Radreise & Fernradler Forum
Radreise & Fernradler Forum
Wer ist online?
4 Mitglieder (jonnylonghorn, Pfannastieler, 2 unsichtbar), 14 Gäste und 269 Suchmaschinen sind im Forum unterwegs.
Details
Erweitert
Rund ums Forum
Regeln
Die Regeln für dieses Forum
Nutzungsbedingungen
Vereinbarungen für die Benutzung
Das Team
Wer steht hinter dem Forum?
Verifizierung
Offenlegung deiner Identität
Beteiligte Homepages
Radreise-Seiten, die das Forum eingebunden haben
Mach mit!
Dieses Forum für deine Homepage
RSS Feeds RSS
Eine Übersicht öffentlicher RSS Feeds
Plauderecke
Zum Unterhalten und Plauschen
Die Geschichte
Die Geschichte des Forums
Spende
Unterstütze das Forum
Radreise-Wiki
Partnerseiten
Statistik
26576 Mitglieder
89287 Themen
1369143 Beiträge

In den letzten 12 Monaten waren 3463 Mitglieder aktiv. Die bislang meiste Aktivität war am 01.03.11 11:21 mit 1172 Besuchern gleichzeitig.
mehr...
Themenoptionen
#1214217 - 26.05.16 07:33 Die Magie der Osterinsel - Chile
_alexandros_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1167
Dauer:5 Tage
Zeitraum:1.5.2016 bis 5.5.2016
Entfernung:0 Kilometer
Bereiste Länder:

Die Magie der Osterinsel

Es gab auf unserer Reise immer mal wieder Momente in denen ich mir dachte: "Mhh, es wäre doch schön mal ausführlicher darüber zu schreiben. Schreiben. Einfach wieder schreiben - so wie damals auf dem Bike4Peace-Blog halt. Für die Familie, aber auch für Freunde. Und für alle anderen auch. Schreiben. Darüber, dass einen das Leben so unglaublich überraschen kann. Schreiben - über Begegnungen, Erlebnisse und was diese in einem bewirken. Ganz einfach - lebendige Geschichten schreiben."

Doch konnte ich mir dafür nicht wirklich die nötige Zeit herausnehmen, denn wir packten immer wieder unsere Rucksäcke - machten uns immer wieder erneut auf den Weg. Immer weiter in Richtung "Flitterwochen". Eine Hochzeitsreise die ein Jahr andauern soll. Seit Oktober 2015. Einmal um die Welt - zweisam vereint und vor allem gemeinsam. Tag und Nacht. Das größte Abenteuer meines ach so jungen Lebens. Mit tiefster Dankbarkeit tippe ich heute diese Sätze.

Wenn sich auch zwischen all den erstaunlichen Ereignissen wirklich kaum Zeit finden lässt, so überrascht mich doch plötzlich die eigene Planung. Hier also, in der Wüste von Chile, schleicht sich überraschend ein klein wenig freie Zeit in unseren Alltag. In solch einem Moment wirft mir das Leben ganz zufällig Stift und Papier, in Wahrheit eher ein über 5 Jahre altes Laptop vom Papa, vor die griechische Hakennase und teilt mir offensichtlich mit: "Alexandros, schreib, erzähl, hau in die Tasten."

Viel Spaß beim lesen und vielen Dank für deine kostbare Zeit und vor allem deine persönliche Aufmerksamkeit.
Ich weiß beides ehrlich zu schätzen.

2016 in Süd-Amerika.
Ein nicht ganz so normaler Nachmittag in Santiago, Chile.


30 Tage hatte der April schon zurückgelegt. Wieder vergeht ein Monat im Jahr und so wird uns also morgen in der Früh der frische Mai sein Lächeln zeigen. Wir sammelten zum Monatsende wie gewohnt unsere Sachen zusammen und verstauten sie sorfältig (Frau sei Dank) in unsere Rucksäcke. Doch im Rythmus der üblichen Routine schwingte ein ganz besonderer Hauch von Abenteuer mit. Es lag in der Luft: Den 1. Mai im Jahr 2016 werden wir so schnell nicht vergessen.

Richtig gepackt ist die halbe Miete.

Für gewöhnlich teilen wir unsere zwei Rucksäcke in Abteilungen auf. Der Militär-Rucksack aus Frankreich beinhaltet unser Badezimmer, sowie Werk- und Schreibzeug, aber auch einiges an Spielzeug; ala Elektronik-Unterhaltungs-Made-in-China-Plastik-Kram. Eine Mini-Apotheke findet sich ebenfalls schnell griffbereit - in der Seitentasche. Stolze 21 kg wiegt dieser zuverlässige Helfer.
Der schwarze Reise-Rucksack, ein Geschenk von Freunden zur Hochzeit, schützt nur eine Sache vor Wind und Wetter: Nämlich unsere Klamotten. Herbst, Winter, Sommer und Bademode. Die stets selbe Jahreskollektion wiegt je nach Lust und Laune zwischen 19, 20, 21 und auch mal mal 22 kg. Das hängt davon ab, ob wir vor dem Flug mal mehr bzw. weniger aus dem mobilen Kleiderschrank entnommen haben. Sprich; je nach dem ob wir den dicken Pullover beim Check-In am Körper tragen oder doch eher mit Flip-Flops an den Füßen am Schalter stehen und einchecken.

Reisen bedeutet auch ständiges lernen und so schufen wir mit diesem System, das letzte halbe Jahr, eine Art Ordnung in unserem privaten Reise-Haushalt. Doch diesmal war es - zum ersten Mal - anders. Wir entschieden uns nur einen Rucksack zu beladen. 5 Tage Aufenthalt - das lässt sich klein verpacken. Wenig Klamotten, dafür aber ganz viel zum Essen. Der Rucksack war mit 80% Nahrung beladen. Und damit zum eigentlichen Thema, um das es in den nächsten Absätzen gehen soll. (Wer mich als Schreiberling kennt, der weiß, dass es auch um mehr oder weniger gehen wird).

Es geht auf die Osterinsel.
Und was ist das, bitte ?



(Eine digitale Kartenansicht, welche ich vom Display im Flieger abfotografiert hatte.
Es zeigt die geographische Position doch schon sehr deutlich - faszinierend, oder nicht ?).


Rapa Nui, Te Pito o te Henua, Mata ki te Rangi = Osterinsel

Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich um eine Insel. Von der Größe könnte man sie fast mit einer Stadt in Baden-Württemberg vergleichen, nämlich Karlsruhe. Heute ragt also aus dem Südpazifik eine Art 163 km2 großes Dreieck heraus. Fast 4000 km westlich von Chile findet man diese atemberaubende, grasbewachsene Hügellandschaft. In mitten des größten Weltmeeres, in mitten von Blau. In mitten von Nichts. Ein wenig mehr als 5 Stunden Hinflug, um einen Ort zu bewundern, an dem man aus dem Staunen nur schwer heraus kommt. Wer sich von Chile aus auf den Weg machen möchte, wird kaum den Namen Osterinsel hören. Seit 1888 gehört die Osterinsel politisch betrachtet zu Chile und wird daher offiziell Isla de Pascua genannt. Die Einheimischen verwenden jedoch eher die Bezeichnung Rapa Nui - entlegenster Flecken bzw. großer, weiter Fleck. Auf der Insel hörten wir zudem, wenn auch nur selten, Te pito o te Henua, was im deutschen soviel wie "Nabel der Welt" bedeutet. In den Archiven der Insel findet sich dann zu guter Letzt noch eine ziemlich ausgefallene Bezeichnung, nämlich Mata ki te Rangi - Augen die zum Himmel schauen.

