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#1341587 - 09.06.18 06:41 Worst case scenario: Kette gerissen, was nu?
borstolone
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 2747
Unterwegs in Deutschland

Hallo,
ein paar Nachgedanken zum Thema "Ketten-verschließen" ohne empfehlenswertes Kettenschloß: Worst case scenario auf Radreise

Zum Werkzeug: Es gibt Nietendrücker (im Profibereich, wiegt aber), die über die Möglichkeit verfügen, das Ende der Kettenniete aufzuspreizen (hat meiner nicht). Ist das sinnvoll?

Kann man mit Ersatzgliedern und dem geeigneten Werkzeug (Kettennietendrücker) jederzeit ein Kettenschloß zuverlässig verschließen? (ich gehe natürlich von ungebrauchten Nieten aus?)

Was muß man dabei beachten?

Was macht man, wenn bei gerissener Kette kein Radladen in der Nähe ist und ein Kettenschloß nicht auftreibbar ist. Bordmittel, wie Kettennietendrücker jedoch vorhanden.
Kann man Ersatznieten z.B. für die hier im Forum favorisierte C9 von Campa bekommen?

Grüße, Jakob, der noch Lücken in seinen Reparaturkenntnissen hat
(Relativpronomen von schneller66 vorübergehend geklaut)
Zahme Vögel singen von Freiheit.
Wilde Vögel fliegen.
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#1341593 - 09.06.18 07:41 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31665
Ersetze mal »Niete« durch »Bolzen«. Ein Niet wäre viel zu weich, um als Kettenbolzen mehr als nur ein paar Kilometer zu überstehen. Im Prinzip erhalten die Kettenbolzen nur auf beiden Seiten einen leichten Grat. In Verbindung mit der schon vorher bestehenden knappen Toleranz zu den Außenlaschen, die man auch »Presspassung« nennen könnte, reicht das. Ich habe mir auch schon überlegt, einen Rohloff-Kettenbolzendrücker zu beschaffen, doch war ich bisher noch nie in der Lage, dass ich eine Kette nicht mit den üblichen Werkzeugen schließen zu können. Lose Bolzen vorhalten lohnt meiner Meinung nach nicht. Du bekommst sie so oder so nicht wieder in die Bohrung einer Außenlasche. Ich hatte lange ein kurzes Stück Originalkette mit im Bordwerkzeug. Seit Anfang Februar nicht mehr, es ist mit dem Rest vom Fahrzeug in Buenos Aires geblieben. Wichtig ist in diesem Zusammenhang immer, den Bolzen nicht ganz rauszudrücken. Steht er noch etwa einen halben Millimeter auf der Innenseite über, dann erleichtert das zusätzlich das Zusammenfügen beider Kettenenden. Wirklich gebraucht habe ich das letzte Ersatzkettenglied 2004, auf Kreta ist eine Kettenrolle gebrochen und der dadurch auf den Kettenrädern entstehende Teilungsfehler hat wirklich schnell für zusätzliche Verschleißspuren gesorgt. Ein Glied rauszunehmen hätte vermutlich auch gereicht.

Mit Kettenschlössern kann man leben, wenn sie wirklich aus demselben Bolzenmaterial wie die übrigen bestehen. Sonst längt sich die Kette ungleichmäßig und ich kann nur dringend empfehlen, Kettenschlösser von abgefahrenen Ketten mit in die Schrottkiste zu werfen. Denk auch daran, ein eben verschlossenes Kettengelenk wieder gangbar zu machen. Ordentliche Bolzendrücker haben dafür eine zusätzliche Auflage, mit der man den Bolzen auf nur einer Außenlaschenseite zurückdrücken kann. An der Kette herumbiegen, wie ich das auch auf Forumstouren schon erlebt habe, ist der falsche Weg.
Falk, SchwLAbt
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#1341610 - 09.06.18 11:11 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
redfalo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1535
Ich verstehe das Problem nicht ganz. Ich habe immer mindestens ein zusätzliches Kettenschloss an Bord für den Fall, dass die Kette reißen sollte. Und einen Kettenöffner.
"There are loads of reasons why you can't do it but you just have to ignore them and get on with it." (Martin Brice)

RRtY *** Brevet-Selbsthilfegruppe *** Mein Blog "Cycling Intelligence"




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#1341612 - 09.06.18 11:33 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: Falk]
HerrZebra
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 54
In Antwort auf: Falk
Ordentliche Bolzendrücker haben dafür eine zusätzliche Auflage, mit der man den Bolzen auf nur einer Außenlaschenseite zurückdrücken kann. An der Kette herumbiegen, wie ich das auch auf Forumstouren schon erlebt habe, ist der falsche Weg.


