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#1364933 - 29.11.18 13:08 Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1
Juergen
Moderator
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 8551
Dauer:1 Monat, 5 Tage
Zeitraum:21.5.2016 bis 24.6.2016
Entfernung:1025 Kilometer
Bereiste Länder:frFrankreich

Strecke................ Schluchten-West-1 gefahren bei GPSies

Teil 1.1................. von Vichy . zur Dordogne
Teil 1.2................. von der Dordogne . zum Lot
Teil 1.3..................vom Lot . zum Agout
Teil 1.4..................vom Agout . zum Orb
Teil 1.5..................Urlaub und Abschluss

Photos................. alle Bilder +

Ideenfindung...... zur Vorgeschichte


Prolog
Lenker gerade, Sattel runter, Pedale auf den Gepäckträger geklebt, die ganze Fuhre mit Luftpolsterfolie umwickelt, sodass das Rad rollbar bleibt.
Eurowings akzeptiert beim Late Night Check-in um 18:00 Uhr die Folienverpackung, die Luft bleibt in den Reifen und die Mitarbeiter nehmen am Sperrgepäckschalter Gepäck und Rad gelassen an.
Ein guter Freund, der mich zum Düsseldorfer Flughafen begleitet hat, fährt mich nach Hause, ein Taxler am nächsten Morgen um 04:45 Uhr zum Flughafen.

In Lyon steht mein Fahrrad schon im Gepäckbereich, als ich eintreffe. 3 Taschen, Zelt und Bastmatte rollen in der großen Plastiktüte vom Band.



Fliegen macht mich immer nervös. So atme ich an der frischen französischen Luft erstmal tief durch, kaufe mir für 15,90 Euro ein Zugticket für den Rhone-Express nach Lyon und quetsche mich in dieses Züglein, in dem Räder streng verboten sind. Die Schaffnerin verstehe ich nicht und klebe auf meinem Sitz bis Lyon-Part-Dieu fest.

Der nächste Zug bringt mich bei Roanne über die Loire und weiter nach Vichy in die Auvergne. Am Allier brennt der Lorenz vom Himmel, das Thermometer steigt auf 35°, ich rolle weiter zum Campingplatz, halte erstmal meine Füße ins Flusswasser, lese ein wenig und raffe mich zu Fuß auf, um einzukaufen. Der Weg zieht sich, Gas gibt es nur in der 450 Gramm Dose, was mich nicht stört, denn mein Kocher wiegt nur 48gr. Über den Adapter von Ventil- auf Schraubkartusche brauchen wir nicht zu philosophieren weinend
Vollbeladen schlurfe ich zum CP zurück und verteile erstmal Lebensmittel, die gefühlt für ne Woche reichen, und suche mir ein Resto. Es gibt Salade avec gésier. Sieht klasse aus, schmeckt prima. Was ich da esse, weiß ich erst morgen. grins
Die Hauptspeise ist eine Kombi aus Pute unter einem Bleu d'auvergne. Die Fritten sind zensiert , der Nachtisch, ein frischer Obstsalat, so lala.



  • Vor einem Jahr, auf dem Weg nach Rom, bekam ich auf der Vennbahn in Burg Reuland das beste Entrecôte meines Lebens. Die Sauce war angemacht mit einem Bleu d'auvergne. Dieses Essen war Grund genug, hier hinzufahren.
    .
  • Im November 2015 kam ich auf die Idee, die schönsten Schluchten Frankreichs zu einer langen Tour zu verbinden. Es entstand die Idee, von Vichy aus, die Auvergne, die Midi-Pyrénées, das Languedoc und die Cevennen zu erkunden. Die schönsten Schluchten östlich der Rhone sollten später folgen.
Ich startete einen Fragefaden, bekam dutzende gut gemeinte und hilfreiche Hinweise. Mit den ausgedruckten Tipps und den geplanten Tracks fühlte ich mich bestens versorgt. wein

Die schönsten Schluchten (Gorges) in Frankreich (Länder)

geplante Strecke bei GPSies


Ich liege fein in meinem HubbaHubba NX, das ich vor zwei Monaten auf Garantie ersetzt bekam. Das grüne Außenzelt ist besser als das helle, das Innenzelt neu und dicht. Gott sei Dank, denn es beginnt zu regnen. Nun ja, es schüttete eher. Eher so, als würde dieser Regen nie wieder enden wollen. Gegen 01:00 Uhr bildeten sich die ersten Bäche unter der Unterlage. entsetzt




36 Stunden Regen teuflisch

Was soll ich sagen? Am Morgen, am Mittag, am Abend und in der ganzen kommenden Nacht bleibt das Zelt dicht und ich bleibe liegen. grins
Lediglich um zum Klo, zum CP-Cafe und zu einem Resto am Abend zu kommen, verlasse ich die Hütte. Ich liebe meinen Regenschirm, erfinde mit der Reparaturhülse eine Dauerlüftung mit Ausblick und trinke Kaffee ohne Ende.



Vichy . Saint-Priest-Bramefant le Graveyron . Puy-Guillaume . Thiers (Pont Dore)

Es ist kalt, die Berge östlich vom Allier liegen in den Wolken. Statt wie geplant auf der D906 Richtung Thiers zu fahren holpere ich auf verschlungenen Rad- und Rumpelwegen sowie schmalen Straßen nach Puy-Guillaume.







Über die D906 geht’s rauf nach Thiers. Gar sonderliche Bauten dienen hier als Weinkeller? Einen Eingang oder eine Erklärung für diese Pyramide konnte ich nirgends finden.



Die Dächer von Thiers sind alt. Das erste Hotel am Platz schäbig und teuer. Messer hab ich schon eins und das ist ausreichend. Die Stadt gefällt mir nicht. Unten an der Dore, einem Seitenfluss des Allier, bekomme ich ein ordentliches Bett. Draußen ist es immer noch kalt.





Schweinefrikadelle mit Speck, Steak frites, Saint-Nectaire, Cantal und Bleu d'auvergne. wein

Thiers . Billom . Sallèdes (La Beauté) . Manglieu . Sauxillanges (CP)

Heute ist es schön! Sehr schön. schmunzel



Vor Billom trockne ich mein Zelt..................



.......... in Billom erkunde ich die Gassen



.......... vor Sallèdes (La Beauté) erfreue ich mich an kleinen Straßen im grünen Felde



.......... in La Beauté überdenke ich meine vergangenen Entscheidungen.



Dazu muss ich etwas ausholen und zitiere mich mal selber aus meinem Reisebericht von 2017: Neuss-Altkirch (F) oder: „genug gebastelt.“ (Reiseberichte)
In Antwort auf: Juergen


Im März 2016 kaufte ich mir eine toll geschnittene Wohnung in der Stadt der goldenen Nüsse und dachte, dass ich damit eine zusätzliche Einnahme generieren könnte, weil die Bude vermietet war. Doch ich hatte die Rechnung ohne die Wirtsleute gemacht, die, nachdem ich ihnen mitteilte, dass ich die Miete leicht erhöhen werde, kündigten. Ich dachte nur: "Scheisze, jetzt ist der Sommer im Eimer, Du musst renovieren." In diesem Zustand bekomme ich keine drei Cent für die ergänzende Altersvorsorge.
Bis zum Kündigungstermin hatte ich noch Zeit und flog erst mal nach Lyon, um mit der schönsten Schluchtentour durch Frankreich anzufangen. In La Beauté, Isserteaux an der D53 saß ich am zweiten Tag der Reise vor diesem Haus und hoffte inständig, dass es mich nicht ganz so arg treffen möge.

Hier in La Beauté sitze ich nun, futtere Käse mit Baguette. Am Regentag in Vichy kam ich zu der Einsicht, dass ich richtig renoviere, alles rausreiße und von der Heizung übers Bad wirklich alles erneuere. 20 Meter Wände müssten dafür fallen, die Fenster könnten bleiben.
Heute, also jetzt wo ich den Bericht schreibe, denke ich noch oft an Vichy und La Beauté zurück. Meine Kostenschätzungen habe ich nicht genauestens überprüft, doch ich fühle mich pudelwohl im neuen Heim!

.......... in Manglieu gefällt mir die Kirche



.......... hinter Manglieu gefällt mir die Piste



.......... in Sauxillanges gefällt mir der Campingplatz für 9,25 Euro



Das Abendessen im Hotel Abbaye gab es zum Mittagspreis. Salat, Schweinefilet und eine Auswahl bester Käse für 13,90 Euro. wein

Sauxillanges (CP) . Usson . Saint-Rémy-de-Chargnat . Les Pradeaux . Nonette . Lempdes-Sur-Allagnon .

Heute ist es nicht so schön. Es nieselt bei 12° und es geht rauf und runter. StefanS legte mir Usson ans Herz. Dieses Dorf sei einen Abstecher wert.

.......... vor Usson geht’s erstmal kräftig hoch in eines der schönsten Dörfer Frankreichs. Der Ausblick zu den Vulkanen der Auvergne lässt mich frieren. Da oben liegt Schnee. In 40km Entfernung sehe ich den Puy de Cacadogne (1785m). Dort liegt die Quelle der Dordogne, deren Verlauf ich ab dem Barrage de l'Aigle folgen werde. Dazu später mehr. weinend



.......... nach dem zweiten Frühstück wird das Wetter besser.



