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#784655 - 02.01.12 22:10
Durch Patagonien und das Seenland
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Unterwegs in Schweiz
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Hallo, nachdem es beim ersten Mal mit den Bildern nicht ganz gepasst hat, hier noch eine korrigierte Version (endlich finde ich mal Zeit für einen der Jahreszeit angemessenen Reisebericht – zumindest den ersten Teil). Wir waren vor zwei Jahren in Patagonien und sind 4.5 Wochen durch die Gegend geradelt, u.a. nach Puerto Natales, in den PN Torres del Paine, per Bus einen Abstecher zum Perito Moreno und dann weiter zum südlichen Einstieg der Carretera um dann über das Valle Chacabucco wieder herauszufinden. Vom Ort Perito Moreno haben wir dann den Bus nach Bariloche genommen um noch etwas vom Seenland (Argentinien/Chile) mitzubekommen. Den ganz ausführlichen Bericht, mit mehr Bildern gibt es wie üblich in einem Blog. Die Überschriften führen zu den Unterkapiteln. Von Puntas Arenas nach Puerto Natales Nach langem Flug mit mehrfach Umsteigen sind wir froh als wir den Flieger nach Puntas Arenas besteigen können und schon vor der Landung ein bisschen Landschaft aufschnappen können. Vom Flughafen geht es noch kurz in den Ort um Einkäufe zu machen und den von einem Arbeitskollegen empfohlenen Friedhof zu besichtigen. An einigen stillgelegten Schiffen geht es vorbei und wir fahren dann gegen Norden Richtung Puerto Natales. Haben auch schon bessere Tage gesehen Abzweig nach Rio Verde Der Wind ist bereits heute stark und wir zweifeln schon ob unserer Reiserichtungswahl, aber was ist schon Patagonien ohne Gegenwind. Wir verlassen die Hauptstrasse um auf der Nebenpiste nach Rio Verde zu fahren, damit drehen wir direkt gegen den Wind. Den muss auch unser Zelt am Abend aushalten, als wir es im erweiterten Strassengraben aufstellen, die Zäune schränken einen bei der Platzwahl etwas ein. Die Nebenstrecke ist schön angelegt und führt auch mal am Meer entlang, ab und an gibt es kurze Schauer, aber zum Glück keinen Dauerregen. Einen weiteren Abstecher hinter Rio Verde lassen wir entfallen, nachdem wir vor Ort die Geländebedingungen erfahren, man bräuchte wohl hohe Regenstiefel im Sumpf. Kurz vor der Hauptstrasse kommen wir an einem Jeep vorbei, der Kopfstand gemacht hat, wohl nicht der einzige Tourist, der sein Auto nicht unter Kontrolle hatte, wir sehen auch später noch solche Fälle, die Verletzten sind aber schon abtransportiert, wenig später kommt aber noch die Polizei zur Unfallaufnahme vorbei. Die wellige grüne Landschaft hat ihren Reiz, dazu gehört sicher auch die frische Atmosphäre. Weniger reizend sind die Busfahrer, die hier trotz viel Platz manchmal sehr eng passieren, bedingt durch den Wind muss man bei den Passagen sowieso aufpassen, dass man nicht aus dem Gleichgewicht gerät. Der Abend wird an einem wunderschönen Platz bei Morro Chico verbracht. Morro Chico Am Folgetag geht es mit einigem Regen bis nach Puerto Natales, zum Glück gibt es immer mal wieder Regenpausen, so dass man die Landschaft noch einigermassen geniessen kann und jeweils gut durch den Wind trocknet. Andererseits haben wir auch immer wieder Glück und erwischen einen der seltenen Unterstände. Puerto Natales hat dann bereits eine höhere Touristendichte, der weltbekannte Nationalpark ist ja nicht weit, daher finden wir auch nicht auf Anhieb Unterkunft in einem Hostal, aber es hat ja Auswahl. Zu den Torres Im Gegensatz zu den meisten Touristen, ist man als Radfahrer zum Glück nicht auf einen Transport in den Nationalpark angewiesen und so sind wir schon in aller früh unterwegs zum Park, die Busse passieren uns erst später, bzw. an der Cueva del Milodon (Höhle wo die Überreste von Riesenfaultieren gefunden wurden), wo uns ein Fuchs noch fast aus der Hand isst, so nah kommt er. Kurze Zeit später hält uns noch ein Stinktier auf der Strasse auf, welches sich nicht recht fortbewegt, wir lassen mal lieber Vorsicht walten. Mittags verbringen wir an einem Bach, dem man noch ein bisschen zu schönen Wasserfällen verfolgen kann, da wir noch nicht im Park sind, ist man hier ungestört von anderen Touristen. Strandpromenade in Puerto Natales Landschaft nach Puerto Natales Abstecher zu Schlucht mit Wasserfällen Der Wind hier im Park ist zum Teil sehr heftig, aber zum Glück kommt er eher stossweise, so kann man sich noch rechtzeitig ducken und umdrehen, die Kiesel fliegen aber