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#1354751 - 23.09.18 20:21 Bereifung Herbst/Winter
Ruedi007
Mitglied
Themenersteller
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Beiträge: 13
Hallo zusammen!

Jetzt steht der erste Winter vor der Tür dem ich mit meinem Reiserad gegenübertreten werde und ich bin mir mit der Bereifung nicht so sicher. Zur Zeit habe ich den Schwalbe, Big Apple, 50-559, Perf., RG, Lite, Draht. Ich bin vorher ein altes Rennrad gefahren und musste mich erst an das Reiserad gewöhnen. Zweimal habe ich mich bei Regen schon in der Kurve gelegt, weil ich scheinbar zu sehr geschnitten habe mit zuviel Gepäck. Jedenfalls bin ich mir nun nicht sicher, ob es an meinem Fahrstil liegt, welchen ich versuche anzupassen oder daran, dass der Big Apple bei nasser Fahrbahn nicht optimal ist.
Kann mir vielleicht jemand was dazu sagen? Ist der ok, gibt es bessere?

Kurz zu meiner individuellen Situation:
Ich fahre wöchentlich ca. 300 KM aber nur gerade Strecke mit einem VK3 Velotraum. Gepäck habe ich immer dabei, sei es Klamotten und Laptop, Einkäufe oder Klamotten von meinem Sohn.

Beste Grüße

Rüdi

Geändert von Ruedi007 (23.09.18 20:25)
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#1354754 - 23.09.18 20:30 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Ruedi007]
macbookmatthes
Mitglied
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Beiträge: 646
Der BigApple

ist eher ein Sommerreifen. Im Winter ist v.a. die niedrige Temperatur plus Regen plus nasser Blätter und ggf. Schnee das primäre Problem. Eis ist je nach Gegend unterschiedlich, mal mehr, mal weniger.

Ich bevorzuge, mangels Eis, den Conti Top Contact Winter II. Der ist weiches Gummi plus Lamellenprofil. Das reicht in meiner Gegend für praktisch alles. Die Tage mit Eis kann ich an weniger als einer Hand Finger abzählen, also unwichtig.
Damit habe ich in Kurven den nötigen Grip.
Ich fahre nur bei schönem Wetter...in Europa also gar nicht
https://bikephreak.wordpress.com
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#1354786 - 23.09.18 22:40 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Ruedi007]
errwe
Mitglied
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Beiträge: 784
Ich fahre ganzjährig den Conti TopContact (ohne Winter). So richt Schräg-in-die-Kurve-Legen ist auch damit nicht so gut, sonst reicht mir der auch (622x37 bzw. 42, 120-140kg Systemgewicht).

Geändert von errwe (23.09.18 22:40)
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#1354790 - 24.09.18 00:05 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Ruedi007]
tizio7
Mitglied
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Beiträge: 28
schau mal nach Reifen von Maxxis, die verwenden auch fuer Trekking-Reifen die bewaehrten Mischungen aus dem MTB-Bereich (und keine Billig-Varianten wie oftmals Schwalbe...). Der Overdrive Excel z.B. ist ein guter Alltagsreifen, die Dual bzw. Maxxpro Mischung laeuft relativ gut, hat guten Grip auch bei Naesse, und sie wird auch im Winter nicht zu hart. Recht guenstig z.B. hier.
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#1355281 - 27.09.18 08:00 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Ruedi007]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3562
Hallo Rudi!

Wer mit seinem Auto mit Sommerreifen durch die kalte und rutschige Landschaft gurkt, wird zu Recht schief an geschaut. Warum das bei Radfahrern anders sein soll, verstehe ich nicht.

Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich nicht nur im Profil, sondern auch ganz stark in der Gummimischung. Die Gummimischung macht bei kaltem, feuchtem und rutschigem Untergrund weit mehr aus als das Profil. Deine Big Apples sind einfach Sommerreifen, die sind für solche Fahrbedingungen nicht gebaut.

Vielleicht ist das Problem in manchen Gegenden Norddeutschlands nicht so groß wie in Österreich. Dass Sommerreifen nicht für winterliche Bedingungen gebaut sind, auch wenn diese eher moderat ausfallen, ist aber Tatsache.

Natürlich lässt sich mit einem äußerst vorsichtigem Fahrstil das Risiko, das durch inadäquate Reifen entsteht, ausgleichen. Das kann aber der nächste rücksichtslose/unachtsame/schlampige Zeitgenosse auf Rädern gleich wieder ändern. Dann klebt ein Radfahrer mit Sommerreifen am Auto, während der winterbereifte Radler mit einem eleganten Schlenker entkommt.

(Warum übrigens auch heute noch manche Radhändler behaupten, dass im Winter MTB-Reifen gute Winterreifen wären, kann ich nur rätseln. Fahren die selbst nie im Winter mit dem Rad?)

lg!
georg.
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#1355301 - 27.09.18 09:59 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Ruedi007]
schorsch-adel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5109
Reifen, die für Herbst und Winter taugen, gibt es nicht. Eis- und Schneeflächen erfordern in der Regel Spikes oder profilierte Traktorreifen. Mit denen wird man an lauen Herbsttagen nicht glücklich.
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#1355312 - 27.09.18 10:58 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16038
Naja, ich finde, hier vergleichst du schon verschiedene paar Schuhe. Zumindest welche aus der Kinder- und der Erwachsenenabteilung. zwinker
Natürlich gibt es auch bei Fahrradreifen unterschiedlich griffige Gummimischungen, Reifen, die dediziert für das Winterhalbjahr gedacht sind und welche die eher für sommerliche Temperaturen konzipiert wurden (und obendrein noch Spikereifen, die ich erst mal außen vor lasse).

