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#769842 - 06.11.11 22:03 Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg
motion
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 239
Dauer:9 Tage
Zeitraum:21.10.2011 bis 29.10.2011
Entfernung:1100 Kilometer
Bereiste Länder:

Gleichzeitig zu den Outdoorseiten möchte ich meinen Reisebericht auch hier in Kopie rein stellen.

Freitag 21.10.:

Auf der Autobahn geht es nach Crimmitschau, um von da aus weiter zu fahren. Auf der Autobahn bleibt genügend Zeit um über mein Vorhaben noch ein bissl nach zu denken. Die Wetteraussichten sind nicht schlecht, nur a bissl kühl soll es werden. Tagsüber sind nicht mehr als 10 Grad gemeldet und nachts gehts ganz gut schon in den Minusbereich. Und ich will mit Zelt los ziehen? :roll: Auch stelle ich mir die Frage ob meine doch recht optimistische Kilometerplanung Bestand haben wird oder ob ich zu optimistisch geplant habe. Die Sonne geht erst ca 8 Uhr auf und bereits 17 Uhr wieder unter. Bei 160 km Tagesschnitt die ersten 4 Tage bleibt da nicht viel Luft zur Pause mit gerechneten 20 km pro Stunde. Naja schaun wir mal und lassen es auf uns zu kommen. 18 Uhr geht mein Zug von Glauchau Richtung Dresden und dann weiter nach Zittau wo mich Atze1407 abholen wird und ich noch eine warme Nacht haben werde. Ab in den Zug und schon passiert was passieren musste. Typische Klischeedeutsche blockieren das Fahrradabteil. Der ganze Zug ist leer und auf meine freundliche Nachfrage ob sie sich nicht ins normale Reiseabteil setzen könnten, wird störrisch und abweisend geantwortet: Nein mit den großen Koffern bleibe man hier :motz::motz::motz: Also bleibt mir keine andere Möglichkeit als mein Fahrrad zu halten und zu stehen. Irgendwann finde ich dann eine Möglichkeit mein Fahrrad halbwegs an zu lehnen. Allerdings streift dabei mein Vorderrad wieder deren Koffer. Sofort wird dieser weggezogen und mein Fahrrad kann ich gerade noch so vor umkippen retten. Ein Ausländer im selben Abteil bekommt meine missliche Lage mit und ist so nett und stellt seinen Koffer extra hin, damit mein Rad hält. Ich bedanke mich recht herzlich und zolle meinen Respekt für die Aktion. Natürlich freue ich mich dann noch über das Babygeschrei was die 2 Deutschen jetzt etwas beengter sitzend sichtlich nervt grins Wer im Glashaus sitzt.... :lol: Naja irgendwann steige ich in Dresden aus, baue noch neue Bremsbeläge ans Hinterrad und dann gehts ab in den Zug nach Zittau. Ein freies Fahrradabteil hebt die Stimmung merklich. 21.00 Uhr steige ich in Zittau aus und Atze steht schon Gewehr bei Fuß um mich abzuholen. Es ist merklich kühler und nach der Zugfahrt friere ich erstmal fürchterlich auf dem Rad. Schnell noch einen Döner geholt und schon gehts weiter. Einen netten ABend bei Atze beende ich dann gegen 24 Uhr, um rechtzeitig 6 Uhr aus dem Bett zu kommen. AB gehts in den Schlafsack....

Bahnhof Glauchau:


Tag 1: Samstag 22.10.11
Tagestour: Zittau - Guben
gefahrene km: 166 km
reine Fahrzeit: 7,55 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 21 km/h

Erbarmunglos klingelt morgens 6 Uhr der Wecker. Draußen ist es noch dunkel, nebelig und kalt. Verdammt was will ich hier. Eigentlich wollte ich doch einen gemütlichen Radurlaub machen, bei schönem warmen Herbstwetter. Und jetzt steh ich hier. Atze ist schon auf und leiht mir seinen Kocher, um meinen nicht raus holen zu müssen. Ein paar Schwätzchen noch und schon vertrödel ich meine Zeit am ersten Tag. Eigentlich wollte ich ja 7.30 Uhr starten. Kurz nach 8 gehts dann endlich los. Raus gehts, das Fahrrad beladen und verdammt nochmal ist das kalt :roll:

Start vor Atze´s Haus


Zum Glück ist Zittau nicht zu flach und so geht es im Morgengrauen zum warmradeln auch mal bergauf. Erst durch die Stadt und relativ bald über erste Radwege Hirschfelde. DIe Kälte macht einen munter und nach nicht all zu langer Zeit sehe ich aus wie ein Schneemann. Der Nebel setzt sich als Rauhreif auf meiner Kleidung nieder und verwandelt mich von schwarz zu weiß.

Kurz nach Zittau:


Kurz nach Hirschfelde geht es das erste Mal runter zur Neiße und die rsten Sonnenstrahlen erblicken das Licht des Tages. Gemütlich geht es entlang des Flußes durch bunt gefärbte Laubwälder. Die Ruhe die ich jetzt habe, sollte mich die ganze Woche über begleiten.



Relativ schnell folgt das Kloster Marienthal



In Ostritz zeigt sich der Herbst von seiner schönsten Seite



Herbstimpressionen



Schaufelradbagger in Hagenwerder



Weiter gehts mit vollem Elan Richtung Görlitz. Erst noch an der Neiße entlang zeigen sich schöne Blicke auf die Stadt, später geht es durch enge kleine Gässchen weiter.







Ab Görlitz geht es dann etwas abseits der Neiße durch kleine verschlafene Dörfchen. Die Zeit scheint hier still zu stehen. Im Vergleich zu dem was noch kommen sollte in Meck Pom, aber noch die Blüte des Lebens grins Der nächste tolle Punkt war die Kulturinsel Einsiedel. Scheinbar haben hier viele Leute zuviel Zeit gehabt, auf jeden Fall haben sie hier ein riesiges kreatives Areal angelegt. Hier steht Deutschlands erstes Baumhaushotel und es gibt eine riesige Auswahl an selbstgefertigen Spielgeräten und Erlebniswelten, alle samt aus Holz. EIne andere Welt tut sich hier auf.



In Pechern, namensgebend für den Ort war die frühere Pechgewinnung, steht eine ganz schmucke kleine alte Fachwerkkirche. Die ersten Erwähnungen der Kirch gehen bereits auf das Jahr 1593 zurück.



Weiter gehts richtig Bad Muskau. Zwischenzeitlich sind mir die Getränke ausgegangen, da ich nicht viel mitgenommen habe. Die einsame Prärie der Oder Neiße hatte ich wohl etwas unterschätzt :roll: Kein einziger Laden in den vergangenen Stunden und dann komme ich kurz vor Bad Muskau auf einen bereits seit 1 Stunde geschlossenen Dorfladen. Also klingel ich neben dem Markt und erwische die Besitzer. Freundlich sperrt man mir auf und ich kaufe mir Nachschub. Frisch aufgetankt erreiche ich wenig später Bad Muskau. Hier sind bereits 100 km geradelt und ich entschließe mich eine Pause einzulegen. Bestellt wird Schnitzel mit Pommes direkt im Biergarten vor der Oder Neiße Brücke. Zick Menschen kommen hier mit vollbepackten Tüten aus Polen und freuen sich über Ihr Textilschnäppchen :grrr: Naja beim ersten Biss in das Schnitzel fällt mir fast das Kinn auf den Boden. Ein abartiges Pressschitzel, zusammengeklebt nach modernsten Industriestandards. Bestellt ist es und bezahlt auch, Hunger hab ich auch, also würge ich es irgendwie runter. Gut bekommen tut mir es nicht. Abends habe ich immer noch keinen richtigen Hunger und auch am nächsten Morgen liegt es mir noch schwer im Magen. Nie wieder so nen Mist. Da lieber Wasser mit Brot denke ich mir :roll: Nach meiner Pause geht es noch durch den Fürst Pückler Park. Klasse saniert, ist es hier einfach schön durch zu fahren. Das Schmuckstück des Parkes bildet natürlich das Schloss.