teils auf Augenhöhe (zumindest an den extremsten Stellen). Abends wird es noch etwas schwierig mit der Schlafplatzsuche, da alles eingezäunt ist und wir noch nicht am Nationalpark sind, wo es Camps gibt, dennoch finden wir nach etwas Geschiebe durchs Gestrüpp einen akzeptablen Platz. Windstoss! Anhalten und in Deckung Zeltplatz vor schöner Kullisse Am nächsten Tag passieren wir dann die Parkgrenze und zahlen noch Eintritt. Hier ist schon mehr Verkehr unterwegs und auch mehr Infrastruktur, als auf der Strecke von Puerto Natales her. Die noblen Touristenhotels sind irgendwie eigenartig, aber eine Konzentration auf wenige Orte irgendwie besser als ein Wildwuchs. Den Lago Grey lassen wir aus, nachdem wir eh über El Calafate fahren wollen (aktuell brennt es dort ja leider, mehrere km2 Wald müssen jetzt wieder nachwachsen). Mittags verbringen wir an einem anderen Wasserfall, an dem auch einige Touristenschiffe abfahren. Dann geht es über den Lago Sarmiento zur Hosteleria Las Torres, bei der in der Nähe auch ein Camping ist. Natürlich ist da viel los. Trotz Bewölkung hervorragende Stimmung an den Torres Am anderen Morgen sind wir dann wieder sehr früh unterwegs um noch den Trail zum Mirador de las Torres zu machen. Nach dem Radfahren ist das Wandern eine angenehme Abwechslung. Die Torres meinen es zudem gut mit uns und die Wolken geben den Blick frei, als wir gerade nach oben kommen. Auf dem Weg zum Mirador Freier Blick Wir sind dann so zeitig wieder unten, dass wir noch Richtung Argentinien weiterradeln. Allerdings jagt uns ab dem Camping der Regen, die Berge sind nämlich wieder schnell zu. Erstaunlicher Weise setzt der Regen erst sehr viel später bei uns ein, gerade als wir in einem Busunterstand noch eine Brotzeit machen. Bis zum Ort Cerro Castillo zieht es sich noch, dennoch machen wir noch kurz die Grenzabfertigung und wollen im Niemandsland übernachten. Mangels gutem Platz kämpfen wir uns noch bis zu den Argentiniern durch, wo wir als Übernachtungsplatz das alte Zollgebäude angeboten bekommen. Von der Grenze zur Grenze (Paso Don Guillermo zum Lago Desierto) Eigentlich wollen wir am nächsten Tag per Bus weiter nach El Calafate, um die in Argentinien relativ eintönige Landschaft zu vermeiden. Aber die wenigen Fahrzeuge, die am Grenzübergang passieren, scheinen alle schon voll zu sein (vornehmlich Busse mit Touristen). Daher machen wir uns auf zur Hauptstrasse und fahren sie in Richtung Küste. Nebenbei treffen wir dort noch die Joergers. Als wir dann endlich vollen Rückenwind haben, kommt doch noch ein normaler Bus, der uns mitnehmen kann. Mit Umsteigen bei La Esperanza, sind wir dann am späten Nachmittag schon in El Calafate. Dort gibt es wieder volle Versorgung und der Tenedor Libre, den ich noch von vor ein paar Jahren kannte, wird noch einmal besucht. Nahe der Grenzstation, die Berge bieten noch Abwechslung Zeichen des Windes Am nächsten Tag nehmen wir den Bus zur 3-Sterne-Sehenswürdigkeit Perito Moreno. Vor ein paar Jahren hatte ich dort schon mal eine Vollmondnacht verbracht. Diesmal ist es leider etwas regnerischer, aber es ist trotzdem wieder ein schönes Erlebnis dem Eis beim Abbrechen zuzuschauen. Glaciar Perito Moreno Eis von näher, Bootstour haben wir uns gespart Am Folgetag geht es in Richtung Chalten. Erst einmal Rückenwind, dann Seitenwind (volles Rohr) und nach dem Lago Argentino haben wir dann schon mal Sektionen mit echtem Gegenwind. Dina hat jetzt schon Bedenken ob wir so nach El Chalten kommen. Wenig später setzt sich aber vor uns ein langsames Reisegefährt mit Wohnwagen vor uns und gibt uns Windschatten. Wir kommen so vielleicht 2 km vorwärts, bis die Familie mit dem Wohnwagen anhält und uns fragt ob sie uns nicht mitnehmen können. Das stellt mich vor ein echtes Problem, letztlich wird aber nachgegeben und wir laden die Räder in den Wohnwagen und tuckern nach El Chalten. Der Cerro Torre ist leider dauerhaft verhangen und auch in der Touristinfo sieht es nicht nach gutem Wetter aus. Nur der Fitz Roy hatte sich mal kurz gezeigt. Da das Wetter morgen eher nicht besser werden sollte, radeln wir noch ein Stück Richtung Lago Desierto. Es kommen noch ein Haufen Autos aus der Sackgasse, aber mit der Zeit wird es ruhiger und die Nacht über kommt niemand mehr, obwohl wir direkt an der Strasse schlafen. Sind wohl alles Tagestouristen. Die Strecke wird über ehemalige Eisenbahnbrücken geführt, welche von anderen Orten Argentiniens herangebracht wurden (die argentinische Bahn hat die letzten Jahre keine so berühmte Geschichte gehabt, mit Menem ging es abwärts, erst vor wenigen Jahren hat man wieder einige stillgelegte Strecken wiederbelebt). Am Lago Argentino Im Windschatten Fitz Roy im Winde Strasse zum Lago Desierto Ehemalige Eisenbahnbrücke Wasserfall am Wegesrand Am nächsten Morgen müssen wir rechtzeitig bei der Fähre sein, damit wir über den Lago Desierto zur argentinischen Grenzstation kommen. Fortsetzung folgt noch