.......... weiter geht’s durch hügeliges Gelände



.......... nach Nonette in die Kirche



.......... letztmalig über den Allier und durch Getreidefelder





In Lempdes-Sur-Allagnon hab ich keine Lust mehr, Rad zu fahren, hab auch keine Lust, auf den Campingplatz zu gehen und schiebe mein Terra lustlos durch die schmalen Gassen. Vor einem winzigen Haus bleibe ich stehen. Es macht einen freundlichen Eindruck. Ich klopfe an der Tür zur Gite Flori und bleibe über Nacht. Volltreffer! lach

Für 36,- Euro bekomme ich ein helles Zimmer und ein Super Frühstück mit selbstgebackenen Brioches. Der Hausherr James kommt ursprünglich aus Montana und begleitet mich am Abend ins Restaurant, da man hier nie weiß, ob die Wirtin gerade Lust hat, Gäste zu bedienen oder nicht.
James legt ein gutes Wort für mich ein und für 13,60 gibt es Salat, Kohlrouladen, Käse, Crème brûlée und Wein. Frau Wirtin scheint einen Narren an mir gefressen zu haben. wein

Es gibt leider keinen Link auf die Gite. Sie ist hier: Rue de l'Enfer
Das Restaurant: Aux p'tits oignons

.......... noch ein Bild der Gastgeberin. (keine Ahnung, warum ich mir ihren Namen nicht gemerkt habe)



Lempdes-Sur-Allagnon . Lanau . Blesle . Auriac-L'Église . Le Bru via D355 . Allanche
Heute wird es erstmalig lustig. Um an die Dordogne zu gelangen, muss ich übern Berg. Bis zum Puy Mary sind es 87km. Läppische 1870hm warten auf mich. party

Tom72 ist 2012 auch den Allagnon hochgefahren Re: Radreise Frankreich/Nordspanien (Lyon-Kantabrien) (Reiseberichte) Bis zum Puy Mary werden sich manche Photos wiederholen. grins

Zunächst ist es mir am Fluß entlang eine große Freude, Toms Spuren bis Blesle zu folgen lach









Blesle ist wirklich eine sehr angenehme Ortschaft mit einer wunderschönen Kirche.................



In Blesle trennen sich unsere Wege und ich nehme die Strecke durch das Tal der Sianne, das mir die Mitarbeiterin der örtlichen Touri-Info empfahl.
Es gibt wenige Frauen, die ich nachhaltig verflucht habe. grins

Tipp: Nehmt ab Blesle die Radroute La Grande Traversée du Volcan

Bis Auriac-L'Église ist es flach und lieblich. Kleine Brücken laden zur Rast ein...........



.......... doch dann geht es mit bis zu 20% auf der D355 senkrecht in den blauen Himmel. Die Pausen bis Serre machst Du hier nicht wegen der Kühe.



.......... ab Serre nehm ich Dummkopf auch noch ne Abürzung nach Le Bru, die mir mit grobem und unfahrbarem Schotter bei 6% die letzten Nerven raubt. entsetzt



In Le Bru hätte ich für ein Zimmer mein Sparschwein geschlachtet. Doch Zimmer, Cafés oder irgendwelche Ruheplätze gibt es hier nicht. Fahren wir weiter auf der D21................



.......... zu den Windrädern



.......... zum Col du Baladour . Ich habe Glück, es geht leicht und flach durch aufregendes Gelände. lach



.......... runter nach Allanche auf den Campingplatz "Les Gentianes" , den es vor 4 Jahren scheinbar noch nicht gab. cool



Die ersten 870hm wären geschafft.
Camping avec Douche: 6,20 Euro
Menu: Feierabendbier, Pastis, Salami, Pastete, Schinken, Salat, Kalbskotelett mit Gemüse, Käse 25,- Euro im Relais des Remparts party


Allanche . Col de Montirargues . Fortuniès . Collanges . Dienne . La Gandilhon

HERRLICH! So steht es im Tagebuch verliebt

.......... eine leichte Steigung führt von Allanche auf die Höhe



.......... hier oben hatte das Kalbskotelett vielleicht seinen Ursprung.



.......... die Passhöhe merkt man so gut wie gar nicht



.......... eine Bank lädt zum Verweilen ein. (Hallo Tom........ ) schmunzel



.......... ein paar Bilder des Weges nach Dienne verliebt









Der gestrige Tag hat doch mehr Körner gekostet, als ich wahrhaben wollte. Also suche ich nach einer Bleibe und werde fündig. grins

.......... vorher gibt es noch Vögel am blauen Himmel



In der letzten Herberge vor dem hohen Berg werde ich herzlichst begrüßt. Ja, ich sei der, der reserviert hat. unschuldig



Ich schaukel ab 15:00 Uhr mit Blick auf den Puy Mary in den Nachmittag hinein. Das ist wesentlich angenehmer als sich die letzten 400hm zum Gipfel zu quälen. Der ist morgen auch noch da.
Während ich so im Garten mein Feierabendbier verdrücke, kommt Jürgen mit einer Reisegruppe auf Photoexkursion. Dicke Canons auf dicken Bäuchen!!



.......... mit der Blende kann ich auch spielen wein





Beim Abendessen, damit komme ich zum wichtigsten Teil des Tages, entpuppen sich die Teilnehmer der Photogruppe als nette und kompetente Gesprächspartner.
Wir essen und trinken alle das gleiche: Zum Côtes d’Auvergne gibt es Melone, Bündnerfleisch mit grobem Salz, Entenbrust, Bratkartoffel, ein sensationelles Purée de carottes, Käse, Fruchsalat, Espresso und nen Willi. wein
Für alles zusammen mit Frühstück musste ich dann doch an die Spardose. Egal, die 105,- Euro in der Auberge d' AIJEAN haben sich gelohnt.

Gute Nacht. gähn

La Gandilhon . Puy Mary . Salers via D680

Um 07:00 Uhr regnet es. Um 07:30 Uhr hört es auf. Um 08:00 Uhr gibt es ein opulentes Frühstück und um 08:43 Uhr schalte ich mein Navi ein.



Ein bisschen Schiss hab ich ja schon. 7200 Meter sind es bis zum Gipfel. Der Anfang ist jedoch wunderschön, leicht zu fahren und schnell abgehakt.







Dann kommt es knüppeldick.............. teuflisch



Schnee gibst es nur am Straßenrand



1860 hm in weniger als 10 Stunden Fahrzeit geschafft. Für einen der gerade 60 geworden ist, ist das doch gar nicht übel, oder? bier party



Zwei Bilder von der Passhöhe





Blick Richtung Süden (Dorthin ist Tom72 dann weiter gefahren.......) schmunzel



Blick Richtung Salers



Die Abfahrt mit 15%-18% Gefälle haben andere hier aus der Gemeinde mit dem Tandem im Zickzack bergauf bewältigt. Ihr habt meine vollste Hochachtung! bravo bravo
Durch den Wald geht es mit einem kleinen Zwischenanstieg zum Col De Neronne





Diese photographierte Karte bietet einen schönen Überblick über die Topographie. An der oberen Kante bin ich weiter Richtung Westen nach Salers gefahren.



Photographiert hab ich die Ausblicke gefühlt ein Dutzend mal. Zu schön ist es hier. verliebt









In Salers bereiten sich alle auf die Tour vor und haben die Räder gelb lackiert





Ich überlege noch, die 26km nach Mauriac weiter zu fahren, entscheide mich aber dann doch, auf dem CP in Salers zu bleiben und abends im Dorf zu essen.
Das war nicht die beste Entscheidung, denn der Campingwart legte mir nahe, nicht auf der Zeltwiese zu übernachten. Ich solle bitte im großen Saal übernachten, es seien heftige Gewitter angesagt.
Kaum habe ich mich neben dem Kicker und dem Billardtisch eingerichtet, beginnt der große Regen. traurig

Dazu morgen mehr. Heute gibt's die Reste aus der Küchentasche und zwei Bier vom Campingwart CAMPING MUNICIPAL "LE MOURIOL bier




29.Mai 2016 Salers . Tougouze . Anglards-de-Salers . Nuzerolles . Mauriac . Mauriac CP
.......... oder „Die Tage der Flut“

Trocken und schlecht geschlafen, Betonboden ist zensiert , packe ich am Morgen meinen Krempel zusammen und frühstücke, während es weiterhin in Strömen regnet. Der Campingwart wünscht mir noch gute Fahrt und ich rolle erstmal ins Dorf, um einzukaufen und einen Cappu zu trinken.
In Anglards-de-Salers ist die Regenjacke durch und ich werfe den Poncho über ein trockenes Hemd. Ab hier tragen die Räder das Bergtrikot. Die Stimmung ist eher so, als würden sie, wie die Gondeln, Trauer tragen. Gibt es bei der Tour ein Regentrikot?





In Mauriac hab ich dieses Wetter satt und frage im besten Hotel der Stadt nach einem Zimmer. Das sei kein Problem, doch das Resto sei heute Abend geschlossen. Ich radel weiter zum Campingplatz, warte zwei Stunden frierend und tropfnass auf den Chef, der mir ne Blockhütte mit kleiner aber überdachter Terrasse gibt. WLAN inclusive.

Am Nachmittag richte ich mich häuslich auf 2x3m ein. Ordnung ist angesagt. Am Abend bekomme ich im Resto am kleinen See ein ordentliches Steak, trinke mir ein Glas Rotwein und freue mich, einen Regenschirm dabei zu haben. traurig traurig

30. Mai 2016 Mauriac CP . Mauriac . Mauriac CP weinend

"Ja, Sie können die Hütte noch eine Nacht haben!"







Ich hab Hunger und spaziere nach Mauriac. Martina schwärmte in der PE von Aligot
............ und so sieht ein Teller aus, der schneller leer ist, als Du die Kamera aus der Tasche holen kannst. Bratwurst inclusive.




31. Mai 2016 Mauriac CP . Mauriac . Mauriac CP weinend weinend

"Ja, Sie können die Hütte noch einmal eine Nacht haben!"