So nun muss ich gaanz doof nachfragen. Was wäre den für Unterwegs ein ordentlicher Bolzendrücker bzw. Multitool? Nen Rohloff Revolver mitzuschleppen samt Koffer fällt ja wohl raus.
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#1341613 - 09.06.18 11:56 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: HerrZebra]
uri63
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 655
Bolzendrücker am Multitool reicht aus.
Wenn man kein Kettenschloss oder keinen nuen Bolzen dabei hat, kann man im Notfall auch ein Kettenglied entfernen und den herausgedrückten Bolzen zum Schliessen der Kette verwenden. Funktioniert, habe ich selbst schon gemacht.

Grüsse uwe
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#1341626 - 09.06.18 13:25 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
Spreehertie
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 2468
Hallo borstolone,

vor wenigen Tagen wurde das Thema in diesem Faden weitreichend erschöpfend behandelt.

Gruß
Felix
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Off-topic #1341653 - 09.06.18 16:36 Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Falk]
MatthiasM
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6096
In Antwort auf: Falk
[...]Mit Kettenschlössern kann man leben, wenn sie wirklich aus demselben Bolzenmaterial wie die übrigen bestehen. Sonst längt sich die Kette ungleichmäßig und ich kann nur dringend empfehlen, Kettenschlösser von abgefahrenen Ketten mit in die Schrottkiste zu werfen.[...]
Technische Verständnisfrage: Wenn sich EIN einzelnes Kettenglied bzw. eben das eine, mehrfach wiederverwendete Kettenschloss gelängt hat, aber der Rest der Kette "neu" ist, sollte das zumindest auf Ritzel- und Kettenblätterverschleiß einen vernachlässigbaren Einfluß haben. Bei einer gleichmäßig gelängten Kette arbeiten ja alle Glieder ständig auf alle Zähne. Ein angeleiertes Kettenschloß kommt (außer die Kettenlänge ist ein ganzzahliges Vielfaches der jew. Ritzel/Blattzähnezahl) rechnerisch ja eher selten wieder auf den gleichen Zahn (bei ungeradzahligen Zähnezahlen noch seltener), also dürfte der Einfluß ziemlich gering sein. Lästig wäre es, wenn das Schloß so ausgeleiert ist, daß allein damit schon die Kette rutscht/springt. Das kann ich mir nur eher kaum vorstellen....

lG Matthias
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Off-topic #1341656 - 09.06.18 18:13 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: MatthiasM]
Andreas R
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 12936
Hallo Matthias,

In Antwort auf: MatthiasM
Technische Verständnisfrage: Wenn sich EIN einzelnes Kettenglied bzw. eben das eine, mehrfach wiederverwendete Kettenschloss gelängt hat, aber der Rest der Kette "neu" ist, sollte das zumindest auf Ritzel- und Kettenblätterverschleiß einen vernachlässigbaren Einfluß haben.

Zumindest einen geringen Einfluss, ja.

In Antwort auf: MatthiasM
Lästig wäre es, wenn das Schloß so ausgeleiert ist, daß allein damit schon die Kette rutscht/springt. Das kann ich mir nur eher kaum vorstellen....

Ich würde ein abgenutztes Schloss dennoch nicht einsetzen. Es hat ja auch die Funktion, die Kette zusammenzuhalten.

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh
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#1341659 - 09.06.18 18:22 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5552
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Salut Jakob

In Antwort auf: borstolone

Was macht man, wenn bei gerissener Kette kein Radladen in der Nähe ist und ein Kettenschloß nicht auftreibbar ist.


Man kann Ketten auch einfach mit einem Hammer/Stein flicken (vgl. Christian Kuhtz), hab ich mal in den Alpen gemacht.

Beste Prävention:
- bei der Erstmontage sorgfältig vernieten
- unter Last nicht "voll Power" reintreten

Einpacken:
- einfacher Kettennieter (vorher mal "trocken üben", sonst bricht man schnell den Stift ab)
- 3 (passende) Ersatzglieder
- Kettenschloss
- (für Shimano) 1 der speziellen Nietstifte "zum Abbrechen)

wiegt alles nicht viel.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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Off-topic #1341682 - 10.06.18 00:45 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: MatthiasM]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31665
Der Teilungsfehler durch ein gelängtes Kettenglied (es sind ja zwei Bolzen und zwei Bohrungen) macht erstmal nicht viel aus, doch entstehen dabei beim Auflaufen auf die Kettennräder jedesmal punktuell deutliche Lastspitzen, die man einmal hört und die zum anderen auch für spürbaren Verschleiß an den Kettenrädern sorgen. Ich hatte damit schon Ärger und halte die scheinbare Ersparnis für so gering, vor allem in Bezug auf die Folgen, dass ich dringend abraten muss. Es kann natürlich auch daran liegen, dass ich nur keinen schwäbischen Gastwirt der Marke »Erst Bargeld, dann das Zimmer angucken« unter meinen Vorfahren habe. Es ist auch nicht verboten, anderer Leute Erfahrungen zu ignorieren. Es macht nur einen verdammt schlechten Eindruck, hinterher zu jammern.

