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#1441838 - 15.08.20 22:39 Toms abenteuerliche Schweizer Reise
Biotom
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Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 373
Dauer:
Zeitraum:
Entfernung:0 Kilometer
Bereiste Länder:chSchweiz

Ciao a tutti,

Ich spiele da so ein Spiel mit folgenden Regeln:
1) Verwende keinen Motor (ok, auf dem Wasser sind Motoren erlaubt).
2) Starte von zu Hause aus, oder von einem Punkt, den du bereits Regel 1) befolgend erreicht hast.
3) Versuche, alle 10x10km-Quadrate der 1:300’000-Generalkarte von Swisstopo zu erreichen (hier ein Beispiel für so ein 10x10km-Qaudrat). Es ist egal, welche Distanz du innerhalb des Quadrates zurücklegst, um es als «erreicht» zu betrachten.
4) Du musst nicht pressieren. Und wenn du nicht alle Quadrate erreichst ist’s auch egal grins

Alle meine Reiseberichte hier im Forum sind im Rahmen dieses Spiels entstanden. Ok, bei der Tour nach Le Puy-en-Velay bin ich ein klein bisschen ab dem Spielfeld gefallen peinlich Ah ja, und bei der Juratour mit den Kindern hatte ich den Startpunkt zuvor nicht unmotorisiert erreicht, daher zählt die nicht für das Spiel.
In diesem Faden hier möchte ich nun von denjenigen Etappen erzählen, welche m.E. keinen eigenen Faden verdienen: entweder sind sie zu kurz, oder es entstanden nicht genug Fotos, oder was weiss ich warum. Gemeinsam wird den einzelnen Beiträgen sein, dass sie von der Schweiz oder dem grenznahen Ausland handeln, mit einem leichten Hang zur Südwestschweiz.

Ach ja, wie ich auf den total vermessenen Titel dieses Fadens komme? Den Schweizern wird er wohl bekannt vorkommen: na klar, Globis abenteuerliche Schweizer Reise kennt jeder Eidgenosse. Ich will mich keinesfalls mit dem Helden meiner Jugend vergleichen, aber die Versuchung für diesen Titel war einfach zu gross… An all diejenigen, welche Globi noch nicht kennen: bei der nächsten Schweiz-Reise unbedingt in ein Globibuch reingucken – schon nur die Reime lohnen sich! (ich frage mich übrigens, ob deren kultige Holprigkeit nicht der Ursprung für meine Affinität zu doch eher holprigen Strecken ist, schliesslich habe ich Globis Bücher dutzendfach verschlungen schmunzel ).

Und das Ziel dieses Fadens? Es gibt mir keinesfalls darum, eine systematische und durchschaubare Übersicht meiner Generalkarten-Reise zu geben (ich überblicke die Sache ja selber auch schon kaum mehr schmunzel ). Ich will einfach nur ein paar Fotos von hübschen und weniger hübschen Landschaften zeigen und so vielleicht die eine oder andere Idee geben für die nächste Tour (oder vielleicht auch die eine oder andere Idee austreiben zwinker ).

So, genug geschwafelt, spielen wir los!


I never go for a walk without my bike.

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Geändert von Biotom (15.08.20 22:50)
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#1441839 - 15.08.20 22:40 Grimsel und Furka mit ein bisschen Geholper [Re: Biotom]
Biotom
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Themenersteller
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Beiträge: 373

Grimsel und Furka mit ein bisschen Geholper
Karte: Teil 1 und 2

Anfang August musste bzw. durfte ich aus familiären Gründen nach Andermatt. Eigentlich wollte ich was Grösseres machen, aber beim Job ist dermassen viel los, dass nur ein 1.5-Täger drinliegt. Ich starte daher am Nachmittag in Ulrichen, welches ich zuvor so erreicht habe: in ein paar Tageswanderungen bin ich von unserem Dorf nach Visp gelatscht. Von Visp bin ich dann vor 2-3 Jahren ins Obergoms geradelt (von dieser Zweitages-Etappe erzähle ich vielleicht ein andermal).