Wie ich im Laufe des Tages mitbekomme, steht halb Nordfrankreich unter Wasser, der Louvre wurde evakuiert. Heidelberg und anderen Städten in Deutschland geht es nicht besser.
Hochwasser in Frankreich
Unwetter in Europa im Frühjahr 2016

Ich entscheide mich, die Strecke von hier zum Stausee an der Dordogne zu ändern. Zu groß ist meine Angst, die Piste direkt am Ufer zu erkunden. traurig traurig

So langsam reicht es mir auch auf den 6qm. Morgen fahr ich weiter, egal ob es dann immer noch schüttet.



01.Juni 2016 Mauriac CP . Pleaux . Saint Privat . Argentat

Es regnet immer noch. Durchgehend und ohne Pause. Ich packe die Fuhre unterm Vordach, trinke den letzten Kaffee, bedanke mich beim Campingwart für die freundliche Aufnahme und stürze mich nach (jetzt muss ich rechnen: 28.05 18:00 Uhr Salers bis 01.06 09:00 Uhr Mauriac = 87 Stunden) in den nicht aufhörenden Dauerregen.



In Pleaux verziehe ich mich bei 9° frierend unter das Dach einer ehemaligen Tanke.



Jeder einzelne Höhenmeter wird im Nass zur Qual. Erst kurz vor Argentat lockert der Himmel etwas auf..........



In Argentat bekomme ich über die Touri-Info ein Zimmer in der Nähe. Die Pension liegt an der Maronne, einem kleinen Nebenfluss der Dordogne. Klatschnass bekomme ich nach 53km und 500hm ein liebliches Zimmer, ein kleines 4-Gang Menü und etwas zu trinken. lach
Es regnet auch diese Nacht dauerhaft durch. Hôtel Le Pont de l'Hospital





Am Morgen erfahre ich, dass die Maronne in einer Nacht um 2 Meter angestiegen ist. Die schöne Frühstücksterrasse steht im Fluss und die Ufer unter Wasser. Mir wird klar, dass ich noch großes Glück hatte.

.......... ein paar Bilder der schönen Pension an der Brücke über die Maronne.






02.Juni 2016 Argentat . Vaurette . Brivezac . Beaulieu-sur-Dordogne
.......... oder: der Regen hat ein Ende! lach

Gut versorgt mache ich mich auf den Weg, bleibe auf der rechten Seite der Dordogne und quere diese über eine kleine Brücke bei Brivezac. Die ersten Palmen in tropischer Luftfeuchtigkeit lassen mich von wärmeren Gefilden träumen.





In Beaulieu-sur-Dordogne öffnet der Himmel zur Mittagszeit erneut die Schleusen, als ich über eine kleine Fußgängerbrücke über die Dordogne will. :merde: teuflisch



.......... auf dem CP stehen noch ein paar unerschrockene Camper. Auf der Zeltwiese schwimmen die Enten.



Bis zum Schlund von Padirac sind es noch 27km. Zuviel für heute mit dem Anstieg hinter Gintrac. Zudem sind die Höhlen wegen Überflutung geschlossen und die nächsten Campingplätze liegen auch im Uferbereich der Dordogne. Ich nehme mir ein Zimmer, spaziere durch Beaulieu und esse ne Kleinigkeit auf niedrigem Niveau. Muss auch mal sein. bier

.......... ein paar Bilder aus Beaulieu-sur-Dordogne











Beaulieu-sur-Dordogne . Puybrun . Gintrac . Ende Teil 1.1

.......... oder :Genug gejammert! wein

Ganz ehrlich, diese Regentage gingen mir ganz gewaltig auf den Senkel. Heute ist es bedeckt und trocken,ein feiner Tag zum radeln. Die ersten 22km fliegen nur so an mir in 75 Minuten, 3 Photos und 3 Kippen vorbei. Zwei mal quere ich die Dordogne, bevor ich in Gintrac eine Pause einlege. schmunzel







Die Auvergne hat mich total begeistert, vom Limousin hab ich im Regen zu wenig mitbekommen. Jetzt geht es in die Midi-Pyrénées.
Genauer gesagt: Das Quercy wartet auf mich. Ihr seht schon an den Bildern: Flach ist Holland. wein


Fortsetzung folgt in Teil 1.2

° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +

Geändert von Juergen (07.12.18 18:16)
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#1364936 - 29.11.18 13:23 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
Keine Ahnung
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Oh Mann, nun muss ich doch langsam einmal auch an meinem Bericht arbeiten! Wenn Ihr alle so tolle Berichte hinlegt, wird meiner am Ende noch blasser aussehen. grins

Prima Jürgen, dass Du uns teilhaben lässt. Ich werde mir Deinen Bericht auf jeden Fall Stück für Stück (wie er gerade kommt) zu Gemüte führen und freue mich schon auf die Lektüre. lach

Schade, dass Du in diesem trockenen Sommer doch Regen abbekommen hast (Thoralf hat ja wohl ähnliche Erfahrungen gemacht). Da Du aber über einen Monat lang unterwegs warst, vermute ich, dass Du auch ab und zu etwas Sonne gesehen haben wirst. zwinker
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)

Geändert von Juergen (29.11.18 13:44)
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#1364941 - 29.11.18 13:34 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Keine Ahnung]
Juergen
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Zeitraum: 21.5.2016 bis 24.6.2016 grins
Entfernung: 1025 Kilometer
Bereiste Länder: Frankreich

Zum Wetter komme ich später noch ausführlich. Es war nicht lustig. Hatte immer gedacht, Thoralf sei hinter mir her. weinend
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +

Geändert von Juergen (29.11.18 13:45)
Änderungsgrund: Titelnummerierung geändert
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#1364965 - 29.11.18 15:12 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
Keine Ahnung
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Beiträge: 8645
2016 - Nun, dann kann ich mir ja mit meinem Bericht noch Zeit lassen grins .

Und ich hatte mich schon über die Regentage in Frankreich gewundert, da ich eigentlich auch dort trockenes Wetter vermutet hätte zwinker .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1364968 - 29.11.18 15:24 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
Wuppi
Mitglied
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Ja,ja, Winterzeit = Berichtezeit. Der Anfang ist gemacht, weiter so grins.
Winterzeit ist auch Berichte-Lesezeit; ich freue mich schon auf die Fortsetzung wein

Gruß Rolf
Mach es, bevor du bereust,es nicht getan zu haben.
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#1364986 - 29.11.18 18:11 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
veloträumer
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Beiträge: 14460
In Antwort auf: Juergen

Zum Wetter komme ich später noch ausführlich. Es war nicht lustig. Hatte immer gedacht, Thoralf sei hinter mir her. weinend

Hattest du das nicht hier bereits schon mal berichtet? Einige Fotos kommen mir auch bekannt vor, zumindest das mit T-Shirt "Fotograf Jürgen" und das Zeltfoto mit Spaltöffnung. verwirrt

Ach so: Muss gerade wieder meinen Speichel für Fischfilet wegputzen. Kannst du nicht mal Rücksicht nehmen auf die Dscounter-Küche, die ich mir dauernd zur Winterzeit reinziehen muss, damit ich im Sommer mir bessere Teller leisten kann? weinend
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1364990 - 29.11.18 18:25 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: veloträumer]
Keine Ahnung
Moderator
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Beiträge: 8645
In Antwort auf: veloträumer

Ach so: Muss gerade wieder meinen Speichel für Fischfilet wegputzen. Kannst du nicht mal Rücksicht nehmen auf die Dscounter-Küche, die ich mir dauernd zur Winterzeit reinziehen muss, damit ich im Sommer mir bessere Teller leisten kann? weinend


Mir gingen ähnliche Dinge durch den Kopf. So mancher Radreisebericht hier beinhaltet Fotos durchaus hochwertiger kulinarischer Genüsse, die einem auch alle guten Vorsätze im Bezug auf Gewichtsreduktion oder -halten zunichte machen können.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1364997 - 29.11.18 19:12 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: veloträumer]
Juergen
Moderator
Themenersteller
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Beiträge: 8551
In Antwort auf: veloträumer
Hattest du das nicht hier bereits schon mal berichtet? Einige Fotos kommen mir auch bekannt vor, zumindest das mit T-Shirt "Fotograf Jürgen" und das Zeltfoto mit Spaltöffnung. verwirrt
Gut aufgepasst, Matthias!
Hier berichtete ich einiges live während der Tour. Also quasi drei Tage nach Salers. grins
Ansonsten habe ich erst später auf der Tour angefangen die Teller zu knipsen. Du musst also tapfer sein, dann schaffst Du auch die kalten Tage. wein
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +

Geändert von Juergen (29.11.18 19:13)
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#1365001 - 29.11.18 19:37 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
Hansebiker
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1358
Unterwegs in Deutschland

Moin moin junger Freund,
als ich 60 wurde, da hatte ich eine Schei..kondition, das besserte sich erst mit 65. Chapeau!, lieber Jürgen für die Leistungen am Berg. Ich mag Deine Art der Photographie, den Stil Deiner Erzählungen und natürlich Deine Begeisterung für die frz. Küche. Und jetzt freue ich mich auf die Fortsetzung und für 2019 auf unsere neuen Abenteuer in französischen Mittelgebirgen wein

Sowas sollten wir auch mal aufsuchen : Klick dafür
LG aus HL




Geändert von Hansebiker (29.11.18 20:06)
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#1365002 - 29.11.18 20:05 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 5833
Schee. Also ich finde,Du hattest unverschämtes Wetterglück am Puy Mary, wir hatten da einen Wolkenbruch bei der Abfahrt.
Der wurde damals Ziel einer Tour,die von daheim startete (zu der Zeit Stuttgart),weil wir die Schummerung dieser Ecke auf unserer Michelinkarte so attraktiv fanden.
Den örtlichen Blauschimmelkäse kaufe ich auch hier (also da auf der anderen Rheinseite im Elsass) ganz gerne,weil er einfachen Pfanngerichten mit wenig Aufwand den letzten Schliff verpasst.
Bin dann mal gespannt aux Deine Schluchten, die den grünen Hügeln noch folgen können.
Gruß
Nat

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#1365024 - 29.11.18 22:47 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
iassu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 19737
Jürgen, richtig, richtig schön ist es dort, wo du unterwegs warst, ja ohne Zweifel. Aber diese Berge. Diese dauernden Anstiege. Wäre es nicht angemessen, auf deine alten Tage zwischen den An- und den Abreisetag 20 bis 30 Ruhetage am Strand bzw der Uferpromenade einzulegen? Offenbar bin ich zwei entscheidende Jahre jünger, aber so langsam könnte sich mein Motto verändern: Radreise ist dort, wo ich schwarzwäldere, tsatsikiere und bratwurste. Lassen wir doch die jungen Wilden sich ihre Höhenmeter abquälen. Cappuccino und Eisbecher sind doch mindestens so handhabbar wie Schmerzmittel. Letztere darf man nur alle 6 Stunden einwerfen.