Dringende Empfehlung: Beim Prüfen des Kettenverschleißzustandes mindestens an zwanzig Stellen prüfen und unbedingt auch über ein eventuell vorhandenens Kettenschloss.

@Pantha Rhei, ich habe eine gerissene Kette auch schon mit dem Weichenschlosserwerkzeug und auf der Schiene als Amboss repariert. Es hat lange gehalten. Empfehlen möchte ich das trotzdem nicht.
Falk, SchwLAbt
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#1341683 - 10.06.18 01:00 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: HerrZebra]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31665
Zitat:
Was wäre den für Unterwegs ein ordentlicher Bolzendrücker bzw. Multitool?

»Multitools« fasse ich nur einmal an. Das ist der Moment, in dem sie die finale Beschleunigung erhalten, kurz bevor sie in der Schrottkiste einschlagen. Was soll der Mist? Richtiges Werkzeug ist unter dem Strich nicht schwerer, doch man kommt an alle Stellen auch ran. Die wenigen Schlüssel, die man beim Fahrrad wirklich braucht, bringen niemanden um und außerdem hat längst nicht jeder Bock immer dieselben. Spätestens bei den Pedalen versagen »Multitools« jämmerlich, Kurbeln kann man damit nicht ab- und festziehen und der 14er für die Pitlocknuss muss ebenfalls lang genug sein.

Mein letzter Kettenbolzendrücker war, wenn ich mich richtig erinnere, von Park Tool. Sicher bin ich mir aber erst, wenn ich einen Neuen da habe. Der bisherige ist mit dem Rest des Fahrzeuges in Argentinien geblieben und segelt jetzt unter fremder Flagge.
Falk, SchwLAbt
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Off-topic #1341687 - 10.06.18 02:00 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: MatthiasM]
Spreehertie
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 2468
Hallo Matthias,

Zitat:
Technische Verständnisfrage: Wenn sich EIN einzelnes Kettenglied bzw. eben das eine, mehrfach wiederverwendete Kettenschloss gelängt hat, aber der Rest der Kette "neu" ist, sollte das zumindest auf Ritzel- und Kettenblätterverschleiß einen vernachlässigbaren Einfluß haben.

wenn das Kettenschloß sich "gelängt" habe sollte, dann wäre das ganz offensichtlich, da nicht die Laschen gelängt werden, sondern die Bolzen von den Buchsen der Innenlaschen Einlaufspuren zeigen würden; passendes Bild habe ich gerade nicht gefunden. Aber selbst bei einem verschlissenen Kettenschloß wird der Verschleiß an den Ritzeln nicht besonders groß sein gegenüber eine "gelängten" Kette, da auf die Umschlingungsstrecke am Ritzel der Teilungsfehler viel kleiner ist.

Gruß
Felix

Geändert von Spreehertie (10.06.18 02:04)
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#1341705 - 10.06.18 09:02 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: Falk]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5552
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: Falk
Zitat:
Was wäre den für Unterwegs ein ordentlicher Bolzendrücker bzw. Multitool?

Mein letzter Kettenbolzendrücker war, wenn ich mich richtig erinnere, von Park Tool.

Das Park CT-5 habe ich dabei. Rel. seriös und trotzdem klein genug. Austauschbare Pins.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1341708 - 10.06.18 09:19 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
Rad-Franz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 195
Guten Morgen,

ich ziehe mittlerweile die Glieder vor, die praktisch pro Glied nur einen Bolzen drinnen haben - diese Steckt man einfach gegengleich zusammen und verschließet sie -> fertig.

Hab aber auch schon Ketten mit Reserveglied repariert. Mit Kettennietzwerkzeug kann man die Bolzen eines anderen Gliedes durchaus verwenden- Kette könnte dann aber etwas steif sein. Mit WaPu-Zange etas hin und her nörgeln und dann haltet es. Ist zwar etwas "russisch", aber gehalten hat es.
Der Name "Christian Kuhtz" ist ja hier schon gefallen - in seinen Büchern findet man eine Reihe hilfreicher Improvisationen, finde ich.

