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#1326328 - 10.03.18 17:02 Kleine Kaukasustour - Tipps
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
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Beiträge: 5516
Hallo zusammen,
ich beabsichtige mit meinem Ehegatten im Juni knappe 3 Wochen durch Georgien und Armenien zu touren.
Start und Ziel ist Tiflis.
Wir wollen zunächst einmal Richtung Süden zum Sevan - See, von da dann nach Nordwesten, wobei wir als nördlichste Route gerne die Strasse über Mestia durch Svanetien nehmen wollen um dann nördlich der größeren Strasse und östlich an Tiflis vorbei zurück zum südlich der Stadt gelegenen Flughafen zu gelangen. Das Ganze ist aber noch variabel.
Nun meine Fragen:
1. Welche Strecken sind besonders zu empfehlen in der Region?

Unsere Prioritäten: Gerne bergig, halbwegs fahrbar wenn Piste, viel Landschaft, wenig Stadt. Allzuviel Verkehr muss es auch nicht haben.
Ich muss auch nicht alle Top- Sehenswürdigkeiten der Region abklappern, dafür kann ich einen Reiseführer studieren oder eine Busreise buchen, wenn ich mal nimmer radeln kann, ich möchte einen schönen Querschnitt der Gegend sehen. Und dabei radfahren. Überbrückungen mit anderen Verkehrsmitteln will ich im Notfall nicht ausschließen, würde aber prinzipiell auch gerne drauf verzichten.

2. Wie heftig ist das Verkehrsaufkommen auf welchen Strassen?

3. Ich gehe davon aus, dass abgesehen von vielleicht den Hauptrouten, die Strassen eher Pisten sind. Wie gut sind die befahrbar? Und auffindbar?

4. Ist die Ausschilderung der Strassen und Orte auch in kyrillischer oder lateinischer Schrift angebracht oder muss ich mir Grundkenntnisse der örtlichen Schrift aneignen?

5. Wie ist so die Versorgungslage (ich las eher gut).
? Bekommt man wie z.b. auf dem Balkan und in der Türkei überall einfache Gaskartuschen (Stechkartuschen)?

Zu uns: Wir fahren auf dieser Tour berggängige, breitreifige Reiseräder auf MTBikebasis (90gerJahre Modelle), Zelt ist dabei. Radfahren und Natur (gerne Berge) sowie nette Begegnungen, die sich ohnehin nur zufällig ergeben, stehen im Vordergrund. Ich muss nicht jedes Kloster besichtigt haben. Ein oder zwei langen auch. Rudimentäre Russischkenntnisse sind noch in Spurenelementen vorhanden.
Navigation mittels Karte und Garmin. Händis sind nur zur Notfallverbindung mit der Familie dabei.
Ich freue mich über hilfreiche Hinweise
Gruß
Nat






Geändert von natash (10.03.18 17:07)
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#1326338 - 10.03.18 19:41 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
blue
Mitglied
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Beiträge: 344
Hi,

in Georgien sind die Ortsschilder auch in lateinischen Buchstaben ausgewiesen. Straßenschilder nicht unbedingt. Die Hauptstraßen sind überwiegend asphaltiert, (viele) Nebenstrecken gibt es nicht. Unbefestigt: Goderdzi-Pass (kleiner Kaukasus), ca. 70 km Schotterpiste und Forstweg unterschiedlicher Qualität und teilweise (auch abhängig vom vorhergehenden Niederschlag) schon eine ordentliche Herausforderung. Ein paar kleinere Furten gibt es auch.
Im Kaukasus dann hört östlich von Mestia der Asphalt auf. Wir hatten dort etwas durchwachsenes Wetter, entsprechend hatten wir mit der Schlammpampe zu kämpfen. Durchgehenden Asphalt gab es dann erst ab Lentekhi wieder, meine ich. Oder kurz vorher. Hat jedenfalls das Tagespensum ganz schön gedrückt, weil der Untergrund teilweise eine überaus glitschige Angelegenheit war. Ist aber wirklich auch wetterabhängig - ein paar Briten waren wenige Tage vor uns dort, vorm großen Gewitter mit anschließendem Dauerregen, und sind entsprechend besser durchgekommen.
Starken Verkehr gab es um Batumi rum und bei Tiflis, aber sonst war's ok.

