Re: Wie "klaugefährdet" sind Radreisende auf Tour

von: commi2k

Re: Wie "klaugefährdet" sind Radreisende auf Tour - 04.11.07 18:09

In Antwort auf: pagestin

Guten Morgen zusammen,

nun lese ich schon einige Zeit wieder intensiver mit und da bleibt es nicht aus, dass (zwangsläufig) Pläne reifen, selbst mal eine Radreise zu unternehmen.

Nur mache ich Gedanken wie das wohl sein wird, wenn ich mein ganzes Equipment (dazu gehört bei mir immer auch Technik an exponierter Stelle, z.B. mein Garmin) mal kurz vor einem Laden abstelle um Nötiges einzukaufen!?

Gehen wir davon aus, dass ich alleine bin.

Wie macht ihr das??

Dieses Thema wird hier auch nicht (aktuell zumindest) diskutiert.

Vertraut ihr auf Gottes Fügung? Bittet ihr Passanten zum Wachdienst?? Oder baut ihr jedesmal alles ab??

Was macht ihr bei längerem Fernbleiben (Besichtigungen)unterwegs?

pagestin


Hallo,

genau das hatte mich auch immer wieder geplagt.

Ich habe es immer so gemacht:

Beim Einkaufem im Supermarkt nimmst du alles Gepäck, und Fahrradcompputer vom Rad, tust es einfach in den Einkaufswagen. Dann kannst du das Rad mit einem Sicheren Bügelschloss wie z.b. Krypotnite New York Lock anschießen. Ich habe immer noch zusätlich ein 2m langes Stahlseil (meins ist von Treklock aus Krypotnite-Stahl), wo ich die Laufräder anschließe.

Beim Bäcker mache ich meist nur das Bügelschloss dran, da man ja, das Rad vom Laden drinnen, draußen sieht und man ja nur wenige Sekunden braucht.

Nachts auf den Zeltplatz nehme ich die Packtaschen und Fahrracdcomputer mit ins Zelt. Das Rad versuche ich immer an einem festen Gegenstand mit hilfe des 2m Seils anzuketten, was bisher immer geklappt hat.

Falls mal nichts zum anketten Nachts ist, versuche ich das 2m Seil an das Zelt zu bekommen, in der hoffnung der Dieb würde dadurch laute Geräusche machen. Tipp: Dein Kochgeschirr an das Rad binden, das klappert gut.

Besichtigungen Unterwegs ... nehmen wir als Beispiel die Gorch Fock im Hafen von Stralsund. Da ist es immer ein großes Problem. Du kannst das Fahrrad nicht mit Gepäck unten stehen lassen. Das Gepäck auf die Gorchfock mitnehmen geht auch nicht. Da bleibt nur die Möglichkeit bei Bsichtigungen entweder in der Nähe auf einem Zeltplatz dein Lager aufzuschlagen und mit "leerem" Fahrrad hinzufahren oder jemanden das Fahrrad zum aufpassen anvertrauen. Z.b. einen Verkäufer.

Auf Zeltplätzen kann man sein Zelt nach meinen Erfahrungen immer, auch für mehrere Stunden, zurücklassen. Der Radreisende Tilmann Walthaler schrieb mal, dass er ein kleines Radio laufen hätte, wenn er das Zelt für einige Zeit verlassen hat.

Asonsten das Fahrrad unbedingt immer anschließen, auch wenn es nur Sekunden sind, die du Wegbist.

Auf Gottvertrauen würde ich nicht bauen. Wenn dein Rad und dein gesamtes Equipment weg sind, dann ist dies zu spät.

Pitlock ist eine tolle Sache, besonders würde ich die Bremsen und den Vorbau mit Pitlock schützen. Laufräder mit einem langen Stahlkabel. Pitlocks für die Naben gehen leider immer wieder auf und man fährt mit losem Hinterrad!! Pitlock für die Sattelklemme geht auch nicht, da es sich auch hier lockert und der Sattel langsam einsinkt. böse