Bittersüß gemeinter Anerkennungsbeitrag für deinen schönen Bericht.
Gruß Andreas
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#1365064 - 30.11.18 11:43 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: iassu]
Hansebiker
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abwesend abwesend
Beiträge: 1358
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: iassu
Jürgen, richtig, richtig schön ist es dort, wo du unterwegs warst, ja ohne Zweifel. Aber diese Berge. Diese dauernden Anstiege. Wäre es nicht angemessen, auf deine alten Tage zwischen den An- und den Abreisetag 20 bis 30 Ruhetage am Strand bzw der Uferpromenade einzulegen? Offenbar bin ich zwei entscheidende Jahre jünger, aber so langsam könnte sich mein Motto verändern: Radreise ist dort, wo ich schwarzwäldere, tsatsikiere und bratwurste. Lassen wir doch die jungen Wilden sich ihre Höhenmeter abquälen. Cappuccino und Eisbecher sind doch mindestens so handhabbar wie Schmerzmittel. Letztere darf man nur alle 6 Stunden einwerfen.

Bittersüß gemeinter Anerkennungsbeitrag für deinen schönen Bericht.


Sehr guter Ansatz, lieber Andreas. bravo Auf jeden Fall mehrere Überlegungen wert. Voller Selbstzufriedenheit stelle ich fest, dass meine Entscheidung, solche Touren künftig mit E-Unterstützung zu fahren, die richtige ist, zumal ich euch schon runde 12 Jahre im Alter voraus bin. Bei mir ist Radreise auch nicht mehr verbunden mit wildzelten, in Hängematten im Wald rumhängen, 100 km und mehr am Tag abreißen.... Und dennoch möchte ich auf die Berge nicht verzichten. Ich will mich jetzt mehr dem Genussradeln verschreiben. dafür
LG aus HL



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#1365085 - 30.11.18 14:02 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
fabianovic
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Gleiche Route, selbe Motive, andere Werbung!



Schade, dass ich es dann hinter Blesle nicht in die Berge zum Puy Mary geschaff habe, aber das Wetter und die mangelnde Fitnesss liessen es nicht zu. Dein schöner Bericht sollte mich motivieren das noch einmal in Angriff zu nehmen. Nur kulinarisch konnte meine Tour in diesem Herbst mithalten.

Schöne Grüße
Fabian
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#1365090 - 30.11.18 14:32 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: natash]
Juergen
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In Antwort auf: natash
Schee. Also ich finde,Du hattest unverschämtes Wetterglück am Puy Mary, wir hatten da einen Wolkenbruch bei der Abfahrt.
Du glaubst gar nicht, wie froh ich darüber war. Die fünf Tage Dauerregen zwischen Salers und Beaulieu-sur-Dordogne machten mich richtiggehend demütig.
Wenns am Mary auch so geschüttet hätte, dann wäre ich nach 5 Nächten in der Herberge mit den Fotographen Pleite gewesen. omm

@Andreas
Aber bitte! Wir sind doch in einem Radreise-Forum, sollten die Jungen und Alten motivieren, sich doch zumindest in Maszen zu bewegen. Außerdem sind Strandgelage ungesund. schmunzel

@Fabian
Ich freu mich, wenn ich dich dazu motivieren kann, in die Auvergne zu fahren. Verhungern wirst Du dort nicht. Ich war dort auch nicht das letzte Mal. Eine Tour von Norden runter zum Truyere könnte ich mir schon vorstellen. Vichy . Truyere grins Mach doch mal. Bitte!

@Ingo
Für so eine Herberge haben wir jetzt doch einen Sponsor. wein

Danke für die netten Kommentare. Bald gehts weiter................
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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#1365109 - 30.11.18 17:03 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
Landradler
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Schöner Bericht Jürgen...

In Antwort auf: Juergen



...der auch zur Folge hat das demnächst ein Chambriard's "Le Grand Cru" bei mir einzieht. grins wein
Gruß, Michael

- Buckelst du noch oder liegst du schon? -
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#1365110 - 30.11.18 17:05 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Landradler]
iassu
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Recht so. Denn was soll man schon mit 100 Opinels anfangen.... teuflisch
Gruß Andreas
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#1365113 - 30.11.18 17:25 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: iassu]
Landradler
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Stimmt, 2 reichen. träller
Gruß, Michael

- Buckelst du noch oder liegst du schon? -
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#1365118 - 30.11.18 18:16 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Landradler]
motion
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In Antwort auf: Landradler
Schöner Bericht Jürgen...

In Antwort auf: Juergen



...der auch zur Folge hat das demnächst ein Chambriard's "Le Grand Cru" bei mir einzieht. grins wein






Warum schauen denn alle aufs Gleiche grins Wir waren dieses Jahr 3 Wochen in der Auvergne und ich konnte nicht ohne Messer nach Hause fahren. Schöner Bericht soweit und vieles kommt einem bekannt vor. Wenn ich Deinen Thread missbrauchen darf, hänge ich vielleicht mal ein paar Bilder mit rein. Wir hatten einen der besten Urlaube in dieser Region die wir je hatten. Wo doch mein Verhältnis zu Franzosen manchmal bissl kompliziert ist. Zum Radfahren, Wandern und Land und Leute war es einfach traumhaft...

Geändert von motion (30.11.18 18:18)
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#1365120 - 30.11.18 18:35 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: motion]
Juergen
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Ich würde dich bitten, keine Bilder von dir hier einzustellen, sondern einen eigenen Bericht zu schreiben. Sonst wird das hier zu unübersichtlich, da ich auch noch lange nicht fertig bin.
Danke.
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Off-topic #1365147 - 30.11.18 23:40 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
Wuppi
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In Antwort auf: Juergen

@Ingo
Für so eine Herberge haben wir jetzt doch einen Sponsor. wein
wen denn ? Kenn ich den .... unsicher

Gruß Rolf
Mach es, bevor du bereust,es nicht getan zu haben.

Geändert von Wuppi (30.11.18 23:41)
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Off-topic #1365151 - 01.12.18 00:06 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Wuppi]
Hansebiker
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@ Rolf: Ich wasch meine Hände in Unschuld träller und nehme es, wie`s kommt. dafür
LG aus HL



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Off-topic #1365155 - 01.12.18 07:25 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Hansebiker]
cyclerps
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Wenn nächstes Jahr 3 Mann aus diesem Forum zusammen auf Frankreich Erkundungstour gehen/fahren müßte eigentlich ein Kamerateam unscheinbar hinter her geschickt werden. dafür
Möglicherweise gäbe es eine Neuverfilmung von dem Gassenhauer "3 Mann in einem Boot" als "3 Mann auf ihrem Rad".

Ich stelle mir drei sonnengebräunte weinschlürfende und Käse essende Genießer vor die ihre Füße in Flüssen baden, auf einem Strohhalm kauend im Gras liegen oder am Wegesrand einen Schlauch flicken. grins

Ich gönne es ihnen.

Film ab, Ton an! wein
Gruss
Markus
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#1365180 - 01.12.18 10:46 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.1 [Re: Juergen]
JoMo
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Sehr schön bebilderte Tour. Frankreich ist immer wieder schön. Monate später betrachtet, sogar bei Shitwetter, das wir auch oft hatten.
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#1365188 - 01.12.18 11:21 Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: Juergen]
Juergen
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Gintrac . Le Gouffre de Padirac . Padirac . Alvignac . Rocamadour-L'Hospitalet (CP)

Wie schon geschrieben, ist das Quercy nicht flach, soll aber mit kulinarischen Leckerbissen, malerischen Dörfern, tief eingeschnittenen Flüssen und geheimnisvollen Tropfsteinhöhlen punkten.

.......... Gehen wir‘s an und schieben die 50kg-Fuhre den Berg hoch. 12% warten auf mich. grins



.......... Der Blick auf die Dordogne von oben ist wunderschön.



Kommen wir auf der Höhe zum ersten Highlight des Tages. Gestern waren die Gouffre de Padirac noch wegen Überflutung geschlossen. Heute sind die Abgründe für die Besucher geöffnet.

