.11 13:05 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: mstuedel]
Peter2
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Ich muss sagen, ich bin überrascht das es so viele gibt die im Ausland über die Autobahn fahren. Von Istanbul hab ich es ja oft genug gelesen...

Wie Markus es ja aber auch schreibt: Problematisch sind die Ein und Ausfahrten und andere Unregelmäßigkeiten. Es ist nun mal keine Sinnlose Forderung das man auf Autobahnen mindestens mit 80 km/h fahren muss. Nur so läßt sich ein einigermassen homogener Verkehrsfluss aufrecht erhalten.
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#776525 - 04.12.11 13:07 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: bk1]
Baghira
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Ich hätte es gerne, dass zumindest Flußquerungen von Autobahnen und ähnlicher Straßen freigegeben werden.
Viele neue Querungen, solcher Hindernisse werden ohne Rad/Gehwege gestaltet.
Sei es der Wesertunnel oder der Herrentunnel.
Der Tunnel unter dem Stuttgarter Flughafen ist auch unter aller S... Plieninger Str
Die Norderelbbrücken haben zwar einen Rad/Gehweg, nur bei dem wird es bei einer Begegnung zweier Radfahrer gefährlich.

Ich habe sogar ein Beispiel von einer Autobahnbrücke, die für Radfahrer und Fußgänger benutzbar ist: A 1,Süderelbbrücke


Gruß Christian

Geändert von Baghira (04.12.11 13:14)
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#776529 - 04.12.11 13:18 Re: Über die Unsinnigkeit von Fahrradverboten [Re: fghpw]
Toxxi
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In Antwort auf: fghpw
Das mit den Abfahrten laß ich nicht nur bedingt gelten, meißt muß das Auto eh auf 50 runter um nicht aus der Kurve zu fliegen.


Fährst Du selbst auch Auto?

Zumindest auf Autobahnen gibt es erst einmal einen Ausrollstreifen, auf den man durchaus mit 120 km/h fährt. Dann kann man bis zu eigentlichen Kurbe in Ruhe auf 50 km/h runterbremsen. Wie soll ein theoretischer Radverkehr da laufen? Rechts vom Ausrollstreifen? Dann kreuzt er sich in der Kurve, da halte ich für unpraktikabel. Zwischen Ausrollstreifen und Fahrbahn? Selbstmord...
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