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#792448 - 22.01.12 01:33
Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
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rollo_radler
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Hatte mal wieder eine Debatte mit Freunden. Die meinten es wäre zu gefährlich in der "Pampa" zu übernachten. Ich sollte besser auf Campgrounds oder Hotels ausweichen. Besonders weil meine Pumpe geschädigt ist. Was meint Ihr dazu? Ich suche mir halt lieber nen Platz im Wald. Und wenn ich dort zufrieden ins Nirvana einziehe und Odin die Hand reiche ist das nicht ok??
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Geändert von rollo_radler (22.01.12 01:39) |
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#792450 - 22.01.12 01:44
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Beiträge: 4834
Unterwegs in Peru
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Hi , wichtig beim wildcampen finde ich , das man nicht gesehen wird. Ich habe bislang beim wildcampen noch keine Unsicherheit gespürt. Auf Campingplätzen und Hotels aber auch noch nicht.
Wie immer mit gesundem menschenverstand an die Sache rangehen.
Gruß Thomas
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#792457 - 22.01.12 02:15
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Thomas1976]
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Sabine1958
Nicht registriert
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Es gibt ja im Leben keine wirkliche Sicherheit. Das ist eher etwas Gefühltes. Ab und zu wird uns z.B. durch besondere Präsenz von Polizei auf Bahnhöfen oder so zusätzlich eine Portion Sicherheitsgefühl gegeben. Mehr Sicherheit entsteht durch sowas aber nicht. Kriminalität gibt es eindeutig dort mehr, wo sich viele Menschen aufhalten. Wildcamper, die in Deutschland (mal abgesehen von wirklich gefährlichen Orten wie öffentliche Parks nachts)übernachten, spielen offensichtlich in der Kriminalstatistik keine Rolle. Nicht zu unterschätzen ist allerdings eigene Angst, die u.U. sogar tödlich sein kann. Der Volksmund kennt die Redensart "Der Mensch hat sich zu Tode erschrocken". Anfälligen Personen kann so etwas im Wald passieren. Experimente mit Hasen, denen suggeriert wurde, über ihnen fliegt ein Raubvogel, vor dem sie nicht fliehen können, sind in solchen Situationen plötzlich gestorben. Man kann daher nur individuell entscheiden.
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#792468 - 22.01.12 07:26
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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#792479 - 22.01.12 09:03
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Es ist Dein Leben und Dein Tod. Also auch Deine Entscheidung. Wenn Du allerdings des Nachts aufwachst und merkst, dass mit deiner Pumpe so richtig etwas nicht stimmt, dann wird Dir auf einem CP wahrscheinlich eher geholfen. Wenn Du dich noch bemerkbar machen kannnst. Aber ich bleib dabei, für Dich muß Deine Entscheidung ok sein. Nicht für Andere. Gruß Volker
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#792501 - 22.01.12 09:52
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Moderator

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Natürlich ist es wesentlich gefährlicher, wenn du einen weiteren Herzinfarkt erleidest und dann irgendwo versteckt im Wald liegst. Selbst wenn dort dein Handy funktioniert, dürfte es viel länger dauern bis der Krankenwagen bei dir ist als auf einem Campingplatz, sofern er dich überhaupt findet. Wie OK dein Tod ist musst du selber beurteilen. Ich finde Tod im Wald beim Wildcampen tatsächlich auch nicht das schlimmste, aber vielleicht gibt es jemand, der dich gerne noch länger lebendig hätte. Dann kenne ich leider auch einen Fall vom Nachbarn, der hat im Haus getrennt von seiner Frau gelebt und lag stundenlang nach einem Schlaganfall in seinem Zimmer bis er gefunden wurde. Danach war er ein Pflegefall. Zu den Wahrscheinlichkeiten kann ich aber überhaupt nichts sagen. Wenn es sehr unwahrscheinlich ist, das ein weiterer Herzinfarkt auftritt kann man es vielleicht riskieren.
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Freundliche Grüße aus dem Schwarzwald | |
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#792518 - 22.01.12 10:29
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Ich sollte besser auf Campgrounds oder Hotels ausweichen. Besonders weil meine Pumpe geschädigt ist. Wenn wirklich die Gefahr besteht, dass du mal schnell Hilfe brauchst, dann gibts auch mobile Notrufsysteme mit GPS-Ortung. Sprich, ein Handy mit einem Alarm-Knopf, das bei einem Druck auf diesen Knopf automatisch deinen Standort metergenau an eine Notrufzentrale übermittelt. Damit findet man dich auch mitten im Wald. Das Wildzelten würde ich mir jedenfalls nicht vermiesen lassen LG Erik
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#792519 - 22.01.12 10:36
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: buche]
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Funktionieren die dann auch im Ausland? Der eigene Tod ist keine Privatsache - im Gegenteil: Selbst kann man sich als Radler wohl gut damit anfreunden, wenn es einen auf einer Radreise erwischt. Schlimm wird's aber für Familienangehörige und Freunde, wenn der Tod auch hätte vermieden oder unwahrscheinlicher gemacht werden können, zum Beispiel durch Übernachtung auf einem CP. Das muss trotzdem jeder mit sich selbst ausmachen.
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#792521 - 22.01.12 10:37
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: buche]
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Moderator

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Interessante Entwicklung. Dürfte aber trotzdem wesentlich länger dauern mit dem Krankenwagen über irgendwelche Waldwege zu fahren und jemand nachts schnell zu finden, der die Schranken öffnet, als kurz rüber zum Campingplatz auf der Straße.
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Freundliche Grüße aus dem Schwarzwald | |
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#792526 - 22.01.12 10:42
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: jovo]
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Das Handy sendet nur die genauen Koordinaten an eine Zentrale. Diese koordiniert dann mit der lokalen Notrufstelle was zu tun ist. Sprich, es funktioniert überall wo es Handy-Empfang gibt, und wenn das mitten im Wald ist, schicken sie halt einen Hubschrauber.
LG Erik
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Off-topic
#792528 - 22.01.12 10:47
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: buche]
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Ihr Badener seid krass! Da landen Hubschrauber schon im Wald.
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Geändert von jovo (22.01.12 10:47) |
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#792531 - 22.01.12 10:51
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: jovo]
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Moderator

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Der kann auch mit der Seilwinde hochgezogen werden, da muss der Hubschrauber gar nicht landen, was ja eh nicht geht. Wenn das tatsächlich gut funktioniert, dann ist es beim Wildcampen kaum gefährlicher.