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#788999 - 13.01.12 22:42
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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abwesend
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Unterwegs in Schweiz
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So nun noch die Fortsetzung zur Carretera. O’Higgins-Traverse zur Carretera Austral Der Regen hat dazu geführt, dass der Fluss an einigen Stellen schon ziemlich über die Ufer getreten ist und zum Teil über die Strasse fliesst. Zum Glück ist das Wasser gerade so tief, dass man noch radeln kann. Der Himmel ist immer noch verhangen, aber richtiger Regen setzt erst ein, als wir am Lago Desierto sind. Das Schiff ist zwar im Hafen (der See hat eigentlich auch nur 2 Anlegestellen), aber es ist noch kein Bootspersonal zu sehen. Die schlafen wohl noch. Vor dem Regen können wir uns bei einer Hütte unterstellen. Mit der Zeit kommen auch noch die restlichen Fahrgäste, die teils in Nähe der Anlegestelle gezeltet hatten. Allerdings ist nur noch ein deutscher Mochilero dabei, der auch nach Chile rüber will, der Rest macht die Tour auf dem See, denken wir. Kurz vor Schiffsabfahrt kommt auch noch ein Bus von Chalten und bringt einige Fahrgäste, sogar Leute mit Rollkoffer kommen über den Steg zum Boot.  Links Strasse, rechts Fluss  Schiff am Lago Desierto Wir sind froh als es los geht, da wir eigentlich noch möglichst am frühen Nachmittag bis zum Lago O’Higgins kommen wollen, laut Auskunft fährt heute das Schiff nach Villa O’Higgins. Der Himmel ist weiter eher grau und so ist vor allem das üppige Grün am zu sehen, über den Bergen und Gletschern hängt die Suppe.  Argentinische Grenzstation mit einigen Radfahrern An der Anlegestelle am anderen Ufer sind dann deutlich mehr Radfahrer zu sehen, sie hatten gestern die Traverse bewältigt und warten auf die erste Rückfahrt des Tages. Wir werden zügig von den Argentiniern abgefertigt und machen uns dann auf den mühsamsten Teil der Querung auf. Es geht durch einen Wald auf einem relativ engen und oft gut eingeschnittenen Pfad bergauf. Durch die feuchte Witterung ist der Boden zudem etwas glitschig. Da wir nur mit je 2 Backrollern unterwegs waren war die Strecke nicht so problematisch, wie es sich teils in anderen Beschreibungen anhört. Mit Lowridern und mehr Gepäck dürfte es deutlich mühsamer werden, da diese an den Rändern des eingeschnittenen Pfades anecken. Andere Radler mit Anhänger mussten wohl zwei Mal gehen. Nach dem Anstieg kann man auf dem Pfad ab und an auch mal fahren. Erst ab der Grenze zu Chile gibt es einen echten Fahrweg. Dort überholen wir auch den Wanderer vom Schiff, der sich vorher natürlich leichter tat als wir. Bis zum See geht es nun hauptsächlich runter, man passiert noch ein Flugfeld, aber keine bewohnten Anwesen, bis man an die chilenische Grenzstation gelangt. Dort waren nach ca. 3 h angelangt, aber wurden leider enttäuscht: Heute fährt kein Schiff mehr, das wäre gestern schon gekommen, da es vorher mal nicht fahren konnte.  Auf dem Waldpfad nach oben  Lago Desierto  An der Grenze  Flughafenpiste Das Ziel (Lago O’Higgins) vor Augen Fahrradwäsche am Fährhafen (die Rampe wird wohl nur einmal im Jahr gebraucht) Wir sind nicht die Einzigen, die nun auf das Schiff warten, in der Abfahrt hatten wir noch drei Radfahrer getroffen, die schon gestern begonnen hatten die Querung zu machen, sie hatten beim kleinen See oben übernachtet und dort wohl mit ihren Angeln sensationelle Fangerfolge gehabt. Beim Warten auf das Schiff waren die Fische des Lago O’Higgins nicht mehr so bissfreudig. Am Platz, der üblicher Weise für das Zelten verwendet wird, waren auch schon ein paar Wanderer angekommen und auch ein Liegeradfahrer, der wohl ziemliche Mühe bei der Querung hatte (mit Anhänger). Der Nachmittag wird also ruhig verbracht und auch am nächsten Tag warten wir noch auf das Schiff. Da kommen nochmal ein paar Nachzügler von unserem Schiff