Mir fällt es nicht leicht, sich 2,5 bzw. 3 Millionen Jahre vorzustellen, doch für die erdgeschichtliche Entstehung der Insel sollte man sich diese abartige Zahl vor Augen halten. Manch Bücher sprechen von 2,5 Mio. Jahren, andere auch mal von 3 Mio. Nehmen wir doch, ganz lustig wie wir sind, 3 000 000 Jahre und reisen gedanklich also für eine Wissens-Runde ganz weit zurück. Wir stellen uns jetzt bitte die Nazca-Platte, welche vor der Westküste Südamerikas liegt, vor und versuchen uns bildlich auszumalen wie sich flüssiges Magma aus 3000 Meter Tiefe durch diese ozeanische Platte erhebt. Erhebt ist sanft ausgedrückt, denn es schießt gewaltig in die Höhe. Beeindruckenderweise katapultiert sich das Lava bis zu 370 Meter über die Wasseroberfläche hinauf. Die Geschichte heute meint zu wissen, dass sich daraus stolze 12 Quadrat-Kilometer zu einer Form - in diesem Sinne - Insel formten. Zum ersten Stückchen Osterinsel und dem damit ersten Vulkan auf der Insel. Er wird mit dem Namen "Poike" in die Entstehungsgeschichte eingehen. Nicht nur, dass sich dieser Flecken in einem Umkreis von ca. 2200 km komplett, völlig und ganz allein gelassen im Ozean befindet, nein - jetzt sollen es doch wirklich Vögel gewesen sein, die Leben auf den nackten Vulkanfelsen brachten. Denn an ihren Füßen klebten Samen.

Unsere weltliche Geschichte erfordert jedoch enorme Geduld und so mussten noch einmal ganze 1 Millionen Jahre ins Land ziehen, bis sich ca. 20-25 km südwestlich ein zweiter Vulkan aus dem Pazifik erhob. Der "Rana Kau" blieb natürlich nicht ruhig, sondern explodierte und hinterließ einen 450 Meter tiefen Krater - dieser füllte sich mit Regenwasser. Jetzt kommt Schwung in die Entwicklung der Insel. Im Vergleich zum Rana Kau geht es jetzt, sagen wir mal - schnell. Großzügig gerundet findet vor 200 Tausend Jahren noch einmal ein gigantisches Natur-Schauspiel statt und sorgt damit für die Geburt von "Terevaka". Dieser Vulkan im Norden der Insel gab nochmal richtig Gas und ließ gigantische Mengen an Lava in Richtung Süden und Osten fließen. Durch den Zusammenschluss der bestehenden Insel bildet sich das Karlsruhe-große-Dreieck. Die Entstehung der Insel, so wie wir sie heute kennen, ist damit abgeschlossen. Erwähnt werden muss jedoch, dass die Insel damals ein wenig größer war. Der Pazifik hat in den Jahrtausdenden regelrecht am porösen Vulkangestein der Insel genagt. Man muss nur selbst genau hinschauen, um diese natürliche Entwicklung mit eigenen Augen zu sehen. An der Süd-West Flanke des Rano Kau sieht man heute ganz deutlich wie eine ungefähr 300 Meter große "Abbruchkante" senkrecht in den Pazifik fällt. Meine Frau hat das mal fotografiert.



Und wer lebte zuerst auf dieser Insel, mitten im Nirgendwo ?

Tja, das bleibt eine große Frage. Es wird gestritten, denn die Wissenschaftler auf diesem Gebiet sind sich zwar einig, dass die Insel vor rund 1500 Jahren von Menschen besiedelt worden sei, doch woher sie stammen und aus welcher Richtung sie kamen sorgt definitiv für ganz viel Wirbel in der Forschung. Der größte Teil der Wissenschaftler einigt sich darauf, dass die Erstsiedler aus Polynesien stammten. Doch ein ganz bestimmter Mann versuchte bis zu seinem Tode 2002 mit einer etwas anderen Theorie die Wissenschaft auf den Kopf zu stellen. Der Mann hat mehr als 50 Jahre seines Lebens damit verbracht all seine Behauptungen zu untermauern. Wir sprechen vom Norweger Thor Heyerdahl. Ein Abenteurer und Forscher der im Oktober 1914 geboren wurde.

Diese ansich schon sehr relevante Frage der Besiedlung hat natürlich einen Hintergrund. Und wieder reisen wir eine Runde zurück in die Zeit. Die gängigen Theorien in der Vergangenheit behaupten, dass Polynesien von Asien aus über Mikronesien oder Melanesien, auf jeden Fall von Westen nach Osten, besiedelt wurde. Unser, leider schon verstorbene, Abenteurer Herr Heyerdahl kam zu seinen frühen Lebzeiten jedoch zu der Erkenntnis, dass diese Form der Besiedlung zwar nicht unmöglich sei, doch sie würde ständig gegen heftige Winde erfolgen.
Er war der Meinung, dass die Besiedlung Polynesiens - zuerst - von Südamerika aus statt gefunden hatte. Seinen späteren Forschungen fügte er hinzu, dass eine zweite Periode der Besiedlung aus Polynesien stattgefunden hätte - doch erst im 13. Jahrhundert.
Und eines ist gewiss: Ihm war kein Aufwand zu groß, dies auch zu beweisen. Höhepunkt in seinem Leben war sicherlich seine meisterhafte Expidition. Eine Reise die ihn 101 Tage lang und fast 7000 km weit durchs Meer segeln lies. Die Geschichte von Kon-Tiki wurde nicht nur als Buch von ihm niedergeschrieben und welt bekannt, auch der gleichnamige Film gewann 1951 als bester Dokumentarfilm den Acadamy Award.




(Das Floß wurde nach der Reise erst nach Tahiti geschleppt und dann mit Hilfe norwegischer Reeder nach Norwegen zurückgebracht. Dieses Foto stellt Wikipedia frei zur Verfügung).

Das Floß wurde so gebaut, wie man es aus Bildern in der Zeit der spanischen Konquistadoren gebaut hatte. Man warf der Besatzung zwar vor, dass Geräte verwendet worden waren, welche zur damaligen Zeit gewiss nicht existiert hatten (Radio / Funkgeräte, Messer, Uhren) doch Heyerdahl lies sich seinen persönlichen Erfolg nicht schlecht reden und argumentierte, dass man auch ohne diese Gegenstände das Ziel der Expedition erreichen hätte können. Leider sind alle Mitglieder dieser Expedition im Himmel angekommen, doch die wissenschaftliche Bedeutung ihrer Reise lebt heute gewiss weiter.
Vor allem in der Nautik wusste man nach der Expedition, dass die Seegängigkeit antiker Wasserfahrzeuge erheblich unterschätzt worden war. In der Anthropologie ehrt man den Erfolg der Expedition, da Heyerdahl und sein Team bewiesen hatten, dass die Besiedlung von Südamerika aus - technisch - möglich gewesen wäre.

Fast 10 Jahre nach dem Tod von Thor Heyerdahl, konnte Erik Thorsby von der Uni Oslo nachweisen, dass sich im DNA-Material der Rapanui, also den Bewohnern der Osterinsel, eine Gen-Sequenz zeigt, die eindeutig den präkolumbianischen Ureinwohnern zuzuordnen ist. Könnte Heyerdahl das heute mit eigenen Ohren hören, er würde vor Freude in seinem Grab auf und ab springen - garantiert.

Andere Theorien gibt es doch immer...