Bei der Kirche von Ulrichen beginnt die MTB-Route Richtung Gämschfax. Zuerst auf Teer…





…geht es am Star Spangled Banner vorbei…





…auf eine schöne Alpstrasse. Sorry wenn hier mal wieder ein paar Leute wegen des liegenden Velos zu ihren Notfalltropfen werden greifen müssen teuflisch zwinker Wird in diesem Bericht nicht mehr vorkommen, ich schwör’s lach





Ob der Waldgrenze…





…ergeben sich herrliche Ausblicke aufs Goms:





Der Weg wird schmal…





…bleibt aber meistens fahrbar:





Der Plan war eigentlich, zum Rund- und Lengsee aufzusteigen und dort zu übernachten. Aber irgendwie scheint mir das vor Ort ein bisschen zu krass: ich habe noch nie über 2200 müM gezeltet – und steil und felsig sieht es aus. Daher steige ich bei dieser Abzweigung nicht links hoch, sondern fahre geradeaus weiter:





Ich komme wieder auf eine Alpstrasse…





…und schlage bald darauf mein Zelt auf. Sieht schön aus man beachte, dass das Velo nicht auf einem Weg liegt zwinker )…





…aber es weht ein starker Wind von der Grimsel her. Als Zeltanfänger habe ich natürlich die Abspannleinen zu Hause liegen lassen – ob das wohl hält? Und der Spirituskocher verglüht mir fast beim Kochen, dermassen sorgt der Wind für Sauerstoff. Auf dem Bild ist aber keine Rauchwolke vom abfackelnden Kocher, sondern die Grimselschlange (hier gibt es ein eindrückliches Video von diesem Phänomen). In der Bildmitte erkennt man die Furkapassstrasse. Hm, wenn das die ganze Nacht so luftet wird das eine ungemütliche Sache…





Aber wie (fast) immer in den Bergen hört der Wind bald nach dem Sonnenuntergang auf und die Schlange verzieht sich:





Schön, so ein Abend in den Bergen:














Die Nacht…





…und der Morgen kommen…





…und ich ziehe weiter:





Ein bisschen Gemurkse vor dem Frühstück kann nicht schaden lach





Ich parkiere das Velo und die Zeltausrüstung bei einem Wegweiser und wandere auf einem schönen Weg…





…an schönen Ausblicken vorbei…





…zum Jostsee. Ich treffe ein älteres Wanderpaar, welches den Neun-Seen-Weg macht (den will ich dann auch mal noch machen!). Wir kommen ins Gespräch, und als ich meine Badehose montiere, erzählt die Frau, dass sie mit ein paar Kolleginnen jeden Tag im Brienzersee baden geht, auch im Winter. Daraufhin fasse ich mir ein Herz und frage sie, ob es sie stört, wenn ich nackt reinhüpfe. Die Frau meint, kein Problem, und dann fügt sie verschmitzt hinzu: "Mit meinen Kolleginnen gehe ich auch am liebsten baden wenn's schon finster ist" lach zwinker





Auf dem Weg zum Grimsel hätte ich die eine oder andere Gelegenheit für eine Schneeballschlacht, denn vor ein paar Tagen gab es einen ordentlichen Wintereinbruch, mit Schnee bis 2300 müM:





Über teils doch recht holprige Wege…





…erreiche ich den Totesee auf der Grimsel:





Ein kurzer Blick in meinen Heimatkanton…





…bevor ich mich auf der Passstrasse Richtung Gletsch stürze. Krass, wenn man bedenkt, dass bis vor ein paar Jahrzehnten der Rhonegletscher bis an den rechten Bildrand reichte entsetzt





Es sieht schön aus auf der Furka, aber der Verkehr und der Lärm ist zum Teil infernalisch teuflisch Ich bewundere die Touren- und Rennradfahrer, welche es über Tage hinweg in diesem bordelligen Alpengaudi aushalten! Es gibt aber Lichtblicke: im Aufstieg zur Furka hole ich kurz nach Gletsch einen älteren Herrn mit einem klassischen Flatbar-Velo ein; auf dem Gepäckträger hat er ein Metallkörbchen platziert, null Taschen. Der Ausrüstung nach denke ich, dass er wohl so knapp die Furka macht. Er hängt sich mir dann an, und wir kommen ins Gespräch - und da komme ich auf die Welt: er ist am Vortag irgendwo südlich im Kanton St. Gallen losgefahren und hat Gotthard und Nufenen gemacht, heute will er über Furka und Oberalp und via Chur wieder nach Hause. Das ergibt für beide Tage jeweils >>100 km und >2000 Hm – krass!