Mit nur noch 60 km oder 3 h Fahrzeit nehme ich den restlichen Tag in Angriff. Immer entlang der Neiße oder durch einsame Dörfer geht es jetzt Richtung Brandenburg. Es wird einsamer und einsamer und noch immer habe ich trotz des tollen Wetters keinen anderen Radler getroffen. ALlein auf weiter Flur kämpfe ich mich nordwärts. Ab und zu führt der Weg durch dicht bewachsene Allen.



Ein Wasserkraftwerk im letzten Licht des Tages



Die ersten Wegweiser mit Guben tauchen auf und ich freue mich endlich meinem Tagesziel näher zu kommen. Die Sonne ist auch schon so gut wie am Horizont verschwunden und es wird Zeit das Zelt auf zu schlagen. Kurz vor Guben frage ich bei einem älteren Ehepaar nach Wasser. Er rennt los und bringt mir ein Glas Wasser. ;-) Ein kleines Missverständnis, denn ich wollte eigentlich meinen Wassersack gefüllt haben. Ich erkläre kurz meinen PLan und dann geht es noch ein kurzes Stück weiter. Relativ schnell habe ich dann 17.30 Uhr das passende Fleckchen für mein Zelt an der Neiße gefunden und baue es auf. Gemütlich richte ich mich ein. Es eilt ja nicht. Die Nacht bricht an und der Nebe zieht ein. Bereits 8 Uhr hat sich der erste Rauhreif gebildet. Also wird die Nacht nicht warm ;-) Ich verkrümel mich in meinen Schlafsack, schreibe noch was und dann geht auch schon das Licht aus.....




Geändert von motion (06.11.11 22:08)
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#770094 - 07.11.11 22:12 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
motion
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Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 239
ist es hier im Forum eiegntlich besser, den kompletten Reisebericht in einem Post zu haben oder für jeden Tag einen Post?
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#770097 - 07.11.11 22:27 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
Dietmar
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6412
Ich finde es zusammenhängend besser, da in einem Rutsch zu lesen, ist aber Geschmackssache. In einem Beitrag funktionieren aber nur 52 Fotos. Kommt also drauf an, wie lang Dein Bericht werden wird.

Es macht sich auch gut, wenn man das Ganze zunächst in Word einhämmert und die Rechtschreibprüfung nutzt. schmunzel Anschließend mit Guttenberggriff übertragen.

Gruß Dietmar

Geändert von Dietmar (07.11.11 22:30)
Änderungsgrund: Erg.
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#770101 - 07.11.11 22:38 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: Dietmar]
motion
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Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 239
In Antwort auf: Dietmar
Ich finde es zusammenhängend besser, da in einem Rutsch zu lesen, ist aber Geschmackssache. In einem Beitrag funktionieren aber nur 52 Fotos. Kommt also drauf an, wie lang Dein Bericht werden wird.


danke der Info, dann werden es wohl mehrere Post´s schmunzel

Zitat:
Es macht sich auch gut, wenn man das Ganze zunächst in Word einhämmert und die Rechtschreibprüfung nutzt. schmunzel Anschließend mit Guttenberggriff übertragen.

Gruß Dietmar
Ist es so schlimm? Dachte das ich da recht fit bin....
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#770102 - 07.11.11 22:39 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
motion
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Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 239
Tag 2: Sonntag 23.10.2011
Tagestour: Guben - Hohensaaten
gefahrene km: 164 km
reine Fahrzeit: 7,54 h
Durchschnittsgeschwindkeit: 21 km/h

6 Uhr klingelt erbarmungslos der Wecker. Es ist noch stockdunkel, kuschelig warm in meinem Schlafsack und ich habe so gar keine Lust auf zu stehen. Draußen ist es verdammt kalt und da ich nachts vergessen habe die Lüfter vom Zelt zu öffnen, habe ich morgens eine schöne Tropfsteinhöhle im Zelt. Ich drehe mich nochmals für 10 Minuten um und lasse alle Fünfe gerade sein. Irgendwann aber muss ich dann doch mal aufstehen, um meine Etappe zu schaffen. Die Tagesdauer wird ja schließlich nicht länger. Erstmal trockne ich das Zelt von innen mit meinen Handtuch, bevor ich mich aus meinen Schlafsack mehr oder weniger freiwillig pelle. Als ich das Zelt aufmache, kommt mir erstmal eine schöne Ladung Kaltluft entgegen. Das ganze Zelt und auch das Rad ist vom Nebel vereist. Schnell ziehe ich meine Sachen an und lege mich wieder in den Schlafsack um etwas zu Essen und trinken zu kochen. Danach geht es ans packen. Da es erst dämmert, kann ich natürlich nichts trocknen. So probiere ich das ganze Eis vom Zelt abzuschütteln und dann kommt es tiefgekühlt ab in den Packsack.





Kurz nach 8 ist dann alles verstaut und ich probiere mich noch fernab der ersten Sonnenstrahlen warmzuradeln. Ein kurzes Stück später fahre ich durch Guben. Wer Lust hat kann sich bei Herrn von Hagen hier plastinieren lassen. Ich bin auf jeden Fall noch viel zu früh dran, um diesen Herrn einen Besuch abzustatten. Erste Sonnenstrahlen stärken das Wohlbefinden, wobei die Sonne nicht wirklich die Kraft hat, einen zu wärmen.



Weiter geht es auf Deichen Richtung Ratzdorf und den Oderbruch, eine Gegend die seit dem Oderhochwasser eigentlich jeder kannt. In Ratzdorf mündet dann auch schließlich die Neiße in die Oder. Wer mein Bild mit dem des Hochwassers vergleichen möchte, hier der Link: http://www.google.de/imgres?imgurl=http:...um=1&itbs=1



Naja weiter geht es immer auf den Deichen entlang Richtung Frankfurt Oder. Es ist einsam, keine Menschenseele ist um die Zeit draußen. Nur ein verrückter Reiseradler grins Viel zu sehen gibt es nichts, außer Natur, Natur und nochmals Natur. Felder wechseln sich mit kleinen Wäldern links der Deiche ab. Rechts der Deiche ist die Oder mit ihren recht weiträumigen Auslaufflächen. Vögel sind die einzigen die hier die Ruhe stören. Die gibt es in Hülle und Fülle hier. Ein kleines Paradies für Wildgänse die momentan in ihr Winterquartier ziehen, Grünspechte, Reiher, Enten, Schwäne und jede Menge andere Arten. Auf meinem Weg passiere ich noch vor Frankfurt die Brücke nach Eisenhüttenstadt. Ein toller Blick gibt sich auf die Altstadt frei.



Kleine Industrieruine kurz hinter Eisenhüttenstadt



Weiter führt die Fahrt nun Richtung Frankfurt, wo ich eine kleine Pause einlegen möchte. Noch immer ist es relativ früh, aber die ersten Cafe´s und Bäcker haben hier wenigstens zum Sonntag schon geöffnet. Ich nehme gleich das erst Beste und bestelle 2 Stück Kuchen und ein Kakao. Macht 6,10 Euro und ich bin erstmal geschockt. So teuer ist es nicht mal im Westen :ignore: Naja ich habe Hunger, das Schnitzel von gestern grüßt ab und zu immer mal noch recht freundlich und so lasse ich mir den Kuchen schmecken. Nach 20 Minuten gehts dann weiter Richtung Hohenwutzen. An größeren Städten kommt jetzt nichs mehr. Nur noch die einsame Weite des Oderbruchs. Mal auf dem Deich, mal neben dem Deich oder ein Stück entfernt von der Oder geht es weiter Richtung Norden. Im großen und ganzen lässt sich der Weg mit den folgenden 2 Bilder ganz gut beschreiben





So langsam nähert sich meine Tachonadel der 160 km Grenze und das heißt bald da grins Die Sonne geht schon wieder unter, noch bevor ich Hohenwutzen, mein eigentliches Ziel für heute, erreicht habe.