Beste Grüße
Franz
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#1341710 - 10.06.18 09:44 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: Rad-Franz]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31665
Zitat:
Mit Kettennietzwerkzeug kann man die Bolzen eines anderen Gliedes durchaus verwenden- Kette könnte dann aber etwas steif sein. Mit WaPu-Zange etas hin und her nörgeln und dann haltet es. Ist zwar etwas "russisch", aber gehalten hat es.

Eben dafür gibt es doch an ordentlichen Kettenbolzendrückern die zusätzliche Aufnahme, mit der man den Bolzen nur in einer Außenlasche verschiebt. Ich muss wirklich annehmen, dass alle, die mit was auch immer an Ketten herumbiegen, das Prinzip nicht verstanden haben.
Falk, SchwLAbt
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#1341713 - 10.06.18 10:31 Re: Wurst Käse Szenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
Job
Mitglied
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Beiträge: 17751
ich weiss nicht, ob es lohnt sich über so ein Wurst-Käse-Szenario Gedanken zu machen. Eine gerissene, oder sonst irgendwie aufgegangene Kette habe ich bei mir noch nie erlebt. Ich benutzte sowohl Kettenschlösser ala Sram/Sachs, als auch die Shimano Kettenbolzen mit der abzubrechenden Spitze und natürlich auch die Originalbolzen der Kette. Wenn man beim Kürzen der Kette die Bolzen nicht komplett rausdrückt und sorgfältig vorgeht, bekommt man die auch wieder sauber zurück und die Kette damit zuverlässig geschlossen. Am elegantesten geht natürlich das Kettenschloß. Damit habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Theoretisch braucht man dann zum Kette kürzen gar kein Spezialwerkzeug. Ein Stein, ein Nagel und eine Mutter reichen aus.
Auch Sram-Schloß mit Campa-Kette (beides 9x)geht gut.

Geändert von Job (10.06.18 10:35)
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#1341724 - 10.06.18 12:42 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17541
In Antwort auf: borstolone
Kann man mit Ersatzgliedern und dem geeigneten Werkzeug (Kettennietendrücker) jederzeit ein Kettenschloß zuverlässig verschließen? (ich gehe natürlich von ungebrauchten Nieten aus?)

Du verwechelst hier zwei Sachen. Für ein Kettenschloss brauchst du i.A. gar kein Werzeug zum Verschließen. Oft brauchst du auch keins zum Öffnen, obwohl es mit einer kleinen Zange oft einfacher geht.

Mit ungebrauchten passenden Ersatznieten und einem halbwegs ordentlichen Nietendrücker sollte sich die Kette verschließen lassen. Sofern man mit dem Wekrzeug umgehen kann.

In Antwort auf: borstolone
Was muß man dabei beachten?

Ersatzniet unbedingt GERADE ansetzen. Falls man einen gebrauchten Niet nimmt, dann darf man ihn nicht komplett herausdrücken, sondern er sollte noch an einem Ende in der Außenlasche hängen.

In Antwort auf: borstolone
Was macht man, wenn bei gerissener Kette kein Radladen in der Nähe ist und ein Kettenschloß nicht auftreibbar ist.

Laut fluchen und rumtoben... teuflisch

// Im Ernst. Es ist nicht mit drei Worten erklärt. Da würde ich wirklich mal aufs Internet verweisen, oder du schaust mal bei einem Mechaniker zu. //

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (10.06.18 12:54)
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#1341727 - 10.06.18 12:52 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: HerrZebra]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17541
In Antwort auf: HerrZebra
Was wäre den für Unterwegs ein ordentlicher Bolzendrücker bzw. Multitool?

Nietendrücker genau der von Pantha-Rei verlinkte:
Park CT-5

Multitool... Durchwachsen. Wirklich taugen tut m.E. nur der Nietendrücker am Topeak Hummer:
Topeak Hummer 2 Multitool
Dort hat man nämlich eine richtigen Hebel (einer der Reifenheber ist gleichzeitig die Kurbel). Damit ist das Werkzeug ohne größere Handkraft bedienbar.

Ich habe auch eins von Crankbrothers, nämlich eines von diesen hier (müsste nachsehen welches, aber bin gerade zu faul, in den Keller zu gehen):
Crankbrother Multi-17
Crankbrother Multi-19
Beide sind aus meiner Sicht nicht wirklich durchdacht. Man braucht wegen des ziemlich kurzen Hebels sehr viel Handkraft zum Festhalten. Wenn es kalt ist und regnet und du mit einer gerissenen Kette dastehst, ist das sehr unschön. Insofern würde ich von diesen Werkzeugen wirklich abraten.