Um noch ein wenig Spaß und Unterhaltung in die Runde zu schmeißen, erwähne ich noch beiläufig den Schweizer Erich von Däniken - Bestseller Autor. Laut dem Internet hat der Mann während seiner Schreiber-Karriere stolze 62 Millionen Bücher verkauft. Bücher, in denen er seine Thesen mit einer unglaublichen Überzeugungskraft vorträgt. Zum Beispiel Thesen darüber, dass Außerirdische auf der Osterinsel gestrandet sind. Sie hätten, mehr oder weniger, aus Langeweile die Moai's aus dem harten Felsgestein geschnitten/geschlagen. Natürlich haben sie diese tonnenschwere Objekte dann mit einer Technologie von A nach B transportiert, die uns Erdenmenschen unbekannt ist. Die Wahrheit ist aber auch, dass er es war, der dieser Insel erstmals solch eine massive Aufmerksamkeit ermöglichte. Man kann also glauben was man will, doch der Insel und deren Bekanntheit hat es sicherlich nicht geschadet. Laut wikipedia wurde ihm im Oktober 2012 das „Goldene Brett vorm Kopf“ für den „erstaunlichsten pseudo-wissenschaftlichen Unfug des Jahres“ und für sein Lebenswerk als Person, „die sich jahrzehntelang mit besonders beeindruckender Resistenz gegen wissenschaftliche Fakten einen Namen gemacht hat“ verliehen. Das Schmuckstück seiner Persönlichkeit bleibt für mich sicherlich sein direkter Kontakt zu den "Aliens", welchen er im Jahre 1987 einmalig hatte. (Das ist mein Geburtsjahr - ob da was dran ist...?)

Unsere Anreise - Flug LA 0841 bringt uns ins Nirgendwo.

So stand am letzten Tag des Monats ein voller Rucksack im Zimmer unseres AirBnB-Gastgebers. Er und seine Frau waren so freundlich und verstauten unser restliches "zu Hause" in der geräumigen Wohnung. Wir buchten nämlich zusätzlich zwei Nächte, welche wir nach unserer Zeit auf den Osterinseln in Anspruch nehmen würden. Vor leichter Aufregung konnten wir die letzte Nacht vor der Abreise kaum schlafen. Bewusst hatten wir keine großen Reiseberichte über unseren Zielort verschlungen und sicherlich fiel es uns nicht leicht, sich von "google Bilder" fern zu halten - doch wir blieben unserer Idee treu. Wir würden auf die Osterinseln fliegen, ohne wirklich zu wissen, wohin wir eigentlich reisen. Und das war, rückblickend, auch genau richtig. Diese Form der Anreise bleibt natürlich Geschmackssache. Wer sich vor der Reise belesen möchte, hat zu genüge die Möglichkeit dazu.

Der Flug war früh angesetzt. Der Wecker klingelte schon um 5 Uhr und 45 Minuten später fuhr das Sammel-Taxi der Firma TransVip vor die Haustür. Wir sind große Freunde der öffentlichen Verkehrsmittel und an diesem Tag, zu solch früher Stunde, schien sogar Verlass darauf zu sein, doch uns wurde freundlich davon abgeraten. Grund: Es könnte sehr knapp werden. Auch hier entpuppte sich der Ratschlag von unseren liebevollen Gastgebern als sehr wertvoll. Unter Berücksichtung, welch massiver Ansturm am Flughafen herrschte, war es genau richtig, dass wir schon mehr als zwei Stunden vor Flug eincheckten.

Wochenendausflug und Weltreise sind zwei Paar Schuhe
- vor allem finanziell.


Genüsslich Kaffee oder Tee trinken und dabei belegte Wecken frühstücken ? Fehlanzeige. An einem Wochenende mit dem Zug, nach Marseille in Frankreich - ja, dann gönnen wir uns gerne ein überteuertes Frühstück, bevor wir den Zug in Paris besteigen. Auf einer Weltreise, bei der jeder Euro zwei mal umgedreht wird, frühstücken wir zu Hause und packen für den Flughafen ein paar Müsliriegel ein. Lustigerweise hätte die Zeit für einen dekadenten Snack auch gar nicht gereicht, denn erschrocken mussten wir feststellen, dass die Warteschlange zum Gate unglaublich lang war. Die Reihe schaffte es locker auf 200 Meter - kein Scherz! Selten hatten wir auf unserer Reise solch eine Menschenmasse erlebt. Das letzte Mal, als wir am Flughafen in Delhi unseren Pass und das Visum für Indien vorzeigen mussten. Erinnerungen an diese Zeit wurden gedanklich schnell zur Seite geschoben und wir waren doch sehr froh, dass wir die 20 Euro in das Taxi investiert hatten.

Unser Handgepäck wurde gescannt und wie immer werden wir nie abgetastet, da es dafür keinerlei Anlass gibt. Denn wir leeren immer unsere Hosentaschen, ziehen den Gürtel von der Jeans (da das Metall daran piepsen würde), checken sicherheitshalber all die Taschen am Körper nochmals und laufen dann gemütlich durch den Detektor. Irgendwie schon alles ziemlich routiniert. Nach mehr als 15 Flügen in den letzten 6 Monaten auch ein wenig verständlich. Nicht, dass uns das Spaß machen würde, denn Flüge sind anstrengend. Der letzte Flug, von Sydney nach Chile, saß immer noch ein wenig in den Knochen. Im meinem Leben saß ich noch nie solch eine lange Zeit in einem Flieger. Und gewiss überflog ich noch nie den Pazifischen Ozean.


(Kann man zwar nicht so gut erkennen, doch wer genau hinschaut,
sieht hier vom Flieger aus schon die "Überreste" des Rano Kau, nämlich Motu Kao Kao, Motu Iti und Motu Nui).


Der Flug auf die Osterinseln war mit 5,5 Stunden angesetzt und sollte gegen 13.30 Ortszeit ankommen. Wir wussten, dass uns Patricia von der privaten Unterkunft abholen würde. Das ist ein gutes Gefühl, denn wenn die Insel auch klein ist, so fühlt man sich gleich in guten Händen. Abgeholt zu werden hat halt auch etwas von einer Art "vertrautes Gefühl". Vertraut war auch das Gefühl im Flieger. Denn wir flogen nur wenige Tage zuvor mit der selben Airline aus Auckland, Neuseeland nach Chile. Es ist schon sehr faszinierend, wenn man einen Fensterplatz hat. Zu sehen wie der Flieger die Insel ansteuert und dann in den Senkflug geht - einfach wow. Ein - eigentlich - sehr angenehmes Gefühl, wenn auch heftiger Wind dafür sorgte, dass das Flugzeug einmal für einen kurzen Moment richtig durchgeschüttelt wurde. Aber man vergisst das schnell, wenn man kurz zuvor den Vulkan Rano Kau und seine vorgelagerten Inseln betrachten konnte - ein wunderschöner Anblick !



Die Ankunft hatten wir uns zwar lieb und nett vorgestellt, denn schon im voraus war durch die Booking.com Kommentare ersichtlich gewesen, dass Patricia sich mit viel Herz und Gefühl um die Gäste kümmert - doch so herzlich hatten wir uns das nicht vorgestellt. Blumen bei der Ankunft ! Eine tolle Überraschung und damit auch der Beginn einer wirklich traumhaften Zeit.



Kaum im kleinen, aber feinen zu Hause angekommen, präsentierte uns Patricia ganz stolz unser Willkommensgeschenk. Mango-Saft und eine Fischplatte mit Avocado. Frischer Fisch, direkt von hier und die Mangos wachsen am Baum - betonte sie mit einem herzlichen Lächeln. Genau das richtige - einfach klasse. Da wir 4 Nächte gebucht hatten, wollten wir natürlich so wenig Zeit wie möglich im Zimmer verbringen. Verständlich. Mit dem feinen Essen im Magen war ein Spaziergang genau das richtige für den Moment. Und da wir keine Ahnung hatten, wo wir eigentlich sind, entschlossen wir uns einfach zu laufen.