Wenn ich mir Eure Route so grob anschaue, halte ich die für recht ambitioniert für "knapp 3 Wochen". Und mir ist noch nicht so ganz klar, wo Ihr langfahren wollt "nördlich der größeren Strasse und östlich an Tiflis". Nördlich der Hauptstrecke (Route 1) liegt Südossetien, noch weiter nördlich Russland. Wir haben da jedenfalls keine brauchbare, freigegebene Route ausmachen können und haben das Stück Kutaissi-Tiflis per Bahn überbrückt, um die stark befahrene Strecke zu meiden (geht sonst nur weiter südlich) und mehr Zeit für eine Extrarunde östlich von Tiflis (Weinstraße) zu haben. Fahrradmitnahme in der Bahn war kein Problem.

Ergänzung: Die Versorgungslage war recht gut, im Grunde bekommt man in jedem Dorf ein paar Lebensmittel. Auf Gaskartuschen habe ich aber nicht geachtet, da wir ohne Zelt unterwegs waren.

Geändert von blue (10.03.18 19:46)
Änderungsgrund: Ergänzung
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#1326354 - 10.03.18 21:32 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
blue
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 344
Ergänzung 2 schmunzel : Auf den Pass-Strecken (Goderdzi und Ushguli - Lentekhi) gibt es keine Busse o.ä., diese Strecken kann man nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln überbrücken. Letztes Jahr Anfang Juni war die Strecke ab Ushguli offiziell noch nicht freigegeben (und stellenweise durch abgebrochenes Gestein versperrt), entsprechend waren dort nur ein paar Radler und Motorradfahrer unterwegs. Am Goderdzi-Pass (Kleiner Kaukasus) sind ein paar Privatautos unterwegs, im Notfall wird man sicherlich Hilfe bekommen. Wir haben die Georgier durchweg als sehr gastfreundlich und hilfsbereit erlebt.
Ach ja, auch nur rudimentäre Russischkenntnisse sind durchaus von Vorteil (insbesondere bei der älteren Generation). Bei den Jüngeren kommt man gut mit Englisch zurecht.
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#1326365 - 10.03.18 22:50 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: blue]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
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Beiträge: 5516
Danke schmunzel. Wir werden die beiden Pässe eher Mitte /Ende Juni ansteuern, deshalb möchte ich ja zuerst nach Armenien hinunter.
Tatsächlich bin ich einen Teil der angedachten Strecke klammheimlich nach Süd-Ossetien hineingeschlenkert. Das geht freilich nicht. Man kann da scheints, höchstens teils nördlich, Teils südlich der 1 fahren und ein paar km auf dieser Hauptroute lassen sich vermutlich auch nur schwer vermeiden. Da ist der Tipp mit dem Zug als Ausweichmöglichkeit doch ganz gut. Das ist ja auch eine Zeitfrage. Und die ist wiederum von den Pisten- und Wetterverhätnissen abhängig.
Wie oft fahren denn diese Züge von Kutaissi nach Tiflis?
Prinzipiell ist die Streckenplanung eh nicht in Stein gemeißelt, ich bin überhaupt noch nie so gefahren, wie angedacht. Weil aber die Anzahl der Strecken, die keine Einwegrouten sind, ja ohnehin sehr übersichtlich ist, wollte ich das vorab mal grob durchspielen.