.......... Ein tiefer Schlund wartet auf mich. Die 461 Stufen ins unterirdische Labyrint bieten erstaunliche Ein- und Hochblicke







.......... ganz tief unten setzte ich mich in eine Gondel und lasse mich durch die Höhle schippern.
Photographieren ist hier strengstens verboten, deshalb musste ich auf gut Glück aus der Hüfte knipsen. traurig





Irgendwann bin ich zurück aus der Dunkelheit, schaue nach oben und bin geflasht. BLAUER HIMMEL.............. dafür





Hoch nehme ich den Aufzug, nach Rocamadour das Rad.
Auf dem Camping le Paradis Du Campeur schaue ich nach meinen eMails, telefoniere mit Freunden und erzähle mit einem holländischen Ehepaar. Die beiden sind mit den Rädern auf dem Weg von Amsterdam nach Santiago.



Der CP liegt oberhalb von Rocamadour an einer Abbruchkante. Der Weg ins Dorf ist steil und zeigt mir auf, welche Auffahrt ich morgen früh zu erklimmen habe.



Schweizer Höhlentaucher empfehlen mir das Restaurant Le Terminus des Pèlerins mit großartigem Blick und superber Speisekarte. wein

Etwas persönliches: Das nächste Photo hat für mich eine besondere Bewandtnis.
Am Nachmittag erzählte mir die Holländerin, dass sie Hautkrebs hat und kaum in die Sonne darf. Trotzdem haben sie sich auf den Weg gemacht. Ich bin betroffen und freue mich doch, mit ihnen morgen auf dem CP zu frühstücken.
Bei dem Telefonat mit Freunden ging es um eine gute Freundin, die heute zum ersten Mal nach ihrem Schlaganfall wieder mit Hilfe auf ihr kleines Segelboot konnte. Ich versprach, einen Roten auf ihr Wohl heute Abend mitzutrinken.
In einer eMail eines Radlerfreundes aus dem Forum standen gleich drei wenig erfreuliche Dinge. "Den Pastis trinke ich auf dein Wohl", schrieb ich noch.
grins



Jetzt sitze ich nicht alleine am Tisch. Jetzt leisten mir 6 liebe Menschen Gesellschaft. Auf euer Wohl wein

Ich schreibe in dieses gelbe Buch: "Jürgen, hör endlich auf bei jedem Buckel, jeder Regenschauer zu jammern. Freue dich, dass Du solche Freunde hast, dass Du solche Touren bewältigst, gesund bist und überhaupt, dass Du die Möglichkeit hast, hier zu sein!"

Bon Appétit...............



Nun kann ich ja an einem Abend keine 6 Pastis auf 6 liebe Menschen trinken. Ich verspreche mir noch, die Rationen auf die nächsten Abende aufzuteilen und schlendere leicht beschwipst und glücklich durch den Ort.







Gute Nacht gähn


Rocamadour . Carlucet . D802 . Escazals . Espédaillac . Marcilhac-Sur-Célé (CP)

Iris die Holländerin treffe ich an der Rezeption. Ihr Mann ist krank und das gemeinsame Frühstück fällt aus. Wir erzählen noch etwas und wünschen uns gegenseitig und von Herzen alles Gute. Dass die kommenden 20Km die schwierigsten auf der ganzen Strecke nach Santiago sein sollen, erfahre ich in einem Nebensatz.

Sehr steil geht es zunächst hinunter durch Rocamadour bis an die Brücke über den Alzou



Irgendwie packt mich der Ehrgeiz auf dem Weg nach oben. Ich trete ruhig und gelassen auf die Pedalen, bis die Achsen sich biegen. Etwas weiter am Hang steht ne Gruppe Mopedfahrer. Alle klatschen. Mir geht es gut. lach



Ein vorletzter und etwas später ein letzter Blick auf Rocamadour verliebt



Der CP ist in der Mitte des Bildes oben am Hang. grins



Über die nächsten Kilometer gibt es nicht viel zu schreiben. In Couzou futtere ich drei Bananen, in Carlucet koche ich mir nen Kaffee und als ich nach ewigem Auf- und ab an der D802 ankomme, fehlt mir ein Sauerstoffzelt. Mannomann teuflisch
An der Kreuzung der D807 und der D802 befindet sich das Paradies. Eigentlich wollte ich nur zwei kalte Cola, vielleicht ein Stück Torte oder so. Das Paradies hat einen Namen: Campagnac du Causse

Ich konnte bei den gesichteten Tellern nicht widerstehen. Salat mit Entenfrikadelle, Boeuf de Bourguignon, Aprikosentarte und Kaffee für 15,50 Euro. party



Die D802 führt öde und langweilig nach Osten. Espédaillac ist ein nettes Dörfchen und alsbald empfängt mich das Tal der Célé.





Marcilhac-Sur-Célé ist ein wunderschönes Dorf, hat einen herrlichen Campingplatz mit dutzenden Bäumen und lädt mich am Abend zu einem Spaziergang ein.
Was für ein wundervoller Tag!





Achso, zum Abendessen gab es Salzgebäck und 'nen Ricard zum Wohl der Lieben. wein


Marcilhac-Sur-Célé . Le Bout Du Lieu . Cabrerets . Conduché . Bouziès (kleine Brücke) . Saint-Cirq-Lapopie (CP)

.......... Recht früh geht’s heute los. Frühstück gibt es im Dorf direkt vor der Bäckerei am Ufer der Célé.



Ganz ehrlich: Würde ich immer nur in Hotels nächtigen und keinen Kaffee an der Straße kochen können, dann würde mir was wichtiges fehlen!



Die Célé bietet mir auf den letzten Kilometern bis zur Einmüdung in den Lot tatsächlich spektakuläre Schleifen, eine perfekte Straße zum Radeln und mindestens zwei feine Überraschungen.







Die erste Überraschung war schon Inhalt vom Bilderrätsel 883 (Dies & Das) Im Musée de l'insolite gab es noch viel zu bestaunen.



Die zweite Überraschung im Tal der Célé kam in Form eines Stückes Nusskuchen auf meinen Teller.

.......... Es muss kurz hinter diesem Tunnel





.......... in diesem Café gewesen sein.



Wer von der Célé zum Lot möchte, möge anschließend unbedingt über die kleine Brücke bei Bouziès auf die linke Seite des Lot fahren!

Es erwartet den wagemutigen Reiseradler, der abseits festgefahrener und prämierter Radwege unterwegs sein möchte, eine Strecke allererster Güte, die nicht in dem ewigen eintönigen Einerlei eines Main- Mosel- oder Saar Radweges in Vergessenheit gerät.
Hier gibt es noch die alten Treidelwege, die mit eiserner Hand in die Kalksteinwände geprügelt wurden.
Geht zu Fuß und fühlt den Schweiß der kräftigen Typen, die die Last- und Personenkähne den Lot auf rutschigem Untergrund hochgezogen haben. teuflisch





Auf der linken Seite des Lot zu bleiben hat noch einen weiteren Vorteil. Der Weg nach Saint-Cirq-Lapopie führt direkt am Ufer entlang der Felswände zu einem Campingplatz, der Waschmaschine und Trockner vorhält. Denn, bei aller Schwärmerei, auch schmutzige Wäsche zu waschen gehört zum Alltagseinerlei.
Anders ausgedrückt: Erst die Arbeit und dann das Vergnügen!
Irgendwann sind die Klamotten trocken, gefaltet und verstaut, die frische Jeans angezogen und die Kamera schussbereit. Ein schmaler Weg führt hoch ins Dorf, das zu den schönsten mittelalterlichen Dörfern Frankreichs gehört. Diesmal krabbel ich ganz nach oben und schaue schroffe Felsen hinab. In Lapopie ist zudem noch Markttag. Das Gewusel der Menschen ist frisch und nicht erdrückend.









Achja: Natürlich gab es auch etwas zu trinken und der Magen brauchte nach einem einfachen Tellergericht nicht mehr zu knurren! wein





Saint-Cirq-Lapopie
Camping de la Plage
La Tonnelle


Saint-Cirq-Lapopie . Larnagol . Cajarc . Capdenac-Gare . Vallée de la Diège (CP)

Heute ist Flussradeln angesagt. Es geht immer entlang des Lot Richtung Nord-Ost. Ich hoffe, einen Bahntrassenradweg zu finden. Die OFM-Karte versprach ähnliches.
Vorab: Es gibt zwar eine alte Bahnlinie. Sie wartet allerdings bis heute auf die Fertigstellung als Radweg.
Macht nix. Die Strassen auf linker und rechter Seite vom Lot sind wunderbar zu fahren.

Ein paar Bilder der Strecke von Lapopie nach Capdenac









Die alte Bahntrasse:



eine alte Tankanlage




In Capdenac wollte ich eigentlich auf den Campingplatz. Jedoch sind hier Fahrradfahrer höchst unwillkommen. Plätze hätten sie, aber ausschließlich und nur für Wohnmobillisten.
"Für Zelter haben wir keinen Platz!" böse

Ich scher mich nicht zum Teufel, sondern radel ins Vallée de la Diège. Capdenac-Gare ist sowieso hässlich

Bis zum Campingplatz sind es schöne 6 Kilometer, die mich mit 3% vom Department Lot in das Département Aveyron führen. Auf den Bildern ist die Brücke einer Bahnlinie zu erkennen, zu der ich im nächsten Teil etwas schreibe, denn die 3% Steigungen werden bald schon Geschichte sein. grins

.......... auf der D558 nach Süden.





.......... auf dem Camping La Diège





Ende Teil 1.2

Fortsetzung folgt in Teil 1.3 grins



° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Geändert von Juergen (03.12.18 13:04)
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#1365346 - 02.12.18 15:41 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: Juergen]
borstolone
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Lieber Jürgen,
ich habe mich an Deinem Reisebericht ziemlich ergötzt.