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#792548 - 22.01.12 11:13
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Hallo Rollo, schau mal bei Uwe und Sabine auf die Homepage Klick und dann klick mal auf where is crumbsy Die beiden schicken jeden Tag ein Signal nach Hause, dass es ihnen gut geht. Sie könnten aber auch ein Notfallsignal senden. Infos gibt es hier spot connectGruß Jürgen
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#792564 - 22.01.12 11:28
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: HvS]
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Deutsche Rettungshubschrauber sind für den Transport und notfallmedizinische Versorgung ausgelegt und nicht zur Rettung oder Bergung aus unwegsamen Gelände, außerdem bräuchte es für den Transport von Notfallort zum Hubschrauber so oder so noch mindestens die 2 Mann aus dem Rettungswagen. Im Wald eher noch eine Staffel Feuerwehrmänner.
Gruß,
Christian
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#792567 - 22.01.12 11:31
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Die meinten es wäre zu gefährlich in der "Pampa" zu übernachten. Ich sollte besser auf Campgrounds oder Hotels ausweichen. Das allg. bewertend zu bechreiben, dürfte schwierig sein. Generell aber sehe ich den Unterschied v.a. erstmal darin, in der "Pampa" zeltet man erstmal so, wie es sich ausgesucht wird und damit z.B. wirklich allein. Zwar kann immer noch jemand zufällig dort vorbeikommen, aber auf einem Camping-/Zeltplatz ist auf jeden Fall klar, man zeltet dort nicht allein. Wie man diesen simpel erscheinenden Umstand dann bewertet, ist die Preisfrage. Menschliche Gesellschaft, zumindest in Form reiner Anwesenheit, nun als "sicherer" zu bewerten, kann man tun, es kann aber auch das genaue Gegenteil bedeuten. Auf Zeltplätzen wird immer wieder enorm viel geklaut und das kann auch bis hin zur konkreten Gewaltanwendung nicht bloß gegen das Zelt gehen! Wenn man allein in der Pampa zeltet, muss man erstmal überhaupt entdeckt werden und dann müssen die Entdecker zufällig auch noch (potentiell) unschöne Absichten haben. Das finde ich schon einen großen Unterschied. Ich hab mir damals, als ich anfing allein auf Tour zu sein, vor bald 20 Jahren, auch immer wieder diese Gedanken und Bedenken gemacht. Ich habe dann aber gelernt, v.a. bin ich es selber, der über die Art der Suche von Schlafplätzen, mögliches Risiko mitbestimmt. UND wenn ich dann irgendwo von unschönen Dingen hörte, dann sind die fast immer dort geschehen, wo man es, gemäß oben zitierter Ansicht, eigentlich nicht hätte erwarten sollen. Am kritischten sind dabei die bekannten und ausgewiesenen "wilden Zeltplätze", v.a. wenn sich dort regelmäßig irgendeine "Dorf- oder GTI-Jugend trifft und Saufgelage abhält. Was man aber meist recht gut erkennen kann.
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Heute ist der 25te -> Tasche auf, Handtuch raus und mitgemacht beim Handtuch-Tag/Towel-Day! - es grüßt Jochen | |
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#792570 - 22.01.12 11:32
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: majere]
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Deutsche Rettungshubschrauber sind für den Transport und notfallmedizinische Versorgung ausgelegt Mit mindestens einer Ausnahme, wenn es sich um die Spezialisten vom Militär handelt, z.B. das Marine Such- und Rettungsgeschwader (oder wie es heißt) in Glücksburg.
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#792571 - 22.01.12 11:33
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: JaH]
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Moderator

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Deine allgemeine Betrachtung ist sicher richtig, hat aber fast nichts mit der Ausgangsfrage zu tun, denn dort geht es um jemand, der einen Herzinfarkt hatte und speziell das Risiko eines erneuten Infarktes betrachtet.
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#792573 - 22.01.12 11:34
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: JaH]
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Ja, aber auch die lassen sicher kein Stahlseil durch die Baumwipfel zu dir runter 
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#792589 - 22.01.12 11:53
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: majere]
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Was ihr da jetzt aus meinem blöden Spruch macht, ist ja nett. Jetzt mach ich aber noch nen Smiley dahinter. Hätt ich vorhin wohl auch machen sollen.  Ein Heli ist nicht unbedingt die Lösung, gerade beim Infarkt. Erstens muss der Heli nachts fliegen dürfen und zweitens muss man für den Helitransport den Patient erstmal transportfähig haben. Reanimation im Heli geht nicht, sollte das nötig sein, muss er zwischenlanden. Im hier diskutierten Fall sollte also zumindest eine Erreichbarkeit durch einen RTW gewährleistet sein.
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#792619 - 22.01.12 12:32
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Beiträge: 803
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Wie sieht denn "Pumpe geschädigt" bei Dir aus?
Wenn Du regelmäßig Hilfe brauchst, wäre Wildcampen nicht schlau. Wenn Du nur ein generell erhöhtes Risiko ohne große Eintrittswahrscheinlichkeit hast, kannst Du Dir vielleicht über Verkehrs- oder Haushaltsunfälle mehr Sorgen machen.
In meinem Bekanntenkreis gibt es Menschen, die nach Herz- oder Schlaganfällen ziemliche psychische Probleme bekommen haben (Richtung Angststörung, Übervorsicht etc). Wenn das bei Dir nicht die Pure Verdrängung ist, und Du (so nötig) Dein Leben pumpenfreundlicher gestaltest, kann man Dich zu Deiner lockeren Einstellung nur beglückwünschen.
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#792624 - 22.01.12 12:42
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: jovo]
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Reanimation im Heli geht nicht, sollte das nötig sein, muss er zwischenlanden. Das war v.a. das Problem bei der inzwischen veralteten Generation der BO 105, die ja für kleine drahtige Piloten und die Panzernahbekämpfung in unwegsamen Gelände entwickelt wurde. Okay, auch in modernen EX 135 ist Platz nicht gerade übermäßig vorhanden und ich war noch nie in sowas drin. Und es ist vielleicht auch die Frage wie "notfallmäßig" man eine Reanimation durchziehen kann, aber für völlig unmöglich halte ich es mal nicht. Und besonders in den alten Sikorsky Sea Kings ist ja nun massig Platz, die ist ja auch als geräumiger Transporthubschrauber entwickelt worden. Ich denke aber man sollte auf jeden Fall unterscheiden zwischen "geht gar nicht, weil es kann sich kaum umgedreht werden und es schaut nur der Kopf vom Patienten aus der Vertiefung hervor" und einem "ist medizinisch nicht ideal". Leider verpennt der Bund seit viel zuvielen Jahren die Neuanschaffung geeigneter Nachfolger (z.B. entsprechender SAR-Varianten des "Black Hawks" als Jayhawk HH-60J), so dass inzwischen kaum noch flugfähige Sea Kings ihren Dienst versehen. Es fehlen die Ersatzteile. Speziell für Glücksburg und die anderen Standorte, braucht es dringend Neuanschaffungen. Immer öfter sind nur noch 2 einsatzfähige Sea Kings für die gesamte Nordsee, die Küstenbereiche und die westliche deutsche Ostseeküste verfügbar. Ein Unding!