Gruß

Nat

Nat
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#1326366 - 10.03.18 23:16 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
blue
Mitglied
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Beiträge: 344
Die Züge Kutaissi-Tiflis fahren 2-3 Mal täglich und sind für die recht kurze Strecke ganz schön lange unterwegs (ich glaube, es waren ca 5 Stunden). Wir hatten überlegt, südlich der Hauptroute zu fahren, weil es da auch noch einiges anzuschauen gibt, aber weil wir für Ushguli-Lentekhi länger gebraucht hatten als erwartet und andererseits noch zur Weinroute wollten, war das mit dem Zug eine sinnvolle Alternative.
Georgien ist echt klasse, sehr abwechslungsreich (auch in kultureller Hinsicht), und landschaftlich genial, aber aufgrund der Topographie teilweise sehr fordernd. Mangels Bergen in meiner näheren Umgebung sind die ersten Bergetappen immer etwas schwierig, dann geht's aber grins
Sehr gastfreundliches Land, und auch bei Sprachproblemen konnte man sich immer irgendwie verständigen. Ich möchte definitiv nochmal dorthin, dann aber wahrscheinlich mit Schwerpunkt Wandern. Nicht so toll waren die teilweise etwas überambitionierten Herdenschutzhunde, aber das sollte einen nicht abhalten zwinker
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#1326373 - 11.03.18 09:13 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
dcjf
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 2055
Wir haben im September 2 Wochen in Georgien verbracht und dabei auch einmal die Bahn genommen. So konnten wir neben der Heeresstrasse und Tusheti auch noch Svaneti unterbringen und im Anschluss den kleinen Kaukasus anschneiden.
Es gibt einen Nachtzug von Tiflis nach Zugdidi, den hatten wir schon online von zuhause aus gebucht (wird vor allem von Touristen gebraucht und ist daher wohl oft mal ausgebucht). Radtransport hat auch gut geklappt, wenngleich kein Platz vorgesehen ist (wird dann einfach vor eine Tür gestellt, Vorderrad raus und kompakt packen).
Leider ist Tusheti eine Sackgasse, es sei denn man geht über den Atsunta-Pass, der aber wohl im Juni noch nicht frei ist. Kleiner Kaukasus war auch schön, die Nebenstrecke von Kutaisi über Sairme (bis dorthin Asfalt, Kurort) nach Achalziche war recht einsam aber wunderschön und auch die Strecke von Bakuriani zum Tabatskuri See interessant. Dort kann man übrigens auch Bahn fahren (Borjomi-Bakuriani). Die Bahn hatten uns ein paar russische Radfahrer ans Herz gelegt, es ist die einzige noch betriebene Schmalspurbahn in Georgien, die zwar elends langsam ist, aber doch ein Erlebnis (mal schauen wie lange das Material noch durchhält). Ein Zug fährt früh am Morgen in Borjomi los. Am Plateau oben findet ihr dann schöne Pisten.
Viel Spass in Georgien
Christian
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#1326378 - 11.03.18 10:47 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
Biketourglobal
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1266
Unterwegs in Deutschland

Hallo Nat,

ich war in Georgien unterwegs und habe ein paar Tipps zum Radtouren dort zusammengeschrieben. Vielleicht hilft es dir schon weiter: KLICK
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#1326379 - 11.03.18 11:01 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: Biketourglobal]
blue
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 344
Ach ja, auf deiner Seite war ich auch unterwegs in der Vorbereitung. Das hatte mich auch darin bestärkt, dass Mai/Juni die bessere Reisezeit ist zwinker Fieser Wind ist dann offenbar auch seltener, wir hatten nur an einem Tag heftigen Gegenwind.
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#1326390 - 11.03.18 12:40 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 7461
Hi Nat,
Wilfried und Gisela waren doch zu Fuss in der Ecke unterwegs. Vielleicht ist ja was für euch dabei:
https://www.grenzenlosabenteuer.de/neues-abenteuer-2014-2016/na-22-armenien-teil-1/
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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#1326453 - 11.03.18 20:09 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: Biketourglobal]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5516
Bei Dir liest man ja, dass Du es als schwierig empfunden hast einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Ging das anderen auch so? Ich nehme an, das ist auch von der Gegend abhängig?
Ich fahre ja bevorzugt um größere Orte herum und hätte ohne Zeltuntensilien und Kocher Bedenken zu vollem Magen und Nachtruhe zu kommen. Zumindest bei abgelegenen Bergregionen.
Wenn das nicht so ist, würde ich überlegen vielleicht das ganze Küchengeraffel daheim zu lassen. Das Zelt kommt mit, da ist man einfach flexibler.

Gruß

Nat
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#1326455 - 11.03.18 20:25 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
kangari
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1590
In Antwort auf: natash
Bei Dir liest man ja, dass Du es als schwierig empfunden hast einen geeigneten Zeltplatz zu finden. Ging das anderen auch so? Ich nehme an, das ist auch von der Gegend abhängig?
Ich fahre ja bevorzugt um größere Orte herum und hätte ohne Zeltuntensilien und Kocher Bedenken zu vollem Magen und Nachtruhe zu kommen. Zumindest bei abgelegenen Bergregionen.
Wenn das nicht so ist, würde ich überlegen vielleicht das ganze Küchengeraffel daheim zu lassen. Das Zelt kommt mit, da ist man einfach flexibler.

Gruß

Nat



Einen Zeltplatz zu finden ist nicht einfach, aber machbar. Viel Auswahl ist nicht.
Kochgeraffel würde ich mitnehmen. In den Bergen gibt es gelegentlich über längere Strecken nur wenig.
Für die swanetische Runde kannst du 6 - 7 Tage kalkulieren. D.h. eine Kombination mit Sewan-See ist in den 3 Wochen ausgeschlossen.