am Lago Desierto an. Die zwei Rollkofferdamen hatten tatsächlich die Querung gemacht. Allerdings hatten ihre Koffer zum Glück noch ein Tragesystem. Anscheinend dachten sie es wären nur 2-3 km von den Argentiniern zu den Chilenen. Sie waren am Vortag bis zum Flugfeld gekommen und hatten dort das riesige Glück (ohne Zelt), ein dort abgestelltes Auto vorzufinden, welches nicht abgesperrt war. So konnten sie den nächtlichen Regen mit Schlafsack einigermassen gut überstehen. Ein paar hundert Meter weiter oberhalb hat der Niederschlag zu einer weissen Schicht geführt. Die Sicht ist heute endlich ganz klar, da kann man einen weiteren Wartetag verschmerzen. Obwohl, das Schiff ist am Abend da, aber es gibt noch eine Extratour zu einer einsamen Estancia. Erst am Nachmittag des Folgetages geht es nach Villa O’Higgins weiter. Anbei noch ein paar Bilder von der Überfahrt.  Zeltplatz  Das Schiff legt an Alle Mann an Bord    Von der Anlegestelle ist man dann relativ schnell an der südlichsten Ortschaft der Carretera Austral (Villa O’Higgins).
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#789447 - 15.01.12 11:44
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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Moderator

abwesend
Beiträge: 9539
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Hi, ich lese immer wieder gerne auch Berichte von Strecken, die ich selbst gefahren bin. Bei mir war das Wetter dort deutlich besser. Allerdings extrem stürmisch. Am Lago Desierto konnte das Boot nicht den direkten Weg fahren, sondern eine Schleife wegem dem Sturm, am See nach Villa O Higgins wurde man fast seekrank. Wie seid ihr denn über den Fluss, wenn es dort so geregnet hat? Oder war der Wasserstand niedrig, weil es oben geschneit hat? 
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Freundliche Grüße aus dem Schwarzwald | |
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#789577 - 15.01.12 18:44
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: HvS]
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abwesend
Beiträge: 1033
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Hi, ich lese immer wieder gerne auch Berichte von Strecken, die ich selbst gefahren bin. dito bei mir (Anfang 2009) gab es eine Umfahrung mit kleiner Fußgängerbrücke. Nach einer Woche Regen ging es da natürlich auch kräftig durch Wasser weil der Fluss überall über die Ufer getreten ist, allerdings "nur" Knietief. Hochwasser von Stocki's Bikes auf Flickr
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Off-topic
#789584 - 15.01.12 19:01
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: Stocki]
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Moderator

abwesend
Beiträge: 9539
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Auch sehr schöne und viele bekannte Bilder in deinem Fotoalbum. 
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Freundliche Grüße aus dem Schwarzwald | |
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#789654 - 15.01.12 21:11
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: HvS]
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abwesend
Beiträge: 1608
Unterwegs in Schweiz
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Hallo Henning, es hatte nicht so stark geschüttet und es hatte wohl vorher nicht schon so viel geregnet, wie bei Stocki. Daher wäre der Fluss wohl gegangen. Allerdings hat es im Januar 2010 sogar eine noch luxuriösere Brücke gegeben. Insgesamt ist der Übergang von Argentinien nach Chile also ganz angenehm zu machen. Das Wetter ist auf der Carretera aber wohl die nächste Zeit noch schlechter gewesen. Zumindest haben wir aus den Reiseberichten des Liegeradlers darauf geschlossen (der ist bei Dauerregen von Pension zu Pension gefahren, um dann wieder die Sachen trocken zu bekommen), ich glaube mit einem Rad-Foristen, der das Schiff am Tag vor unserer Ankunft in Candelaria Mansilla genommen hat.  Grüsse Christian
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#789879 - 16.01.12 11:31
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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abwesend
Beiträge: 8
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Hi, sehr schöne Bilder.... In Patagonien soll die Natur ja noch sehr krass sein. Also ohne vielen menschlichen Eingriffen und da noch mit den Fahrad zu reisen.... WoW! Alle Achtung......!!! Muss ein tolles Erlebniss gewesen sein....!