Aber die implizite Behauptung, man müsse beim Fahrrad zwingend auch im Winter die Reifen wechseln, trage ich nicht mit, dafür ist der Arbeitsbereich und die Auslegungen zwischen PkW und Fahrrad einfach zu unterschiedlich. Und übrigens auch die Fahraffinität vieler Radler im Winter. Viele Fahrradreifen kann man problemlos ganzjährig fahren (z.B. bei meinen GP4000S2 so), andere sind auch im Sommer bei optimalen Bedingungen schon kritisch (Vittoria Randoneur Hyper z.B.).
Man sollte halt wissen, wo die Grenzen der verwendeten Reifen liegen und entsprechend fahren. Und es ist sinnvoll zu wissen, warum ein Reifen wegrutscht. Auf Eis ist die Gummimischung faktisch egal, da helfen nur Spikes. Auf losem Grund ist die Gummimischung weniger entscheidend als die Profilierung (und eventuell noch die Reifenbreite) und auf nassem Laub ist einfach Vorsicht angesagt, der Reifen hat keinen Einfluss auf die Reibung zwischen den nassen Laubschichten.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1355319 - 27.09.18 11:38 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: derSammy]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17811
In Antwort auf: derSammy
Aber die implizite Behauptung, man müsse beim Fahrrad zwingend auch im Winter die Reifen wechseln, trage ich nicht mit, dafür ist der Arbeitsbereich und die Auslegungen zwischen PkW und Fahrrad einfach zu unterschiedlich. Und übrigens auch die Fahraffinität vieler Radler im Winter. Viele Fahrradreifen kann man problemlos ganzjährig fahren (z.B. bei meinen GP4000S2 so), andere sind auch im Sommer bei optimalen Bedingungen schon kritisch (Vittoria Randoneur Hyper z.B.).
Man sollte halt wissen, wo die Grenzen der verwendeten Reifen liegen und entsprechend fahren. Und es ist sinnvoll zu wissen, warum ein Reifen wegrutscht. Auf Eis ist die Gummimischung faktisch egal, da helfen nur Spikes. Auf losem Grund ist die Gummimischung weniger entscheidend als die Profilierung (und eventuell noch die Reifenbreite) und auf nassem Laub ist einfach Vorsicht angesagt, der Reifen hat keinen Einfluss auf die Reibung zwischen den nassen Laubschichten.

Genauso sehe ich das auch. Ich habe noch keinen Reifen erlebt, der bei trockenen +30°C gut haftet, aber bei trockenen -10°C wegrutscht. Und ein Reifen, der bei nassen +30°C haftet tut es auch bei nassen +5°C, zumindest nach meiner Erfahrung.

Bei Eis ist die Gummimischung wirklich Wurst, da helfen nur Spikes. Und auf nassem Laub hat so ziemlich jeder Reifen Probleme... (auf trockenem Laub auch)

Was ich merke - im Winter liegt mehr Dreck auf den Straßen rum. Da ist ein etwas profilierter Reifen einem Slick überlegen. Aber MTB- oder Cyclocross-Stollenreifen haften nach meiner Erfahrung auf nassem Asphalt ganz ausgesprochen schlecht. Die sind eher kontraproduktiv.

Grundsäzlich fahre ich gern Reifen mit glatter Lauffläche und Seitenstollen. Auf Asphalt rollt die Lauffläche, und sobald man auf weichem Untergrund einsinkt, greifen die Stollen.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (27.09.18 11:42)
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#1355325 - 27.09.18 11:45 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Ruedi007]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17811
In Antwort auf: Ruedi007
Jetzt steht der erste Winter vor der Tür dem ich mit meinem Reiserad gegenübertreten werde und ich bin mir mit der Bereifung nicht so sicher.

Lange Rede - kurzer Sinn:

Fall 1 - kein Eis -> den gleichen Reifen wie immer
Fall 2 - Eis -> Spikes

Warum du mit dem Big Apple weggerutscht bist, lässt sich so einfach nicht rekonstruieren. Bei entsprechend rabiatem Fhrstil rutscht JEDER Reifen auf nassem Belag in der Kurve weg. Klar, der eine schneller und der andere weniger schnell.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1355418 - 27.09.18 22:08 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
Cruising
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1100
In Antwort auf: irg
Wer mit seinem Auto mit Sommerreifen durch die kalte und rutschige Landschaft gurkt, wird zu Recht schief an geschaut. Warum das bei Radfahrern anders sein soll, verstehe ich nicht. Sommer- und Winterreifen unterscheiden sich nicht nur im Profil, sondern auch ganz stark in der Gummimischung. Die Gummimischung macht bei kaltem, feuchtem und rutschigem Untergrund weit mehr aus als das Profil.

Was sind denn dann deiner Ansicht nach taugliche Winterreifen? Ich bin Alltags- und Ganzjahresradler und mit meinen Marathons eigentlich fast immer klargekommen. Außer bei Eis, klar. Spikes habe ich nicht, aber an den 5-10 Tagen im Jahr, wo es hier ohne solche nicht geht (wir wohnen im Südwesten auf ~350hm) steige ich auf andere Verkehrsmittel um, und wenn der Schnee etwas höher liegt fahre ich halt auf geräumten Straßen. Den Verkehr muss ich dann eben aushalten lach

Habe mir schon manchmal überlegt, mir einen zweiten Laufradsatz mit Spikes aufzubauen (wobei die dann vermutlich rissig und defekt wären, bis ich sie in 20 Jahren abgefahren hätte), aber auch noch einen Satz mit "normalen" Winterreifen, das wär' mir dann doch zuviel. Im Gebirge mag das anders sein...