P.S. Zwischen Ushguli und Lentekhi fahren gelegentlich Busse. Hab mich aber gefragt wie die Fahrer ihre Gefährte über die Piste schaukeln.

Geändert von kangari (11.03.18 20:25)
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#1326468 - 11.03.18 22:53 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
blue
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 344
In den Bergen ist die Routenauswahl nicht sonderlich groß und auch in kleineren Orten findet man Essen und Unterkunft (wenn man Abstriche beim Komfort machen kann). Gute Zeltmöglichkeiten haben wir selten gesehen, und das haben auch die radelnden Briten bestätigt, die ihr Zelt dabei hatten und das teilweise direkt neben der Hauptstraße aufstellen mussten. Wir hatten im Vorfeld überlegt, Zelt & Co. mitzunehmen, haben es dann aber gelassen, da es sich für ein paar Nächte nicht gelohnt hätte. 2-3 Unterkünfte waren etwas grenzwertig träller aber wir haben dadurch auch mehr Kontakt zu den Leuten bekommen. So sind wir recht spät abends in Mazeri in Swanetien aufgeschlagen und haben noch ein phänomenales Abendessen mit gigantischer Auswahl bekommen.
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#1326482 - 12.03.18 08:10 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
jutta
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3951
Ich beneidet euch! (liege flach in der Klinik)
Vielleicht solltest ihr euch die Kringelschriften mit Lautwerten ausdrucken für Fälle, wos nur diese gibt
Gruß Jutta
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#1326589 - 12.03.18 20:10 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: kangari]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 5516
In Antwort auf: kangari


Einen Zeltplatz zu finden ist nicht einfach, aber machbar. Viel Auswahl ist nicht.
Kochgeraffel würde ich mitnehmen. In den Bergen gibt es gelegentlich über längere Strecken nur wenig.


und- gibt es Gaskartuschen? Stechenkartuschen würden langen, ich habe einen Adapter. Den 2 Kilo schweren benzinkocher wollen wir daheim lassen

In Antwort auf: kangari
Für die swanetische Runde kannst du 6 - 7 Tage kalkulieren. D.h. eine Kombination mit Sewan-See ist in den 3 Wochen ausgeschlossen.


Echt? Das sind doch keine 400km? Ist der Straßenzustand dermaßen miserabel? Vielleicht fahren wir dann dort anders.

Wir schauen mal - vieles ist ja auch situationsabhängig. Ich denke wir spielen mehrere Möglichkeiten durch.
Ob ich auf Armenien ganz verzichten möchte, weiß ich nicht- schon alleine deshalb, weil das Land verkehrsärmer sein soll als Georgien.Und den berühmten Granatapfelwein will ich auch einmal probieren. Außerdem werden wir uns so bald nicht mehr den Luxus einer weiten Flugreise gönnen, da möchten wir natürlich auch viele verschiedene Regionen kennenlernen. Und um im Bus oder Zug zu sitzen ist mir die Zeit eigentlich zu schade - wenn die Alternativen autobahnähnliche Straßen oder gerade unfahrbare Pisten heißen, ist das natürlich was anderes oder auch wenn hinten raus die Zeit arg knapp wird. Aber direkt einplanen mag ich das nicht.

Ich danke jedenfalls schon mal für Eure hilfreichen Anmerkungen. Falls noch wer was hat, nur her damit schmunzel