Die Insel bot uns einen frischen Wind, aber auch puren Sonnenschein. Wir waren noch keine fünf Minuten zu Fuß unterwegs, da kamen uns Pferde ohne Reiter entgegen. Sicherlich 10 an der Zahl. Sie machten es sich auf einer kleinen Wiese bequem, genossen die Sonne, das Gras und die Ruhe - wir waren verwundert. Weit und breit kein Mensch und keine Zäune. Da hielten wir erstmal inne und genossen gemeinsam den Sonnenschein. Wir machten uns auf in Richtung Meer und merkten schnell, dass die Bewohner der Insel stets freundlich grüßen oder auch mal fragen, ob wir Hilfe bei der Orientierung bräuchten. Schon lange war uns diese Art der "Fürsorge" nicht mehr begegnet. Sicherlich wurden wir überall "gut behandelt" und im allgemeinen sind Menschen genauso freundlich, wie man selbst freundlich zu ihnen ist. Doch hier war das ein wenig anders. Im Laufe der Tage wird sich, durch intensivere Gespräche mit den Bewohnern, auch heraus kristallisieren - weshalb.

Elektronisch radeln in den Flitterwochen

Angekommen am Strand fanden wir dann auch den E-Bike Verleih, den wir schon zufrieden in Santiago genutzt hatten. Philipe, der Besitzer wollte uns für unsere Flitterwochen ein besonderes Angebot machen. Nachdem wir eine 90 minütige Tour in der Stadt gebucht hatten, fragte er uns, welch Ziel wir als nächstes ansteuern würden. Wir verrieten ihm, dass wir auf die Osterinseln fliegen würden und er freute sich sehr darüber. Nicht nur, dass er selbst dort war und die Insel lieben würde, er hätte auch seit dem letzten Jahr mehr als 15 E-Bikes auf die Insel verschifft.
Seine Bitte wäre es, dass wir die Insel mit dem E-Bike erkunden und das als eine Art "Hochzeitsgeschenk" betrachten sollten. Er bot uns 2 Räder zum Preis von einem Rad an. Wir fanden die Idee gut und so wählten wir das E-Bike für den nächsten und somit ganzen Tag. Doch noch war unser Anreise-Tag nicht zu Ende.


Wir machten uns also fröhlich auf den Weg, um den Sonnenuntergang zu erleben. Wir waren nicht allein, doch im Vergleich zum Sonnenaufgang in Angor Wat in Kambodscha, wo uns 400-600 Leute zur Seite standen, war das hier nur eine Hand voll Publikum. Was uns sehr gefallen hatte: Die Statuen sind zwar nicht mehr direkt zugänglich, da das anfassen, abtasten und ständige berühren an die Substanz des Gesteins geht, doch sie sind auch nicht wirklich abgespeert. Eine dünne Schnur zieht sich über das Gras, meist im Rechteck um die Statuen. So sollen die übermotivierten Touristen davon abgehalten werden, zu nah zu treten. Klar, dass sich nicht alle daran halten, deshalb sind ständig Frauen von der Insel damit beschäftigt laut zu rufen oder zu winken. Ein lustiger Anblick, der immer friedlich endet, denn oft bemerken die Touristen diese Schnur am Boden gar nicht.
Ich hatte sie auch nur zufällig erblickt, als ich beinah darüber gestolpert wäre. Ich hatte zwar nicht die Idee mich mit einer Statue zu fotografieren, sondern wollte meine Frau einholen und entdeckte eine "Abkürzung" die über ein Gras-Eck führte. Die Schnur erinnerte mich daran, dass ich auf dem falschen Pfad war und auch, dass meine Frau im joggen und in der Kondition stets die Hosen an hat.

Bilder vom ersten Tag.













Tag 2

Der zweite Tag beginnt gleich super erfreulich. Wir hätten die Räder auch am Vortag zum späten Abend ausleihen können. So hätten wir uns am frühen Morgen den Weg zum Verleih erspart, doch so viel Luxus wollten wir gar nicht. Wir machten uns also auf den Weg. Wir hatten Glück. Als wir das Zimmer verlassen hatten, um uns auf den Weg zum E-Bike Verleih zu machen, schien die Sonne in ihrer vollen Pracht. Keine 20 Meter waren wir von zu Hause entfernt, da hielt mitten auf der Straße ein altes Auto. Durch den TÜV wäre die Schrottkarre hier in Deutschland nie und nimmer gekommen - dafür lege ich meine Hand ins Feuer.
Ein alter Mann, dem der raue Wind der Insel, die vielen Sonnenstunden und zu guter letzt sicherlich sein langes Leben ins Gesicht geschrieben war, hielt und öffnete ganz selbstverständlich die Türen: "Einsteigen bitte. Ich fahre ins Zentrum - ich nehme Euch mit." Mario hieß der gute Mann und da meine Frau spanisch spricht, erfuhren wir ein wenig darüber, weshalb Menschen hier lässig, einfach und friedlich sind. Sie hätten, laut Mario, keine Probleme auf der Insel. Jeder hat zu Essen, die Touristen kommen und gehen und wir sind am Arsch der Welt - was soll uns passieren, sprach Mario. Er fuhr uns direkt vor den E-Bike Verleih und wünschte uns eine gute Zeit. Im Falle, dass wir uns entschließen würden auf der Insel zu bleiben, sollten wir uns bei ihm melden. Mario kam nur kurz in unser Leben, doch seine gute Laune blieb den ganzen Tag über bei uns.

Da wir die Räder mit elektronischer Unterstützung schon in Santiago ausgeliehen hatten, musste man uns nicht wirklich erklären wie sie funktionieren. Aber viel gibt es auch nicht zu erklären. Drei Stufen sind wählbar. Low. Medium. High. Man radelt, als wäre es ein normales Rad und spürt ziemlich schnell, dass jemand von hinten anschiebt - aber ziemlich kraftvoll. So macht das natürlich Spaß - vor allem in den Flitterwochen. In die Vordertasche packten wir ein Schloss, welches der Verleih natürlich standardmäßig mit gibt und sogar Flickzeug. Dass wir das evtl. brauchen würden, wurde vom freundlichen Mitarbeiter ziemlich in Fraqe gestellt. Die Verpackung war seit über einem Jahr ungeöffnet. Aber zur Sicherheit nahm ich das Flickzeug gerne mit auf die Tagesreise. Die wirklich netten Mitarbeiter des Verleihs rieten uns dann folgende Route für den Tag zu wählen.



Kaum gestartet merkten meine Frau und Ich, dass die Leistung zwar ähnlich war wie wenige Tage zuvor in Santiago, doch wir beide kamen zu dem Entschluss, dass die Räder in der Stadt leichter zu fahren waren, als diese beiden hier. Ich war mir ziemlich sicher, dass das damit zu hatte, dass die Räder auf der Insel deutlich intensiver benutzt wurden. Und das schon seit über einem Jahr. Die Räder in der Stadt waren fast niegel-nagel neu. Es hinderte uns aber nicht daran, dass wir den ganzen Tag auf den Rädern verbringen werden.

Wir hatten eine angenehme Route geplant. Ca. 40-50 km würde die Batterie mitmachen und ohne Unterstützung hätte man zwar fahren können, doch ich muss ehrlich bleiben: Die Räder sind schwer, ohne elektronische Unterstützung fühlen sich die Räder an, als würde man Bleikisten auf dem Gepäckträger umher transportieren. Mit der Unterstützung hingehen fühlt es sich geschmeidig, ruhig und gemütlich an. Man kann die Räder uneingeschränkt empfehlen.