Liebe Grüße, Jakob
Ich glaube, dass Gott uns in diese Welt gesetzt hat, um glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. (Lord Robert Baden-Powell)
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#1365450 - 03.12.18 11:01 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: borstolone]
Juergen
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Dankeschön! lach

Ich merke gerade, dass beim Dröpke för Dröpke schreiben, das Forum auf dieser Tour sehr präsent war und ich auch irgendwan einen Pastis auf dein und das Wohl deiner Liebsten, in Erinnerung an eine denkwürdige Düsseldorfer Eckkneipe, zu mir nahm. schmunzel

@alle
Wenn ich diese Tour zu Ende beschrieben haben werde, setz ich mich hin und füge eine Inhaltsangabe, unter Berücksichtigung der Regionen, in den ersten Beitrag ein. Sonst blickt ja keinen mehr durch!

LG
Jürgen
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Geändert von Juergen (03.12.18 11:01)
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#1365468 - 03.12.18 11:57 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: Juergen]
cyclerps
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Es ist mal wieder ein Reisebericht den man von vorne anfängt wenn man am Schluss angekommen ist. Klasse Jürgen und danke. wein
Gruss
Markus
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#1365503 - 03.12.18 13:53 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: Juergen]
Gerhard O
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Beiträge: 249
Ein Bericht, den ich mit Freuden lese. Vor langer langer langer langer Zeit waren wir auch mal in Rocamadour und am Lot. Mein Gedächtnis weist hier schon arge Lücken auf. Die Dordogne bis hin zum Cantal könnte ein Ziel für unseren diesjährigen Herbsturlaub werden.

Gruß
Gerhard
___
lieber ein gemeiner Berg als ein hinterhältiger Wind
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#1365513 - 03.12.18 15:22 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: Gerhard O]
Hansebiker
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Unterwegs in Deutschland

Hallo Gerhard, moin moin aus Lübeck.
Wenn ich die Reiseberichte von Jürgen lese, dann schmeiß ich jedesmal meine bisherigen Planungen über den Haufen und nehme mir wieder meine Lieblingsreiseland vor. Ob`s am Schreibstil liegt,oder ob`s die Fotos sind, das Essen, oder alles zusammen??? Keine Ahnung. Ich werde auf jeden Fall erst wieder anfangen Pläne zu schmieden, wenn ich den letzten Teil dieses Reiseberichts gelesen habe.
@Jürgen: bravo und danke. Der Camping La Diege erinnert mich stark an unseren CP Camping De I´lles in Pont des Moulins, kurz vor Baume les Dames.
LG aus HL




Geändert von Hansebiker (03.12.18 15:27)
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#1365527 - 03.12.18 16:55 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: Hansebiker]
Gerhard O
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In Antwort auf: Hansebiker
Ich werde auf jeden Fall erst wieder anfangen Pläne zu schmieden, wenn ich den letzten Teil dieses Reiseberichts gelesen habe.
Du sagst es! Genau das werde ich tun.
___
lieber ein gemeiner Berg als ein hinterhältiger Wind
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Off-topic #1365565 - 03.12.18 20:32 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.2 [Re: Juergen]
iassu
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In Antwort auf: Juergen
@alle
Wenn ich diese Tour zu Ende beschrieben haben werde, setz ich mich hin und füge eine Inhaltsangabe.....in den ersten Beitrag ein. Sonst blickt ja keinen mehr durch!
Gibt es eigentlich in Frankreich Orte unter 100 000 Einwohnern, die weniger als 8 Ortsnamen mit 7 Bindestrichen haben? lach
Gruß Andreas
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#1365616 - 04.12.18 09:34 Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.3 [Re: Juergen]
Juergen
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Vallée de la Diège (CP) . Montaris . Villeneuve-d’Aveyron . Villefranche-de-Rouergue (CP)
.......... oder: „Wie komme ich möglichst einfach vom Lot zum Aveyron“

Antwort: Da gibt es eine Bahnstrecke, da gibt es die Diège, die ich bis zur Quelle hochfahre. Oben kann ich im Tal des Alzou diesem bis zur Mündung in den Aveyron folgen.
Gedacht-getan. Nach einem kleinen Frühstück mache ich mich auf den Weg.



.......... bin schnell in Montaris zum zweiten Frühstück



.......... esse mit John Lennon in Villeneuve-d’Aveyron zu Mittag





.......... erfreue mich an der kleinen ausgesuchten D922 entlang der Bahnlinie



.......... finde den Alzou kurz vor seiner Mündung ganz hübsch



.......... finde die JuHe in Villefranche-de-Rouergue geschlossen vor traurig



Was mache ich jetzt mit dem angebrochenen Nachmittag?

Zelt aufbauen, Friseur besuchen, Platzregen aussitzen, Stadtbummel, Brot, Käse, Schinken, Salami und Wein einkaufen. Die Zeit verrinnt. schmunzel





Morgen folge ich dem Aveyron weiter. Morgen werde ich wissen, dass ich das heute niemals mehr gepackt hätte. teuflisch


Villefranche-de-Rouergue (CP). Le Millets . Monteils (Gare) . grins . La Fouillade . Najac (CP)
.......... oder: „auf Rainers Spuren. Nur anders!

Blieb Axurit auf der Westseite vom Aveyron, hatte ich mir die östliche Seite ausgeschaut. Lediglich der Stellplatz auf dem CP in Rouergue war der selbe. wein

.......... erstmal frühstücken schmunzel



.......... dann schau mer weiter.



.......... finde hübsche Häuser.



.......... finde die Bahnstrecke



.......... und irgendwo im Niemandsland eine Engländerin auf dem Rennrad. "Nein, fahr da nicht lang. Das geht nur mit dem MTB. Nehm die D638 bis oben zur D399 und fahr von dort direkt nach Najac rein."



Nie wieder höre ich auf eine Engländerin, die mit dem Rennrad ihre Mittagsrunde fährt!



Oben ist es freundlich, die Sonne brennt, der Magen knurrt..............



Dass ich von oben nach Najac einrolle, das war so nicht geplant..............



eigentlich wollte ich hier rauskommen. Doch so ist es auch schön auf dem Weg runter zum Campingplatz am Aveyron.





Das Schöne an dem Campingplatz ist nicht nur die Lage, sondern auch das Restaurant 500m nebenan.

Restaurant Le Belle Rive

Camping le Païsserou




Najac (CP) . ? hier ? . Saint-Vincent . Varen . Saint-Antonin-Noble-Val

Meine Idee, ab der Kreuzung der D594 und der D564 dieser Piste am Ayveron bis nach Laguépie zu folgen, habe ich an der Kreuzung verworfen. Alleine fehlte mir der Mut. Mit Begleitung hätten wir, im Falle der Nichtfahrbarkeit, die Räder bestimmt wieder nach oben gebracht.

Nun gut, der Weg war zunächst schön aber mit 220hm auf 2,7km mehr als sehr anstrengend. grins



.......... das da hinten sind 13% zum 2. Frühstück. Dahinter gehts dann nur noch runter..........



Ab Saint-Vincent ist wieder Flußradeln angesagt. Es gibt eine Veloroute, die mich freundlichst über Varen nach Saint-Antonin-Noble-Val bringt.







Ich sehe eine nette Herberge. Ungefähr einen Kirchturmuhrenschlag später stand das Terra in der Garage und ich unter der Dusche. wein



Das A La Table d'Antoine beherbergt mich zwei Nächte. Heute hätte ich den Weg nach Penne nicht mehr genießen können und morgen wird es Bindfäden regnen.

Ein paar Bilder:





Gar wundersame Köpfe zieren die Hausfassaden. So gibt es das Haus der Liebe und ein paar Meter weiter das Haus der Reue. Man sieht zueinander schauende und eher wegschauende Köpfe.



Dass ich an zwei Abenden hintereinander den gleichen Nachtisch kostete, lag an dem Fondant au Chocolat von Frederique. Köstlich sind ebenfalls seine Pfannkuchen zum Frühstück. schmunzel


Saint-Antonin-Noble-Val (via D115 und D9). Penne . Forêt Domaniale de la Grésigne . Castelnau-de-Montmiral . Gaillac . Cadalen . Lombers . Voie Verte le Chemin Des Droits de L'Homme . Castres
.......... oder: vom Aveyron im Department Tarn-et-Garonne (82) in der Region Okzitanien ins Departement Tarn (81) zum l'Agout träller


Bis Brousses bleibe ich auf der D115, verschmähe die ausgeschilderte Route de la Corniche (D 115bis) Die beiden Tunnels sind erträglich. Der Aufstieg nach Penne über die D9 mit 7% einfacher als gedacht.



vor Penne ..........



hinter Penne ..........



vor dem Forêt Domaniale de la Grésigne ..........



im Forêt Domaniale de la Grésigne ..........



vor Castelnau-de-Montmiral-1 ..........



vor Castelnau-de-Montmiral-2 ..........



vor Gaillac ..........



hinter Gaillac, aber vor Lombers .......... gähn





hinter Lombers .......... gähn gähn



hinter Lombers erreiche ich die Voie Verte le Chemin Des Droits de L'Homme die mit dem recht weichen Sandbelag nach den letzten Regenfällen beschissen zu fahren ist.



........ Die Ausblicke sind jedoch ganz hübsch.





........ In Castres gefallen mir die Hausfassaden am Aveyron



........ und die hervorragenden Nudeln auf dem Campingplatz.