Gruß

Nat


PS: Und Jutta wünsche ich baldige Genesung
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#1326618 - 12.03.18 21:26 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
blue
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 344
Zum Straßenzustand hatte ich weiter oben schon was geschrieben. Da wo asphaltiert, ist das kein Problem, aber die unasphaltierten Etappen sind etwas unkalkulierbar. Daher auch meine Einschätzung Eurer Planung als "ambitioniert". Ich würde das anders angehen, denn Georgien ist zu schade für einen Schnelldurchlauf.
Zu Swanetien:
Wir sind von Tiflis über den Kleinen Kaukasus bis ans Schwarze Meer und dann die Küste hoch bis Poti, dort Übernachtung. Von dort nach Jveri (würde ich als Zwischenstopp eher nicht empfehlen aufgrund der Unterkunftssituation, hinterher ist man immer schlauer zwinker ). Weiter nach Mazeri, zwei Nächte (sehr empfehlenswert, liegt ein paar Kilometer abseits der Hauptstraße). Dann nach Mestia, dort zwei Übernachtungen, Museumsbesuch, Wandern, Sesselliftfahrt auf den Aussichtsberg. Weiterfahrt nach Ushguli, überwiegend Schlammpiste. Von dort bei Mistwetter über den Zagaro-Pass, weiterhin unbefestigt und aufgrund der Regenfälle nicht gut zu fahren (richtig glitschig), stellenweise Felsabbrüche, so dass wir kurzzeitig schieben mussten. Übernachtung in Mele, Waiterfahrt nach Tskaltubo. Von dort am nächsten Tag nach Kutaissi, mit Übernachtung und Stadtbesichtigung.
Für Zugdidi-Kutaissi würde ich bei wirklich guten Bedingungen von 5 Rad-Tagen ausgehen. Wenn die Pisten schlecht sind, entsprechend mehr. Und wenn man sich noch was anschauen und ein bisschen wandern möchte (unbedingt!) entsprechend mehr.
Beispiel von der "Straße" zwischen Mestia und Ushguli, noch vor den heftigen Regenfällen, die uns abends in Ushguli erwarten sollten.

Geändert von blue (12.03.18 21:34)
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#1326620 - 12.03.18 21:32 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
dcjf
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Liebe Nat

Natürlich gibt es schöne Zeltplätze, anbei unsere komplette Galerie, sonst 1x Nachtzug, 2x Hotel/Pension und für An/Abflug nahe dem Flughafen Tiblissi jeweils eine Nacht im Hotel Lilo.

Gut versteckt im Wald

2. Nacht im Truso-Tal

400 m unter dem Roshka-Pass

Kurz vor Schatili

600 m vor Atsuntapass, in der Nacht hat es das Zelt zerlegt

Jenseits Atsuntapass wieder an Piste

Vor dem Abanopass (oben würde es auch gut gehen, auf der Passhöhe), nächste Nacht dann im Zug

Vor Mestia

Ushguli

Ein paar km vor Lentheki, folgende Nacht in Kutaisi

zwischen Sairme und Abustamani, offizieller Camping!, darauffolgend hinter Borjomi in Pension

Letzte Nacht, jenseits von Tabaskurisee und Vulkanen

Wie du siehst, hat Georgien sehr schöne Plätze zu bieten.

PS Gaskartusche haben wir in Tifils bekommen (Schraubkartusche, hat für die ganze Zeit gelangt)

Geändert von dcjf (12.03.18 21:39)
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#1326648 - 13.03.18 05:43 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: dcjf]
indomex
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In Antwort auf: dcjf

PS Gaskartusche haben wir in Tifils bekommen (Schraubkartusche, hat für die ganze Zeit gelangt)

Hallo, und sorry, wenn ich mich da mal kurz mit-einklicke: Wo genau, weißt du das noch? (Oder gibt es die echt an jeder Ecke, dann erübrigt sich das - Kartuschensuche hat bei mir in so manchen Ländern für stundenlange Suchaktionen gesorgt...)

Liebe Grüße,
Peter

PS: Sehr schöne Bilder. Macht große Lust, gleich loszufahren...
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter

Geändert von indomex (13.03.18 05:44)
Änderungsgrund: Ergänzung des Textes
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#1326655 - 13.03.18 06:47 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: indomex]
dcjf
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 2055
Das war der x-treme Sports an der Akaki Belashvili.
Gibt aber sicher noch andere Läden, den Laden hatten wir gar nicht auf dem Radar.

Geändert von dcjf (13.03.18 06:48)
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#1326795 - 13.03.18 16:57 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: dcjf]
indomex
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Beiträge: 771
Okay, hab' Dank für die schnelle Antwort
LG, Peter
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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#1327487 - 17.03.18 22:14 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
kangari
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In Antwort auf: natash
In Antwort auf: kangari


Einen Zeltplatz zu finden ist nicht einfach, aber machbar. Viel Auswahl ist nicht.
Kochgeraffel würde ich mitnehmen. In den Bergen gibt es gelegentlich über längere Strecken nur wenig.


und- gibt es Gaskartuschen? Stechenkartuschen würden langen, ich habe einen Adapter. Den 2 Kilo schweren benzinkocher wollen wir daheim lassen

In Antwort auf: kangari
Für die swanetische Runde kannst du 6 - 7 Tage kalkulieren. D.h. eine Kombination mit Sewan-See ist in den 3 Wochen ausgeschlossen.


