Re: Hilfe - mein Fahrrad ist nicht angekommen...

von: Peter Lpz

Re: Hilfe - mein Fahrrad ist nicht angekommen... - 31.07.18 23:31

Ich sehe die Fluggesellschaften schon als Problem an. So ist es mir gerade in Richtung Peru/Chile nicht gelungen, mir verbindlich die Fahrradmitnahme bestätigen zu lassen. Die Kosten dafür entsprachen rund 20,-€ je kg und Strecke, andere Ziele in Südamerika waren garnicht mit dem Rad erreichbar. Ich fand mein Rad für den Preis zu schwer. Das liegt rund 10 Jahre zurück, aber seither habe ich eben keinen Versuch mehr unternommen, mit dem Rad dorthin zu kommen.

Nun haben mir die Reiseprofis alle erklärt, wie es trotzdem geht. Und sie haben es auch alle irgendwie geschafft, z.T. sogar ohne Zusatzkosten. Mir ist die Vorstellung, mich in Punta Arenas oder sonstwo, irgendwelchen korrupten Flughafenleuten auszuliefern oder dort um den Preis zu feilschen, während die Uhr gegen mich läuft, derart zuwider, dass ich dorthin reise, wo es auch schön ist und ich solchen potentiellen Ärger nicht habe.

Du magst mich dafür einen beratungsresistenten Amateur nennen und hast damit auf Deine Art auch recht. Ich stelle mir beim Einkauf, ob nun Konsumgut oder Flugreise, immer die Frage, wer hier der König ist. Das ist zunächst mal der, der sein Geld loswerden will, also ich. Und da sagt man, was man will und bekommt gesagt, was es kostet. Wenn der Gegenüber nicht liefern will oder kann bzw. absurde Preise aufruft oder mich mehr oder weniger der Korruption oder dem Glück aussetzt, dann weiß ich im besten Fall nicht einmal, ob ich heil vom Himmel runterkomme und mache mit denen kein Geschäft, da dürfen die auch Iberia heißen oder sich mit noch tolleren Namen schmücken. Mit der Aeroflot und der russischen Billiglinie Rossija oder der Utair hatte ich dagegen gute Erfahrungen gemacht, allerdings war ich in Russland ohne Fahrrad. Der Standard war sehr ordentlich und konnte sich mit der Lufthansa messen.

Nachdem nun runde 10 Jahre vergangen sind, wollen die Leute immer mehr durch die Gegend fliegen, dafür aber immer weniger bezahlen. Sie nehmen frustriertes, ggf. krankes Personal in Kauf, riskieren Streiks und erhebliche Verzögerungen mit erheblichem Stress. Zum Schluss heißt das Urlaub. Wer mich fragt, der stellt mal eindringlich die o.g. Frage nach dem König und ist auch mal bereit, für schlechtes Benehmen ein anderes Ziel zu wählen. Mir gelingt es, reizvolle Ziele auch ohne Flugreise oder Reisegesellschaft zu finden. Wenn das ein paar andere Kunden auch so halten, wird deren Benehmen auch wieder besser. So sind schon mal runde 1.000,- € gespart, die man ganz hervorragend in der hiesigen Gastronomie umsetzen kann. Dort wird einem im Regelfall etwas geboten, das man gern haben will. schmunzel

meint der Peter