Gruß Thomas
www.bikeamerica.de
Cycle. Recycle. For a better world...
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#1355427 - 27.09.18 22:33 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Cruising]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17811
Ich habe einen Spikelaufradsatz, den ich dann ggf. einfach schnell wechsele. Den habe ich vor Jahren mal günstig bei Onkel Erwin geschossen.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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Off-topic #1355429 - 27.09.18 22:35 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Toxxi]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 19363
In Antwort auf: Toxxi
Ich habe einen Spikelaufradsatz,...

Spikel-auf-Rad-Satz? lach
Gruß Andreas
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#1355448 - 28.09.18 08:24 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Cruising]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3562
Hallo Thomas!

In Antwort auf: Cruising
Was sind denn dann deiner Ansicht nach taugliche Winterreifen? Ich bin Alltags- und Ganzjahresradler und mit meinen Marathons eigentlich fast immer klargekommen. Außer bei Eis, klar. Spikes habe ich nicht, aber an den 5-10 Tagen im Jahr, wo es hier ohne solche nicht geht (wir wohnen im Südwesten auf ~350hm) steige ich auf andere Verkehrsmittel um, und wenn der Schnee etwas höher liegt fahre ich halt auf geräumten Straßen. Den Verkehr muss ich dann eben aushalten lach

Habe mir schon manchmal überlegt, mir einen zweiten Laufradsatz mit Spikes aufzubauen (wobei die dann vermutlich rissig und defekt wären, bis ich sie in 20 Jahren abgefahren hätte), aber auch noch einen Satz mit "normalen" Winterreifen, das wär' mir dann doch zuviel. Im Gebirge mag das anders sein...

Gruß Thomas
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Welche Reifen für dich am besten passen, wird von den Einsatzbedingungen abhängen.
Allgemein werden Schwalbe Winterreifen Karies bei den Spikes nach gesagt, das vorweg. Ich habe aber keine eigenen Erfahrungen damit.

Spikes wirst du nur bei Eis brauchen, also wahrscheinlich fast nie. Wenn du mit Spikes brauchst, sollten diese über die gesamte Lauffläche verteilt sein. Spikes, die nur am Rand stecken, bringen nach unseren Erfahrungen so gut wie nichts, weil du auch bei niedrigem Reifendruck so starke Schräglage brauchst, um sie zum Greifen zu bringen, dass du wahrscheinlich liegst, bevor sie dich halten.

Wir verwenden im familiären Fuhrpark die Conti Spike Claw 120 seit vielen Jahren. (Die gibt es leider nur in 26 Zoll.) Diese stehen eigentlich im Widerspruch zu meiner obigen Aussage, dass seitlich angeordnete Spikes nicht viel bringen. Es waren einfach die ersten Winterreifen, mit denen wir Erfahrungen sammeln konnten, und diese sind ausgesprochen gut. In den beiden Wintersaisonen davor hatte es mich trotz großer Vorsicht dreimal mit Sommerreifen gelegt, einmal davon mit den Kindern. Das ist mir mit den Winterreifen trotz weit unbekümmerterer Fahrweise nie mehr passiert.
Die Spikes sind halt drin, sie stören uns nicht. Am Tandem hatte ich als ersten Reifensatz die Spike Claw 240 mit Spikes auf der gesamten Lauffläche. Diese laufen weit schwerer, auch der Grip auf eisfreiem Untergrund ist deutlich schlechter. Das war technischer Overkill, den ich beim Reifentausch nicht mehr weiter geführt habe.
Auch auf Schneefahrbahn greifen die Spike Claw mit ihrem groben Profil gut. Deshalb haben wir keine weiteren Experimente mehr gemacht.

Unsere Reifen haben 7-8 Saisonen gehalten. Auch der Grip ist in dieser Zeit kaum schlechter geworden.


Ich vermute, dass in den meisten Fällen Spikes unnötig sein werden. Normale Winterreifen erhöhen die Sicherheit auch ohne.


Meine obigen Aussagen zu Winterreifen allgemein sollte ich vielleicht präzisieren:
Natürlich kann man auch im Winter mit Sommerreifen radeln. Man kann auch im Winter mit Sommerreifen sicher Auto fahren, wenn die Bedingungen passen. Bei, sagen wir, 15° Luft- und 15° Bodentemperatur werden auch Sommerreifen gut greifen, v.a., wenn die Straße trocken ist. Die Temperaturen haben ja nur mäßig viel mit der Jahreszeit zu tun.
Wer aber das ganze Jahr durch ein Fahrrad benützten will oder muss, ohne jeden Tag genau zu überlegen, ob es gescheit ist, mit den Sommerreifen raus zu rollen, der dürfte mit Winterreifen besser bedient sein. Das gilt für Klimazonen wie bei uns im Alpenvorland. Vielleicht gibt es im nördlichen Deutschland auch Regionen, wo es die Kälte weniger ein Thema wird.