Nebel kommt schon wieder auf und es wird merklich kühler. Wo will ich heute schlafen, auf jeden Fall nicht im Zelt habe ich schon während der Fahrt beschlossen. Heute soll es nach der Variante von User Starckbier gehen. Einfach bei den Leuten klingeln und mal schauen was passiert. In Hohenwutzen probiere ist es 3/4 mal und erhalte überall eine Absage. Zur Sicherheit lasse ich mir meinen Wassersack füllen und fahre noch in der Dämmerung weiter Richtung Hohensaaten. Hier möchte ich es weiter probieren, bevor ich dann doch das Zelt aufschlagen würde. Das Dörfchen ist nocht groß und auch die ersten 2 Versuche scheitern. Ich möchte schon zum zelten fahren, als ich einen Zaun sehe an dem ein Trinkwasserhahn angebracht ist. Den Versuch gebe ich mir noch entschließe ich mich. Eine ältere Frau öffnet mir die Tür. Ich erkläre mein Vorhaben und sie geht zu ihrem Mann und spricht es kurz ab. Beide kommen wieder und bieten mir die Hobbylaube an. Beheizt und mit Bett. Was will man mehr. Schnell mache ich es mir gemütlich, breite mich aus und lasse die Sachen trocknen. Eine Dusche bekomme ich auch noch und so wird es ein gemütlicher Abend bei 20 Grad. Trotzdem entgleite ich schon in das Reich der Träume noch vor 23 Uhr.


Geändert von motion (07.11.11 22:47)
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#770107 - 07.11.11 22:47 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
Dietmar
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6412
In Antwort auf: motion
Zitat:
Es macht sich auch gut, wenn man das Ganze zunächst in Word einhämmert und die Rechtschreibprüfung nutzt. schmunzel Anschließend mit Guttenberggriff übertragen.

Gruß Dietmar
Ist es so schlimm? Dachte das ich da recht fit bin....



Nee, so schlimm ist es nicht, sonst würde ich nicht weiterlesen. schmunzel Aber es gibt immer noch Steigerungsmöglichkeiten. Den Rest per PN.

Nur nebenbei: Was ist eine Oder-Neiße-Brücke? träller

Gruß Dietmar
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#770296 - 08.11.11 22:39 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: Dietmar]
motion
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abwesend abwesend
Beiträge: 239
Tag 3: Montag 24.10.11
Tagestour: Hohensaaten - Ueckermünde
gefahrene km: 167 km
reine Fahrzeit: 8,22 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 20 km/h

Heute klingelt der Wecker mal wieder 6 Uhr, aber ich komme pünktlich raus. Viele Sachen hatte ich schon vor gepackt. Somit konnte ich den Morgen entspannt mit Grießbrei und Tee kochen verbringen. Schnell das jetzt trockene Zelt verpacken und ab in die Radelkluft und schon kann es wieder on the road gehen. Bereits 7.30 Uhr rollen die Laufräder wieder gen Norden. Es ist noch fast dunkel, doch von sternenklarem Himmel ist heute weit und breit nichts zu sehen. Nebel und ein recht starkes Lüftchen, noch von hinten, lassen einen kleinen Vorgeschmack auf den heutigen Tag entstehen.

Meine Gastgeber gaben mir noch ein paar kurze Tips zum Umfahren der Baustelle in Hohensaaten und kurze Zeit später befinde ich mich an den Schleusen und fahre auf dem Damm zwischen Oder und einem Schiffskanal weiter. Es ist grau in grau und leider wird mich das die nächsten Tage noch ein bisschen begleiten. Ganz im Gegensatz zu dem was der Wetterbericht gemeldet hat.

In Stolpe angekommen, halte ich einen Ausblick auf die alte slawische Wallanlage mit einem der ältesten erhaltenen Wohntürme, dem Stolper Turm, aus dem 13. Jahrhundert.



Ab hier steht plötzlich ein Umleitungsschild für den Radweg. Ein kurzes Blick auf die Karte und ich habe nicht wirklich Lust den ziemlich weit scheinenden Umweg zu fahren. Also fahre ich nach Stolpe hinein, um mal nach zu fragen. Eine Anwohnerin sagte, kein Problem kann man sich problemlos durchschlängeln. Gesagt getan. Ich fuhr weiter. Nach ein paar Kilometern kam die Baustelle und entpuppte sich als komplettes Deichsanierungsprogramm. Bagger gruben alles um und es gab nicht wirklich eine Möglichkeit sich durchzuschlängeln. Aber zurück fahren und noch dazu den Umweg war mir zuviel. Somit blieb nur noch die Wahl, die Baustelle schiebend zu durchqueren. Ein bisschen Klärungsbedarf beim Baggerfahrer hatte ich schon, aber der Weg wurde mir ja von Einheimischen empfohlen. 300 Meter weiter und eine 1/4 h später war die erste Baustelle überwunden. Bei Criewen will ich weiter fahren und sehe schon die nächste Baustelle. Nein nicht noch mal denke ich mir und wechsle die Flussseite und fahre einen kleinen Umweg weiter.

Mittlerweile fahre ich Schwedt entgegen und habe Hunger. Der Rückenwind hat auf Gegenwind gedreht und erschwert das vorwärts kommen. Ich bin froh eine kleine Frühstückspause machen zu können. Für das erste Kaffee bin ich halb 10 noch zu früh dran. Erst 10 Uhr geht es hier los. Also suche ich weiter, frage 2 Passanten und finde doch noch eine Bäckerei.



Gestärkt geht es weiter gegen den Gegenwind. Noch geht es an der Oder entlang, aber spätestens ab Mescherin ist es Schluss mit gemütlichen an der Oder radeln. Es geht ab ins Landesinnere und die Wege werden hügeliger und nicht mehr so schön geteert wie noch am Fluss. In Mescherin entschließe ich mich über eine kurze Alternativroute um die Salvey Mühlen mit zu nehmen. Hierbei handelt es sich um Mühlen die vor über 750 Jahren erbaut wurden und mit Wasserkraft betrieben wurden. Heute steht nur noch ein und wird touristisch genutzt. Der kleine Umweg bedankt sich mit feinstem Kopfsteinpflaster und bestem löchrigen Feldweg.







Hoch und runter, meist mit Gegenwind, geht es zum Schloss in Penkun. Spätestens ab verlassen der Oder fährt man nur noch durch kleinste Dörfer. Alles sieht aus, als hätte man das Rad der Zeit angehalten. Kaum Leben ist zu sehen, nur ein paar Häuser in denen man ab und an mal einen Menschen erspähen kann.



Die weiteren Kilometer sind schnell erzählt. Es geht durch eiszeitliche Moränenlandschaften. Hier und da liegen Findlinge in der Landschaft herum, riesige Felder, ab und an mal ein paar kleine verschlafene Dörfchen, man trifft und sieht kaum jemanden. Kurz nach Pampow gibt es 2 Möglichkeiten den Weg zu fahren. Ich klingel mich sicherheitshalber durch um nicht den falschen Weg zu fahren. Und es war gut so, laut Auskunft der Anwohnerin wird der von mir bevorzugte rechte Weg unfahrbar. Also geht es auf der linken Variante weiter.





Kleine Episode am Rande: In Löcknitz, glaube ich, gab es einen kleinen Tante Emma Laden. Ich wollte mir nur etwas zu trinken holen. Alles in Allem knappe 3 Euro musste ich zahlen. Mit einem 5 Euro Schein überforderte ich die Verkäuferin. Sie musste Ihren Laden schließen und erst mal zur Bank laufen, um Wechselgeld zu holen. Sachen gibts....
Die letzten Kilometer vorm Stettiner Haff sind die ersten, die mal länger auf Schotter und Waldwegen verlaufen. Mitten durch den Wald und ich fühle mich im hintersten Teil von Finnland. Mitten im nirgendwo. Mit erschrecken musste ich feststellen, das mein Handy weg ist. Ich ließ es sperren. Von meiner Freundin erfuhr ich am Abend, das es noch ehrliche Finder gibt und das es schon auf dem Weg nach Hause ist.