Das folgende Video zeigt den Verleih, die Räder und ganz deutlich unsere Freude über das Angebot vom Anbieter. Ich habe es dem Rad-Forum gewidmet, da ich der Meinung bin, dass der ein oder andere sich die Osterinsel als Ziel setzt und evtl. froh über diese Empfehlung ist.

Youtube-Video: EasyBici - E.Bike Tour auf der Osterinsel - Empfehlung

Die Straßen sind ideal für eine Rad-Tour. Ganz davon abgesehen, herrscht kaum Verkehr auf der Insel. Nur im Kern der Stadt düsen ein paar jugendliche Jungs und Mädels auf Motorrädern umher, doch 5 Minuten außerhalb der Stadt legt sich der Verkehr und entspricht gleich Null. Wir hatten eine gute Zeit auf den Rädern und meiner Frau hat vor allem gefallen, dass a) ich den Rucksack getragen habe und b) die Helme sauber und schön waren. (Die Helme werden nach der Rückgabe immer von innen mit feuchten Reinigungstüchern gewischt). Abgesehen davon ist natürlich das Gefühl, auf der Osterinsel zu fahren, einfach nur wunderschön.




(Weit und breit keine Menschenseele. Wir waren doch sehr erstaunt darüber, da auf der Insel zwar Touristen zu sehen waren, doch auf unserer Rad-Tour haben wir sie an einer Hand abzählen können. Was für ein Luxus!)

Moai-Werkstatt am Ranu Raraku

Ein Bericht über diese Insel ohne Hintergrundwissen wäre doch fast wie Spätzle ohne Zwiebeln -
schmeckt (mir) nicht.




Das ist nicht nur eine schöne Aussicht, sondern hinter diesem Foto steckt die Moai-Werkstatt, welche sich am Vulkan Rano Raruku befindet. Die Wissenschaft betitelt diesen Ort oft als spektakulärsten Steinbruch der Welt. Das können wir nur zu gut bestätigen, denn nach fast zwei Stunden Besichtigung waren wir wohl betäubt. Unsere gemeinsame Freude hielt ein fremdes, nettes Paar auf einem Foto fest. Wir hatten ein Foto von ihnen gemacht und sie von uns. Ein schöner Deal, oder nicht ?



An den Hängen findet man, laut anwesendem Ranger, ungefähr 400 Statuen. Wir haben sie nicht gezählt :-) Ein Exemplar schafft es sogar auf ein Gewicht von fast 250 Tonnen und 20 Meter Länge. Es liegt noch mit dem Fels verbunden aus dem es gemeißelt wurde ! Als wir davor standen, wurde uns erst klar, welch harte Arbeit diese Herstellung der Statuen wohl gewesen sein muss. Kräftige Burschen müssen das gewesen sein. Oder sie haben sich unglaublich viel Zeit gelassen - wer weiß das denn schon wirklich ?

Andere Exemplare sind auf dem Rücken den Hügel runter gerutscht und warten am unteren Ende auf ihren Abtransport. In vielen Artikeln die ich, nach der Reise, gelesen hatte, stimmt die Wissenschaft darüber ein, dass es ein abruptes Ende in dieser Moai-Werkstatt gegeben haben muss. Der Ort wirkt auch auf die Besucher, als hätten gestern noch unzählige Insel-Bewohner am Fels gestanden, gemeißelt und geschwitzt. Man vergisst an solch einem Ort schnell Zeit und Datum - man ist einfach nur überwältigt von der Schönheit dieser Natur. Mit dem Blick aufs Meer und diesen unerklärlichen Figuren, fühlt man sich, als wäre man in einem Stück Traum unserer Welt-Geschichte.

Es heißt, dass jede einzelne Statue einen eigenen Namen trägt, doch heute sind davon leider nur wenige überliefert. Desweiteren wird behauptet, dass es sich bei den Moai's (=Statuen) um Abbilder der Stammesführer handeln würde. Als nämlich James Cook gegen 1774 die Bewohner nach der Bedeutung der gigantischen Exemplare befragt hatte, sagten diese zu ihm: "Ariki" - was heute in der Sprache der Rapa Nui mit größter Gewissheit als "Häuptlinge / Könige" definiert werden kann. Und wieder weiß man es auch nicht genau, denn die dazugehörigen Schrifttafeln dieser einmaligen Insel-Kultur wurden entweder im Laufe der Geschichte zerstört oder die wenigen Exemplare können bis heute nicht eindeutig entziffert werden. Alles also, auch noch heute, eine Frage der Interpretation, kombiniert mit ganz viel Fantasie.

Der schreckliche Teil dieser Holztafeln, die sich Kohau Rongo Rongo nennen, ist, dass sich von den 21, noch existierenden, nicht eine einzige! auf der Insel befindet. All diese Schrifttafeln sind in den Museen der Welt verteilt. Der gute Teil ist, dass der deutscher Schriftgelehrte (Thomas Bartel) in sehr umfangreichen Untersuchungen herausgefunden hatte, dass das Einritzen aneinander gereihter Symbole auch auf anderen polynesischen Inseln eine Tradition war. Immerhin brachte er ein wenig Licht in dieses, bis heute ungelöste, Mysterium.

Im Innern des Vulkans tun die Kühe das, was ich auch gerne getan hätte. Rumliegen, im Schatten - sich ausruhen. Kein Wunder bei dieser Hitze.




(Und, wer trägt den Rucksack ? Natürlich der Mann -
so gehört es sich doch, sagte mir mein Vater schon als Kind).


Wir verlassen den Rano Raraku, begeben uns wieder auf den warmen Asphalt und an der Küste angekommen, gönne ich mir eine Pause und lese ein wenig in meinem "Alfred Hageni: Ich will nach Indien - Christoph Columbus" weiter... (welches ich schon drei Länder zuvor angefangen, aber nie fertig gelesen hatte).



Meine Frau klickt glücklich Bilder und erfreut sich an der umwerfenden Kulisse. Siehe folgend.


(Was man hier sieht, war 1960 durch einen heftigen Tsunami zerstört worden.
Erst 1993 begann die Insel die erneute Errichtung der Ahu Tongariki - was gut zwei Jahre dauerte).


(Ich sitze und lese und wenn ich über die Buch-Seiten schaue, blicke ich auf unseren Vulkan -
von dem wir, nach mehr als zwei grandiosen Stunden, wieder davon geradelt waren).


(Das Pferd wollte nicht weichen und meine Frau ist der Meinung, dass es uns was sagen wollte:
"Wenn ich schon nicht von der Insel gehen kann, dann zeig der Welt doch online mein schönes Gesicht."
Machen wir gerne).


Die Ahu Tongariki in der Hotu-iti-Bucht zählt zu den imposantesten Bauwerken in ganz Polynesien. Es ist schon ein überzeugender Anblick und ein dickes Danke geht an Japan, die einen speziellen Baukran zur Verfügung stellten. Denn nach der heftigen Flutwelle im Mai 1960 flogen Teile dieser tonnenschweren Statuen wie Blätter durch die Luft ! Immerhin raste die Welle mit 650 km/h quer über den Pazifik. 90 Insulaner, unter der Leitung des chilenischen Archäologen Claudio Christino, räumten das Gelände und rekonstruierten das Monument. Was nur mit Hilfe von Fotos und Dokumenten (vor der Zeit der Flut) möglich war. Wir waren gegen Mittag dort und die Sonne, sprich das Licht, ließen uns sprachlos an Ort und Stelle stehen - sicherlich für ein paar lange Minuten.