Einen weiteren Faktor, der für Winterreifen spricht, habe ich erst im Lauf der Jahre erkannt: Auch in an sich recht gleichmäßig wirkenden Orten kann es Ecken geben, wo weit früher Straßenglätte bis Glatteis auftreten kann, während rundherum alles noch griffig ist. Am Kindergarten- und Schulweg meiner beiden Jüngsten hatten wir so eine Stelle. Die war nicht einmal klar als solche zu erkennen -bis ein Rad weg gerutscht ist. Solche Stellen entschärfen Winterreifen recht gut, auch wenn sie natürlich spikefrei auf Eis nur sehr mäßige Haftung auf bringen.

lg!
georg
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#1355460 - 28.09.18 09:22 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 16038
Wir haben diverse Schwalbe (Marathon) Winter im Fuhrpark. Die mit halber Spikebesetzung, haben die Spikes in der Mitte, man muss also mit deutlich mehr Vorsicht extreme Schräglage fahren. Das ist aber problemlos möglich, wichtig sind die Spikes in der Mitte.
Kleine Eisflächen, gern auch unter Eis, gibt es je nach Winter und Wohnort durchaus häufiger. Ob es sinnvoll ist, den ganzen Winter mit Spikes durchzufahren, muss man aber sehen. Ist es wochenlang frostfrei, nerven die Spikes nur. Wohl dem, der ein Zweitrad mit Spikes ausrüsten kann.

Spikeverluste hatte ich bei Schwalbe schon. Es scheint da eine große Serienstreuung zu geben. Wir haben Reifen, wo alle Spikes bombenfest halten. Und welche, die trotz vorschriftsgemäßen Einfahrens immer mal wieder Spikes verlieren. Dramatisch ist das nicht. Für kleines Gd gibt es eine Tüte mit Ersatzspikes, das empfehlenswerte Einsetzwerkzeug ist auch nicht teuer. Einfach beim Einkauf einkalkulieren, dass das eventuell hinzu kommt. Und wenn nicht, darüber freuen. zwinker
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.
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#1355468 - 28.09.18 09:53 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17811
In Antwort auf: irg
Allgemein werden Schwalbe Winterreifen Karies bei den Spikes nach gesagt, das vorweg.

Man verliert gelegentlich einen Spike, das stimmt. Ein Set mit 50 Ersatzspikes inklusive Werkzeug kostet 10 €, das finde ich eine überschaubare Ausgabe.

In Antwort auf: irg
Spikes wirst du nur bei Eis brauchen, also wahrscheinlich fast nie.

Wieso "fast nie"? verwirrt Im Flachland ist Eis m.E. viel mehr Thema als in den Alpen. In Berlin brauche ich die ziemlich oft.

Das Problemwort heißt Radinfrastruktur.

Wenn man irgendwo wohnt, wo es keine Radinfrastruktur gibt, dann fährt man auf der Straße. Die ist geräumt und eisfrei, Spikes unnötig, alles schick. schmunzel Wenn man aber irgendwo wohnt, wo viel Radinfrastruktur ist (seien es dezidierte Radwege, Uferwege, Wege durch Parks etc.) - die sind im Allgemeinen im Winter nicht geräumt oder bestenfalls halbherzig geräumt, und in der Regel längere Zeit vereist. Spikes sind hier lebenswichtig.

In Antwort auf: irg
Wenn du mit Spikes brauchst, sollten diese über die gesamte Lauffläche verteilt sein. Spikes, die nur am Rand stecken, bringen nach unseren Erfahrungen so gut wie nichts, weil du auch bei niedrigem Reifendruck so starke Schräglage brauchst, um sie zum Greifen zu bringen, dass du wahrscheinlich liegst, bevor sie dich halten.

100% Zustimmung! bravo

In Antwort auf: irg
Ich vermute, dass in den meisten Fällen Spikes unnötig sein werden. Normale Winterreifen erhöhen die Sicherheit auch ohne.

Was bitte sind denn "normale Winterreifen" fürs Fahrrad? verwirrt Kannst du konkrete Modelle verlinken? Davon habe ich noch nicht wirklich was gehört...

In Antwort auf: irg
kann man auch im Winter mit Sommerreifen radeln. Man kann auch im Winter mit Sommerreifen sicher Auto fahren, wenn die Bedingungen passen.

Tut mir leid, dir das schon wieder widersprechen zu müssen, aber der Vergleich stimmt nicht und hinkt von vorn bis hinten. Beim Auto sind die Belastungen ganz anders und entsprechend die Gummimischungen. Auf trockener Straße greift ein Fahrradreifen unabhängig von der Temperatur gleich gut. Die Gummimischung eines Fahrradreifens wird auch bei Minusgraden nicht so hart, dass sie nicht mehr greift und verformbar ist.

Meines Wissens gibt es keine dezidierten Winterreifen, deshalb wiederhole ich meine Frage von oben.

Welche Nichtspikereifen greifen denn bitte auf leichtem Glatteis? Das funktioniert ja nur, wenn irgendwelche harten Partikel in der Gummimischung drin sind. Sowas gibts von Conti, aber mehr Modelle fallen mir nicht ein.

Bevor wir uns nun weiter streiten, benenne doch bitte mal ganz konkret, was du unter Winterreifen verstehst.

Gruß
Thoralf
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#1355500 - 28.09.18 12:44 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Toxxi]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3562
Hallo Thoralf!

In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: irg
Spikes wirst du nur bei Eis brauchen, also wahrscheinlich fast nie.

Wieso "fast nie"? verwirrt Im Flachland ist Eis m.E. viel mehr Thema als in den Alpen. In Berlin brauche ich die ziemlich oft.

Das Problemwort heißt Radinfrastruktur.

Wenn man irgendwo wohnt, wo es keine Radinfrastruktur gibt, dann fährt man auf der Straße. Die ist geräumt und eisfrei, Spikes unnötig, alles schick. schmunzel Wenn man aber irgendwo wohnt, wo viel Radinfrastruktur ist (seien es dezidierte Radwege, Uferwege, Wege durch Parks etc.) - die sind im Allgemeinen im Winter nicht geräumt oder bestenfalls halbherzig geräumt, und in der Regel längere Zeit vereist. Spikes sind hier lebenswichtig.