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#792628 - 22.01.12 12:49
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: JaH]
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Beiträge: 1721
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Neuanschaffung ist ja das Eine. Noch schlimmer ist aber, dass die SAR immer weniger Standorte hat. Beispiel Ulm: Da fliegt jetzt seit einigen Jahren der ADAC. Seither ist nix mehr mit Nachtflugerlaubnis. Muss man halt schauen, dass man seinen Infarkt oder Unfall tagsüber hat...
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#792669 - 22.01.12 14:09
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Beiträge: 3361
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Durch aus hängt es davon ab, ob du im Falle des Falles selber in der Lage bist, einen Notruf abzusetzen oder ob du darauf angewiesen bist, dass ein anderer dich findet. Trifft ersteres zu, sehe ich kein Problem dabei, wild zu zelten. Evtl. wäre es ratsam sich einen Platz zu suchen, den man mit einem RTW erreichen kann. Spontan fällt mir hier folgender Ort ein, wo ich in letzter Zeit mal in Deutschland gepennt habe: hier auf einer Feldzufahrtsbrücke.
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#792676 - 22.01.12 14:29
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Beiträge: 353
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Hallo, r-Radler, Sicherheit gibt's nicht, die ist immer subjektiv bewertet und somit relativ. Ich bevorzuge Wild-Campen unter bestimmten Voraussetzungen, da ist es leiser und ungestörter. CP steuere ich an, wenn ich Versorgung brauche und/oder es nicht abzusehen ist, einen ungestörten WCP zu finden (z. B. Großstadt, [da fällt mir ein, ich habe schon mal im Zentrum von Budapest auf einer Verkehrsinsel einer Kreuzung biwakiert, am morgen wurde es laut]).
Über Dein Herzrisiko kann hier im Forum Dir keiner was sagen, Du Dir selber wahrscheinlich auch nicht. Evtl. kann Dein Arzt aus statistischen Größen etwas ablesen, aber auch dann ist nicht gesagt, ob Dein Fall sich gemäß dieser Statistik verhält oder ein "Ausreißer" ist. Das Leben ist lebensgefährlich seit der Geburt, also auch das Radfahren und das Campen. Take it easy. Und lass Dir das Radeln nicht vermiesen, es wird schon gut gehen!!
mfg michiq_de
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#792707 - 22.01.12 16:15
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: michiq_de]
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Beiträge: 2214
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Außerdem, wer sagt den, das der Infarkt abends im Biwak kommt. Wenn du auf einer sehr wenig befahrenen Landstraße /Feldweg in dünn besiedeltem Gebiet vom Rad kippst, dann kann es Stunden dauern eh dich einer findet, wenn du selbst nicht mehr in der Lage bis per Handy einen Notruf abzusetzen.
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#792716 - 22.01.12 16:33
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Flying Dutchman]
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abwesend
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Die meisten Infarkte passieren in den frühen Morgenstunden. Davon verbringt man im Zweifel den Großteil im oder beim Zelt. Für jemand, der gerne vor 6 aufbricht spielt das natürlich keine Rolle.
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#792885 - 22.01.12 23:26
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Thomas1976]
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Beiträge: 6197
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wichtig beim wildcampen finde ich , das man nicht gesehen wird. Das ist eher ein subjektives Angstgefühl als eine belegte Bestandsaufnahme. Ich würde es eher in "Intimitätsabstand" ummünzen. Es hängt auch von der Region/Land ab - prüfe: wo wie dicht wer wohnt - ist die Bevölkerung gelassen, tolerant oder aufdringlich usw. Wer sich versteckt, macht sich auch verdächtig. Ich habe auch gute Erfahrungen in Sichtweite von Besiedlung (sogar in Orten) gemacht. Der Eindruck bzw. im Falle des Falles dein Argument, dass du dein Zelt in großer Not aufgestellt hast, verschafft dir eigentlich immer eine wohlwollende Duldung, wenn du dich auf die Nacht und nachtnahen Zeiten beschränkst. In typischen Trekkingregionen erwartet man vielleicht sogar offene Zelte (Gebirge z.B.). Die Gefahren oder Störungen ahnt man nicht immer im voraus: An Waldrändern von Äckern kann es frühe oder gar nächtliche Landwirtschaftsaktivität geben (Trekker kommt, kann auch gefährlich werden), an Stränden kann die Säuberungsmaschine auffahren, scheinbar verlassene Kultorte und Strände werden plötzlich mitten in der Nacht zur Partymeile, einsame Waldwege werden morgens zu Gassi-Geher-Promenaden, auf einer leeren Weide stehen morgens Stiere um dein Zelt herum  usw. Geräusche können überall stören, auch da ist die Einsamkeit manchmal ungünstiger als erwartet. Man nimmt jedes Geräusch intensiver war, nachtaktive Kleintiergäste sind zumindest in unseren Breiten oft als unangenehm raschelnde Störenfriede unterwegs. Wichtig ist jedenfalls, die Schuhe nicht vor die Tür zu stellen. 