Wenn schon, dann lieber das Multi-10 nehmen in Verbindung mit dem o.g. separaten Kettennieter. Das ist meine Variante.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (10.06.18 12:58)
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#1341728 - 10.06.18 12:57 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: Falk]
Rad-Franz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 195
In Antwort auf: Falk

Eben dafür gibt es doch an ordentlichen Kettenbolzendrückern die zusätzliche Aufnahme, mit der man den Bolzen nur in einer Außenlasche verschiebt. Ich muss wirklich annehmen, dass alle, die mit was auch immer an Ketten herumbiegen, das Prinzip nicht verstanden haben.

Wie du geschrieben hast:
a.) ordentlicher (!) Kettenbolzendrücker
b.) Bolzen nur in einer Außenlasche verschiebt

zu a.) oft nicht vorhanden - zumindest achtert bei meinem die Spindel schon etwas (hat schon viele Ketten gesehen während der Trike-& Velomobilbauzeit...)

zu b.) wenn man in der Eile etwas zu weit dreht, dann wird's etwas "nicht mehr so einfach".

Was auch ganz gut geht, sind die Kettenstifte, die bei den neuen Ketten oft dabei sind - da hat man dann gleich eine Führung, was einen "etwas" schlechten Kettennieter auch noch einsatzfähig macht.

Ich nehme halt jetzt wie geschrieben immer <<Sowas>> mit, dann brauch ich nicht lange rumtun (habe es aber seither jedoch unterwegs nicht mehr gebraucht grins).

Beste Grüße
Franz
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Off-topic #1341729 - 10.06.18 12:57 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: MatthiasM]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17541
In Antwort auf: MatthiasM
Lästig wäre es, wenn das Schloß so ausgeleiert ist, daß allein damit schon die Kette rutscht/springt. Das kann ich mir nur eher kaum vorstellen....

Ich muss deiner Vorstellung widersprechen. Das geht schneller als du denkst. Neue Kette mit altem Kettenschloss veschlossen merkt man bei einer Kettenschaltung schon ziemlich. Genau an dem Glied springt und rasselt es.

Das wird vielleicht auch nicht gleich beim erstem Mal zu spüren sein, und es hängt von der Laufleistung der Kette und des Schlosses ab, aber allerspätestens bei der dritten Kette sollte man das Schloss nicht mehr nehmen.

Klar, als Kompromiss für unterwegs taugt es natürlich. Lieber eine springende halbwegs funktionierende Kette als eine gerissene, bei der man das Rad schieben muss. Aber genau aus diesem Grund habe ich immer noch zwei neue Kettenschlösser mit. Die wiegen ja praktisch nichts.
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (10.06.18 12:59)
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#1341741 - 10.06.18 14:37 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: HerrZebra]
Sonntagsradler
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 783
In Antwort auf: HerrZebra
Was wäre denn für Unterwegs ein ordentlicher Bolzendrücker ?

Topeak Super Chain Tool, 65 Gramm schwer

Geändert von Sonntagsradler (10.06.18 14:42)
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Off-topic #1341773 - 10.06.18 18:26 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Toxxi]
nachtregen
Mitglied
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Beiträge: 2133
In Antwort auf: Toxxi
aber allerspätestens bei der dritten Kette sollte man das Schloss nicht mehr nehmen.

Warum kommt man überhaupt auf die Idee, ein Kettenschloß mehrfach zu verwenden? Bei jeder Kette, die ich in den letzten zehn Jahren gekauft habe, egal ob Markenprodukte von SRAM, Connex, KMC, Taya etc. oder No-Names von z.B. Decathlon war ein neues Kettenschloß dabei - bzw. bei Shimano halt je nach Modell entweder Kettenschloß oder der Nietstift.
--
Stefan
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Off-topic #1341776 - 10.06.18 18:48 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: nachtregen]
Falk
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Das wüsste ich allerdings auch gerne.
Falk, SchwLAbt
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#1341817 - 11.06.18 00:29 Re: Wurst Käse Szenario: Kette gerissen, was nu? [Re: Job]
Andreas R
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Hallo Steffen,

In Antwort auf: Job
ich weiss nicht, ob es lohnt sich über so ein Wurst-Käse-Szenario Gedanken zu machen. Eine gerissene, oder sonst irgendwie aufgegangene Kette habe ich bei mir noch nie erlebt.

Hier mehrfach. Eine etwas hartnäckige, die ich mit dem Revolver nicht dauerhaft schließen konnte, aber dann mit dem Nieter des Multitools (Minoura Handy Pocket 14) doch dauerhaft.

Und einmal bei einer Forumstour in kleiner Runde, irgendwie habe ich ungünstig geschaltet und zugleich getreten. Jedenfalls habe ich das verbogene Glied mit dem obigen Werkzeug entfernt, ein Kettenschloss eingesetzt und nach weniger als fünf Minuten ging es weiter.