Am Morgen steht der CP unter Wasser, das Hubba hat gehalten und doch nehme ich mir für den Tag und die nächste Nacht ein Großraumzelt mit Veranda. Lustig ist anders. traurig



Recherchen eines im Regen versinkenden Reiseradlers: verärgert
  • Die Züge von Castres nach Toulouse verkehren im zwei-Stunden Takt.
  • Von Toulouse fliegt die LH nach München, Frankfurt oder Brüssel für ca.450,- mit Rad.
  • Ein Mietwagen von Toulouse nach Metz kostet 420,- Euro mit Sprit
Am Abend gibt es nochmal diese Super-Nudeln. Die Entscheidung fällt morgen.


Fortsetzung folgt in Teil 1.4 grins



° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Geändert von Juergen (05.12.18 14:12)
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#1365831 - 05.12.18 14:56 Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.4 [Re: Juergen]
Juergen
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Weitere Recherchen:
  • Im Prinzip möchte ich nach Olargues im Languedoc. Iris hat dort ein kleines Haus. Ute will auch kommen.
  • Dorthin den Radweg Castres - Mazamet und die Voie Verte du Haut Languedoc? Dann bin ich in einem Tag bei Iris. Ute kommt erst in 4 Tagen.
  • Über die Berge? Zu steil.
  • Über die Voie Verte? Zu langweilig. Und im Regen, wie weiter nördlich, beschissen zu fahren.
Abends um sieben ist die Welt dann doch wieder in Ordnung! party



Zu blöde, jetzt die Voie Verte zu nehmen. Der Berg ruft.................jippi yeah! wein

Castres . Les Salvages . Roquecourbe . Les Barris . Le Bouissas (CP)

Achim Bartoschek schreibt, dass die Bahntrasse von Castres nach Brassac nur mit dem MTB zu fahren sei. Der erste Teil bis Roquecourbe sei sogar zugewachsen. Dies bestätigten mir zwei Radler in Castres.
Ich nahm zunächst die D89 und ab Roquecourbe die D55, um halbwegs moderat und doch nahe am Agout diesem folgen zu können.

Brücke bei Roquecourbe



"La méridienne verte"



irgendwo im Dschungel zwischen der D55 und dem Agout



Wo bin ich? grins



Ist doch egal! Ich befinde mich mitten drin im Parc naturel régional du Haut-Languedoc und werde auch einen Weg hinaus finden!



Irgendwo habe ich gelesen, dass gleich die Stelle kommen muss, an der sich drei alte Bahnlinien treffen und über zwei Brücken die Schluchten vom Agout und des Gijou überwinden.

Es dauert nicht mehr lange und die erste Brücke wird sichtbar.



An diesen Tonnen holt mich ne Schauer und die Mahnung von nichtbefahrbaren MTB-Rumpelpisten ein.

Ich radel über die erste Brücke............



Freu mich über den alten Bahnhof im La Vallée de Roussy



............. und den geöffneten Campingplatz.



Während das Ordnungsamt in Begleitung der Rennleitung mit Akribie das Gelände und alle Erlaubnisse kontrolliert, baue ich mein Zelt auf, trinke zwei belgische Biere und freu mich, dass Monsieur hab ich vergessen mein Fahrrad als "selbstverständlich Bahnstreckentauglich" segnet.
Er brät mir noch 'nen Storch für'n Zehner bevor ich wohlig ruhe, während das Wetter in der Nacht abwettert. bier

Vorweg: Keine eine Schauer hat mich auf dem weiteren Weg genervt. dafür


Le Bouissas (CP) . Lusières Bas . Maynadier . Brassac . Lac de la Raviège . Lixirié . La Salvetat-Sur-Agout . Fraisse-Sur-Agout . Domaine de Bélaman (CP)

Der Satz: „Gehen wir die unfahrbare befahrbare Trasse an,“ erscheint zunächst ambivalent, ist aber realer Irrsinn eines Radlers, der 8km Fahrstrecke und 250hm auf der Straße sparen will.
Außerdem hab ich mir in den Kopf gesetzt, das nächste Stück als erster aus dem Forum zu erforschen. bier

Zurück auf der ersten Brücke........



Blick auf die Hinweise auf das, was da kommt..........



Blick auf die zweite Brücke..........



fahrbar..........



unfahrbar ..........



fahrbar..........



unfahrbar ..........



Das ewige Auf- und Absteigen nervt mich. Das Vorderrad rutscht auf den nassen Steinen mehr weg als meine Schuhe.
Den Rest vom Schützenfest gehe ich bei 3% Steigung zu Fuß. Niemals in meinem Leben werde ich diese Piste vergessen.
Es war herrlich. So stelle ich mir Radwandern vor. Immer ein Liedchen auf den Lippen. Step for Step. verliebt

1909 wurden die Schienen abgebaut.



Brücken mit Geländer gibt es auch



unbeleuchtete Tunnels? Selbstverständlich darf hier nichts fehlen.



Irgendwo kreuzen Straßen, die einen aus dem Tal rausführen könnten.



Irgendwo gibt es auch Wasserfälle am Weg



.......... und irgendwann hat jedes Vergnügen ein Ende! Mit nassen Socken setzte ich das radeln fort.



Fazit des Tages: Ich habe 8km Straße gespart, bin 11km zu Fuß gegangen und hatte Freude ohne Ende. party

Unter der Brücke in Brassac verzehre ich mein Abendessen, führe Tagebuch, telefoniere, schreibe sms und verschiebe die nächsten Höhenmeter zum Lac de la Raviège auf Morgen. grins






Von den Glaubenssätzen meiner Kindheit verfolgt mich einer bis heute ins Forum. "Du musst dich sputen......
Anklicken zum Enthüllen...
Wisst ihr was: Ihr könnt mich alle mal!
Außerdem kommt Ute erst übermorgen nach Olargues. Für die restlichen 62km kann ich mir also zwei Tage Zeit lassen. Ein durchaus angenehmes Timing. schmunzel
Nach einer Kippe auf der Brücke, ..........



.......... gehe ich die 240hm und 2,5 km zum Stausee gemütlich an.



am Lac de la Raviège sind die Strapazen vergessen ..........



am Lac de la Raviège blühen die Blumen ..........



vor La Salvetat blüht der Rost ..........



hinter La Salvetat blühen Tulpen und Rosen ..........





in Fraisse-Sur-Agout bekomme ich Frühlingsgefühle ..........



hinten Fraisse-Sur-Agout bekomme ich Hunger ..........



"Guten Tag", flötete ich durchs Telefon,"kann ich bei euch heute Abend zelten?"
"Ja, das geht. Möchtest Du auch was essen?" party

Für 29,- Euro gibt es einen schönen Platz für mich und mein Zelt und ein wahrhaft sauleckeres 4-Gang Menu.
Iris & Markus haben mit ihrer Domaine de Bélaman einen wirklich feinen und empfehlenswerten Platz kreiert. Chapeau! bravo



Mit sechs Leuten sitzen wir in der Küche, trinken, essen und erzählen Heldengeschichten, denn die letzten Kilometer aus dem Dorf nach hier waren heftig. wein


Domaine de Bélaman . Fraisse-Sur-Agout . Col de Fontfroide . Olargues

Bis zur Source de l'Agout sind es ca. 19km. Nun gut, nun habe ich noch einen Grund, wieder zurück zu kommen, denn das Frühstück...............

Fahren wir erstmal runter nach Fraisse.......... grins



Schauen aufs Dorf..........



Schauen aufs Wasser..........



und letzmalig aufs Dorf ..........



Oben am Col de Fontfroide befindet sich ein Denkmal für die Résistance.
Seit Vichy befinde ich mich auf meiner Radtour in der sogenannten unbesetzten Zone. Vichy-Regime
Aber auch von hier wurden Menschen in die Konzentrationslager verschleppt und bestialisch ermordet.


















Das Handy klingelt.
"Hi Jürgen, wann bist Du denn hier?"
"Hi Iris, ich bin oben am Col und wer...." Weiter kam ich nicht!
"Dann bist Du ja in 20 Minuten hier in Olargues."
Warum müssen Frauen eigentlich immer hetzen, denk ich mir und murmel was von einer Stunde oder so. weinend

Erstmal muss ich noch meinen Kaffeekocher einpacken, sowie das obligatorische Passphoto knipsen lassen. lach



Die Abfahrt ist gigantisch, immer wieder halte ich an und staune..........







..........staune auch noch in Olargues



..........und pausiere und pausiere gefühlt stundenlang. zwinker





Iassu schrieb
In Antwort auf: iassu
Jürgen, richtig, richtig schön ist es dort, wo du unterwegs warst, ja ohne Zweifel. Aber diese Berge. Diese dauernden Anstiege. Wäre es nicht angemessen, auf deine alten Tage zwischen den An- und den Abreisetag 20 bis 30 Ruhetage am Strand bzw der Uferpromenade einzulegen? Offenbar bin ich zwei entscheidende Jahre jünger, aber so langsam könnte sich mein Motto verändern: Radreise ist dort, wo ich schwarzwäldere, tsatsikiere und bratwurste. Lassen wir doch die jungen Wilden sich ihre Höhenmeter abquälen. Cappuccino und Eisbecher sind doch mindestens so handhabbar wie Schmerzmittel...............
Nun ja, Iris kocht für mich zum Mittag einen Eintopf, am Abend gibt es ne super Pizza im Dorf. Morgen kommt Ute und gibt es kalte Platte, übermorgen Bratwurst, überübermorgen ne Radtour grins und kalte Platte und überüberübermorgen nix. Überüberüberübermorgen kochen wir zusammen und braten Schweinefilet.
Also, ich koche eigentlich gar nicht. Spülen ist da eher mein Ding. teuflisch

Da sitze ich nun und lasse es mir gutgehen.