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Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings! Matthias | |
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Off-topic
#792888 - 22.01.12 23:36
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: veloträumer]
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Wichtig ist jedenfalls, die Schuhe nicht vor die Tür zu stellen. . . . . und das Kochgeschirr vor dem Schlafen gehen abwaschen und den Proviant im Innenzelt verstecken - uns hat nachts mal ein hungriger Fuchs aufgeweckt, puuh hab ich nen Schreck gekriegt!  Es grüßt freundlich
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#792889 - 22.01.12 23:38
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Hatte mal wieder eine Debatte mit Freunden. Die meinten es wäre zu gefährlich in der "Pampa" zu übernachten. Ich sollte besser auf Campgrounds oder Hotels ausweichen. Besonders weil meine Pumpe geschädigt ist. Was meint Ihr dazu? Ich suche mir halt lieber nen Platz im Wald. Und wenn ich dort zufrieden ins Nirvana einziehe und Odin die Hand reiche ist das nicht ok?? Wenn du dir schon den Abschied ausmalst, sollst du frei sein in deiner Wahl. Meistens möchte man aber dann doch noch kämpfen bis es ganz aus ist. Da ist Menschennähe natürlich von Vorteil. Ich war jedenfalls mal froh, als ich in Sospel (bei Nizza) bei einer Lebensmittelinfektion durch ein Gericht am Vorabend auf dem Camping war. Ich konnte mich kaum zwischen Zelt und Toilette bewegen und habe richtig gewimmert. Von Franzosen bekam ich etwas Tee zur Besänftigung. Holländer machten den Dolmetscher. Erst am späten nachmittag konnte mich wieder wackelig auf zwei Füßen bewegen und ein paar Zuckerwaren essen.
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Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings! Matthias | |
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Off-topic
#792892 - 22.01.12 23:41
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: inga-pauli]
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. . . . und das Kochgeschirr vor dem Schlafen gehen abwaschen und den Proviant im Innenzelt verstecken - uns hat nachts mal ein hungriger Fuchs aufgeweckt, puuh hab ich nen Schreck gekriegt! Die sind ja eigentlich feige - zumindest, wenn man sie fotografieren will.  Bei einer Wildsau würden mir aber auch die Knie wackeln.
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Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings! Matthias | |
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Off-topic
#792893 - 22.01.12 23:44
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: veloträumer]
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abwesend
Beiträge: 183
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Aber wenn du nachts von Töpfeklappern aufgeweckt wirst, weißt du nicht, dass es nur der kleine Feigling ist 
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#792948 - 23.01.12 09:14
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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abwesend
Beiträge: 2556
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Also das die Rettung im Falle eines Falles schwerer ist, ist anscheinend klar.
Aber was ich für entscheidender halte, wie hoch ist das Risiko überhaupt ein Problem zu bekommen. Vielleicht habe ich falsche Vorstellungen, aber in einer entspannten Situation plötzlich tödliche Herzprobleme zu bekommen, klingt in meinen Ohren eigenatig.
Viele Grüße Stephan
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Geändert von StephanZ (23.01.12 09:15) |
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#793062 - 23.01.12 12:26
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: StephanZ]
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Beiträge: 8172
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aber in einer entspannten Situation plötzlich tödliche Herzprobleme zu bekommen, klingt in meinen Ohren eigenatig. Es reicht ein schlechter bzw. zu aufregender Traum. In der Traumphase geht der Körper gerne mal auf deutlich höhere Leistung und das Herz ist nicht mehr so entspannt bei der Sache. Hängt aber auch von der Art der Herzprobleme ab. Da gibt es ja auch solche, die scheinbar grundlos anfangen in eine aktive Phase zu gehen.
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Heute ist der 25te -> Tasche auf, Handtuch raus und mitgemacht beim Handtuch-Tag/Towel-Day! - es grüßt Jochen | |
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Off-topic
#793082 - 23.01.12 13:36
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: inga-pauli]
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abwesend
Beiträge: 695
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... na, und bei uns hat sich ein Fuchs mal bis ins Innenzelt vorgebissen und das Baguette, das am Fußende lag gestohlen. Ich hatte dann nur noch das Papier in der Hand, in das es eingewickelt war. Zudem ist der Fuchs auch nicht abgehauen. Erst durch Steine werfen konnten wir ihn vertreiben. Ich bin der Meinung, dass er krank war und wahrscheinlich Tollwut hatte. Jedenfalls hatten wir dann ein anständiges Loch im Innenzelt und da das auf einer Trekkingtour passierte, musste ich morgens zuerst mal wieder 2 km zurück laufen, um neues Brot zu kaufen.
Gruß Hildegard
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#793094 - 23.01.12 14:21
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: StephanZ]
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Mitglied

abwesend
Beiträge: 476
Unterwegs in Deutschland
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Gerade in der Ruhephase wenn kein Stress oder so ist, spielt meine Pumpe verrückt. Bei Stress und Anstrengung nie.
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Grüße aus der Toscana Deutschlands
Klaus | |
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#793211 - 23.01.12 20:04
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: StephanZ]
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rollo_radler
Nicht registriert
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Aber was ich für entscheidender halte, wie hoch ist das Risiko überhaupt ein Problem zu bekommen. Vielleicht habe ich falsche Vorstellungen, aber in einer entspannten Situation plötzlich tödliche Herzprobleme zu bekommen, klingt in meinen Ohren eigenatig.
Laut Aussage der Ärzte sind die Risiken jetzt geringer als vor dem Infarkt, da ich passende Medikamente nehme und einige Risikofaktoren ausgeschlossen habe. Mein Kardiologe meinte: " Pack Dein Zeugs auf Rad und fahre los!" Und genau das werde ich auch tun. Aber im Hinterstübchen trägst doch so ein paar Gedanken mit dir rum. Und wenn dann aus dem Bekanntenkreis ein Aufschrei losgeht "WAS, Du willst wieder in die Wildnis????" "Was da alles passieren kann?" usw. Da fängst doch an zu zweifeln. Ich denke aber, ich werde das wie die Huber-Buben halten. "Es ist nicht wichtig wie lange Du lebst, sondern wie intensiv Du lebst"! Danke für Eure Denkanstösse. Rollo
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Geändert von rollo_radler (23.01.12 20:12) |
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#793216 - 23.01.12 20:19
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Moderator

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Ich hab erst nach den Touren erzählt was so alles passiert ist. Hätte ich vorher gegackert hätte mich niemand fahren gelassen 
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#793218 - 23.01.12 20:25
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Ach Gott, der Bekanntenkreis ... als Frau muss man sich diesen "Ach Gott, ist das gefährlich"-Sprüchen immer und immer wieder stellen. Einfach aus der simplen Tatsache heraus, dass man eine Frau ist. Und immer noch geistern die Vorstellungen herum, dass eine Frau alleine wehrlos, angreifbar, und logischerweise SOFORT Opfer jeglicher Übergriffe wird. Ich habe mich im Laufe der Jahre davon gelöst. Eine Geschicht möchte ich zum Besten geben, die mir auf einer Radreise begegnete. Als ich an einem Badesee mein Ross nicht unbeaufsichtigt abstellen wollte, habe ich ein älteres Ehepaar gefragt, ob sie ein Auge auf mein Eselchen haben könnten, solange ich im Wasser bin. Sie waren beide so um die Mitte-Ende 50. Er schwerstbehindert (spastische Lähmungen). Und auch dieses Paar fragte mich, ob ich denn keine Angst habe, so alleine zu radeln. Was da alles passieren könne. Ich habe mich im stillen gefragt, ob sie denn im Ernst meinten, die Situation für das Paar sei irgendwie anders! Natürlich habe ich das nicht getan. Aber die Vorstellungen sind eben noch tief verankert in unserer Gesellschaft. So ist es auch mit deiner Situation: fühle dahin, wo du dich wohl fühlst und tu es. Du kannst nur gewinnen. ... 