Grüße
Andreas

PS: Wurst Case am Rad ist für mich ein Rahmenbruch, aber kein Kettengliedbruch.
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh

Geändert von Andreas R (11.06.18 00:30)
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Off-topic #1341818 - 11.06.18 00:46 Re: Wurst Käse Szenario: Kette gerissen, was nu? [Re: Andreas R]
Stylist Robert
Mitglied
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Beiträge: 2901
In Antwort auf: Andreas R
Wurst Case am Rad ist für mich ein Rahmenbruch, aber kein Kettengliedbruch.
Demnach ist dir ein Kettenbruch völlig Wurst... zwinker
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Off-topic #1341821 - 11.06.18 01:07 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Falk]
MatthiasM
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6096
In Antwort auf: Falk
Das wüsste ich allerdings auch gerne.

als einzelnes "Reserve-Notfall-Flickzeug" ein paar neue Kettenglieder (unbenutzt und neu, da übrig vom Kürzen neuer Ketten) und ein paar gebrauchte Kettenschlösser (benutzt aber gut erhalten, übrig von den letzten Kettenwechseln). Bei einer neuen Kette pflegt ja nur 1, in Worten ein ungebraucht/neues Schloss dabei zu sein, wenn überhaupt. Daß ich bei der neuen Kette dann dieses mitgelieferte frische Schloss nehme, sollte klar sein.
Fürs Flicken im Notfall sollten es aber die gebrauchten Kettenschlösser aus (rechtzeitig, nicht erst bei Haifischzähnen) ausgemusterten Ketten mindestens bis zum heimischen Stall durchaus tun.

lG Matthias

PS.: Warum hier aus Prinzip immer auf Multitools herumgehackt werden muß, versteh ich nicht. Ich gebe offen zu, daß mir für die gelegentlichen Kleinmaßnahmen an den Töchterrädern z.B. beim Kettenkürzen im Zuge von Kettenerneuerung der Nietendrücker vom Mutitool stets absolut ausgereicht hat (wobei er in der Lage ist, z.B. schlosslose Shimanoketten am Schwiegermutterrad auch wieder zu schließen), ebenso wie es mir für die seltenen kleinen Pannen unterwegs neben Flickzeug, guten Reifenhebern, kleinstem Knipex-Zangenschlüssel als Allroundwaffe tatsächlich auch das Multitool statt 2 kg Stahlwille-Sortiment völlig getan hat. Ich hab mir meins allerdings von Hand mit kritischem Blick und anhand der am Familienfuhrpark wahrscheinlichen Schraubfälle gezielt ausgesucht. Mein kleines Alltagsflickzeug ist nun mal viel griffbereiter als der gesamte sonstige Werkzeugkrusch....

Geändert von MatthiasM (11.06.18 01:12)
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Off-topic #1341824 - 11.06.18 02:26 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: MatthiasM]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31665
Zitat:
Warum hier aus Prinzip immer auf Multitools herumgehackt werden muß, versteh ich nicht.

Weil sie ergonomische Katastrophen sind und richtiges Werkzeug weder größer noch schwerer ist? Ich konnte auch mit »Knochen« nie was anfangen. Für das Bordwerkzeug rupfe ich auch keinen Nusskasten. Das, was ich daraus unterwegs brauche, kriege ich doch einzeln.
Falk, SchwLAbt
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#1341834 - 11.06.18 08:17 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3506
Hallo!

Ich schwimme nicht mit dem Mainstream mit. Einmal hatte ich "Kettenrisse" nur bei billigen Kettenschlösser, sonst bei Qualitätsrädern noch nie. Ein zerlegtes Kettenschloss lässt sich einfach ersetzen.


Einmal musste ich eine nicht gerissene Kette öffnen, da die Übertragungskette am Tandem nach innen gefallen war. Von dort ließ sie sich entweder mit Gewalt (nie gut), einem Kurbelabzieher oder mit Öffnen und wieder Verschießen zurück auf die Kettenblätter legen. Letzteres war unterwegs die einfachste Version.
Das habe ich mit einem billig bei einer Geschäftsauflösung erstandenem Multitool von Cytech gemacht, es hat anstandslos gehalten. Ersatzkettenschloss hatte ich mit, das war es dann.

Ich möchte keine spezielle Produktwerbung machen. Es war ein Zufallskauf, der schon einige Reparaturen, meistens an Rädern von ratlos am Wegesrand stehenden Mitradlern, anstandslos überstanden hat. Viele andere Hersteller bauen genauso zuverlässige Tools. Natürlich sind Mutitools bei manchen Arbeiten unbrauchbar, weil man damit nicht in jede Ecke kommt. Aber man gar nicht so wenig damit machen.