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#790208 - 16.01.12 21:50
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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Beiträge: 139
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Hallo Christian Es ist tatsächlich immer etwas besonderes, selber bereiste Strecken unter den Reiseberichten zu finden. Die legendäre Brücke ist auch in meinem Bericht festgehalten. Ich hatte vor 4 Jahren allerdings fast perfektes Wetter, sofern man perfekt mit schön gleichsetzt. Herzlichst Georg
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#790336 - 17.01.12 12:03
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: georgk]
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Thomas33
Nicht registriert
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Patagonia... ein Traum! Das ist auch unsere nächste familientrip  Wir nehmen Fahrräder, ohne den Fahrradkindersitz für meinen Sohn zu vergessen  Nachdem ich die Bilder gesehen habe, habe ich noh mehr lust darauf!!!Danke für den tollen Bericht!
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Geändert von mgabri (18.01.12 14:49) Änderungsgrund: spam gelöscht |
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#790354 - 17.01.12 12:59
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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Beiträge: 1674
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Hallo Christian, ob Tajikistan, Mongolei oder jetzt Patagonien, es ist so schön, dass Du das alles durchgezogen und für uns so appetitlich aufgearbeitet hast. Vielen lieben Dank Jürgen
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#790650 - 17.01.12 21:24
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: Juergen]
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Beiträge: 1608
Unterwegs in Schweiz
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Hallo Jürgen, Merci für die Vorschusslorbeeren, ein fertiger Reisebericht für die Mongolei wird aber wohl noch etwas dauern  , hoffentlich nicht so lange, wie Patagonien. Grüsse Christian
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#791850 - 20.01.12 19:46
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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Hallo Christian, ein sehr schöner Bericht...bekommt man gleich Lust auch mal nach Patagonien zu reisen.
Was mich noch interessieren würde, in welchen Regionen bewegen sich die "nicht unerheblichen Kosten" für die Fähren und den Nationalpark?
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#791974 - 20.01.12 23:27
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: aighes]
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Was mich noch interessieren würde, in welchen Regionen bewegen sich die "nicht unerheblichen Kosten" für die Fähren und den Nationalpark? Ich bin mal so frei... Die Fähren für den Grenzübergang: Chalten - Villa O'Higgins Das waren 2009 so ca. 70€. Lebensmittel- und Übernachtungspreise im Torres del Paine Park sind etwa auf norwegischem Niveau... Wenn man sich ein bissel Mühe gibt kann man die Kosten aber drastisch reduzieren. Ich bin damals immer früh Morgens vor 7 Uhr in die Nationalparks rein und habe dadurch nie was bezahlt. Dazu Lebensmittel mitnehmen (hieß für mich über die Grenze schmuggeln) und auf den Campingplätzen ohne Versorgung schlafen. Auch die Fähre über den Lago del Desierto kann man umgehen indem man jemanden findet der das Rad mit auf die Fähre nimmt und man selbst läuft. Nur um die Fähre über den Lago O'Higgins (ca. 40€) kommt man nicht drumrum, bzw. nur durch 500km Umweg.
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#792004 - 21.01.12 01:43
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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Durch die tollen Bilder und Berichte deiner Touren zählst du IMHO zu den wenigen hier im Forum, die tatsächlich richtige RadREISENDE und FERNradler sind.
Super Vorstellung deiner Reise! Patagonien steht bei mir auch noch früher oder später an!
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Geändert von gaudimax (21.01.12 01:43) |
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#792007 - 21.01.12 07:03
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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ein fertiger Reisebericht für die Mongolei wird aber wohl noch etwas dauern  , hoffentlich nicht so lange, wie Patagonien. vielleicht passend zum Kalender im September? 
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#792008 - 21.01.12 07:21
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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abwesend
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Unterwegs in Schweiz
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Hallo Christian, leider ist so ein eindrucksvoller Bericht sehr animierend. Fürchte, ich kann nicht mehr lange widerstehen und besorge mir auch ein Zelt. 