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#793238 - 23.01.12 21:36
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: WildeHilde26]
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als Frau muss man sich diesen "Ach Gott, ist das gefährlich"-Sprüchen immer und immer wieder stellen. Der Spruch hat nichts mit dem Geschlecht zu tun. Ich kenne auch Experten, die sich für Deutschlands allerbeste halten, sich aber ohne Reiseleitung nicht aus der Wohnungstür trauen. Solchen Leuten binde ich einfach nicht mehr auf die Nase, was ich vorhabe.
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#793398 - 24.01.12 11:28
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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moin Rollo,
enscheidend ist auch nicht unbedingt der "Rettungsaspekt" im Falle eines Falles - sondern DEIN Gefühl! Wenn du Angst hast, in der Wildnis zu zelten, lass es sein und geh lieber auf Campingplätze.
Angst hat großen Einfluss auf die Herztätigkeit. Und das betrifft nicht nur Infarktgeschädigte! Frag dich mal, ob deine lieben Mitmenschen, die sich Sorgen um dich machen, bei dir Angst ausgelöst haben oder ob dadurch eventuelle Ängst hochgekommen sind.
Schöne Grüße aus der Nachbarschaft
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#793405 - 24.01.12 11:51
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: inga-pauli]
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rollo_radler
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Moin, Angst ist nicht der richtige Ausdruck. Es sind eher Bedenken, ob es richtig ist, wieder in der Wildnis unterwegs zu sein. Aber eigentlich habe ich mich schon entschieden. Ich werde erstmal durch Dänemark radeln und dann wieder in Schwedens Wäldern verschwinden.
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#793480 - 24.01.12 16:40
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Moin, Angst ist nicht der richtige Ausdruck. Es sind eher Bedenken, ob es richtig ist, wieder in der Wildnis unterwegs zu sein. Aber eigentlich habe ich mich schon entschieden. Ich werde erstmal durch Dänemark radeln und dann wieder in Schwedens Wäldern verschwinden. Als selbst nicht ganz Gesunder rufe ich täglich einmal nach Hause an, oder SiMSe meinen Standort durch. Sollte mir etwas geschehen (keine Meldung 24h nach nächstem Termin), kann mit den GPS-Daten zielgerichteter gesucht werden. Auch wenn mir niemand mehr helfen könnte, so blieben die mir Nahestehenden wenigstens nicht so lange im Ungewissen. Für mich Grund genug, einmal am Tag das Handy anzuwerfen und eine GPS-Positionsbestimmung durchzuführen. Ansonsten: Was passiert, das passiert eben. Irgendwann ist jeder dran. Und wenn du dich derzeit gut fühlst ... Früher wußtest du doch auch nicht, dass der Herzinfarkt schon lauert.
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#793592 - 24.01.12 20:49
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: kona]
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rollo_radler
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Ich versuche das auch so zu sehen. Ein mulmiges Gefühl werde ich wohl noch eine ganze Zeit mit mir rumtragen. Deswegen werde ich trotzdem wieder losradeln. Sonst würde ich noch zum Sesselpupser werden.  Ich habe es immer schon so gehalten, dass ich mich in mehr oder weniger regelmässigen Abständen daheim gemeldet habe. Allerdings wissen meine Familie und die besten Freunde, dass es nicht täglich möglich ist. Ich bin manchmal ausserhalb jeder Funkzelle. Aber dafür wurde weiter oben ja ein ganz interessantes Hilfsmittel erwähnt. Das muss ich mir mal genauer ansehen. Auf dem Weg nach Schweden bin ich ja noch in dicht besiedelten Gegenden unterwegs. Da merke ich sicherlich schnell, ob ich stark genug für die wilden Wälder bin oder doch lieber unter Menschen bleiben möchte.
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#793622 - 24.01.12 21:49
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: WildeHilde26]
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Ach Gott, der Bekanntenkreis ...
als Frau muss man sich diesen "Ach Gott, ist das gefährlich"-Sprüchen immer und immer wieder stellen. Einfach aus der simplen Tatsache heraus, dass man eine Frau ist. Und immer noch geistern die Vorstellungen herum, dass eine Frau alleine wehrlos, angreifbar, und logischerweise SOFORT Opfer jeglicher Übergriffe wird.
Ist ja nicht nur ein eigenartiges Frauenbild, dass da zum Ausdruck kommt. Irgend wie scheint da ja auch dass Männerbild, das eines allzeit zu Übergriffen bereiten, triebgesteuerten Monsters zu sein. Muss man sich da wirklich wiedererkennen? Im übrigen bleibt immer mal wieder in Erinnerung zu bringen, dass in diesem Land jedes Jahr mehr als 3.000 Menschen, eueopaweit 30.000 Menschen gewaltsam im Straßenverkehr zu Tode kommen. Trotzdem hat man noch nie die Frage gehört, wenn man sich in sein Auto setzt, ob man sich denn nicht fürchten würde? Dass Mann und Frau sich angesichts dieses alltäglichen Massakers auf die Straße trauen! Wo man doch offenkundig in jedem einsamen Waldstück so sehr viel sicherer ist?
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Geändert von Uwe Radholz (24.01.12 21:50) |
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#793640 - 24.01.12 22:16
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Uwe Radholz]
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Hilde
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Hallo,
ich (meist alleinreisend) werde das bereits seit über 15 Jahren gefragt, und zwar überwiegend von Frauen (die wohl selbst Angst haben). Männer fragen mich tendenziell eher nach Kilometerzahl, Tagesleistung und Geschwindigkeit.
Ich frag dann meist irgendwie zurück, warum sie das denken und wenn ich genervt bin, sage ich auch schon mal: "Sie sind die fünfte, die mich das diese Woche fragt" und dass es für eine Durchschnittsfrau in einem Durchschnittshaus mit einem Durchschnittsmann viel gefährlicher sei als für mich. Angst muss ich nur vorm Straßenverkehr und eventuell vor Hunden haben. Überfallen und beklaut werden kann ich auch in einer deutschen Stadt.