Da gebe ich dir vollkommen recht. Es hängt einfach von den Einsatzbedingungen ab. Und Radwege können auch geräumt werden. Das wird bei uns gemacht. Braucht es dafür vielleicht mehr Druck von den Radfahrenden?

In Antwort auf: Toxxi
In Antwort auf: irg
Ich vermute, dass in den meisten Fällen Spikes unnötig sein werden. Normale Winterreifen erhöhen die Sicherheit auch ohne.

Was bitte sind denn "normale Winterreifen" fürs Fahrrad? verwirrt Kannst du konkrete Modelle verlinken? Davon habe ich noch nicht wirklich was gehört...


Z.B. diese hier: Winterreifen

----

Winterreifen greifen natürlich auf Glatteis auch nicht gut, aber nach unserer Erfahrung immer noch deutlich besser als Sommerreifen. (Auch Glatteis ist nicht gleich Glatteis. Von Spiegeleis bis relativ griffigem Eis gibt es eine weite Palette.)

Zum Unterschied der Winterreifen von Auto und Fahrrad: Die Belastung eines Autoreifens ist höher als die eines Fahrradreifens. Dafür ist mit dem Auto ein kurzer Rutscher meistens leichter zu fangen als einer mit dem Rad. Ein Auto fällt nicht so leicht um. Ich vermute, dass Winterreifen für Fahrräder aus noch weicherem Gummi gebaut werden können. Irgendwo habe ich auch gelesen, dass in den Mischungen für Winterreifen auch chemisch andere Bestandteile verwendet werden als bei Sommerreifen.

Ich habe mir früher auch gedacht, dass Sommerreifen mit weichem Gummi und griffigem Profil im Winter gut greifen sollten. Bis ich mit dem Vredestein Expedition auf der Nase gelegen bin. Der hatte sehr weichen Gummi, viel Aufstandsfläche auf der Straße und ein griffiges Profil. Andere Sommerreifen konnten mich auch nicht überzeugen.
Das bedeutet natürlich nicht, dass es nicht auch Sommerreifen geben kann, die im Winter gut greifen. Am Auto haben wir seit Langem nur mehr Ganzjahresreifen, die im Sommer wie im Winter eingesetzt werden können. Ich kann mich erinnern, dass es einmal einen Sommerreifen von Michelin fürs Auto gab, der auch im Winter brauchbar und zugelassen war. So etwas kann es auch fürs Rad geben.


Eines möchte ich klar stellen: Ich muss nicht recht haben. Ich finde es nur schade, wie oft Kopf, Kragen und Zähne unnötig riskiert werden, weil viele nicht daran denken, dass Winterreifen auch bei Fahrrädern einen Sicherheitsgewinn bedeuten. Ein einziger ausgeschlagener Zahn kostet viel mehr als ein Satz Winterreifen. Da sind wir noch gar nicht bei ernsteren Unfällen.

lg!
georg

Deine Antworten im Zitat waren kaum zu sehen. Wenn Thomas nicht darauf hingewisen hätte, wären sie völlig untergegangen. Bitte beim nächsten Mal beachten!

Geändert von Toxxi (28.09.18 14:35)
Änderungsgrund: Zitat repariert
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#1355503 - 28.09.18 13:41 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
Thomas S
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2788
Servus Irg,

beinahe hätte ich Dir unrecht getan und Dir geantwortet, dass Du den Fragen nach den normalen Winterreifen ausweichst. Erst nach längerem Suchen habe ich Deine Anwort gefunden. Meiner Meinung nach hast Du diese in Deinem verschachtelten Zitat so gut wie möglich versteckt.

Daher möchte ich Deine Anwort noch mal deutlicher hervorheben:

Dein Link war: Winterreifen . Es handelt sich da um den Conti Top Contact Winter II Premium. Das ist auch der einzige mir bekannte spezielle Winterreifen für Fahrräder ohne Spikes.

Meine Erfahrung für München ist da auch eine ähnliche wie die von Toxxi: Im Winter brauche ich bei winterlichen Straßenverhältnissen Spikes! Ansonsten komme ich mit normalen ("Sommer-") Reifen klar.
Thomas
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Off-topic #1355513 - 28.09.18 14:22 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17811
In Antwort auf: irg
Zum Unterschied der Winterreifen von Auto und Fahrrad: Die Belastung eines Autoreifens ist höher als die eines Fahrradreifens.

Die Belastung in kg oder Tonnen ist höher. Aber der Druck, den ein Fahrradreifen auf den Untergrund ausübt, ist deutlich höher. Das ist der Grund dafür, dass Fahrradreifen auch bei kalten Temperaturen gut haften. Sowas wie Aquaplaning gibts beim Fahrrad nicht.

Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (28.09.18 14:30)
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#1355515 - 28.09.18 14:39 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Ruedi007]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 8264
Da es aufgrund der Nähe der Weser auf meinem Arbeitsweg doch recht häufig Glatteis gibt (zum Teil unerwartet und nur stückweise), fahre ich den größten Teil des Winters den Marathon Winter hinten und vorne. In diesem Frühjahr habe ich mich entschlossen, ihn für den Winterbetrieb außer Betrieb zu nehmen. Nach fünf Wintern (!!!) begann er, recht viele Spikes zu verlieren. Zuvor waren das nur Einzelfälle und ein Ersatz war schnell bewerkstelligt. Nun waren die dafür vorgesehenen Löcher aber bereits ziemlich aufgeweitet, so dass ich dieses Frühjahr sicherlich 20-30 Spikes hätte ersetzen müssen.