Auch auf der Urner Seite der Furka gibt es Erfreuliches: eine Familie mit kleinen Kindern kämpft sich mit Anhänger und Follow-Me den Pass hoch – Chapeau!!! Ein Freak und eine Freakin fahren mit Rolllanglaufskiern den Pass hoch. Und Bänz aus Bern hält mir in der Abfahrt mit seinem Dethleffs-Wohnmobil den Rücken frei (hinter ihm wäre ich wohl durchgedreht – der Typ fährt maximal 30 wirr ):





Auch die Furka-Dampfbahn ist gemütlich unterwegs:





Ziemlich schnell kommt Realp in Sicht…





…und nach einem kurzen Ausflug auf der MTB-Route durchs Urserental (für mehr reicht es leider aus zeitlichen Gründen nicht, die Kinderlein warten schmunzel ) erreiche ich Andermatt:





Fazit: Die MTB-Route auf die Grimsel ist eine sehr schöne Alternative zur Passstrasse.
Wer Schiebepassagen nicht scheut kommt dort wohl auch recht gut mit dem Tourenrad durch (vor allem wenn er/sie im Gegensatz zu mir auf der MTB-Route bleibt und nicht noch den Umweg zum Jostsee macht). Und die Fahrt über die Furka hat mir einmal mehr bestätigt: Strassenpässe sind nix für meine Nerven…
I never go for a walk without my bike.

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#1441841 - 15.08.20 22:46 Vom Wallis ins Waadtland, den Badis nach [Re: Biotom]
Biotom
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 373

Vom Wallis ins Waadtland, den Badis nach
Karte: Teil 1 und 2

Mein Sohn wollte schon länger mal eine Velotour mit Zelt machen. Da er im Gegensatz zu mir mit Pässen und Bergen nicht so viel anfangen kann, wählten wir eine flache Route von zu Hause aus.
Zuerst purzeln wir von unserem Dorf ins Rhonetal hinunter:





Wir rollen gemütlich der Rhone entlang…





…und machen kurz nach Saillon eine erste Pause. Mit so einem Velohelm kann man allerhand anfangen schmunzel





Weiter geht es auf dem Rhonedamm, die Pierre Avoi im Blick:





Was es wohl zu sehen gibt im Graben? (Man beachte übrigens wie das orange Velo hingelegt wurde – ganz der Alte grins )





Aha, einen Frosch lach





Wir verspeisen unsere Sandwiches und radeln weiter…





…Richtung Martigny. Dort installieren wir uns auf dem Zeltplatz und suchen gleich darauf die lokale Badi auf. Wir verbringen vergnügliche Stunden auf dem Sprungturm und der Rutschbahn – yeah lach





Bei der Kirche…





…parkieren wir später unsere Velos…





…und geniessen ein feines Znacht. Pizza zu heiss? Man muss sich zu helfen wissen schmunzel





Durch die abendlichen Strassen von Martigny…





…purzeln wir zurück auf den Zeltplatz und verbringen eine recht ruhige Nacht. Nur die nahe Autobahn zum Grossen St. Bernhard rauscht ständig ein bisschen ins Zelt:





Nach einem frugalen Zmorge…





…radeln wir der Dranse entlang Richtung Rhone. Die Veloroute #1 sieht zwar anmächelig aus…





…ist hier aber wegen der nahen Autobahn unglaublich lärmgeplagt:





Wir machen daher einen kleinen Umweg über das rechte Rhoneufer…





…und folgen dann sogar für ein paar Kilometer dem Wanderweg:





So können wir gleich mal den Bob Yak in recht heftigem Gelände testen (geht ganz gut), und schöne Ausblicke auf die Rhone haben wir auch:





Kurz vor St-Maurice überqueren wir nochmal die Rhone und planschen in Lavey-les-Bains ein paar Stunden im warmen Wasser. Dass wir in der Waadt sind, merken wir vor allem am Wetter: als sonnenverwöhnte Mittelwalliser sind wir uns Regen nicht gewohnt, daher müssen wir wegen fehlender Regenklamotten eine Regenpause abpassen, um über die dampfende Rhone…





…zum Bahnhof von St-Maurice zu gelangen. Dort gönnen wir uns zum Tourabschluss eine Glace und dann tuckern mit dem Regio gemütlich zurück nach Sion:




Fazit: Velofahren mit Kind hat einen ganz anderen Groove als Solotouren – es ist herrlich mit dem Jungen kleine Abenteuer zu erleben schmunzel Und wer weiss, vielleicht kommen bei der nächsten Tour auch die Frauen wieder mit?
Ach ja, und der Rhoneweg? Zwischen Sion und Martigny gar nicht übel, zwischen Martigny und St-Maurice aber infernalisch laut (nach St-Maurice wird’s dann wieder hübscher, wie ich aus Erfahrung weiss).
I never go for a walk without my bike.