Die oben angesprochene Idee, seine Wege bekannt zu geben, sobald man sich auf relativ menschenleeres oder unwegsames Territorium begibt, finde ich aber äußerst sinnvoll. Mache ich so bei meinen (Ski-)Wanderungen, falls die auf einsame Pfaden gehen. Einfach eine Sms, wenns los geht und eine, wenn ich wieder in der Zivilisation bin. Falls ich mir den Haxen verknackse, mich verirre etc.
Gute Fahrt!
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Geändert von Hilde (24.01.12 22:17) Änderungsgrund: Vertipper korrigiert |
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#793697 - 25.01.12 01:09
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Ich bin manchmal ausserhalb jeder Funkzelle. Aber dafür wurde weiter oben ja ein ganz interessantes Hilfsmittel erwähnt. Das muss ich mir mal genauer ansehen. Scheint mir eher GPS-fähiges Handy zu sein, das per Kurzwahltaste die Koordinaten versendet. Aber, egal. Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. In jedem Fall: Gute Reise!
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Off-topic
#793717 - 25.01.12 06:23
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Uwe Radholz]
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Uwe, ich seh es ja genau so wie du, die "wohlgemeinten" Warnungen spiegeln eben wieder, wo die (Ur)Ängste der Gesellschaft sich verborgen halten.
Mit bewußtem Reflektieren hat das wenig zu tun.
Meinem persönlichen Frauen/ Männerbild entspricht das nicht. Ich gehe davon aus, dass man in einem halbwegs abgelegenen Waldstück geborgener ist, als im Bahnhofsviertel einer x-beliebigen Großstadt. Übergriffe sind eher von angetrunkenen Personen zu erwarten, denn von Joggern und Bikern. Stabiles Selbstbewusstsein schützt.
Dass es Übergriffe gibt, bestreite ich nicht. Diese Erfahrung musste ich leider machen. Aber eben nicht im Wald, sondern immer im belebten Milieu einer Großstadt. Ich bin früher auch als Tramperin ab und an mitgefahren. Das ist halt ne ganz andere Nummer, weil Frau sich in den unmittelbaren Intimbereich des Autofahrers begibt. Da kommen manche eben auf sehr dumme Gedanken.
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Geändert von WildeHilde26 (25.01.12 06:23) |
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#793762 - 25.01.12 09:53
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Sich jeden Tag zu melden, halte ich nicht für günstig. Es muss nur mal etwas dazwischen kommen oder man vergißt es einfach und dann sitzen die Liebsten daheim auf heißen Kohlen während du im Zelt friedlich schlummerst.
Dennoch das hin und wieder Bescheid geben macht Sinn.
Wegen dem "Frauen leben gefährlich" Ich habe einen (sehr konservativen aber ziemlich jungen ) Kollegen, der es unverständlich findet, dass Frauen in der Dunkelheit z.B. ihre Hunde ausführen. Er würde das seiner Frau nie erlauben. Da wäre es ja kein Wunder, wenn.... Selber Schuld etc... (Seine meinung,nicht meine!)
Wenn ich jedes mal mit so viel Angst durch die Welt gehen würde, um Gottes Willen...
Rollo, fahr los, versuche Dein Gleichgewicht in der Radreise zu finden und ich bin sicher, dass Du mit Deiner Intuition von Tag zu Tag Deinen Weg finden wirst.
Gruß Rennrädle
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#793872 - 25.01.12 14:11
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Rennrädle]
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Sich jeden Tag zu melden, halte ich nicht für günstig. Es muss nur mal etwas dazwischen kommen oder man vergißt es einfach und dann sitzen die Liebsten daheim auf heißen Kohlen während du im Zelt friedlich schlummerst. Kann ich auch nur von abraten. Alles was die Daheim gebliebenen als Regelmäßigkeit interpretieren ist eher kontraproduktiv, da dann die richtigen sorgen losgehen, wenn du die Regelmäßigkeit brichst.
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#793928 - 25.01.12 16:53
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Rennrädle]
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Sich jeden Tag zu melden, halte ich nicht für günstig. Es muss nur mal etwas dazwischen kommen oder man vergißt es einfach und dann sitzen die Liebsten daheim auf heißen Kohlen während du im Zelt friedlich schlummerst. Ich antworte hier mal, weil ich das Verfahren hier genannt hatte. Derzeit melde ich mich täglich. Sicherheitsreserve: plus 24h (also spätestens alle 48h) - selbst bei Handyausfall etc. ist das derzeit für mich eine ausreichende Reserve. Und genau für wenn etwas dazwischen kommt ist es ja auch gedacht. Vergessen kann ich die Meldungen nicht. Viel schlimmer wäre es für die "Zurückgebliebenen" im Ernstfall, wenn es langfristig bei "vermißt" bliebe. (Ich kenne einen solchen Fall. Da ist der Sohn seit über 30 Jahren verschwunden.) 
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#793932 - 25.01.12 17:12
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: kona]
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mit solch einer Toleranz von plus 24h ist da natürlich mehr Reserve drin und engt nicht so sehr ein.
Renata
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#793952 - 25.01.12 18:29
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: aighes]
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Hilde
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Sich jeden Tag zu melden, halte ich nicht für günstig. Es muss nur mal etwas dazwischen kommen oder man vergißt es einfach und dann sitzen die Liebsten daheim auf heißen Kohlen während du im Zelt friedlich schlummerst. Kann ich auch nur von abraten. Alles was die Daheim gebliebenen als Regelmäßigkeit interpretieren ist eher kontraproduktiv, da dann die richtigen sorgen losgehen, wenn du die Regelmäßigkeit brichst. Stimmt. Aber es kann unterwegs Sicherheit geben, wenn Du jemanden zu Hause hast, den Du anrufst, wenn Dir eine Situation kritisch erscheint. Möglichst nicht die Mutter ;), die sich dann nur aufregt, sondern jemanden mit Tourenerfahrung, der/die so was cool nimmt. Beispiel: ich habe mal wg extrem schlechten Wetters mein Rad und mich in einen Kleinlaster geladen. Habe dann für den Fahrer gut bemerkbar meiner Mitbewohnerin gesimst und seine Autonummer gleich dazu. So was gibt Sicherheit. Hinterher aber möglichst bald dann ein "angekommen" schicken! Mit 17 mit zwei anderen Mädels per Rad in Frankreich mussten wir noch jeden Abend abwechselnd zu Hause anrufen  . Das hab ich meiner Mutter dann so nach und nach abgewöhnt, nach dem Motto "Keine Nachricht ist ne gute Nachricht!"