Noch vor 17 Uhr treffe ich in Warsin ein und gönne mir eine Fischsemmel, bevor ich die letzten Kilometer in Angriff nehme. In Bellin sehe ich ein Schild mit der Aufschrift: Pension 15 Euro pro Nacht frei. Eine Aussage, an die ich mich später noch schmerzhaft erinnern sollte. Ich wollte unbedingt noch ans Stettiner Haff nach Ueckermünde und dachte ich finde schon eine Übernachtung.







17.30 Uhr fiel die Stadt und mit ihr der erste Teil der Tour. Jetzt geht es wieder nach Hause. Um die Zeit hatte natürlich keine Touristeninfo mehr auf. Also geht es auf Zimmersuche. Nach dem ganzen Gegenwind und ohne Sonne hatte ich nicht wirklich Lust zu zelten. Allerdings Schilder wie in Bellin sah ich keine mehr. Zurück fahren war keine Option, da es über die Bundesstraße ohne Radweg und ohne Licht am Rad geht. Viele Pensionen die ich noch finde vermieten nicht mehr, da sie keine Heizungen haben. Die die noch vermieten wollen für das einfachste 35 Euro was ich maßlos überteuert finde. Mein klingeln an Haustüren entpuppt sich als wahrer Flop hier. Nach 15 Versuchen lasse ich es. So stehe ich noch 19 Uhr ohne Quartier da. I hate it. Also wieder zurück und dann sehe ich ein unscheinbares Schild für Ferienwohnungen. Auch hier alles voll. Aber er hat einen Tip und 200 Meter weiter wäre jemand, der etwas haben könnte. Er ruft kurz an und es ist frei. Endlich. Aber es ist kein Zimmer sondern ein im Garten fest installierter Wohnwagen mit allen drum und dran. Gesamtlänge 9 Meter. Ich verhandel den Preis auf 20 Euro und beziehe den noch kalten Wohnwagen.

Da sowohl Wasser als auch Wohnwagen noch aufheizen muss, gehe ich zur Feier des Tages zum Italiener. Ich bin der einzige Gast und bestelle mir ein Pizzabrot und eine Pizza. Allerdings musste ich beim servieren feststellen, das das Pizzabrot bereits eine ganze Pizza ist und bekommen mit hängen und würgen mein bestelltes Essen runter. Danach gehts wieder zurück. Ich brauche noch Geld um morgen den Wohnwagen zahlen zu können. Und hier geht meine heutige Misere weiter. Die Raiffeisenbank akzeptiert gar keine Kreditkarten an ihren Automaten und auch bei der Sparkasse wird diese nicht angenommen. Somit habe ich noch ganze 5 Euro im Geldbeutel...

Geändert von motion (08.11.11 22:40)
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#770311 - 08.11.11 23:05 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
Patkerman
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 138
Schön schmunzel

Ich freu mich auf die Fortsetzung.
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#770534 - 09.11.11 20:58 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: Patkerman]
motion
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 239
Tag 4: Dienstag 25.10.11
Tagestour: Ueckermünde - Eberswalde
gefahrene km: 143 km
reine Fahrzeit: 7,40 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,7 km/h

Nachdem ich gestern mein Handy verloren habe, weckt mich heute morgen mein I Pod. Zum Glück haben mittlerweile alle Geräte irgend eine Weckfunktion. Sachen packen und anziehen geht schnell. Danach noch gemütlich frühstücken und mir überlegen wie ich dem Vermieter mein Geldproblem schildere. Als er kurz vor 8 kommt entschuldige ich mich in aller Form und wie peinlich mir es ist. Habe schon einen Zettel mit meinen Daten usw. vorbereitet, so dass er ganz gut darauf reagiert. Er sagt das kann jedem Mal passieren und gibt mir seine Bankverbindung. Ich verspreche es ihm bei meiner Ankunft in 5 Tagen zu überweisen. Somit habe ich wieder eine Sorge weniger.

Die meisten km bis Prenzlau machen nicht wirklich viel Spaß. Zumeist verläuft der Radweg neben oder direkt auf der Bundesstraße. Nach den doch sehr ruhigen letzten Tagen ist es schon eine Umstellung. Darüber hinaus fährt man noch eine gefühlte Ewigkeit am Truppenübungsplatz Drögeheide entlang. Das Grau in Grau beim Wetter und der wieder wehende Gegenwind tragen nicht gerade zum blühenden Leben bei. Nun gut, ich kämpfe mich durch.

Eggesin



vor Torgelow



In Prenzlau wird mal wieder zum Frühstücken gestoppt. Natürlich muss auch die Stimmung ein bisschen gehoben werden, da die letzten km seit Ueckermünde doch recht bescheiden waren. Erst geht es noch ein bisschen durch die Stadt, bevor ich beim Bäcker im Netto stoppe. Ich bestelle ein lecker belegtes Baguette, einen Kuchen und einen Kakao und bin unter 5 Euro los. Endlich wieder normale Preise. Genüsslich lasse ich mir alles schmecken. In der Zwischenzeit zieht auch der Nebel etwas auf und die Sonne kommt endlich mal wieder raus.







In Prenzlau ließen sich auch meine Geldprobleme lösen. Die dortige Commerzbank akzeptierte alle Karten und somit hatte ich wieder Bares zur Verfügung. Aus Prenzlau raus ging es am Unteruckersee. Dabei hat man einige tolle Blicke zurück auf die Stadt.



Von hier aus bis kurz vor Eberswalde folgt eine der für mich schönsten Abschnitte auf meiner 1 wöchigen Radtour. Meist ist man auf sehr einsamen Wegen unterwegs. Mal entlang von kleinen Straßen, mal entlang schön gelegener Seen oder auch durch alte, toll eingefärbte Buchenwälder.

Aussicht auf den Oberruckersee



Ab Warnitz geht es dann über schön ausgebaute Plattenwege gen Süden weiter. In Stegelitz zweigt der noch gute Weg in den Wald ab. Eine alte längst zugewachsene Pflastestraße führt hier hinauf Richtung Steinhöfel. Toll, einsam und richtig schön anstrengend. Ab Steinhöfel wähle ich die westliche der 2 möglichen Routen, nicht ohne mich vorher bei den Locals nach dem Zustand zu erkundigen. Eine richtig gute Wahl. Auf alten festgefahrenen Sandwegen geht es durch tiefe alte Wälder. Keine Menschenseele trifft man hier. Wenn was mit dem Rad ist, könnte man glaube ich ewig auf Hilfe warten.







Nach einer gefühlten Ewigkeit erreiche ich mit Glambeck wieder menschlich bewohntes Gebiet. :-)



Von da aus geht es weiter auf tollen Wegen Richtung Joachimsthal, der eigentlich Endstation für heute. Da ich aber über Couchsurfing eine Übernachtung in Eberswalde gefunden habe, geht es noch ein Stück weiter. Nach Jochimsthal verlasse ich den Berlin Usedom Radweg. Mein Plan ist es rechts entlang des Werbellinsees Richtung Stadt zu fahren. Dummerweise verpasse ich den Abzweig bzw. folge der Straßenbeschilderung nach Eberswalde und so werde ich über die viel befahrene B2 geleitet. Tolle Landschaft aber ein Haufen rücksichtsloser Autofahrer. Besonders die SUV Fahrer heben sich durch absolutes ar......lochverhalten hervor. Ohne Abstand mit 100 und Gegenverkehr an einem vorbei. Der Wahnsinn. Ich bin heilfroh in Eberswalde ohne Schrammen angekommen zu sein. Heute endlich mal ohne Zimmer suchen pünktlich 17 Uhr eine Unterkunft haben. Klasse. Meine Unterkunft für heute ist eine 5 köpfige WG mit Hund. Wir essen und quatschen zusammen und irgendwann gegen Mitternacht geht es ab in den Schlafsack.