Eine Runde Geschichte :-)

Ich lese also über Columbus, während ich zu dem Zeitpunkt noch nicht einmal weiß, weshalb die Insel eigentlich Osterinsel heißt. Tja, das ist tolle am 21. Jahrhundert; es war noch nie so einfach an Wissen zu gelangen. Wie so oft für diesen Artikel, reise ich durch das Internet, blättere durch englisch-sprachige Bücher in den Läden, kaufe sogar eines über die Osterinsel für meine liebe, neugierige Frau und stoße zufällig in einem Hostel in Chile auf ein Buch, welches mir freundlicherweise viele Geschichten über die Insel erzählt. Aus dem Buch lerne ich eines Abends dann, dass es der 5. April 1722 gewesen sein muss. An dem Tag entdeckte der holländische Admiral Jacob Roggeveen die Insel und da es der Ostersonntag war, gab der Admiral ihr ganz einfach den Namen "Paaschen" bzw. "Oster Eilandt". Das lustige an der Geschichte ist, dass die Segler bereits um die Existenz der Insel wussten und sie bis dahin Davis Land genannt hatten. Die Insel wurde später, um 1770, von den Spaniern in Besitz genommen und auf den Namen "San Carlos" getauft, doch in der Geschichte hat sich ganz einfach Easter Island durchgesetzt.

Ich muss an dieser Stelle wirklich betonen, dass sich in Deutschland einige Leute mit dem Thema Osterinsel intensiv auseinandersetzen. Vor allem Wilhelm Janssen und Christiane Eckardt-Jörgensen aus Goslar haben mit der Internet-Seite www.osterinsel.de ein wahnsinniges Wissen angehäuft und teilen das ganz frei über das virtuelle Netz. Zu tiefst bin ich der Seite dankbar, denn sie ist a) gut aufgebaut und b) sind die Inhalte sehr verständlich formuliert. Es macht Spaß sich durch die Abteilungen durchzulesen und so habe ich vieles dort aufgegabelt und mit anderen Infos ergänzt. Daher würde ich folgend gerne folgenden Link mit Euch, hier im Forum, teilen.

Unter Personen, die auf die Osterinsel Einfluss genommen haben findet man eine sehr gute Übersicht, welche auch sehr deutlich erkennen lässt, welch blutigen Verlauf die Geschichte genommen hat. Vor allem mit der Ankunft westlicher Nationen, die es geschafft haben die Anzahl der Ur-Einwohner auf gerade mal 111 Menschen zu reduzieren. Das hatte natürlich drastische Folgen für die Entwicklung der Insel. Wer ein wenig mehr Zeit und Lust mitbringt ist auf der Homepage gut bedient - eine wirklich gute Adresse. Danke nach Goslar.

Nächste Station: Der Nabel der Welt




Dieser Ort war meiner Frau seit Beginn der Weltreise so wichtig, dass es ihr wirklich Wert war fast eine Stunde dort zu verbleiben - ruhig und glücklich. Ich machte mich auf zum Wasser, fiel fast hinein und merkte dann erst, dass dieser Ort natürlich für viele das Highlight der Insel ist, denn immerhin heißt es, dass dieser glatt polierte Stein in der Mitte "Mana" ausstrahlen würde. Mana ist in der Sprache der Rapa Nui, der Ur-Einwohner, das Wort für "magische Kraft / übernatürliche Energie".
Als Grieche glaubt man das gleich, denn Mana bedeutet in der griechischen Sprache "Mutter/Mama". Also ist ja ganz klar, dass das mit den magischen Kräften stimmt. Eindeutig, meine Mama hat ganz klar magische Kräfte :-) - ohne jemals auch nur in der Nähe von Ahu Te Pito Kura gewesen zu sein. Oder war sie es einmal - in einem anderen Leben ?

An diesem Ort liegt auch der größte Moai, nammens "Paro", der jemals über die Insel geschleppt/transportiert oder wie auch immer, bewegt worden ist. Fast 10 Meter groß und stolze 82 t schwer. Er soll, laut Forschern erst um 1838 als letzter Moai umgestürzt worden sein. Wer unter die Statue kriecht, wird eine Boots-Gravur erkennen. Ich war aber ehrlich gesagt zu faul, um jetzt da drunter zu kriechen. Heute denke ich mir: "Du Depp, du bist nicht jeden Tag dort und wo bist du schon überall hinauf geklettert und hinunter gestiegen und dort auf der Insel warst du zu faul. Man man man, Alexandros... du bist manchmal schon lustig drauf."

Genug E-geradelt. Abkühlung wartet.



Wenn man bedenkt, dass die Insel mal fast komplett mit Palmen bedeckt war, dann sind das nicht viele die hier stehen - aber besser als keine. Sie wurden nachträglich gepflanzt, sagte man uns. Vor ungefähr 50 Jahren.

Ein Grund, weshalb die Insel sich selbst ins Abseits katapultiert hatte, war auch der Grund, dass die Bewohner zu viele der Palmen abgeholzt hatten. Das sorgte dann dafür, dass der Wind und die Sonne die Erde zu sehr ausgetrocknet hatten und ein Anbau von Gemüse nur noch sehr schwer möglich war. Ich weiß selbst nicht, was wirklich stimmt, wir haben das am Strand von einem Insel-Bewohner erfahren, der gutes Englisch sprach. Aber wie so vieles auf der Insel, stimmt manches, manches nicht und vieles werden wir sicher eh nie wirklich in Erfahrung bringen können. Was aber sicher ist: Das Meerwasser ist glasklar, aber sicherlich gute 10 Grad kühler als noch wenige Wochen zuvor auf Bali. Trotzdem sprangen wir wie kleine Kinder im Meer umher und kühlten unsere Gemüter ein wenig ab. Es war gut eine Pause zu machen und vor allem hatten wir uns belegte Brötchen mit auf die Tour genommen. Das Wasser ist uns jedoch ausgegangen und für stolze, umgerechnet, 5 Euro gibt es 0,5 Liter Flaschen. Regenwasser, welches gefiltert und gereinigt ist. Jetzt wurde uns auch klar, was Mario (der uns mit dem Auto mitgenommen hatte) meinte. Klar haben die Bewohner keine Sorgen, denn wer Wasser für 5 Euro an den Mann bringen kann, der braucht sich auch wirklich keine Gedanken über seine Einnahmen machen.

Aber das teure Wasser bringt uns schon nicht um unser Abenteuer. Wir erholten uns ausreichend, die Frau machte mal wieder ein paar tolle Fotos und der Mann lag nur faul in der Sonne. Was für ein toller Tag, dachte ich mir. Dass ich gleich ein blaues Wunder erleben werde, war mir nicht klar. Wir trödelten ein wenig zu lange, denn eigentlich hätten wir schon auf den Rädern sitzen sollen, um es rechtzeitig zurück zu schaffen. Doch wie das halt so in der Euphorie ist, denkt man, dass man einfach schneller radelt und damit Zeit gewinnt... ja, diese lieben Ideen, die man in seiner Freude doch immer so hat...




Ein Jahr hatte der Verleih das Flick-Zeug ungeöffnet im Regal stehen. Es musste also erst Alexandros auf die Insel kommen, um es aufzumachen. Aber völlig unnötig, denn man hatte uns nur die Luft rausgelassen. Ich musste aber auf auf Nummer Sicher gehen und den Schlauch prüfen. Kein Loch. Doch wäre es eines gewesen, hätte ich auf der 20 km langen Rückfahrt immer stoppen müssen, aufpumpen, weiterfahren und wieder stoppen müssen. Das wollte ich nicht. Vor allem ist das keine - wirkliche - Lösung.
Die Frau staunte über die (halb-)gekonnten "Reifen-Wechsel-Kenntnisse" ihres Mannes, während sie mir erzählte, dass wir in die Nacht radeln werden. Dank der guten Beleuchtung machte ich mir deshalb weniger bis keine Sorgen, eher fühlte ich mich schlecht, weil wir verspätet zur Abgabe der Räder ankommen würden. So war es dann auch. Wir trafen den jungen Mitarbeiter der Firma 500 Meter vor dem Büro - er war schon auf dem Heimweg. Doch wie auch alle anderen auf der Insel, ließ er sich nicht aus der Ruhe bringen und öffnete einfach gemütlich den Laden und stellte die Räder in die Garage. Er fragte dann noch ganz freundlich, ob wir mit ihm und seinen neuen Freunden auf ein Bier absteigen wollen. Doch in uns war der Hunger größer, als der Durst und so machten wir uns nach diesen intensiven Stunden auf den Heimweg - zu Fuß.