Zunächst wollte ich die Reifen entsorgen, aber das Profil war immer noch hervorragend. Ich hatte mich dann eine halbe Stunde hingesetzt und alle Spikes entfernt. Seitdem fahre ich die Marathon Winter im Sommer. Obwohl sich einzelne Steinchen in die Löcher setzen, hatte ich keinen Platten und das Profil sieht nun nach einigen Monaten immer noch hervorragend aus. Ich schätze, dass ich die Reifen mindestens noch zwei Sommer nutzen kann, was bemerkenswert ist, wenn man bedenkt, dass ich mit dem Stadtrad pro Jahr (Winter + Sommer) mehr als 3000 km unterwegs bin.

Für den kommenden Winter werde ich mir wieder Spikes-Reifen besorgen. Ich fahre sie auch, wenn kein Schnee liegt, und auch in etwas wärmeren Perioden montiere ich sie nicht um. Natürlich hat man einen etwas größeren Rollwiderstand und geräuschlos ist man nicht unterwegs, aber die Abnutzung der Spikes ist gering und eine Nutzung über 5 Winter relativiert die Kosten.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1355520 - 28.09.18 14:56 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17811
In Antwort auf: irg
Und Radwege können auch geräumt werden. Das wird bei uns gemacht.

Straßenbegleitende Radwege werden bestenfalls einmal am Anfang des Winters geräumt. Da wird aber nur der Schnee weggeschoben, darunter ist es sauglatt. So ein völliges Schwarzräumen wird nicht gemacht. Wenn gestreut wird, ist das Streugut viel zu grob und der Weg trotzdem glatt.

Ufer und Parkwege werden definitiv nicht so geräumt, dass sie spikefrei zu befahren wären. Das kann man m.E. auch nicht verlangen.

Was aber viel eher die Regel ist - der Schneematsch der Straße wird auf die Radwege geschoben. traurig

In Antwort auf: irg
Braucht es dafür vielleicht mehr Druck von den Radfahrenden?

Spikereifen sind billiger und kosten weniger Nerven...

In Antwort auf: irg
Z.B. diese hier: Winterreifen

Winterreifen greifen natürlich auf Glatteis auch nicht gut, aber nach unserer Erfahrung immer noch deutlich besser als Sommerreifen.

Hmmm... wie halten die auf Eis? Da können doch nur harte Partikel im Gummi sein. Dann könnte es funktionieren.

In Antwort auf: irg
...weil viele nicht daran denken, dass Winterreifen auch bei Fahrrädern einen Sicherheitsgewinn bedeuten.

Weil viele überhaupt nicht wissen, dass es sowas gibt, und was das bringen soll... omm

Dann müsste das von Continental einfach besser beworben werden. Dass weichere Gummimischungen und feineres Profil im Winter was bringen soll, halte nicht nur ich für fragwürdig. Auf Eis sind Gummi und Profil aus meiner Sicht vollkommen Wurst. Die meisten (so wie ich) halten das für eine gezielte Abzocke der Reifenindustrie.

Harte Partikel im Reifen würden definitiv was bringen, auch auf Eis. Dann muss man das aber auch klar kommunizieren und die Vorteile seines Reifens darstellen, anstatt auf Allgemeinplätzen rumzureiten, die bei der Autoindustrie abgeschrieben sind. Leider findet man nicht mal auf der Homepage von Conti was dazu... traurig

Aber der Gedanke ist an sich schon nicht schlecht. Leider sind die Reifen ganz schön teuer, um sie einfach mal auszuprobieren...

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (28.09.18 14:57)
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Off-topic #1355548 - 28.09.18 17:30 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Toxxi]
tomrad
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 127
In Antwort auf: Toxxi
[zitat=irg]Und Radwege können auch geräumt werden. Das wird bei uns gemacht.

Straßenbegleitende Radwege werden bestenfalls einmal am Anfang des Winters geräumt. Da wird aber nur der Schnee weggeschoben, darunter ist es sauglatt. So ein völliges Schwarzräumen wird nicht gemacht. Wenn gestreut wird, ist das Streugut viel zu grob und der Weg trotzdem glatt.

Ufer und Parkwege werden definitiv nicht so geräumt, dass sie spikefrei zu befahren wären. Das kann man m.E. auch nicht verlangen.

Was aber viel eher die Regel ist - der Schneematsch der Straße wird auf die Radwege geschoben. traurig

In Antwort auf: irg
Braucht es dafür vielleicht mehr Druck von den Radfahrenden?

Spikereifen sind billiger und kosten weniger Nerven...

Da kann man nur sagen tu felix Austria.
Mein Eindruck von München: Seitdem die Grünen nicht mehr mitregieren ist es zwar nicht optimal, aber deutlich besser geworden. Perfekt hier im Umland von München ist Geretsried/Wolfratshausen (da werden die geteerten Radwege eisfrei gehalten, dass es eine Freude ist), katastrophal Straßlach.
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#1355553 - 28.09.18 17:53 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
martinbp
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@ alle
Von Schwalbe gibt es den Marathon GT 365, als Ganzjahresreifen. Seit zwei Monaten habe ich den vorn am Reiserad. Ich habe keinen Unterschied im Rollwiderstand zum Mondial bemerkt, aber vielleicht bin ich nicht sensibel genug.
MAl sehen, wie er sich im Winter machen wird, dann kommt er hinten drauf und vorne ein Spikesreifen.