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Gute Fahrt und schöne Reise, Stefan | |
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#792018 - 21.01.12 09:16
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: gaudimax]
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Hallo Berthold,
da kann ich dich nur ermutigen, mit der Patagonienreise, ich war eigentlich jedes Mal, wenn ich in Argentinien unterwegs war auch in Patagonien und könnte wohl immer wieder dort hin fahren. Vielleicht noch eine kleine Richtigstellung, als echter Radreisender fühle ich mich nicht, da ich jeweils die Arbeitsferien nutze und damit klare Zeitlimits gesetzt sind. Aber dazu gab es im Forum sicher schon einige Diskussionen à la "ab wann ist eine Radtour eine Radreise". Gleiches kann man wohl für Fernreisen anstellen. Wobei ich nicht denke, dass man bei einer Fernreise in fern gelegene Länder fahren muss, auch durch Deutschland kann man radreisen oder durch Europa fernreisen.
Grüsse
Christian
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#792020 - 21.01.12 09:25
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: aighes]
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Hallo Henning, der Hauptkostenpunkt ist meist der Flug. Bei den Nationalparks gibt es dann ja vor allem den "Torres del Paine", ich weiss gar nicht mehr was der genau gekostet hat, aber das ging in Ordnung, du kannst da ja auch länger verweilen (u.U. sogar den Circuito wandern, falls entsprechende Ausrüstung dabei). Anders verhält es sich mit dem Perito Moreno, dort ist man ja nur sehr kurz und nur um den Gletscher anzuschauen, die Gebühr fand ich immer recht signifikant. Aber was will man machen, es ist dort dieSehenswürdigkeit. Auch bei der Schiffspassage ist es schon hart, für die Strecke einen relativ hohen Preis zu zahlen (unter dieser Seite), solltest du jeweils die aktuellen Preise und "offiziellen Fahrzeiten" (wichtiger ist wohl die Frequenz) erfahren. Grüsse Christian PS sehe gerade, Stocki hat schon verlinkt
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Geändert von dcjf (21.01.12 09:25) |
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#793135 - 23.01.12 17:39
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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abwesend
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Haaaach! Die Fotos kenne ich doch von irgendwoher... War gerade 3 Monate in Patagonien unterwegs und kann mal die aktuellen Fährpreise durchgeben. Ab Villa O´Higgins 85 USD und die Fähre über den Lago del Desierto ca. 10 USD. Die 85 USD sind ärgerlich, weil da ein Monopol ausgenutzt wird ... die meisten anderen Fähren in Chile kosten wenig bis nichts. Trotzdem unvergessliche Fährfahrt und Grenzüberquerung und absolut zu empfehlen!
Vielen Dank für den tollen Reisebericht! Ich werde nicht dazu kommen, aber wenn jemand konkrete Fragen hat...nur zu. Ich bin von Santiago grob über Temuco, Pucon, San Martin de los Andes, Puerto Montt, Villa O´Higgins, El Chaltén und Punta Arenas gefahren. Selten Bus, meistens mit Rad.
Grüsse Marco
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#801740 - 19.02.12 22:23
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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So, nach ein bisschen Pause habe ich wieder Zeit gefunden weiterzuschreiben. Carretera Austral und Versuche in den Seitentälern Von der Mole, wo das Schiff anlegt, sind es noch ein paar km bis zum Ort Villa O’Higgins, die ein Pulk Radfahrer nun zurücklegt. Während die anderen hier die Nacht bleiben, wollen wir noch die paar Stunden bis Sonnenuntergang nutzen, es hat gerade ausnahmsweise blauen Himmel und ob das morgen auch so ist, weiss man ja nie. Daher geht es bald nach dem Einkauf weiter. Auf der Strasse lässt es sich gut fahren, Verkehr ist natürlich auch fast keiner, Villa O’Higgins ist eine Sackgasse. An den Flüssen und Seen (Lago Cisnes) entlang lässt es sich gerade mit der Abendsonne noch perfekt radeln, so dass erst in der Dämmerung gezeltet wird.  