Kaum in der Küche angekommen, wollte ich für meine Frau und mich die Nudeln kochen und ein wenig Gemüse in Butter anbraten, doch Patricia, unsere Gastgeberin meinte, dass sie etwas in ihrem Haus hätte - für uns. Sie überraschte uns mit einem köstlich schmeckenden Fisch und einem frischen Salat. Der Fisch war natürlich vor wenigen Stunden noch im Meer - hier vor der Küste. Ganz klar. Alles frisch und super lecker !
Wir fühlten uns wie alte Götter auf der Insel im Nirgendwo und waren dankbar für diesen Tag. Es war einfach alles perfekt und wenn die eigene Frau bis über alle Ohren lächelt, strahlt und glücklich ist, dann kann man als Ehemann doch nur wie ein friedliches Kind in den Tiefschlaf fallen und glücklich und zufrieden bis zum nächsten Morgen durchschlafen.

Tag 3 - Auf geht es zum Rano Kau

Es war wirklich sehr früh, doch wir wussten, dass es jeden Schritt Wert sein wird. Von unserer lieben Unterkunft aus, brauchten wir ca. 1,5 Stunden um den Vulkan zu besteigen. Wie man am folgenden Bild erkennen kann, war die Sonne schon auf dem Weg - um für uns zu scheinen.










(Die Sonne strahlte uns direkt ins Gesicht und wie in diesem kurzen Video-Clip von uns zu sehen ist, weit und breit kein einziger Tourist. Das haben wir auf unseren Reisen noch nie erlebt! Also nicht an "touristischen Orten", wenn hier im Mai auch Nebensaison ist, so war das schon sehr überraschend).

Und so unerwartet es erscheinen mag, werde ich den Reise-Bericht hier vorerst beenden und in ferner oder naher Zukunft weiter verfassen. Der Grund ist, dass ich mich während der vielen Stunden auf dem Vulkan oft gefragt hatte, was hier wohl geschichtlich passiert ist. Und meine Frau und Ich blieben viel länger, als erwartet. Aus zwei, drei Stunden wurden schlussendlich 12 Stunden, sprich wir blieben den ganzen Tag ! Auf einem Vulkan, im Nirgendwo. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.

Warum ?

Es war einfach zu beeindruckend...
...und es fühlte sich einfach richtig an hier zu verweilen. Ganz zufällig gab es dann auch noch ein Photoshooting für mich und meine Frau - mehr für meine Frau. Sie wurde von zwei Photographen angesprochen, die für ein Reise-Magazin aus Argentinien einen Artikel verfassen. Das sehr kurze Video mit einer lieben Geste der Fotografin kann hier betrachtet werden. Auch wenn wir die Fotos bis heute nie gesehen haben, so war das zumindest für meine Frau ein sehr schönes Ereignis, denn seit ihrer Kindheit träumt meine Frau Lea von der Osterinsel - großes Kino also. (Und wer weiß, vielleicht schickt das Magazin die Bilder eines Tages ja...)

Was dann schlussendlich beim durchlesen der Osterinsel-Geschichte meine höchste Aufmerksamkeit erhielt, waren die Rituale die mit dem Vulkan einhergehen. Vor allem dem Standort, den vorgelagerten Inseln und deren wichtige Bedeutung für die so unglaublich wichtige Vogelmann-Zeromonie.
Ich selbst hatte beim späteren, stundenlangen Lesen einfach das Gefühl, dass in mir alles bildlich einen Sinn ergibt - jetzt im Nachhinein, wenn ich an diese unglaubliche Zeit auf dem Vulkan denke. Mir liegt etwas daran, dieses Wissen mit meiner persönlichen Zeit auf der Insel zu kombinieren und hoffe, dass ich es eines Tages wieder hier ins Forum schaffe - um diesen zweiten Teil unserer Reise mit Euch teilen zu dürfen.

Einigen von Euch ist ja sicherlich schon aufgefallen, dass ich kaum mehr Texte im weiten, offenen Internet veröffentliche. Seit langer Zeit ausschließlich hier im Forum, unter dem Dies & Das Bereich, wo nur registrierte Mitglieder unsere Flitterwochen-Reise von Beginn an verfolgen können. Somit war es mir heute eine sehr große Freude diese Geschichten und Erlebnisse, sowie die Bilder meiner Frau mit Euch allen zu teilen. Oft habe ich das Gefühl, dass ich im Forum doch schon sehr "herangewachsen" bin. Dank Euch, dank den ehrlichen Rückmeldungen, der fairen Kritik und den verschiedenen Ansichten - welche einen zum Reflektieren bewegen. Und zur guter Letzt sind seit meiner Anmeldung und heute nicht nur viele km, Orte oder Länder Teil meines Abenteuers, sondern auch viele soziale Veränderungen, wie der Umzug aus Berlin nach Griechenland oder dann von dort nach Paris. Abgesehen davon schreibe ich heute als Ehemann, nicht mehr als junger Narzisst der mal die Welt im Alleingang entdecken möchte. Diese Veränderungen sind ganz klar der Grund dafür, dass ich Euch mit dem zweiten Teil einen wirklich lesenswerten Reise-Beitrag über die letzten zwei Tage auf der Insel schenken möchte.

Mein Anliegen wird sein Euch die Zeremonie und Hintergründe des Vogelmannes, welche mich zu tiefst fesseln, näher zu bringen. Solch ein verrücktes und zugleich irgendwo doch schon verständliches Ritual. Oder die begehbaren Höhlen der Insel, welche zum Anbau von Nahrung dienten. Aber schlussendlich nehme ich bewusst Abstand und damit mehr Zeit, um die interessanten Menschen der Insel zu beschreiben. Deren, an eigener Haut und Haar erlebten, Lebensweise am letzten Abend vor der Abreise wird als ein "magisches" Erlebnis in meine persönliche Osterinsel-Zeit eingehen. Garantiert, weil ich mit eigenen Augen erleben durfte, wie eine kleine Familie die Schönheit des Mensch-Seins durch eine eigene Lebensphilosophie so deutlich zum Vorschein brachte. Aber sowas von deutlich, dass sich für einen langen Moment die utopische Vorstellung einer Traum-Welt fast schon wie die Wirklichkeit anfühlte.

Der Mensch ist wunderschön, dachten sich meine Frau und Ich, als wir die Insel nach 5 wundervollen Tagen verlassen hatten. Solch ein emotionales Gefühl ist unbezahlbar und sitzt tief in einem fest - hoffentlich für eine sehr lange Zeit. Denn solch Emotionen sind es, die das Leben spannend und vor allem sehr lebenswert machen. Solch prägende Erlebnisse in Zweisamkeit teilen zu dürfen, machen die Reise nicht nur unglaublich wertvoll für die Ehe, Beziehung und schlussendlich für die gemeinsame Lebenserfahrung, sondern diesen magischen Ort Osterinsel bisher auch zu eindeutigen Nummer Eins auf unserer einjährigen Hochzeits-Weltreise.