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#770861 - 10.11.11 23:04 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
motion
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 239
Tag 5: Sonntag 26.10.2011
Tagestour: Eberswalde - Berkenbrück
gefahrene km: 136 km
reine Fahrzeit: 7,24 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,4 km/h

Heute gönne ich mir ein bisschen Schlaf und lasse den Wecker erst 6.30 Uhr klingeln. Immer noch früh genug, aber immerhin. Das meiste ist schon vorgepackt und so geht es ans gemütliche Frühstück kochen. Wie immer gibt Grießbrei mit verschiedenen Trockenfrüchten angerührt. So langsam wird es heller und was man sieht ist nicht einladend. Grau in Grau, dazu ein bisschen Regen und Wind. Ein weiterer Tag ohne Sonne. Ich vertrödel mich natürlich mit Quatschen und komme erst 8.45 Uhr los. Um auf den Radweg zurück zu kommen, wähle ich die schnelle Variante über die Bundesstraße. Es gibt auch den Eiszeitradweg, aber leider ist sie nicht komplett auf meiner Karte und der Regen hält mich auch von Experimenten ab. Die Kilometer bis Biesenthal sind schnell geradelt und schon bin ich wieder auf meiner Route.

Auf dem Weg weiter Richtung Bernau lässt der Regen nach. Was bleibt ist mal wieder Gegenwind, aber daran habe ich mich ja schon gewöhnt. Bernau ist ein schönes altes Städtchen, umgeben von einer großen Stadtmauer und dem ein oder anderen interessanten Gebäude.





Ab nun geht es weiter in die Hauptstadt. Gestern noch tiefstes Hinterland in Meck Pomm und heute stehe ich in einer Stunde auf dem Alex, werde über die Museumsinsel fahren und mich durch den Großstadtdschungel kämpfen. Was für ein Kontrastprogramm. Die Fahrt in die Innenstadt wird anders als gedacht. Anstatt Großstadtdschungel geht es durch Parks, entlang von kleinen Flüssen, durch gemütliche Wohnsiedlungen und man merkt gar nicht in Berlin zu sein.



Ab Pankow kann ich das erste Mal den Fernsehturm sehen. Es scheint nicht mehr weit zu sein, nur noch 5 bis 7 km. Erst ab hier beginnt man, am vollen Stadtleben teil zu haben. Eigentlich wollte ich einen Döner essen, anstatt meiner mittlerweile bewährten Radlmahlzeit. Aber irgendwie findet sich in der Hauptstatt der Döner kein einziger Stand im vorbei fahren.



Also geht es erstmal hungrig weiter zur Museumsinsel, welche gleichzeitig den Endpunkt meiner Berlin Usedom Radweg Reise bildet. Ab jetzt geht es auf das letzte Teilstück meiner Reise dem Spreeradweg. Zu lange halte ich mich nicht in der Innenstadt auf, da ich hier schon einige Male war.








Das Raus fahren aus Berlin stellt sich dann ein bisschen schwieriger an als das Rein fahren. Besonders schön ist es entlang der East Side Gallery zu fahren, einem Ort an dem ich noch nicht war. Tolle Kunstwerke sind hier entstanden.





Oberbaumbrücke



Noch immer knurrt der Magen und als ich über die Brücke war, kam mir der erste Dönerladen in Berlin entgegen. Schnell rein und endlich Essen. Für 3 Euro plus eine Pizzaecke werde ich gut satt und es kann weiter gehen.
Durch den Plänterwald geht es entlang der Spree. Als ich dachte es geht wieder über die Brücke auf die andere Seite staunte ich nicht schlecht, als nur ein Fährableger da war. Nachdem ich schon in Berlin genug Zeit verloren hatte, schaute ich nun auf den Fährplan. Zum Glück ging die nächste in 5 Minuten und so konnte mein Rad auch mal ein paar Meter mitfahrend erleben.



Bei der Rausfahrt wird es mal wieder grauer und ab und an begleitet mich ein bisschen Regen. Durch die Parks in Köpenick, entlang des Müggelsees(von dem man aber nicht viel sieht)geht es nun nach Erkner. Spätestens ab ab dem Ort hat einen das Land und die Einsamkeit wieder. Regen und Wind wechseln sich immer noch ab und in Hartmannsdorf mache ich noch eine kleine Pause bevor ich die letzten Kilometer in Angriff nehme.
Ein paar schöne Einblicke gibt es trotz des Wetters.









Und dann passiert es, das Vorderrad rutscht weg und von meiner Lenkertasche entleert sich der Inhalt über die Brücke. Allen Voran mein Geldbeutel und die Sonnenblende. Ich schau mit stockendem Atem zu und bin froh, das die beiden Sachen doch noch rechtzeitig zum Liegen kommen. Glück gehabt!



In der Abenddämmerung fahre ich durch Fürstenwalde. Auf meiner Karte sah ich eine Anzeige vom Bürgerhaus Spreewald in Berkenbrück. Also wollte ich es noch im letzten Licht des Tages dort hin schaffen. Angekommen musste ich feststellen, das der Gasthof zu hat. Super, beginnt mein Glück von Neuem? Gegenüber war noch ein Cafe. Dort fragte ich und sollte 40 Euro zahlen, was mir zuviel war. Die Wirtin war aber so nett mir einen Tip zu geben. Ich sollte mal gegenüber klingeln. Dort würde von Privat ein Zimmer vermietet. Also fahre ich rüber und frage nach. Alles frei und für 14 Euro kann ich eine Nacht bleiben. Sie entschuldigen sich noch, das alles kalt ist, weil man mit niemand mehr gerechnet hat. Aber sie sind total nett und hilfsbereit und heizen mir noch die Dusche mit Holz an. Das Zimmer ist feinste DDR Nostalgie, aber das ist mir ja egal. Hauptsache eine Bett zum Schlafen...
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#771069 - 11.11.11 22:17 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
motion
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Tag 6: Donnerstag 27.10.2011
Tagestour: Berkenbrück - Burg im Spreewald
gefahrene km: 130 km
reine Fahrzeit: 6,56 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 18,7 km/h

So langsam nähert sich meine Reise dem Ende. Als 6 Uhr morgens mal wieder der Wecker klingelt, denke ich noch an die 2 verbleibenden großen Etappen. Der Samstag wird, wenn alles wie geplant läuft, mit 50 km doch recht ruhig im Vergleich zu den vorangegangenen Tagen. Alles ist schon in den Taschen und dann verabschiede ich mich von meinen netten Vermietern. Pünktlich acht Uhr sitze ich wieder im Sattel. Heute morgen schlägt der Nebel erstmal voll zu. Er ist überall, aber wenigstens hat es aufgehört zu regnen. Ein Vorteil hat der Nebel immerhin, der Wind der vergangenen Tage hat nachgelassen. Kaum bin ich aus dem Dörfchen raus, hat mich die Einsamkeit wieder. Entlang der Spree, geht es über Felder und durch Wälder Richtung Spreewald. Nach über 30 km kommt der erste nennenswerte Ort: Beeskow.



Von da aus geht es weiter, meist durch Kiefernwälder oder über weite Feldlandschaften. Immer öfter mischen sich auch Seenlandschaften darunter. Je weiter runter man kommt, desto öfter sind sie als Fischteiche angelegt wurden.
Auch jede Menge verlassene Bahnlinien wird man heute queren.