Villa O’Higgins vom Aussichtsturm  Am Rio Mayer  Am Lago Cisnes Am nächsten Morgen hatte dann das Wetter leider schon umgeschlagen, und so fahren wir heute ab und an in Regen oder Niesel. Anders kann es aber hier auch nicht so grün werden. Dieser südliche Teil ist insofern besonders, als hier noch nicht alles eingezäunt ist und auch nur wenige Hütten am Wegesrand oder im Wald versteckt sind. Es gilt heute vor allem einen Pass zu überwinden, um vom Mayer-Flusssystem zum Rio Bravo zu kommen, welcher in den Mitchell-Fjord mündet, wo man nach Puerto Yungay mit einer Fähre des Ejercitio übersetzen muss. Die Fähre fährt allerdings nur 2-3 Mal am Tag und so warten wir an dem bei Radfahrern bekannten Übernachtungsplatz (eigentlich der Warteraum). Drüben in Puerto Yungay gibt es sogar in einem kleinen Kiosk noch ein bisschen Brot, erstaunlich dass die paar Hütten überhaupt einen Laden haben. Nachdem es wieder mal nicht regnet, gibt es noch eine kleine Abendausfahrt, allerdings geht die Strasse hier recht steil hoch. Als Schlafplatz ist nichts brauchbares in Sicht, bis wir uns auf einer kleinen Seitenbucht mit geeigneter Neigung das Nachtlager einrichten. Es kommt sowieso kein Auto in der Nacht vorbei.  Rio Bravo in Sicht  Abfahrt  Mündungsbereich des Rio Bravo Endlich, die Fähre  Steiler Abendanstieg Für den nächsten Tag steht schon das nächste Flusssystem an, der Rio Baker, mittlerweile auch etwas bekannter, durch die Wasserkraftprojekte (die gibt es aber auch in der Nähe vom Rio Bravo). Bevor wir dort sind, muss aber noch ein Pass überwunden werden, dann geht es einer engeren Schlucht entlang runter. Die Strasse unten wird noch weiter ausgebaut. Dabei hat es weiterhin nicht so viel Verkehr, vor ein paar Jahren muss die Piste noch deutlich schlechter in Schuss gewesen sein, so die Erzählungen von Radfahrern, die sie von früher kennen. Jetzt wird es teils auch wieder mühsamer, weil durch die aktuellen Bauarbeiten einfach stärker gekiest ist. Den Rio Baker bekommt man vor lauter Wald meist nicht zu sehen und die Strasse ist keinesfalls flach, gerade am Abend gibt es noch eine ziemliche Steigung auf ein Plateau. So entfällt die Schlafplatzsuche und wir nehmen den nächstbesten Platz. Als wir ins Zelt verschwinden zieht hinter den Büschen noch ein liegender Radler vorbei, es ist Thomas von der Fähre, der recht ausdauernd ist.  Rio Baker in Sicht  Hier ist schon mehr los  Rolling Hills  Autobahnmässiger Ausbau Der nächste Tag ist dann eher mühsam, wahrscheinlich wegen des langen Vortages. Bevor wir nach Cochrane kommen gibt es noch zwei Highlights, zum einen Überqueren wir einen Fluss, bei dem es sich lohnt noch zu Fuss einen kleinen Abstecher zu machen. Nur wenige 100 m von der Strasse bildet er eindrucksvolle Wasserfälle aus. Kurz danach kommt noch der Lago Esmeralda, ein netter kleiner See. In Chochrane kommen wir gerade um die Mittagspause an, grad dass man noch im Supermarkt was zur Brotzeit bekommt. Nachdem der Geldautomat im Ort leer ist, müssen wir aber sowieso auf einen Refill warten. Erst danach geht es dem Rio Baker entlang weiter. Im Ort konnten wir noch auf der Gemeinde nach ein paar Routen fragen, allerdings sind die Nebenwege den wenigsten bekannt. Das Wetter sieht leider nicht sehr erfolgsversprechend aus und so fällt uns die Entscheidung ins Valle Chacabuco abzubiegen relativ leicht. Das Tal führt nach Osten und damit eher weg von den dunklen Wolken, die über der Route der Carretera liegen. Dafür wird jetzt die Landschaft wieder anders, nicht so grün, sondern fast etwas savannenhaft. Das ist aber auch eine schöne Abwechslung, zumal es, wie in einer Savanne auch, ziemlich viel Wild hat, vor allem Guanacos. Die Gegend hier ist übrigens ein Naturpark, ein privater. Am Abend schlagen wir bei einem kleinen Stauwehr unser Zelt auf und verbringen eine ruhige Nacht.  