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Off-topic
#794007 - 25.01.12 20:30
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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Das hab ich meiner Mutter dann so nach und nach abgewöhnt, nach dem Motto "Keine Nachricht ist ne gute Nachricht!" ich war bis vor geraumer Zeit auch so eingestellt: "Ruf mal an, wenn du gut angekommen bist". Meinen Kindern geht das aber gegen den Strich, sie empfinden das möglicherweise als Kontrolle. Nach einem Gespräch mit netten Freunden stehe ich auf dem Standpunkt: Wenn kein Anruf kommt, ist alles OK, wenn was passiert, ruft die Polizei schon an. Ich kann damit leben, meine Frau weniger gut. mfg michiq_de
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#794013 - 25.01.12 20:41
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: ]
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und heute rufe ich schon des öfteren an, weil Mutter schon älter ist und es sich verdient hat, dass ich ihr ein paar Sorgen abnehmen kann. So hat ein Freund von mir während meiner längeren Bali Reise ihr meine Mails gefaxt.
Gruß Jürgen
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Geändert von Juergen (25.01.12 20:42) |
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#794083 - 25.01.12 22:00
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: aighes]
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Dem kann ich mich nur anschließen: Bei meiner Fahrt im letzten Sommer aus irgendeinem Grund kein Guthaben mehr auf der deutschen Prepaidkarte, mehrere Münztelefone schluckten nur die Münzen, ohne eine Verbindung aufzubauen.
Kurz: anstatt alle zwei Tage meine Eltern anzurufen, klappte es erst am vierten Tag wieder- in der Zischenzeit hatte mein Vater schon eine Suchanzeige bei der Polizei aufgegeben... und das bei einer Tour durch Tschechien...
Also die lieben Angehörigen besser nicht an Regelmäßigkeit gewöhnen. VG aus Budapest Martin
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#794100 - 25.01.12 22:28
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: martinbp]
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Hallo, so eine Regelmäßigkeit wurde von mir auch immer gefordert, wenn ich so 3 bis 6 Tage mit einem meiner Kinder auf Tour war. Jeden Tag zuhause anrufen war schon ziemlicher Stress für mich, weil es an versteckten Plätzen nicht immer Empfang gab. Letztes Jahr kam dann an dritten Tourtag beim abendlichen Telefonat der Hinweis von meiner Frau:"du musst eigentlich nicht unbedingt jeden Tag anrufen..." Es war wichtig, dass der Impuls von ihr kam. Und für uns Reisenden brachte es zusätzliche Entspannung. Ganz anders war da früher meine Mutter drauf, die völlig sorglos meinte:"..und wenn ich nichts von dir höre, weiß ich , dass alles in Ordnung ist!" Ich bin dann solo nach Griechenland und Spanien getrampt, mit dem Rad nach Italien und über die Route des Grandes Alpes. Ich habe sie in diesem Glauben gelassen, wohl wissend was da sehr wohl alles passieren könnte. Spätestens nach einer Woche habe ich mich immer mal gemeldet - war ne schöne und lockere Zeit! Grüße, Thomas
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#794181 - 26.01.12 01:40
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: martinbp]
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Also die lieben Angehörigen besser nicht an Regelmäßigkeit gewöhnen. Stimmt, ich kenne auch Kameraden, denen die ängstliche bis kontrollsüchtige Mischpoke das Reisen jenseits von Neckermann & Co. völlig verleidet hat. Ohne meine Kollision mit dem Zahnstocher 1999 hätte ich vielleicht heute noch kein Funktelefon. Weil die Batterien seinerzeit gerade während der Fahrt durch den ständigen Zellenwechsel beizeiten leer und die Telefonate arschteuer waren, hatte ich gesagt, der Sprechknochen ist jeden Tag so etwa von 19.00 bis 21.00 in Betrieb. Hat jahrelang gut funktioniert (und ist inzwischen nicht mehr nötig).
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#794324 - 26.01.12 14:18
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: falk]
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Also die lieben Angehörigen besser nicht an Regelmäßigkeit gewöhnen. Stimmt, ich kenne auch Kameraden, denen die ängstliche bis kontrollsüchtige Mischpoke das Reisen jenseits von Neckermann & Co. völlig verleidet hat. Wenn wir mit mehreren Leuten unterwegs sind, gebe ich auch nicht täglich Positionsdaten durch. (Wenn mir da etwas passieren würde, gäbe es immer jemanden, der dann die Hinterbliebenen informierte.) Nur, wer erledigt das, wenn ich alleine unterwegs bin? Irgendwo in der Wildnis vergammelt und von niemandem gefunden. Wo sollte denn gesucht werden? Warum wird denn noch immer nach den vermißten Personen auf der Concordia gesucht? Sicher nicht, weil noch vermutet wird, dass evtl. Eingeschlossene noch leben. Es geht einfach darum, den Angehörigen die Ungewißheit nehmen zu können. Natürlich kann das Thema jeder beackern, wie er will. Aber ich fühle schon eine gewisse Verantwortung gegenüber den mir nahestehenden Menschen, auch wenn ich mich allein auf den Weg mache. Ich bin mir meiner Sterblichkeit sehr wohl bewußt - das typische "Wird schon gut gehen" wird irgendwann nicht mehr zutreffen. Es kann mich jederzeit und an jedem Ort erwischen. Und wenn das auf einer Tour geschieht, finden meine Hinterbliebenen auf die Art hoffentlich schneller ihre Ruhe.