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#1441915 - 16.08.20 18:55 Re: Vom Wallis ins Waadtland, den Badis nach [Re: Biotom]
Keine Ahnung
Moderator
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Beiträge: 9977
Zwei schöne Berichte mit beeindruckenden Bildern im ersten Teil. Für die MTB-Route würde ich aber tatsächlich ein MTB mit leichtem Gepäck für sinnvoll halten. Ein typisches "Tourenrad" mit Packtaschen usw. wäre sicher nicht gut geeignet. Ich hoffe, dass Du Deinen Sohn dauerhaft für das Radfahren begeistern kann. Mit meinem Junior hatte ich Radtouren machen können bis die Pubertät zugeschlagen hat. Dann waren Touren mit dem Vater eher "uncool". Nun (er ist jetzt 20) entwickelt er wieder Interesse am Radfahren - natürlich am liebsten mit Freunden.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1442111 - 18.08.20 07:31 Re: Vom Wallis ins Waadtland, den Badis nach [Re: Keine Ahnung]
Biotom
Mitglied
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Beiträge: 373
Danke für die Blumen!

In Antwort auf: Keine Ahnung
Ein typisches "Tourenrad" mit Packtaschen usw. wäre sicher nicht gut geeignet.

Inzwischen finde ich Passstrassen dermassen abschreckend, dass ich glaub auch mit einem normalen Tourenrad den Aufwand auf mich nehmen würde... Der tödliche Unfall am Oberalppass vom Wochenende hilft da auch nicht gerade traurig


In Antwort auf: Keine Ahnung
Ich hoffe, dass Du Deinen Sohn dauerhaft für das Radfahren begeistern kann.

Er hat leider auf der Tour eine ganz üble Magen-Darm-Grippe aufgelesen, daher hält sich die Tourenlust momentan in sehr engen Grenzen. Aber vielleicht assoziert er ja Velotouren in ein paar Wochen nicht mehr mit Kotzen und Durchfall zwinker
I never go for a walk without my bike.

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#1442132 - 18.08.20 12:23 Re: Vom Wallis ins Waadtland, den Badis nach [Re: Biotom]
Keine Ahnung
Moderator
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Bislang hatte ich eher Glück gehabt, wenn ich Alpenpässe mit dem Fahrrad überquert habe. Der Verkehr war erträglich und Horden von Motorradfahrern haben mich auch nicht überholt. Vielleicht liegt es auch an Uhr- und Jahreszeit. Mit meiner üblichen Rad- und Gepäckausstattung sind MTB-Strecken S2+ nicht mehr relevant. S0 oder höchsten S1 fahre ich damit noch - das habe ich bei meiner diesjährigen Tour durch die Slowakei wieder bestätigt bekommen, wo ich recht viele MTB-Strecken erwischt habe, was dann kein echtes Vergnügen mehr war und in einem Fall sogar richtig gefährlich wurde. Ich denke schon, dass man die Ausrüstung entsprechend wählen muss, um Wege, wie Du sie im ersten Teil beschrieben hast, fahren zu können (kleine Tragestrecken eingeschlossen).

Ich hoffe, Dein Sohn wird seinen Brechdurchfall nicht dauerhaft mit Radreisen in Verbindung bringen. Das wäre schade.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1442154 - 18.08.20 15:10 Re: Vom Wallis ins Waadtland, den Badis nach [Re: Keine Ahnung]
veloträumer
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In Antwort auf: Keine Ahnung
Bislang hatte ich eher Glück gehabt, wenn ich Alpenpässe mit dem Fahrrad überquert habe. Der Verkehr war erträglich und Horden von Motorradfahrern haben mich auch nicht überholt. Vielleicht liegt es auch an Uhr- und Jahreszeit.