Reise ins nirgendwo(ich glaube kurz vor Briescht)



Heute ist das erste Mal an dem ich meine Beine spüre und die vielen km die ich die letzten Tage zurückgelegt habe. Aber ich kämpfe mich weiter, obwohl das ein oder andere Körperteil was anderes sagt. In Neuendorf am See treffe ich das erste Mal einen Reiseradler der mir entgegenkommt. Verrückt, jetzt radele ich schon an die 900 km und habe bis hier hin niemand getroffen.

Zwischenzeitlich habe ich schon die alte Preußisch - Sächsische Grenze überschritten.



Und auch die Spree fließt gemütlich dahin.



Südlich von Schlepzig fährt man dann eine ganze Weile über Schotterwege entlang an toll angelegten Fischteichen.









Als nächstes kommt Lübben und Lübbenau und nun befinde ich mich schon im Zentrum des Spreewaldes. Scheinbar wissen manche im Spreewald nicht, das man auch am Rad Gepäcktaschen haben kann. Ich fluche kurz und trage dann mein Rad hoch. Aber es werden nicht die letzten Schildbürger auf meinem Weg sein.



Der restliche Weg bis Burg geht durch den typischen Spreewald den man kennt. Überall kleine Kanäle und in der Mitte ein Weg, auf dem es weiter geht. Zum Glück war gar nichts los. Allerdings möchte ich nicht in der Ferienzeit hier fahren.

Spreewaldimpressionen











Noch vor 17 Uhr erreiche ich heute Burg. Hier beginnt wieder das altbekannte Spiel. Entweder man vermietet nicht nach der Saison oder man ist zu teuer. Ich frage mich durch und lande irgendwann bei einer gemütlichen Pension. Wir sprechen einen Preis von 23 Euro ab und alles ist perfekt. Ich bekomme ein tolles Zimmer mit riesigem Bad. Nach meinem doch heute recht zähem Tag springe ich erstmal unter die Dusche und lasse die Haut aufbrühen. Danach wird sich zum Entspannen eine Runde ins Bett gelegt. Irgendwann stehe ich auf und gönne mir heute einen Besuch im Restaurant. Ich hatte eine Empfehlung meiner Vermieterin bekommen, entschließe mich aber nach dem Lesen der Karte noch ein bisschen zu suchen. Irgendwie merkt man die Nachsaison, fast alle sonstigen Lokale sind geschlossen. Ich gehe zurück und bestelle mir ein Steak a la Nizza. Vielen bekannt auch als Steak au four. Ein Genuss :-) Danach schlendere ich noch nach Hause und falle dann langsam ins Bett......
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#771276 - 12.11.11 21:27 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
motion
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Tag 7: Freitag 28.10.2011
Tagestour: Burg im Spreewald - Bautzen
gefahrene km: 141,87 km
reine Fahrzeit: 7,28 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 19 km/h

Selbe Zeit anderer Ort. Heute ist der letzte große Tag. Der Start läuft mittlerweile wie am Schnürchen. Aufstehen kochen, packen und ab geht es. Heute geht es auch wesentlich schneller und ich bin schon 7.30 Uhr startklar. Von meiner Vermieterin ist nichts zu sehen, wahrscheinlich auch, weil ich mit Ihr erst 8 bis 8.30 Uhr ausgemacht habe. Ich möchte trotzdem die Stunde nicht verschwenden und so lege ich ihr das Geld auf den Tisch und fahr los. Heute geht es mir wieder blendend Kein Gefühl mehr von Müdigkeit, wie es gestern noch der Fall war. Als erstes geht es in Schlossberg noch am Bismarckturm vorbei.



Dann geht es weiter Richtung Peitz. Kurz vor Peitz, in der Drehnower Vorstadt, steht eine schöne alte Mühle.



Durch Peitz geht es recht zügig und südlich der Stadt liegen jede Menge Fischteiche, die bereits im 16 Jhd. zum Schutz der Stadt angelegt wurden.





Danach geht es weiter zum nächsten Ziel Cottbus. Es ist noch grau in grau, somit beschließe ich, Frühstückspause einzulegen. Also ein kurzes Stück weg vom Radweg Richtung Altstadt und in das erstbeste Kaffee. Genau die richtige Wahl. Hier gibt es jede Menge leckere Sachen. Ich lasse es mir schmecken, mache ein bisschen Pause und noch ein paar Fotos und dann geht es weiter.



Scheinbar hat es sich nach gestern, auch hier noch nicht rumgesprochen, das man mit Gepäck radeln kann. Auf jeden Fall erwartet mich am Stadion eine dumme Brücke, die nicht anders umgangen werden kann. Somit steht wieder mal schleppen auf dem Programm.



Auch der Weg raus aus Cottbus ist toll. Es geht durch weitläufige Parkanlagen.



Danach geht es mal wieder durch weitläufige Heidelandschaften. Viele Kiefernwälder müssen durchquert werden. Schön ist auch der Abschnitt entlang der Talsperre Spremberg, die circa 10 km südlich von Cottbus liegt. Nach der Ortsdurchfahrt Spremberg ist man endlich wieder in Sachsen angekommen. Eine kleine Flussdurchquerung und wenig später bin ich in Neustadt. Kurz danach beginnen knappe 10 nervige Kilometer. Es geht direkt an der Bundesstraße auf einem separatem Radweg entlang. Da die Bundesstraße ziemlich gerade ist, versuchen hier die Autos entsprechende Geschwindigkeitsrekorde zu brechen. Ich bin froh, das ein Abzweig laut Karte Richtung Bärwalde geht und spare mir 4 km monotones entlang der Straße radeln. Kurz danach geht es entlang dem Bärwalder See, ein alter Tagebau der jetzt geflutet wird.





Ab Uhyst geht es weiter durch endlos scheinende Seen und Teichlandschaften. Ab und an ein kleines Dörfchen und ein paar Felder. Insgesamt ist es einfach schön hier. Man merkt auch deutlich den Unterschied zwischen Meck Pomm, Brandenburg und Sachsen. Die Dörfer hier sind einfach wesentlich besser saniert. Es sind nicht so viele verlassene Häuser als die Tage zuvor. Aber scheinbar haben sie hier auch Humor. Zum Glück überlebe ich die Dorfdurchfahrt ohne größere Probleme.







Bautzen ist nicht mehr weit. Kurze Zeit später bin ich bereits an der Talsperre und ab hier beginnt es auch hügelig zu werden. Die letzten Kilometer in die Stadt entpuppen sich dann doch als wahre Berg und Talfahrt. Schön ist es trotzdem und auch hier bin ich überrascht wie toll Bautzen saniert wurde. Heute muss ich mich nicht weiter um eine Unterkunft kümmern, denn meine 2. Couchsurfing Übernachtung habe ich hier gefunden. Mitten in der Innenstadt mit einem tollen Blick auf die Stadt und Richtung Erzgebirge. Da meine Gastgeberin noch mal auf Arbeit muss, gehe ich einkaufen, um lecker Spaghetti Bolognese kochen zu können. Abends gehe ich dann noch ein Stück durch Bautzen, mache ein paar Fotos, erzähle noch ein bisschen und Falle gegen Mitternacht ins Bett.







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#771339 - 13.11.11 09:39 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
quietschbremse
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In Antwort auf: motion

Weiter führt die Fahrt nun Richtung Frankfurt, wo ich eine kleine Pause einlegen möchte. Noch immer ist es relativ früh, aber die ersten Cafe´s und Bäcker haben hier wenigstens zum Sonntag schon geöffnet. Ich nehme gleich das erst Beste und bestelle 2 Stück Kuchen und ein Kakao. Macht 6,10 Euro und ich bin erstmal geschockt. So teuer ist es nicht mal im Westen


Tja, für "2 Stück Kuchen und ein Kakao" finde ich den Preis gar nicht so hoch vgl. Preise im Westen. Das ist doch ein ganz normaler Preis bei einem Bäcker.