Nach einem Riss eines Kettenschlosses von KMC bin ich wieder dazu übergegangen, die Ketten (acht- und neunfach) direkt zu vernieten, wie es früher üblich war. Das hält gut und kostet gar nichts. Laut meinem Radhändler ist das bei Ketten bis zu 9-fach kein Problem, schmälere Ketten dürfen nicht mehr direkt vernietet werden. Damit vermeide ich die Sollbruchstelle.

lg!
georg
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Off-topic #1341839 - 11.06.18 08:44 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: MatthiasM]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14372
In Antwort auf: MatthiasM
Ich gebe offen zu, daß mir für die gelegentlichen Kleinmaßnahmen an den Töchterrädern z.B. beim Kettenkürzen im Zuge von Kettenerneuerung der Nietendrücker vom Mutitool stets absolut ausgereicht hat


Bei mir ist es sogar so, dass der Nietendrücker am Alien 2 derjenige ist, mit dem ich bisher am besten zurechtkomme. Kann gut sein, dass ich vorher nie einen gescheiten hatte, aber ich habe es fast immer geschafft, bei der ersten Anwendung den Stift krumzubiegen.

Martina
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Off-topic #1341848 - 11.06.18 09:52 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Falk]
Andreas R
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Hallo Falk,

In Antwort auf: Falk
Zitat:
Warum hier aus Prinzip immer auf Multitools herumgehackt werden muß, versteh ich nicht.

Weil sie ergonomische Katastrophen sind und richtiges Werkzeug weder größer noch schwerer ist?

Ja. Allerdings, einen Vorteil haben sie: Man kann nach einer Reparatur nicht ein einzelnes Werkzeug am Ort des Geschehens zurücklassen.

Grüße
Andreas (der Einzelwerkzeuge in der Satteltasche hat)
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Off-topic #1341850 - 11.06.18 09:56 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Andreas R]
Toxxi
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In Antwort auf: Andreas R
Allerdings, einen Vorteil haben sie: Man kann nach einer Reparatur nicht ein einzelnes Werkzeug am Ort des Geschehens zurücklassen.

Genau das ist auch mein wichtigstes Agrument pro Multitool. dafür
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Off-topic #1341855 - 11.06.18 10:12 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: nachtregen]
Toxxi
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In Antwort auf: nachtregen
Warum kommt man überhaupt auf die Idee, ein Kettenschloß mehrfach zu verwenden?

Faulheit... peinlich Oder vergessen, eins zu besorgen.

In Antwort auf: nachtregen
Bei jeder Kette, die ich in den letzten zehn Jahren gekauft habe, egal ob Markenprodukte von SRAM, Connex, KMC, Taya etc. oder No-Names von z.B. Decathlon war ein neues Kettenschloß dabei...

Echt? schockiert Ich habe noch nie, wirklich noch nie, ein Kettenschloss zur Kette dazubekommen. Vielleicht kaufe ich einfach die falschen Ketten... wirr

In Antwort auf: nachtregen
...bei Shimano halt je nach Modell entweder Kettenschloß oder der Nietstift.

Wie gesagt - ein Kettenschloss habe ich noch nie zur Kette bekommen. Beim Verschluss mit dem Stift habe ich einmal schlechte Erfahrungen gemacht, das war allerdings eine Campagnolo C10. Die riss dann ein paar Tage später, zum Glück direkt neben einem S-Bahnhof. Vielleicht habe ich mich auch nur zu dusselig beim Schließen angestellt.
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Off-topic #1341856 - 11.06.18 10:19 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Toxxi]
Spreehertie
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Beiträge: 2468
Servus Toxxi,
In Antwort auf: Toxxi
Genau das ist auch mein wichtigstes Agrument pro Multitool. dafür

früher, vor dem Einzug der Innensechskantschrauben am Fahrrad gab es auch den Knochen, total stabil oder noch schlimmer das Maul-/Ring-Schlüssel-Multitool(ich hatte die West-Variante ohne Maulschlüssel, habe aber nur ein Bild bei Ebäh gefunden). Beide Varianten hatte ich zusammen mit dem berühmten Tiptop-Flickzeugkastchen als Erstausstattung an meinen Rädern. cool Nach einem Reparaturversuch unterwegs konnte das gesamte Werkzeug sehr ökonomisch mit einer ausladenden Armbewegung in die Botanik verbracht werden.

Gruß
Felix

PS:
Zitat:
Ich habe noch nie, wirklich noch nie, ein Kettenschloss zur Kette dazubekommen. Vielleicht kaufe ich einfach die falschen Ketten...