Lohnender Halt  An tosenden Wasserfällen  Lago Esmeralda  Im Valle Chacabuco  Regen weiter nördlich  Schon wieder Guanacos  Zeltplatz nahe der Estancia Chacabuco Als wir am nächsten Morgen weiterfahren, sind wir ziemlich überrascht, gleich nach der nächsten Kurve steht schon die Estancia und auf ihrem Gelände auch ein paar Zelte, wir hätten hier also den Zeltplatz nutzen können. Macht nichts, unser Platz war eigentlich schöner. Wie am Vortag geht es durch abwechslungsreiche Landschaft, wir müssen allerdings aufpassen, dass wir unseren Abzweig nicht verpassen, wir wollen nämlich gerne einen Weg über den Passo Leones nehmen. Der ist zwar in den wenigsten Karten eingezeichnet, aber mit dem schlechten Satelitenbild aus google-Earth konnte man wenigsten den Anfang nachvollziehen. Entsprechend orientieren wir uns an einem vorher markierten GPS-Punkt und suchen nach einer Möglichkeit die Piste zu verlassen. Allerdings müssen wir nun den Fluss queren. Das geht auch ohne Probleme und auf der anderen Seite folgen wir Fahrzeugspuren. Diese Führen uns zum Seitental, welches zum Passo Leones führen sollte. Hier zieht sich am Hang ein ziemlich steiles Erdband hoch, es ist unser Weg! Wir stossen die Räder mit aller Kraft nach oben, im losen Sand manchmal sehr mühsam. Zum Glück wird der Weg auch mal flacher, es dauert allerdings etwas, bis wir auf ein Plateau kommen, wo man auch mal wieder radeln kann. Es hat hier einige Wegspuren und nicht immer nur einen Weg. Aber obwohl wir keine Karte haben, nehmen wir meist die richtigen Pfade. Das ändert sich etwas, als wir in den Wald kommen. Hier hat es auch einen Zaun, die Wegspuren hier sind nur Viehtrampelpfade. Deren hat es jedoch wiederum sehr viele, so dass wir nicht immer den besten Weg nehmen. Dennoch kommen wir in die richtige Richtung weiter. Weiter taleinwärts wird aus dem Land wieder offenes Land, leider, denn hier hat es wohl mal stark gebrannt. Zumindest erkennt man nun wieder einen eindeutigen Pfad. Der führt allerdings nach einer Weile wieder recht weit runter zum Talfluss. Das liegt daran, dass hier ein ziemlicher Tobel einmündet, der nur am Talgrund überwunden werden kann. Dort unten angelangt ist es auch abend. Da trifft es sich gut, dass hier wohl sowieso ein Lagerplatz ist, zumindest lässt der Viehhag darauf schliessen.  Im Valle Chacabuco  Noch ein See  Hier geht’s rüber  Und hier geht’s rauf  Etwas mühsam  Oben kann man teils fahren  Hier hat es mal gebrandt  Zeltplatz im Vieh-Coral Die Nacht wird für mich leider nicht so behaglich in meinem 500 g Daunenschlafsack. Es ist ziemlich kühl, auch ist die Stimmung etwas gedrückt. Noch in der Nacht sehen wir die Ursache, es schneit. Damit der Schnee unsere Zeltenden (Nallo3) nicht zu sehr niederdrückt, müssen wir noch raus und weitere Abspannleinen anbringen. Auch wenn es nicht Unmengen geschneit hat, entscheiden wir uns am Morgen umzukehren, der Pass bleibt verhangen und der Schnee reicht um die Trampelpfade zu verdecken. Zudem wird es weiter oben auch mehr Schnee haben. Auch die Kühe treten den Rückzug an und bewegen sich talabwärts. Etwas enttäuscht geht es auf dem gleichen Weg wieder runter, bzw. erst einmal ziemlich steil hoch, wir müssen ja wieder auf die Talschulter kommen. Weiter unten streicht der Schnee aus und wir können wieder im Grünen runterfahren. Zum Glück ist der grosse Fluss noch nicht angeschwollen, so dass es auch auf die Hauptstrasse wieder zurückgeht. Am späten Nachmittag fahren wir noch über die Grenze, bei den Chilenen bekommen wir noch ein paar Eier in die Hand gedrückt, nach Chile darf ja nichts Tierisches eingeführt werden (auch nichts Pflanzliches). Am Abend sind wir dann wieder bei den Argentiniern, auch hier hat es ein altes Haus, in dem wir es uns bequem einrichten können, es ist noch deutlich besser im Schuss als das Letzte. Und so kommt am späteren Abend auch noch ein deutsches Pärchen dazu, das mit Jeep unterwegs ist und bei dem Sturm der draussen herrscht nicht im wackligen Auto schlafen will.  Überraschung am Morgen  Auf dem Rückzug  An manchen Stellen ist der Schnee tiefer  Dafür ist heute eine schöne Landschaftsstimmung  Wieder auf der Hauptstrasse  Es geht nach Osten Grüsse Christian
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Geändert von dcjf (19.02.12 22:25) |
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#801811 - 20.02.12 11:40
Re: Durch Patagonien und das Seenland
[Re: dcjf]
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Sehr schön! 'Standardrouten' sind wohl nicht so dein Ding, hmm?  Erklärt auch, warum ihr mit Rucksack fährt. Ich bin gespannt was ihr sonst noch so gemacht habt! Grüsse, Benno
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