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#794329 - 26.01.12 14:36
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: kona]
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Es kann mich jederzeit und an jedem Ort erwischen. Und wenn das auf einer Tour geschieht, finden meine Hinterbliebenen auf die Art hoffentlich schneller ihre Ruhe. Diese Sichtweise wäre mir zu pessimistisch und erscheint mir ähnlich übertrieben, einen Ersatzrahmen mit auf die Reise zu nehmen, weil ein Rahmenbruch ja die Reise beenden könnte. Es ist für mich zuerst eine Frage der Wahrscheinlichkeiten und wieviel Gedanken und Energie man ver(sch)wenden möchte um für sehr unwahrscheinliche Fälle gerüstet zu sein. Vor allem aber: Wenn ich mich täglich oder sonstwie regelmäßig irgendwo melden würde, nur mit dem Hintergedanken, man könnte an der nächsten Ecke sein Leben aushauchen bzw. ausgehaucht bekommen, dann hätte ich an der Reise keine große Freunde. Chris
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#794392 - 26.01.12 16:37
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: Chris-Nbg]
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Es kann mich jederzeit und an jedem Ort erwischen. Und wenn das auf einer Tour geschieht, finden meine Hinterbliebenen auf die Art hoffentlich schneller ihre Ruhe. Diese Sichtweise wäre mir zu pessimistisch und erscheint mir ähnlich übertrieben, einen Ersatzrahmen mit auf die Reise zu nehmen, weil ein Rahmenbruch ja die Reise beenden könnte. Bitte nicht nur die Überschrift dieses Threads, sondern auch den 1. Beitrag lesen. Hier geht es eher mal nicht um "nur" das evtl. versagen irgendwelcher Technikteile. Gerade bei fortgeschrittenem Alter und/oder angeschlagener Gesundheit bekommen oft andere Dinge, als irgenswelche techn. Statussymbole, eine größere Bedeutung. - Das hat mit Pessimismus m.E. nichts zu tun.
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#794412 - 26.01.12 17:29
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: kona]
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[zitat=Chris_Nbg] Bitte nicht nur die Überschrift dieses Threads, sondern auch den 1. Beitrag lesen. Hier geht es eher mal nicht um "nur" das evtl. versagen irgendwelcher Technikteile. Gerade bei fortgeschrittenem Alter und/oder angeschlagener Gesundheit bekommen oft andere Dinge, als irgenswelche techn. Statussymbole, eine größere Bedeutung. - Das hat mit Pessimismus m.E. nichts zu tun. Na ja, hier ist doch schon seit einiger Zeit die Diskusion mehr oder weniger stark in Richtung ganz allgemeiner "Sicherheitserwaegungen" abgedriftet. Zu der im Eingangsbeitrag angesprochenen speziellen Situation bei erheblichen Herz-Kreislaufvorbelastungen lässt sich m.E. ohnehin nur sehr schwer per "Ferndiagnose" ein wirklich seriöser Rat erteilen. Das erscheint mir eher eine Frage für den Kardiologen des Vertrauens zu sein. Aber die Frage hat sich ja zwischenzeitlich zumindest fuer den Themeneroeffner erledigt. Im übrigen kan ich Chris_Nbg nur zustimmen. MfG - horst -
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#794448 - 26.01.12 18:36
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: kona]
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Nur, wer erledigt das, wenn ich alleine unterwegs bin? Irgendwo in der Wildnis vergammelt und von niemandem gefunden. Wo sollte denn gesucht werden? In der Regel die Behörden. Glaubst du wirklich, dass deine Position am Morgen den Hilfskräften viel hilft? Das wäre dann ungefähr ein Kreis mit einem Radius von >50km. Wenn dich da keiner durch Zufall* findet, dann bleibst du verschollen. Das du verschollen bist, merken die Angehörigen auch, wenn du dich längere Zeit nicht gemeldet hast, dafür braucht es keine Regelmäßigkeit. Und dann reicht es zu wissen, wo du dich das letzte Mal gemeldet hast und wo du hin wolltest. *Zufall meint hier, dass der Finder nicht gezielt nach dir gesucht hat, also ohne deine Position zu kennen.
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#794579 - 26.01.12 23:04
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: aighes]
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Nur, wer erledigt das, wenn ich alleine unterwegs bin? Irgendwo in der Wildnis vergammelt und von niemandem gefunden. Wo sollte denn gesucht werden? In der Regel die Behörden. Glaubst du wirklich, dass deine Position am Morgen den Hilfskräften viel hilft? Das wäre dann ungefähr ein Kreis mit einem Radius von >50km. Wenn dich da keiner durch Zufall* findet, dann bleibst du verschollen. Im Ursprungspost ging es um Wildzelten oder CP. Wenn ich bei Wildzelten abends meine Positionsdaten abschicke, dann sind die bis zum Aufbruch am nächsten Tag durchaus aktuell. Ansonsten bin ich ja ohnehin auf oder an Straßen unterwegs und somit ja nicht wirklich verschwunden. Aber, wie ich ja schon mal bemerkte, kann ja jeder so handhaben, wie er will. Ich habe eben meine ganz eigene Motivation, es so wie von mir beschrieben durchzuführen.
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#794623 - 27.01.12 01:26
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: kona]
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Nur, wer erledigt das, wenn ich alleine unterwegs bin? Irgendwo in der Wildnis vergammelt und von niemandem gefunden. Wo sollte denn gesucht werden? Wie hast Du das in der Vor-Mobilfunk-Ära gemacht? Ich weigere mich hartnäckig, nicht mehr alleine in den Urlaub fahren zu dürfen, weil ja »was passieren« könnte. Irgendwann ist es mit jedem vorbei. Wenn das unterwegs passiert, dann ist es doch besser als jahrelanges Siechtum.
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#794725 - 27.01.12 11:00
Re: Habe ich mehr Sicherheit auf nem Campingplatz?
[Re: falk]
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Nur, wer erledigt das, wenn ich alleine unterwegs bin? Irgendwo in der Wildnis vergammelt und von niemandem gefunden. Wo sollte denn gesucht werden? Wie hast Du das in der Vor-Mobilfunk-Ära gemacht? Ich nutze heute die technischen Möglichkeiten, die sich mir heute (recht unkompliziert) bieten. (Du weigerst dich doch sonst auch "museeale" Fahrradtechnik zu verwenden. Warum dann die Probleme mit der etwas moderneren Kommunikationstechnik?) Ich weigere mich hartnäckig, nicht mehr alleine in den Urlaub fahren zu dürfen, weil ja »was passieren« könnte. Irgendwann ist es mit jedem vorbei. Wenn das unterwegs passiert, dann ist es doch besser als jahrelanges Siechtum. Habe ich irgendwo geschrieben, dass irgendjemand nicht allein in den Urlaub fahren soll? rollo_radler hatte im Ursprungspost eine spezielle Frage mit Hinweis auf seine "angeschlagene Gesundheit" gestellt. Daraufhin habe ich ihm das von mir praktizierte Verfahren mitgeteilt. Da auch ich mit "erhöhtem Risiko" (meist allein) unterwegs bin, habe ich einfach versucht, gewisse evtl. auftretende Probleme etwas zu mildern. Sonst nichts. Gar nichts. Kein Fahrverbot, keine Verpflichtung ein Handy zu benutzen (oder es gar mitzuführen). Nichts.
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