Re: Gebrochene Schraube am Kettenblatt???

von: irg

Re: Gebrochene Schraube am Kettenblatt??? - 30.03.20 09:30

In Antwort auf: BaB
In Antwort auf: irg

Ich bin schon überzeugt:

Du trittst bergauf mit der Kraft X in die Pedale. Die Länge des Kraftarmes, über den du die Kraft einleitest, sowie die Kraft bleibt dabei immer gleich, egal, wie lange der Kraftarm, mit dem du auf die Kette überträgst, ist. Mit dem Kettenblatt, das den halben Durchmesser als die Kurbel hat, ziehst du daher mit der doppelten Kraft an der Kette, 2X. Wenn das Kettenblatt nur mehr ein Viertel der Kurbellänge hat, ziehst du mit der vierfachen Kraft, 4X.

Das passiert nach der Formel "Arbeit ist Kraft mal Weg." Viel Weg durch großen Kraftarm bedeutet wenig Kraft, wenig Kraft durch kleinen Kraftarm bedeutet viel Kraft. Deshalb schaltest du bergauf auf ein kleineres Kettenblatt. Und diese Kräfte wollen durch die Schrauben übertragen werden. Je kleiner das Kettenblatt, desto größere Kraft auf den Schrauben. Sie sitzen ja auch weiter innen als bei einem großen.

Ich bin jetzt allerdings nicht ganz überzeugt... schmunzel zwinker
Es geht ja um die Belastung der Schrauben (es fehlt im ja eine an der Kurbel). Die eingeleitete Kraft am Tretarm ist immer gleich an der Kurbel, soweit sind wir uns einig, denke ich. Die Kraft, die auf die Schrauben wirkt, die näher an der Achse sind (kleines KB, LKR 64mm), sind größer als die Kraft auf die Schrauben, die weiter weg sind (mittleres und großes KB, LKR 104mmm). Das hatte pit15 ja schön anschaulich geschrieben, wenn du "Radius des Kettenblatts" durch "Radius der Kettenblattaufnahme (Verschraubung)" ersetzt:
In Antwort auf: pit15
Vielleicht wird es anschaulich, wenn man sich Hebellängen verdeutlicht:

„x“ ist Tretlager, also der Drehpunkt, rechts mit 5 Strichen die Kurbel (z.B. 170mm) angedeutet, links der Radius des Kettenblatts.

- - x - - - - -

- x - - - - -

Wie groß dass daran befestigte Kettenblatt ist, ist doch unerheblich, da sich die Kraft auf die Schrauben nicht ändert. Dass das Kette auf einem größeren Blatt mehr Weg zurück legt, dafür mit aber auch weniger Kraft, ist natürlich richtig, (Auch ein Grund warum man mit großen Kettenblättern und Ritzeln einen geringeren Kettenverschleiß hat), aber das ist hier doch egal, oder stehe ich jetzt völlig auf dem Schlauch?
Die Aussage, dass die Kettenblattschrauben für das kleinere KB größere Kräfte übernehmen durch den kleineren Hebelarm ist natürlich richtig.


Stimmt, das habe ich einen Fehler gemacht. Es geht natürlich um die Nähe der Schrauben zur Achse und nicht um die Größe des Kettenblattes. Wobei die Schrauben des kleinsten Blattes immer relativ nahe an der Achse sein müssen, verglichen mit denen der anderen beiden Blätter. Deshalb denke ich, dass das Risiko, dass die verbliebenen 3 Schrauben die Last nicht mehr übertragen können, beim kleinsten Blatt höher sein muss als bei den größeren. Vom Risiko, dass sich ein Kettenblatt verbiegen kann, haben wir da noch nicht gesprochen....

lg!
georg