Echt? Das sind doch keine 400km? Ist der Straßenzustand dermaßen miserabel? Vielleicht fahren wir dann dort anders.


Asphalt ist nur bis hinter Mestia. Ab dem ersten Hügel ist Piste angesagt. Bis Ushguli ist die aber noch ok. Richtig schlecht wird es ab dem Zagaro-Pass. V.a. wenn es nass ist, was im Juni wegen Schneeschmelze zu erwarten ist.

Verkehrsdichte zwischen Georgien und Armenien ist etwa gleich. Wichtig wäre, Nebenstraßen zu nehmen, was in Georgien sehr viel einfacher ist.
Solltet ihr mehrheitlich Nebenstrecken fahren wäre OSM sehr zu empfehlen. Zustand jener ist zumeist ziemlich matschig.
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#1327520 - 18.03.18 12:41 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
flotter
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Beiträge: 92
In Armenien hatte ich mit Campen kein Problem. Baute mein Zelt einfach meist neben einem der einsamen Wehrklöster auf. Musste dafür nur ein paar Extrahöhenmeter leisten. In Georgien habe ich mich "durchgesoffen" d.h. wurde meist zur Übernachtung eingeladen was leider immer mit übermäßigen Alkohlgenuß verbunden war und keine Chance abzulehnen. In Armenien möchte ich euch Sissian ans Herz legen. Eine Bergfahrt zu den Petroglyphen von Ughtasar ist eine Wahnsinnstour von der ich noch 12 Jahre später schwärme, Tatev, Vorotnavank, Vorotnaberd, Zorats Karer alles in der näheren Umgebung von Sissian.
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#1340926 - 05.06.18 21:02 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: kangari]
natash
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Sodele,

am Donnerstag gehts los - wir werden mal schauen was so reinläuft.
Vermutlich werden wir erst einmal einen Temperaturschock bekommen nach der andauerden Hitze hier schmunzel

Wir schauen einfach mal was geht und werden dann später hier berichten.
Danke für Eure Tipps, ob wir sie beherzigen werden, wird sich noch zeigen.
Gruß

Nat

Edith sagt der blacky äh - kangari- hat Geburttag:

Lieber Peter,

alles Gute zu Geburtstag. Wenn ich mal durch Sibierien komme halte ich Ausschau nach Deinem Rad.

Ich heb einen auf Dein Wohl wein bier

Gruß

Nat

Geändert von natash (05.06.18 21:05)
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#1340931 - 05.06.18 21:43 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
indomex
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 771
Hallo Nat,

ich wünsche euch eine tolle Reise mit wunderschönen Begegnungen, keinerlei Temperaturschocks oder Pannen und eine gesunde Rückkehr. Auf eure Berichte bin ich jetzt schon sehr gespannt.

Liebe Grüße,
Peter
Leben und leben lassen
Liebe Grüße, Peter
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Off-topic #1341397 - 08.06.18 10:31 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: natash]
kangari
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1590
In Antwort auf: natash

Edith sagt der blacky äh - kangari- hat Geburttag:

Lieber Peter,

alles Gute zu Geburtstag. Wenn ich mal durch Sibierien komme halte ich Ausschau nach Deinem Rad.

Ich heb einen auf Dein Wohl wein bier

Gruß

Nat


Hi Natalie,

komm gut durch die Tunnel. Besonders der kurz vorm Sewansee hat doch Recht gut Verkehr.
Alternativ kann auch über die Pässe gefahren werden.

Schnee dürfte es bis auf 2000 m nicht mehr geben. Frisch wird es aber sicher.

Dank dir für die guten Wünsche. wein

Geändert von kangari (08.06.18 10:34)
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#1341943 - 11.06.18 19:20 Re: Kleine Kaukasustour - Tipps [Re: kangari]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 5516
Wir sind gestern von dem im Osten an dem an der Grenze zu Aserbaidjan liegenden Flußtal über Chambarak zum Sevansee. Das ist sehr sicher die ruhigste,vielleicht auch schönste Variante. Die Strasse ist nur an sehr wenigen Stellen mies,sonst stellweise,vor allem zum Pass hin neu gemacht und besser als die dicken M-Routen.
Ich kanns empfehlen.
Gruß
Nat
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