Gruß
Hedi
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#771471 - 13.11.11 16:37 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: quietschbremse]
Uli
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Ich kann mich sehr gut an eine Diskussion hier im Forum zu Brötchenpreisen erinnern. Offensichtlich sind "im Osten" - speziell in Sachsen - (fast immer) die Preise beim Bäcker deutlich geringer als "im Westen". Bei "meinem" Bäcker/Konditor hier im Dorf kostet im Cafe das erwähnte Menu je nach Kuchenwahl zwischen ca. 5 und 7 Euronen.
Gruß
Uli
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#771576 - 13.11.11 21:09 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: Uli]
Karl der Bergische
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Danke für den schönen Bericht. Macht Lust auf "neue" Länder.
Karl
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Off-topic #771597 - 13.11.11 21:34 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: Karl der Bergische]
Uli
Moderator
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Sag das doch bitte dem Autor, nicht mir ...

--> Bitte in dem Beitrag auf "Antworten" klicken, auf den man sich bezieht bzw. in einem Beitrag des Mitglieds, an das man sich wenden möchte.

Danke
Uli
Plural-Verben ist out!
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#771617 - 13.11.11 21:51 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
asfriendsrust
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schöner bericht, auch wenn mich die streckenführung nun nicht sooo aus den socken haut.
bist knapp an meiner wohnung vorbeigefahren und die gefahrene strecke von joachimsthal nach berlin meine ich in anderer richtung auch schonmal gefahren zu sein. nur dass ich dann tatsächlich am westufer des werbellinsees gefahren bin (schöner weg) und da gezeltet habe.
hatte anfangs keinen passenden platz zum wildzelten gefunden. nachdem ich die möglichkeit eines campingplatzes ausschlug (der wollte 8€ haben), fing es gewaltig an zu regnen. der wird sich schön ins fäustchen gelacht haben...

Geändert von asfriendsrust (13.11.11 21:52)
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#771629 - 13.11.11 22:06 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
motion
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Tag 8: Samstag 29.10.2011
Tagestour: Bautzen - Spreequelle
gefahrene km: 52 km
reine Fahrzeit: 3,11 h
Durchschnittsgeschwindigkeit: 16,3 km/h


Heute klingelt der Wecker erst halb Sieben. Der letzte Tag bricht an und zur Feier des Tages ist bestes Wetter. Blauer Himmel und eine Aussicht von meiner CS Wohnung die toll ist. Ein perfekter Start.



Wie immer ist alles schnell verpackt. MIt ein bisschen Wehmut geht der Start auf meine letzten Kilometer los. Über tausend Kilometer in den letzten 7 Tagen waren toll, aber teilweise auch anstrengend. Aus der Altstadt geht es runter an die Spree und ein toller Blick zurück verabschiedet mich aus Bautzen.



Der Herbst zeigt sich schon wie die letzten Tage von seiner besten Seite. Toll gefärbte Blätter wohin das Auge sieht.



Es geht durch kleine noch verschlafene Dörfchen. Auf dem Weg hoch zur Quelle kommen doch ein paar Höhenmeter zusammen. Es auch ab und zu mal runter, aber meistens doch hochwärts. Nach Schirgiswalde kommt noch ein kleiner Stausee, der toll in den Herbstfarben leuchtet.







Kilometer für Kilometer geht es dem Ziel näher entgegen. Heute passt einfach alles. Die hügelige Landschaft ist einfach schön anzusehen und hebt sich doch sehr deutlich vom platten Land der letzten Woche ab.







Bis jetzt bin ich von Reparaturen verschont geblieben, doch kurz vor meinem Ziel nach dem Ortsschild Neugersdorf passiert. Ein kurzer Blick nach unten: Platten. Na super, die 5 Kilometer hätte es auch noch warten können. Also alles runter und schnell reparieren, den gefundenen Glassplitter entfernen und weiter geht es. Dieses Jahr scheine ich den Reparaturteufel gebucht zu haben. Nachdem mir im August vorm Urlaub 2 Speichen im Rennrad gerissen sind, ist die Felge hinüber. Beim MTB ist mir im Urlaub dann das Schaltauge abgerissen und die Platten habe ich dieses Jahr aufgehört zu zählen.



Dann geht es die letzten Kilometer zur letzten der 3 Spreequellen. Die letzten 10 bis 15 Minuten geht es bergauf zur Quelle. Einen Ort den ich so nicht erwartet hätte. Mitten im Wald, weit oben auf den Berg. Aber es ist schön hier und ein würdiges Ende der Reise.









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#771633 - 13.11.11 22:14 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: quietschbremse]
motion
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In Antwort auf: quietschbremse
In Antwort auf: motion

Weiter führt die Fahrt nun Richtung Frankfurt, wo ich eine kleine Pause einlegen möchte. Noch immer ist es relativ früh, aber die ersten Cafe´s und Bäcker haben hier wenigstens zum Sonntag schon geöffnet. Ich nehme gleich das erst Beste und bestelle 2 Stück Kuchen und ein Kakao. Macht 6,10 Euro und ich bin erstmal geschockt. So teuer ist es nicht mal im Westen


Tja, für "2 Stück Kuchen und ein Kakao" finde ich den Preis gar nicht so hoch vgl. Preise im Westen. Das ist doch ein ganz normaler Preis bei einem Bäcker.

Gruß
Hedi



Naja also das war im nachhinein das teuerste auf Tour. In der Regel lag ich so zwischen 4,50 Euro und 5 Euro. Ich war nur in Bezug auf Region und Preis geschockt. Man erwartet es einfach nicht hier. Was interessant war, das die Preise auf dem Oderradweg gefühlt höher waren als auf den anderen 2 Wegen. Aber vielleicht täuscht man sich auch und war nur zur falschen Zeit am falschen Ort zwinker
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#771636 - 13.11.11 22:16 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: Karl der Bergische]
motion
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Beiträge: 239
In Antwort auf: Karl der Bergische
Danke für den schönen Bericht. Macht Lust auf "neue" Länder.
Karl


Danke. Die neuen Länder sind definitiv eine Reise wert. Alles in allem war es toll, schreibe noch ein kleines Fazit.
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#771985 - 15.11.11 09:09 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
Patkerman
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Ganz ausgezeichnetes Bilderbuch was Du da geschrieben hast.
Vielen Dank für`s zeigen.
Diese Strecke steht auf jeden Fall auf meiner to-do-Liste.

Gruß aus dem Pott

Paddy
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#772199 - 16.11.11 12:54 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
peter chris
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tolle Tour, schöne Bilder, ordentlich Kilometer, einiges an Disziplin morgens bei Minusgraden bravo
Den Fotos nach dürfte es sich trotzdem gelohnt haben. Machen jedenfalls Lust, selbst einmal diese Richtung einzuschlagen, zumal wenn man die Neigung teilt, zu einsamerem Gebiet zu tendieren.
Allerdings bevorzugt an Tagen mit ein bisschen mehr Länge, und entsprechend mehr Plusgraden. Auch wenn sich die Bäume dann vielleicht nicht ganz so schön bunt in den Gewässern spiegeln...
Danke für den Bericht,
Peter
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#772296 - 16.11.11 22:25 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
FlevoMartin
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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In Antwort auf: motion
meine 2. Couchsurfing Übernachtung habe ich hier [in Bautzen] gefunden. Mitten in der Innenstadt mit einem tollen Blick auf die Stadt und Richtung Erzgebirge.

Hurch a moahl har, wos de doa gesähn host, dos woar ne dos Arzgebirge, dos wor'sch Lausitzer Bergland! zwinker (Hör mal her, was Du da gesehen hast, das war nicht das Erzgebirge, das war das Lausitzer Bergland) Vermute ich zumindest anhand der Lage Bautzens schmunzel

Danke für den Bericht mit den wunderschönen Fotos darin. Wenn ich das so sehe, dann ärgere ich mich doch ein bisschen über meinen jetzigen Wohnort. Die Lausitz, der Spreewald, das leere Brandenburg und Mc. VoPo, das ist schon was Anderes als das bevölkerungsreichste Bundesland...

