Re: Radreise, Rhein Main mit Umwegen....

von: Franke on Tour

Re: Radreise, Rhein Main mit Umwegen.... - 18.11.20 20:52

Nach einer erholsamen Nacht, trotz des schiefen Lagers, war ich auch schon bereit für den kommenden Tag. Schon eine der ersten nächsten Ortschaften bot eine solch schöne Altstadt, dass sich die Strapazen der ersten Tage gelohnt hatten. Die Rede ist natürlich von Stein am Rhein.







Leider war es noch zu früh am Morgen um etwas erleben zu können, weshalb mein Aufenthalt nur von kurzer Dauer war. Mein Weg führte mich weiter durch Büsingen, die deutsche Enklave in der Schweiz. Komisch dort durch zu fahren und die unterschiedlichen Plakate zu sehen, die auf der einen Seite proklamieren, dass sie Deutsche sind und dem gegenüber die, die die Schweizer Nationalität bestreben. Im Grunde war aber das einzige was mich dort interessiert hat, der weiterhin verbleibende Gegenwind, der einfach nicht nachlassen wollte.





Kurz darauf freute ich mich am Rheinfall vorbei zu kommen. Leider war der Fahrradweg gesperrt und ich musste daran vorbei fahren, hab es aber dennoch hoch aufs Schloss Laufen geschafft. Nach ein paar weiteren Kilometern gab es dann endlich ein warmes Frühstück, an einem Grillplatz am Rhein. Wie sehr ich Grillplätze in Deutschland doch vermisse. Dort kamen ein paar nette Hundebesitzer vorbei, mit denen ich ein paar nette Sätze wechseln konnte. Eine nette Abwechslung zu den einsamen Stunden auf dem Sattel und im Zelt.

Eigentlich dachte ich mir lange Zeit, Fluss abwärts zu fahren ist ein ganz chillige Angelegenheit, doch dann kam Berg am Irchel. Sicherlich kein Gebirge, aber für mich als noch relativer Neuling, mit dem schwer beladenen Fahrrad, eine ganz schöne Herausforderung. Da war ich auch wirklich stolz auf mich, hoch gekommen zu sein, ohne abzusteigen cool Belohnt dafür wurde ich hinterher auch, mit einer schönen Aussicht auf den noch jungen Rhein, am Michel von Tell Steig und eine schöne Abfahrt.





Der restliche Tag verlief ziemlich Ereignislos und die Kilometer spulten einfach so herunter. Zwischenzeitlich durchquerte ich Koblenz und kam am Atomkraftwerk in Leibstadt vorbei. Unterwegs wurde ich auch noch Zeuge eines Motorradunfalls, aber das ist etwas, das lieber ausspare.
Mein Nachtlager fand ich an diesem Tag in einem Waldstück zwischen Etzgen und Laufenburg. Auch wieder nicht wirklich eben, aber dennoch ganz gemütlich. Ärgerlich war, dass in dieser Nacht, bzw. irgendwann im Laufe des Tages, mein Kindle den Geist aufgegeben hat traurig