Olargues . Gorges d'Heric . Olargues

Kommen wir zunächst nach überübermorgen, denn wir sind ja schließlich hier in einem Rad-Forum und nicht im Kochkurs. schmunzel

Die Mädels machen einen Ausflug in die Berge und ich mach mich auf den Weg über die Voie Verte du Haut Languedoc Richtung Gorges d'Heric..........



aller Anfang ist leicht..........



es sind wenig Touristen unterwegs..........



die Badetümpel sind noch leer..........



langsam wird es anstrengend.......... weinend



ganz oben ist dann vermeintlich Schluss..........



Am Ende des Tales führt ein Trampelpfad über Stock und Stein ins Nachbartal nach Bardou. Zwei Holländer machen sich auf den Weg und schultern ihre leichten Räder.

Ich fahr nach zwei Cappus wieder runter..........



schau mir die Brücke in Olargues von unten an..........



und bin immer wieder und mehr von diesem blauen Himmel begeistert..........



Mit einem letzten Blick auf die Pont du Diable (Olargues) ..........



.......... beende ich hier und jetzt die Berichterstattung des ersten Teils einer faszinierenden Radreise.

Vielen lieben Dank für eure Aufmerksamkeit
Jürgen

~~ Fin de la première partie ~~

ps: Über den zweiten Teil der westlichen Schluchtentour durch die Cevennen und zur Ardeche berichte ich, wenn ich dort lang geradelt bin. schmunzel
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Geändert von Juergen (07.12.18 15:20)
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#1366121 - 07.12.18 15:15 Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
Juergen
Moderator
Themenersteller
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Beiträge: 8551
Letzte Recherchen: schmunzel
  • Nach sieben Tagen Dauerregen und vier Tagen Urlaub wird die Zeit zu knapp, die Tour durch die Cevennen und zur Ardeche ins Rhonetal fortzusetzen.
  • 865 km und 11.500 hm sind genug.
  • Es gibt einen Nachtzug von Montpellier nach Luxemburg. (2018: mittlerweile ist der Nachtzug Geschichte)
  • Das Ticket für den Nachtzug kann ich online buchen, an jedem x-beliebigen Bahnhof abholen und dort bezahlen.
  • Der Track von Olargues nach Montpellier ist schnell erstellt.
Urlaub und Abschluss..........

Olargues . Béziers . Agde . Sète . Montpellier

Liebe Freundinnen in Olargues, die mir eine wunderbare Zeit schenkten. Danke!



Wir schlenderten durch Gassen..........



..........besuchten Konzerte



..........bestaunten die autarke Stromversorgung von Iris



..........und lümmelten in Hängematten zwinker



Abschied.
traurig

traurig



.......... der Orb begleitet mich bis Béziers






.......... über den Canal du Midi rumpel ich nach Agde, begleite Pablo y Hippie, , besorge mein Zugticket..........





.......... und rumpel mit Pablo weiter bis kurz vor Sète grins





Am Strand gibt es Fisch mit Aïoli, in Sète die letzten Höhenmeter zur JuHe. Beides bleibt mir nachhaltig und sehr ambivalent in Erinnerung. lach




Es macht Spaß, dem Canal du Rhône à Sète zu folgen




In Montpelier ist nun wirklich Schluss. Der Nachtzug bringt mich auf angenehmste Weise nach Luxemburg. Mit zwei Regionalzügen fahr ich nach Neuss. wein



Schluss, Ende, aus.......... wein
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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#1366138 - 07.12.18 18:12 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
Keine Ahnung
Moderator
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Beiträge: 8645
Tolle Tour - verführt zum Nachfahren!!!! Danke für Deinen Bericht, auch wenn er - wie Du mich aufklären musstest - in das Jahr 2016 verweist.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1366229 - 08.12.18 17:29 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
cyclerps
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Beiträge: 3003
Danke Jürgen bravo
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1366244 - 08.12.18 20:00 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: cyclerps]
Hansebiker
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Beiträge: 1358
Unterwegs in Deutschland

Moin Markus,
ich schließe mich da an. Mir bleibt nichts weiter zu sagen, als DANKE. Alles andere ist schon gesagt.
LG aus HL




Geändert von Hansebiker (08.12.18 20:01)
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#1366249 - 08.12.18 20:59 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
Wuppi
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Beiträge: 1870
Hallo Jürgen,

Zu diesem Bericht und den Bildern kann ich nur eins sagen: à votre santé wein



Gruß Rolf
Mach es, bevor du bereust,es nicht getan zu haben.
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#1366321 - 09.12.18 18:26 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
Tom72
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Beiträge: 478
Hallo Juergen,

tolle Tour, toller Bericht!

Obwohl ich nun schon etliche Male mit dem Rad in Frankreich unterwegs war, war mir das meiste aus Deinem Bericht noch unbekannt. Auf die Berührungspunkte mit meiner Tour Lyon–Nordspanien 2012 hast Du ja bereits hingewiesen und meinen Bericht verlinkt. Auch meinen damaligen Rastplatz bei der Anfahrt Richtung Puy Mary hast Du wiedererkannt schmunzel. Bei der Fahrt entlang des Allagnon ist die Hauswand mit der Werbung und der verlassenen Telefonzelle, die auch fabianovic wiedererkannt und von der er in seinem Bericht auch ein Foto hat, auch auf einem der Bilder in meinem Bericht zu sehen, allerdings weiter im Hintergrund.
Gruß
Tom
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#1366485 - 11.12.18 10:45 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Tom72]
Juergen
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Beiträge: 8551
In Antwort auf: Tom72
Obwohl ich nun schon etliche Male mit dem Rad in Frankreich unterwegs war, war mir das meiste aus Deinem Bericht noch unbekannt.
Das dürfte den meisten so gehen. Selten hab ich auf einer Tour so wenige Radfahrer gesehen. Eine einzelne Reiseradlerin traf ich am Lot, das wars dann. Viele sind sicher in der Auvergne auf der La Grande Traversée Du Volcan À Vélo und den Voie Vertes im Languedoc unterwegs.
Wenn ich den zweiten Teil der geplanten Strecke zu den Schluchten des Lot, des Tarn, der Jonte bis zur Ardeche im nächsten Jahr hinter mir habe, dürfte sich das Blatt wohl wenden. Jedenfalls bin ich froh, dass ich nix mehr planen muss. grins

Danke auch an Rolf, Ingo, Arnulf und Markus für die lieben Kommentare. bier

Lieben Gruß
Jürgen
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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#1366561 - 11.12.18 20:17 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
natash
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Beiträge: 5833
Sehr schön :),man leidet,geniest,trauert und freut sich hier fast mit Dir gemeinsam.
Dann sind wir ja mal alle gespannt auf die noch zu kommenden Schluchten.
Bonne route

Nat
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#1366568 - 11.12.18 21:19 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Tom72]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 14460
In Antwort auf: Tom72
Obwohl ich nun schon etliche Male mit dem Rad in Frankreich unterwegs war, war mir das meiste aus Deinem Bericht noch unbekannt.

Je kleiner das Areal, desto größer der Kosmos - so sagt es die dialektische Reisephilosophie. Mir geht es ja auch so, immer wieder sind aber auch die Facetten andere. Es sind ja doch etliche Überschneidungen, die ich für meine Reisehistorie in der Ecke vermerken kann, aber meine verbliebenen Eindrücke sind dann wieder ganz andere. Schon unterschiedliches Wetter macht die Perspektiven sehr verschieden.

@ Jürgen: Danke für diesen illustren Bericht zwischen Regenpansche und Schlemmerteller! Manchmal hast du auch Glück gehabt - z.B. gute Nudeln in Frankreich - das ist selten! Wenn Franzosen etwas nicht können, ist es Pasta-Kultur von den Römern zu importieren.

Aveyron, die Auvergne im weitesten Sinne, in seinen ganzen Nischen und Ecken unerschöpflich, das müsste längst mal wieder auf meinen Radresieplan - schon mehr als eine Dekade vorbei -, zumal es auch hier um die Fortsetzung der Vertiefung des Okzitanischen ginge. Nun schauen wir mal, vielleicht wenn es mal weniger regnet dort und die SNCF wieder an Fahrräder denkt. Kalt und windig hatte ich es da schon mal - übrigens besonders in den Cevennen und der Ardeche-Region...
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
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#1366676 - 13.12.18 09:27 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
amati111
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Hallo Jurgen,

immer gerne lesen wir ich und meine Frau deine Reiseberichte.
Fasst immer das selber Dialog ( gemütliche Abend vor Rechner):
Ich: Komm Julia , Jurgen hat neu Bericht.
-Wer ist Jurgen?
-Jurgen ist ein Man aus Radreiseforum , wohnt in Neuss, fahrt Patria mit Rohloff, gekauft bei selben Händler da wo wir deine Fahrrad gekauft haben.
-???
- Er hat vorne kein Lenkertasche nur ein Box.
-???
- Er fotografiert nur mit Fuji
-??
- Er hat vorne am Fahrrad ein komische Entchen
- Ah Jurgen ! Alles klar grins

LG Michael
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#1366694 - 13.12.18 13:21 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: amati111]
Juergen
Moderator
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Beiträge: 8551
Find ich gut, dass ich das Vorabendprogramm bestreiten darf. unschuldig
Danke!
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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#1366744 - 14.12.18 08:26 Re: Frankreichs schönste Schluchten; West-Teil 1.5 [Re: Juergen]
kettenraucher
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 1494
Herzlichen Dank, lieber Jürgen, für diesen schönen Bericht. Diese Gegend steht auf meiner Liste und deine Reportage macht mir Appetit, und zwar in mindestens doppelter Hinsicht. Viele Grüße schmunzel
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