Gruß,
Martin
...und gleich weiter zu Martins Radseiten
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#772375 - 17.11.11 15:40 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
GertrudS
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Hallo,

es hat sehr viel Spaß gemacht, Deine Reiseberichte zu lesen. Die tollen Fotos machen Lust auf die nächste Radtour. Mein Mann und ich sind im Sommer ebenfalls den Oder-Neiße-Radweg gefahren. Bei uns ging`s bedeutend langsamer voran. Wir sind auch einige Jährchen älter. Die Tour hat uns ebenfalls gut gefallen. Wer möchte kann es auf meiner HP unter: www.touren-speichenbruch.de nachlesen.
Den Spreeradweg haben wir auch schon auf unserer "Liste".

Schöne Grüße vom Niederrhein

Gertrud
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#772437 - 17.11.11 20:13 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: GertrudS]
motion
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Danke erstmal für die Kommentare zwinker

Jetzt möchte ich wie versprochen noch ein kleines Fazit schreiben, wobei dies meine persönlichen Erfahrungen sind und diese bei anderen natürlich wieder ganz anders aussehen können.

Die Bewertung ist von 1 bis 5 aufgebaut, wobei ein Radler für schlecht steht und fünf für super


Bitte keine fremden Bilder - und dazu zählen natürlich auch Smilies - einstellen. Siehe auch hier.

Oder Neiße Radweg:
Radwegzustand: 5 Punkte
Landschaft: 3 Punkte
Freundlichkeit/Hilfsbereitschaft der Menschen: 4 Punkte
Beschilderung: 5 Punkte

Berlin Usedom Radweg:
Radwegzustand: 3,5 Punkte
Landschaft: 4 Punkte
Freundlichkeit/Hilfsbereitschaft der Menschen: 4 Punkte
Beschilderung: 3,5 Punkte


Spreeradweg
Radwegzustand: 4 Punkte
Landschaft: 5 Punkte
Freundlichkeit/Hilfsbereitschaft der Menschen: 5 Punkte
Beschilderung: 4 Punkte

Thema Zelt: Zuerst war ja geplant per Couchsurfing zu übernachten. Dies klappte leider nicht, da kaum Antworten eingingen. Somit wollte ich per Zelt übernachten. Allerdings musste ich nach der ersten Nacht feststellen, das es schwierig ist wenn man diese Kilometerleistung fahren will. Von den Minusgraden her war es nicht schlimm, da meine Ausrüstung Vorwintertauglich ist. Allerdings baut man das Zelt 7 Uhr im Dunklen ab und da man nicht vor 17.30 Uhr das Zelt wieder aufbaut, ist es da auch schon wieder dunkel. Somit kann man nicht mal gemütlich vorm Zelt sitzen und den Sonnenuntergang genießen bzw. das Trocknen der Ausrüstung fällt halt leider auch flach. Also mit Zelt macht es definitiv viel Spaß, aber die Tage müssten mindestens 2 Stunden länger sein oder man wählt die Etappen entsprechend der Tageszeit kürzer.

Ansonsten war von der Ausrüstung her alles perfekt. Ich hatte mir auf Grund der angekündigten Minusgrade noch eine Softshellhose von Gore Tex geholt und ein paar Neoprener von Jeantex. Die Hose war Gold wert. Einfach perfekt. Die Neoprener waren auch super, jedoch gehen da an dem Stück was permanent an der Kurbel gerieben hat die Nähte etwas auf. Wie es bis jetzt aussieht, aber nicht weiter tragisch.
So das war es jetzt entgültig.

Viel Spaß
Sven

Geändert von Uli (18.11.11 09:10)
Änderungsgrund: Fremde Smilies entfernt
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#772443 - 17.11.11 20:53 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: FlevoMartin]
michiq_de
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Hallo, Martin,
Du hast natürrlich Recht. Ich haotte 's ooch schon uff drr Zunge, abr drr Triet-Ersteller meente ja: "Dr Rrichtung..." un etwoa drr Riechtung stimmt ja foast.
michiq_de
(seit Ende 1969 aus drr Äberlausitz "heemat vertrriebn")
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#772447 - 17.11.11 21:01 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: FlevoMartin]
motion
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In Antwort auf: FlevoMartin
In Antwort auf: motion
meine 2. Couchsurfing Übernachtung habe ich hier [in Bautzen] gefunden. Mitten in der Innenstadt mit einem tollen Blick auf die Stadt und Richtung Erzgebirge.

Hurch a moahl har, wos de doa gesähn host, dos woar ne dos Arzgebirge, dos wor'sch Lausitzer Bergland! zwinker (Hör mal her, was Du da gesehen hast, das war nicht das Erzgebirge, das war das Lausitzer Bergland) Vermute ich zumindest anhand der Lage Bautzens schmunzel

Danke für den Bericht mit den wunderschönen Fotos darin. Wenn ich das so sehe, dann ärgere ich mich doch ein bisschen über meinen jetzigen Wohnort. Die Lausitz, der Spreewald, das leere Brandenburg und Mc. VoPo, das ist schon was Anderes als das bevölkerungsreichste Bundesland...

Gruß,
Martin


Ups und das obwohl eines Geografie Einsers grins Habe auch gleich mal den passenden Link bis wohin das Erzgebirge "nur" geht. Dachte es geht noch nen Stück nach rechts
Karte
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#772475 - 17.11.11 22:41 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
Dietmar
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Beiträge: 6412
Hallo Sven,

Dein Reisebericht hat mir sehr gut gefallen. Außer dem Spreeradweg kenne ich eigentlich die gesamte Strecke. Ist schon interessant, wie unterschiedlich manch Blick auf den selben Gegenstand ist. schmunzel Beim Anblick der Fotos fröstelt es einen doch ein wenig. Da bleibt der Nachahmeffekt natürlich aus. Nicht, das man im Herbst nicht Rad fährt, aber mehrtägige Reisen bei der Kälte ... Wennste mal wieder inne Hauptstadt vorbei kommst, sag Bescheid!

Also, interessant fotografiert und anschaulich berichtet. Hast viel Aufwand reingesteckt, hat sich aber gelohnt! bravo

Gruß Dietmar
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#772538 - 18.11.11 09:14 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 9335
Hallo Sven,
als "Warmduscher" hats mich schon arg gefröstelt, als ich deinen Bericht gelesen habe. schmunzel
Mich fasziniert deine gefahrene Strecke und ich werde sicherlich im nächsten Jahr Teile davon "nachradeln".
Kann ich die Tracks der Radwege im Wiki als Grundlage nehmen?
Hast Du eigene erstellt?
Welche Karte hast Du benutzt?

Vielen Dank für Deinen Bericht. Ich lerne gerade, dass das eine Menge Zeit und Arbeit bedeutet. grins

Gruss
Jürgen
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen + Hauptsache, die Zeit geht rum.
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#772577 - 18.11.11 12:30 Re: Kombi Oder/Neiße-Berlin Usedom+Spreeradweg [Re: motion]
Diamant_Radler
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abwesend abwesend
Beiträge: 40
Hallo Sven,

ein wirklich gut bebildeter und auch schön geschriebener Reisebericht mit einem schön Blick fürs Detail. Ich konnte sozusagen im Geiste mitradeln. Ich hab ihn besonders gern gelesen, da ja einiges an Strecke quasi zu meinem "Trainingsparcours" gehört.

Besonderer Respekt gilt Deiner Disziplin. Da haste schon ordentlich was jeden Tag "heruntergerissen" und Dich auch nicht von der einen oder anderen "Panne" runterziehen lassen.

Dein Fazit gefällt mir auch sehr gut. Ich denke (und hoffe), Du hast einige Forumsmitglieder sicher mit Deinem Bericht animiert, diesen Track in ihre "To Do List" aufzunehmen.


LG
Göran
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