Ja, und auch etwas Zufall. Ich bin jüngst u.a. auch ein paar klassiche Pässe in den Zentralalpen gefahren, die ich schon kannte, teils mit Abstand von ca. 15 Jahren. An 2-3 Pässen war recht viel Verkehr (Flüela, Foscagno), Motorräder aber nicht so in großer Zahl. Andere waren weniger stark befahren als erwartet trotz Schönwetter und quasi den ganzen Tag auf der Strecke (Albula). Der Verkehr schien mir sehr stark davon abzuhängen, wieviel lokaler (Wirtschafts-)Verkehr üblich ist (Engadin-Prättigau-Achse über Davos, dicht besiedelte Sonderwirtschaftszone Livigno, Engadin daselbst). Richtung einiger Passhöhen dünnt daher der Verkehr auch deutlich aus. Ein Teil des internationalen (Berg-)Tourismus fehlte erkennbar (fast keine Holländer, am meisten noch Deutsche, sonst vermehrt Inländer). Besiedlung und alltägliche Infrastruktur benötigen heute mehr Verkehr als früher, das ist auch klar sichtbar. Der Vergleich mit dem Verkehr in den Talsohlen ist dann aber schon recht krass, da sind fast alle Passstraßen wieder Waisenknaben.

Radler suchen offenbar mehr Abwege, auf den beliebten Offroad-Pisten war radlerisch teils deutlich mehr los als auf den klassischen Passstraßen mit konventionellen Reiseradlern. Da hat sich auch was verändert, nicht zuletzt wegen MTB mit E-Motor, Ladestationen gibts bis in die letzten Almwinkel hinein. Sportliches mountainbiken mit E-Motor steht hoch im Kurs, auch bei Berg-Italienern. Bike-Boom generell auch in der Schweiz, wie mir auch mehrere Händler bestätigten, Corona sei dank.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1442155 - 18.08.20 15:22 Re: Toms abenteuerliche Schweizer Reise [Re: Biotom]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 15603
Mal wieder ein schöner Bilderbogen bei nahezu lauter ungetrübten Aussichten. Vielen Dank! Globi muss ich mir wohl auch mal anlesen - zumal ich ja zuletzt im Heidiland war. Unabhängig davon kommt mir die Frage auf, ob du ohne Sohnemann überhaupt noch jemals unter die Baumgrenze kommst? verwirrt Wahrscheinlich kannst du nur Höhenluft vertragen... lach
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1442211 - 18.08.20 22:20 Re: Toms abenteuerliche Schweizer Reise [Re: veloträumer]
Biotom
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 373
In Antwort auf: veloträumer
Unabhängig davon kommt mir die Frage auf, ob du ohne Sohnemann überhaupt noch jemals unter die Baumgrenze kommst? verwirrt Wahrscheinlich kannst du nur Höhenluft vertragen... lach

Ich komme sehr gerne unter die Baumgrenze, z.B. wenn in den Bergen noch Schnee liegt fahre ich sehr gerne im Flachland verliebt Momentan bastle ich an einer Deutschland-von-Süd-nach-Nord-Route herum, mal gucken ob das wirklich etwas wird oder ob's am Ende doch wieder nach Frankreich geht schmunzel
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Geändert von Biotom (18.08.20 22:21)
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#1442236 - 19.08.20 08:33 Re: Toms abenteuerliche Schweizer Reise [Re: Biotom]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 6405
In Antwort auf: Biotom
In Antwort auf: veloträumer
Unabhängig davon kommt mir die Frage auf, ob du ohne Sohnemann überhaupt noch jemals unter die Baumgrenze kommst? verwirrt Wahrscheinlich kannst du nur Höhenluft vertragen... lach

Ich komme sehr gerne unter die Baumgrenze

lach
In den Niederungen der Flußtäler sind zwar manchmal Sümpfe vorzufinden (das Oberrheintal ist zb ein solcher bzw war es vor Tulla)aber die baumlosen Steppen beginnen erst weit nördlich von deutschem Staatsgebiet schmunzel.
Zum Thema: Schöne Touren, gibt das einen Fortsetzungsroman?
Ich selbst fand die Passstrassen in der Schweiz in ihren überwiegendem Teil recht angenehm zu fahren. Bei Furka und Grimsel wars zudem wie ausgestorben, aber da war ich nicht wochends. Der Sustenpass am Wochende war voller Motoradfahrer (überwiegend Töffs mit Züricher Nummernschild), aber die fuhren alle recht zivil.
Da bin ich deutlich unangenehmere Fahrweisen gewohnt. Ich verschwinde hier im Schwarzwald auch vermehrt auf Wald- und Wiesenwegen (bevorzugt die, die sowieso schwach frequentiert sind), damit ich meine Ruhe habe. Dieses Jahr ist jedoch sehr extrem, man glaubt schon, es gäbe Geld fürs motorisierte Spazierenfahren.
Aber Wahrnehmungen sind ja sowieso verschieden und manchmal ist vieles einfach ein Zufall des Augenblicks.
Mich selbst nerven diese unseeligen Quadfahrer, die oft recht rücksichtslos durchs Gelände heizen am allermeisten. Die sind grad leider auch sehr beliebt.
Gruß
Nat
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#1442250 - 19.08.20 09:21 Re: Vom Wallis ins Waadtland, den Badis nach [Re: Biotom]
talybont
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Beiträge: 726
@Tom: wenn ich Deine Bilder so sehe, wird meine Lust nach Bergen immer stärker. Halte nicht mehr lange durch!