Zumindest hast Du keine original verpackte SRAM-Kette gekauft.

Geändert von Spreehertie (11.06.18 10:25)
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Off-topic #1341858 - 11.06.18 10:47 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Spreehertie]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 17541
Beim Knochen habe ich früher eher die Schrauben aus dem weichen Stahl zerdreht als das Werkzeug...

Es gibt durchaus auch Schrott ab Werk bei Multitools. Es gibt aber auch welche aus ordentlichem Werkzeugstahl, z.B. die von Crankbrothers oder Topeak. schmunzel Die nuddeln weniger schnell aus als ein billiger einzelner Inbus aus schlechtem Stahl. Falk hat aber recht, dass man man damit an manche Ecken nicht wirklich gut rankommt, z.B. die Griffweitenverstellung an einem mechanischen V-Brake-Bremshebel. Damit kann ich als Kompromiss gut leben.

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Geändert von Toxxi (11.06.18 10:50)
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Off-topic #1341860 - 11.06.18 11:00 Re: Einfluß der Längung vom Kettenschloß [Re: Toxxi]
BeBor
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Beiträge: 5487
In Antwort auf: Toxxi
Beim Knochen habe ich früher eher die Schrauben aus dem weichen Stahl zerdreht als das Werkzeug...

Hier wurde früher gelästert, dass DDR-Schrauben (Holzschrauben, Zylinderschrauben mit Schlitz) IMMER aus weichem Stahl sein müssen, weil der Langschlitz für den Schraubenzieher von Gefängnisinsassen mit der Handsäge gemacht würde.

Bernd
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#1341872 - 11.06.18 12:22 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: Toxxi]
derSammy
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Beiträge: 15642
In Antwort auf: Toxxi
Man braucht wegen des ziemlich kurzen Hebels sehr viel Handkraft zum Festhalten. Wenn es kalt ist und regnet und du mit einer gerissenen Kette dastehst, ist das sehr unschön. Insofern würde ich von diesen Werkzeugen wirklich abraten.

Ich hab mit so nem Teil mal ne Nabenschaltungskette verarztet (wohlgemerkt eigentlich nicht von der Spezifikation abgedeckt). Folge: Gewinde von dem Kettennieter auf den lezten ein, zwei Gewindegängen verknaddelt. Entweder wirklich nur für Schaltungsketten nehmen oder besser ein anderes Werkezug nutzen.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
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#1341956 - 11.06.18 20:39 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
Schamel
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Beiträge: 332
In Antwort auf: borstolone
(...)
Was macht man, wenn bei gerissener Kette kein Radladen in der Nähe ist und ein Kettenschloß nicht auftreibbar ist. Bordmittel, wie Kettennietendrücker jedoch vorhanden. (...)


Das erinnert mich an eine Fahrt durch die Alpen beim MilleduSud 2015. Nach dem Col du Galibier an irgendeinem Anstieg hoch zu La Mure Mitten in der Nacht: Ich schalte einen Gang niedriger und gehe etwas zu früh ins Pedal. *Krach* und ich trete ins Leere...
Dachte erst an eine abgesprungene Kette, halte an um sie wieder aufzulegen finde sie aber im Licht meiner Stirnlampe ncht. Die Kette war weg! Dachte schon an Haluzinationen (es war bereits die zweite Nacht und bereits 700km in knapp 40 Stunden gefahren). Nach etwas Suchen hab ich die Kette dann auf dem schwarzen Asphalt 15m weiter auf der Strasse gefunden. Kettennieter raus, Kette um zwei Glieder verkürzt und wieder verschlossen. Fertig. Ohne Kettenschloss einfach "blind vernietet". Hielt den Rest der 1000km und viele weitere km ohne Murren oder Knurren.

Daher keine Panik. Worst case sind durchgebremste Felgen, abgerissene Schaltaugen, Gabelbrüche, o.ä. :-)

Lg,

Matze
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#1342124 - 12.06.18 18:31 Re: Worst case scenario: Kette gerissen, was nu? [Re: borstolone]
Rennrädle
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Beiträge: 6008
ich glaube, ich musste bisher zweimal den Kettennieter von unserem guten Kompakttool verwenden.

Das ist für mich aber noch lange kein "worst case". Ist doch eingentlich eine sehr einfache Sache.

In unserem Reparaturset sind immer ein paar Reservekettenglieder, ein Kettenschloss und ein paar Ersatzniete drin.

Aber in den letzten 10 Jahren hatten wir nichts mehr. Auch die letzte 3 Wochentour durch Italien ohne Panne.

Rennrädle
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