VG aus Budapest
Martin
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#1355570 - 28.09.18 19:42 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Thomas S]
panta-rhei
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Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Hi Thomas


Der Post richtet sich eher an Irg, aber seiner ist so kompliziert zu Zitieren zwinker ...
In Antwort auf: Thomas S


Daher möchte ich Deine Anwort noch mal deutlicher hervorheben:

Dein Link war: Winterreifen . Es handelt sich da um den Conti Top Contact Winter II Premium. Das ist auch der einzige mir bekannte spezielle Winterreifen für Fahrräder ohne Spikes.


Also, jetzt mal nicht nur aus Autlerperspektive:

Bringen Winterreifen (OHNE Spaiks latuernich) am Rad wirklich was?!? Ich habe im Winter nur bei Glatteis und Schnee ein Problem - und da hilft einfach eine andere Gummimischung wirr ?!? Alles andere fahre ich nämlich problemlos mit dem "NormaloReifen", die eh schon dran sind.

Ausserdem hängt der Bedarf für Spikes auch davon ab, inwiefern Alternativen zur Fahrt nachts bei Neuschnee im Februar bestehen (wie: stattdessen das Auto (mit Winterreifen cool ) oder Tram nehmen, im Bett bleiben etc.).
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet

Geändert von panta-rhei (28.09.18 19:43)
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#1355577 - 28.09.18 20:35 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: panta-rhei]
schorsch-adel
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Zitat:
Bringen Winterreifen (OHNE Spaiks latuernich) am Rad wirklich was?!? I
Das ist ebend die Frage.

Man könnte sich schon erst mal drauf verständigen, was man unter Winter versteht. Der jahreszeitbedingte Umstieg auf lange Hosen erfordert noch keine speziellen Reifen.

Winter heißt IMHO dauerhafte Temperaturen von minus 5 Grad abwärts mit Eis, Schnee und Verwehungen. Und da gibts zu Spikes keine Alternativen, wenn man sich nicht gleich kiloschwere Schlappen aufs MTB ziehen will.

Mir sind hingegen keine Reifen bekannt, die speziell auf Regen, Matsch, Laub abgestimmt wären. Da wären Spikes overdressed.

Geändert von schorsch-adel (28.09.18 20:37)
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#1355579 - 28.09.18 20:36 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: panta-rhei]
Toxxi
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In Antwort auf: panta-rhei
Ich habe im Winter nur bei Glatteis und Schnee ein Problem - und da hilft einfach eine andere Gummimischung wirr ?!?

Genau das war ja auch meine Kernfrage...

Wenn man dem Gummi z.B. feinkörnigen Sand beimischt (wie die optimale Korngröße ist, weiß ich nicht, aber sowas kann man ja bei der Entwicklung berücksichtigen), dann könnte es tatsächlich was bringen. Nur finde ich leider keinerlei Information dazu bei Continental.

Wenn jemand ein Stück eines solchen Reifens hat, kann er es mir mal zukommen lassen zwecks Analyse.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1355608 - 29.09.18 00:20 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: Toxxi]
tomrad
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Hallo,

Ende März d.J. war ich mit einer Radltagesausflugsgruppe unterwegs. Einer der Teilnehmer hatte die o.g. Contiwinterreifen drauf und fuhr sehr souverän über verschneite bzw. vereiste Waldweg-Passagen. Mit der Glätte hatten die meisten, wie ich auch, nicht gerechnet. Mit meiner Kombi aus Marathon Supreme vorne und Plus hinten hatte ich ziemliche Probleme. Zwei Teilnehmerinnen stürzten sogar mit Normalreifen.
Der Winterconti-Fahrer sagte mir, dass er im Winter mit den Reifen zur Arbeit pendelt (>15km einfach) und nur bei Blitzeisgefahr mit Spikereifen fährt. Da mich der Rollwiderstand von Spikereifen nervt, habe ich vor, im kommenden Winter den hinteren Spikereifen durch den Contiwinterreifen zu ersetzen. Der Teilnehmer sagte, dass durch die Lamellen er im verharschten Schnee besser die Spur als mit Spikes halten könnte. Der Rollwiderstand wäre wie ein normaler Reifen. Nur bei völliger Eisglätte wären Spikes besser.

Soweit meine Erfahrungen aus zweiter Hand.

Geändert von tomrad (29.09.18 00:23)
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#1355614 - 29.09.18 08:29 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: tomrad]
natash
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Hoallodri zusammen,
ich besitze die alte Version des Conti -Winter, also die von vor 5Jahren und fahre sie winters nur am Alltagsrad am Vorderreifen (ich habe ihn für wenig Geld aus der Wühlkiste eines Radladens und es hatte nur noch einen).
Wenn richtig viel Schnee und viel Eis ist,sind Spikereifen besser,sofern man ein Modell mit breiteren Stollenreifen (Schnee)wählt. Für die gelegentlichen vereisten Stellen,die hier im Oberrheintal erheblich häufiger vorkommen, als Schnee-und Eisorgien,ist er gerade richtig. Allerdings hätte ich den Reifen nun auch gerne fürs Hinterrad (und wurde auf dem Flohmarkt fündig).
Dieser "alte" Conti -Winter hat so eine Art Granulat in der Lauffläche und tatsächlich mehr Grip an glatten Stellen. Beim neuen Modell ist das nicht mehr so,da solls die Gummimischung richten.
Mein Modell ist recht robust,ich merke trotzdem einen höheren Rollwiderstand. Aber viel mieser wie so ein plus-Reifen rollt er nicht.
Kein Vergleich zu den Spikes,die jedoch bei richtig viel Eis natürlich die einzige Möglichkeit des Fortkommen bieten. Die Bahn fährt dann ja auch oft nicht so recht (hier zumindest).
Aber das ist hier in der Region,solange man nicht in den Schwarzwald hoch will oder muß, eher selten.
Gruß
Nat

Geändert von natash (29.09.18 08:30)
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#1355656 - 29.09.18 16:55 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: natash]
irg
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Hallo!