Wie alt ist der Sohnemann? Ich muss für Julchen immer irgendwas einbauen: Wasser, Tiere, Spielplätze, Eis - ansonsten geht die Stimmung flöten. Und ich muss daran denken, dass sie gut genug erholt (wird in drei Wochen sieben Jahre alt).
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#1442355 - 20.08.20 08:05 Re: Toms abenteuerliche Schweizer Reise [Re: Biotom]
misto
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Beiträge: 212
Moin Tom,
schönes Spiel - auch wenn Du es wohl bisher alleine spielst. Mal sehen, ob Du noch (Schweizer) Mitspieler findest - dann könnte es sogar sportlich werden - eine Art Schiffe versenken mit Topo-Quadraten.
Machst Du dann auch Kreuze (mit Datum) auf Deinen erreichten Kacheln? So wäre in Foto-Zwischenberichten der Fortgang ganz schön zu sehen.
Ich bin gespannt wie es weitergeht.
Schönen Gruß
Michael
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#1442410 - 20.08.20 21:35 Re: Toms abenteuerliche Schweizer Reise [Re: misto]
Biotom
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 373
In Antwort auf: misto
Mal sehen, ob Du noch (Schweizer) Mitspieler findest - dann könnte es sogar sportlich werden - eine Art Schiffe versenken mit Topo-Quadraten.

Mitspieler sind herzlich willkommen! Aber sportlich? Nö grins

In Antwort auf: misto
Machst Du dann auch Kreuze (mit Datum) auf Deinen erreichten Kacheln?

Ich zeichne die Touren auf einer Papierversion der Generalkarte ein, aber leider mit einem dermassen feinen Stift, dass man die Routen auf Fotos nicht sieht... Die Kacheln markiere ich nicht extra. Das Datum vermerke ich nur auf dem elektronischen SchweizMobil-Duplikat (welches ich hier ja jeweils verlinke).
Ich schaue bei der Tourplanung nie darauf, was ich schon erreicht habe, und auch nicht, ob ich vielleicht mit einem kleinen Umweg noch eine Kachel hinzufügen kann. Von den 800 Quadraten habe ich ca. 170 erreicht. Es gibt also noch zu tun - aber eben, gemütlich cool Mein Ziel ist, fünf Jahre nach meiner Pensionierung die letzte Kachel zu erreichen, d.h. in ca. 30 Jahren zwinker


In Antwort auf: talybont
@Tom: wenn ich Deine Bilder so sehe, wird meine Lust nach Bergen immer stärker. Halte nicht mehr lange durch!

Mir geht's bei Bildern von weiten Ebenen und vom Meer ganz ähnlich verliebt


In Antwort auf: talybont
Wie alt ist der Sohnemann? Ich muss für Julchen immer irgendwas einbauen: Wasser, Tiere, Spielplätze, Eis - ansonsten geht die Stimmung flöten. Und ich muss daran denken, dass sie gut genug erholt (wird in drei Wochen sieben Jahre alt).

Er ist 7. In der Tat, die Tourplanung ist nicht trivial... Hier im Wallis fehlt es uns vor allem an "normalen" Trainingstouren: entweder ist es sacksteil am Hang oben, so dass er verständlicherweise keinen Bock hat, oder dann ist es topfeben unten an der Rhone, wo ich dann nicht so Bock habe zwinker
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#1442412 - 20.08.20 21:41 Re: Toms abenteuerliche Schweizer Reise [Re: natash]
Biotom
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 373
In Antwort auf: natash
Zum Thema: Schöne Touren, gibt das einen Fortsetzungsroman?

Ja, wenn ich Zeit finde, grabe ich wohl noch das eine oder andere Foto von früheren Touren aus (sind aber oft nicht so toll...) - und auch die neuen kleinen Sachen werde ich hier einfädeln schmunzel
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