In diesem Sinne wünsche ich mir, dass ich Euch ein wenig für das Thema Osterinsel motivieren und auch begeistern konnte. Jegliche Fragen, ob zur Anreise, den Preisen oder anderen Fragen die beim lesen entstehen, widme ich mich gerne ausgiebig und voller Freude - denn dieses Forum ist und bleibt ein Ort an dem Reisende anderen Reisenden helfen. Somit trage ich gerne meinen Teil mit bei, damit das auch in Zukunft so bleibt.

Alles Gute zu Euch.
Dankend,
Alexandros Tsachouridis Mondon

PS: Sicherlich für einige von uns kein Unbekannter in der Rad-Welt: Stefan Böhm von ShowMeTheWorld.de - auch er war auf der Osterinsel unterwegs und hat atemberaubende Aufnahmen mit nach Hause gebracht. Im Gegensatz zu uns, hat er sein Filmmaterial nicht in kurzen Clips mit mittelmäßiger Audio-Qualität auf youtube hoch geladen, sondern sorgfältig geschnitten und sauber verarbeitet auf vimeo hochgeladen. Hier kann man sich die 4 unterhaltsamen Minuten anschauen. Er hatte das große Glück zum größten, jährlichen Inselfest, das Tapati Fest, anwesend zu sein. In dem Video wird man große Augen machen, wenn man sieht welch ansehnliches Fest die Menschen feiern.
Nach oben   Versenden Drucken
#1214301 - 26.05.16 17:01 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
kaspress
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 136
Sehr schöne Bilder! schmunzel
Mtb- und Wanderblog mit kulinarische Tipps:

www.kaspressknoedel.com
Nach oben   Versenden Drucken
#1215720 - 01.06.16 21:01 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: kaspress]
_alexandros_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1167
In Antwort auf: kaspress
Sehr schöne Bilder! schmunzel


Danke Dir, werde ich meiner Frau ausrichten. Sie wird sich freuen. (Sie mag die Fuji x20, die ich ihr geschenkt habe!)

Wenn du, bzw. jeder andere auch, ein richtig hochwertiges Video sehen möchtest, in dem ein Mann einer Frau einen Heiratsantrag auf den Osterinseln macht, dann ist das folgende Video sicherlich das richtige. Es ist aber auch so einfach atemberaubend, da der Macher selbst, aus den USA (Portland), global ziemlich bekannt ist und mit dem erstellen und schneiden von Videos seinen Lebensunterhalt verdient. Ein Meisterstück an Video-Kunst.

Viel Spaß beim anschauen: Link Video - Osterinseln - Heiratsantrag
(Bitte auf beste Qualität stellen, da das Video damit wirklich nochmals besser rüber kommt).

Aus Peru,

Alexandros
Es war einmal Bike4Peace. Heute lebt das Ehe-Leben.

Geändert von _alexandros_ (01.06.16 21:02)
Nach oben   Versenden Drucken
#1215787 - 02.06.16 08:55 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
SchottTours
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1225
Hallo Alexandros,

auch wenn ich (fast) nie direkt antworte, so lese ich Deine Berichte und Eindrücke aus fernen Ländern immer sehr, sehr gerne. Hab' vielen Dank für die Zeit, die Du Dir dafür nimmst. Unter der Osterinsel zum Beispiel konnte ich mir bislang wenig vorstellen, Du hast sie mir jetzt näher gebracht. schmunzel

Herzliche Grüße
Uwe
Tomorrow's not promised - and the past is over (Dru Joyce II)
Nach oben   Versenden Drucken
#1215799 - 02.06.16 09:51 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
cyclerps
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3003
Faszinierend! Danke dafür. bravo
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
Nach oben   Versenden Drucken
#1217093 - 07.06.16 22:12 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
_alexandros_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1167
In Antwort auf: _alexandros_


...und es fühlte sich einfach richtig an hier zu verweilen. Ganz zufällig gab es dann auch noch ein Photoshooting für mich und meine Frau - mehr für meine Frau. Sie wurde von zwei Photographen angesprochen, die für ein Reise-Magazin aus Argentinien einen Artikel verfassen. Das sehr kurze Video mit einer lieben Geste der Fotografin kann hier betrachtet werden. Auch wenn wir die Fotos bis heute nie gesehen haben, so war das zumindest für meine Frau ein sehr schönes Ereignis, denn seit ihrer Kindheit träumt meine Frau Lea von der Osterinsel - großes Kino also. (Und wer weiß, vielleicht schickt das Magazin die Bilder eines Tages ja...)



Wer Geduld hat, darf sich freuen.
Heute kam das Foto > hier klicken bitte. Danke
Es war einmal Bike4Peace. Heute lebt das Ehe-Leben.
Nach oben   Versenden Drucken
Off-topic #1289414 - 22.06.17 16:23 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: kaspress]
_alexandros_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1167
In Antwort auf: kaspress
Sehr schöne Bilder! schmunzel


Ich habe heute nach sehr langer Zeit mal die SD-Karten ausgepackt, von der Reise.
Noch sehr viele Bilder von den Osterinseln gefunden. Da musste ich gerade an den Beitrag denken.

Ja, ein unglaubliches Erlebnis, wenn man so zurückblickt. Würde ich jedem raten, der in Südamerika, vor allem in Chile ist.
Von dort aus ist es ein Katzensprung, wenn man sich die Situation aus Deutschland aus anschaut zwinker

Schöne Grüße aus Frankreich,
Alexandros
Nach oben   Versenden Drucken
#1289606 - 23.06.17 18:10 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
hansano
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1098
Vielleicht auch von Chile via Rapa Nui nach NZ. Falls die Zeit reicht.
Gruß Michael
Nach oben   Versenden Drucken
#1291013 - 01.07.17 20:10 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: hansano]
_alexandros_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1167
In Antwort auf: hansano
Vielleicht auch von Chile via Rapa Nui nach NZ. Falls die Zeit reicht.


Meinst du Neuseeland?
Es war einmal Bike4Peace. Heute lebt das Ehe-Leben.
Nach oben   Versenden Drucken
#1367827 - 25.12.18 02:49 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
_alexandros_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1167
Frohe Weihnachten Euch allen.

Aus Ravensburg,
Alexandros
Nach oben   Versenden Drucken
#1367831 - 25.12.18 08:36 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
indomex
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 883
Dir/euch auch alles Gute zu Weihnachten und den Festtagen - und dann alles Gute zum neuen Jahr.
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
Nach oben   Versenden Drucken
#1367882 - 25.12.18 15:00 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: _alexandros_]
stux
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 52
Schön, dass dieser Bericht noch mal nach oben kommt... Wir sind noch auf der Suche nach einem Zielgebiet für drei Monate in zwei Jahren.. und jetzt ist Chile sowieso schon hoch im Kurs.
Frohe Weihnachten an alle, wenn sich unsere Planung konkretisiert, werden sicherlich noch tausend Fragen von mir kommen...

Gruß Gerd
immer wieder gern auf Tour
Nach oben   Versenden Drucken
#1367895 - 25.12.18 18:36 Re: Die Magie der Osterinsel - Chile [Re: stux]
_alexandros_
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1167
Indomex, immer schön von dir zu lesen. Dicke Umarmung zu dir.

Stux, du kannst dich immer bei mir melden. Ich helfe liebend gerne weiter.
Wir vereinbaren am besten einen Termin zum Telefonieren, dann kann ich auf alle Fragen eingehen und wir unterhalten uns.

Bis bald,
Alexandros

Geändert von _alexandros_ (25.12.18 18:37)
Nach oben   Versenden Drucken


www.bikefreaks.de