Unsere praktischen Erfahrungen mit Winterreifen scheinen in der Diskussion unter gegangen zu sein, also noch einmal:

Wir radeln nun seit etwa 8-9 sehr verschieden ausgefallenen Winter-Saisonen mit Winterreifen.
Einsatzbereich: Stadtradeln auf mehr oder weniger geräumten Radwegen, meistens auf Nebenstraßen, und Tagesausflüge auf sehr unterschiedlichen Straßen und Wegen.


Meistens passen Winterreifen ohne Spikes für unseren Bedarf am besten. (Die Spikes am Rand, die unsere Reifen haben, greifen kaum.) Bei manchen von euch geschilderten Fahrbedingungen würde ich auch zu Spikesreifen raten.


Der Grund, warum ich allgemein zu Winterreifen rate: Früher, mit Sommerreifen, war der Blick auf die Straße vor dem Fahren eher normal ("Wie sind die Fahrbedingungen?"), jetzt die ganz seltene Ausnahme. Auch das Tandem, das beim Rutschen weit schwerer zu fangen ist als ein einzelnes Radl, bleibt kaum mehr im Stall. Mit Sommerreifen habe ich Stürze trotz sehr vorsichtiger Fahrweise erlebt, mit den Winterreifen bei eher sorglosem Einsatz keine mehr.

Auf Schnee greifen unsere grobstolligen Reifen meistens sehr gut. (eine leichte Einschränkung: nasser, schmieriger Schnee, da geraten alle Reifen und Schuhsohlen an ihre physikalischen Grenzen) Nasse oder feuchte, schmierige Fahrbahn um die 0° herum ist mit Winterreifen weit sicherer zu befahren als mit den mir bekannten Sommerreifen. Spiegeleis ist spikefrei nicht zu beradeln, das ist klar. Anderes Eis ist mit den Winterreifen je nach Konsistenz recht gut bis sehr schlecht befahrbar. Das hängt von vielen Faktoren ab. Auch ein etwas besserer Grip hilft z.B. sehr gut, Eisplatten sicher zu überqueren.

Kurz gesagt: Von Leuten, die im Winter oft das Rad sicherheitshalber stehen lassen mussten, sind wir mit unserer Erfahrung mit Winterreifen zu welchen geworden, die die Räder nur mehr im Extremfall im Stall belassen.


Was bei euren Bedingungen am besten ist, könnt natürlich nur ihr entscheiden. Wir wollen unsere Winterreifen sicher nicht mehr missen. Wir haben uns schon viel Geld und eine Menge Viren in der Straßenbahn erspart, und das bis jetzt völlig abflugfrei!

lg!
georg
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#1355697 - 30.09.18 10:55 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: irg]
derSammy
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Georg, du verwirrst mich weiterhin. Die "Butter bei die Fische"-Frage hast du nur indirekt beantwortet.

Von welcher Art Winterreifen sprichst du?

Ich kenne da nur:
- die große Familie der Spikereifen (diverse Hersteller)
- den Top Contact Winter II von Continental als einzigen ausgewiesenen spikefreien Winterreifen

Darüber hinaus sind mir keine ausgewiesenen Winterreifen fürs Fahrrad bekannt. Und ich wüsste auch nicht, welche Fahrradreifen ausschließlich als Sommerreifen beworben werden würden. Kurz zusammengefasst votierst du also dezidiert für dieses eine spikefreie Conti-Winterreifenmodell?
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (30.09.18 10:56)
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Off-topic #1355738 - 30.09.18 17:28 Re: Bereifung Herbst/Winter [Re: derSammy]
irg
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Ach so, das ist auch unter gegangen. Also: Wir fahren jetzt nur mehr mit den Conti Spike Claw 120, diese haben Spikereihen am Rand. Da diese Spikes kaum die Fahrbahn berühren, fahren sie sich fast wie spikelose Winterreifen. Daher denke ich, dass bei unseren Einsatzbedingungen spikelose Reifen ausreichen.
Früher hatte ich die Spike Claw 240 am Tandem. Die waren, wenn Spikes gefragt waren, sehr gut, bei uns fast immer unnötig. Deshalb habe ich sie durch die Spike Claw 120 ersetzt.

Das ist natürlich verwirrend, dass jemand spikelose Reifen propagiert und welche mit Spikes fährt. Das hat einfache historische Gründe: Wir haben anfangs nur diese Reifen bekommen. Da sie so gut für uns passen, bleiben wir beim gleichen Modell.
Theoretisch sollten die Spikes bei vermindertem Reifendruck greifen. Unsere Versuche damit waren nicht besonders erfolgreich. Um das zu erreichen, müsste man den Druck so weit absenken, dass die Reifen sehr stark walken, mit allen bekannten Folgen.

Unsere praktischen Erfahrungen beziehen sich nur auf diese Reifen. Ich denke aber, dass mit dem Top Contact Winter ebenso gute Erfahrungen gemacht werden dürften.

Konnte ich das klären?

lg!
georg
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