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#1446260 - 12.10.20 19:28 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 6490
Das mit den Landkarten wundert mich. Gerade ich Frankreich gibts doch gute (zb die IGN ) in jedem Supermarkt (also nicht im Discounter, aber zb im Intermarché). Damit sollte es eigentlich klappen. Auch empfehle ich Radwege nur dann zu fahren, wenns grad zielführend ist, gerade in Frankreich gibts zwar teils mittlerweile richtig gute, aber ich selbst bevorzuge oft dennoch ruhige Straßen. Die lassen sich mit den Karten gut finden. Für Wanderwege, Radwege und co ist ein GPS- Gerät oder eine Navigationsapp dann schon hilfreich. Das spart sehr viel Sucherei und Verfahrer.
Mich wundert auch, dass Du in Frankreich kaum kleine Bäckereien und Läden gefunden hast, die hats da eigentlich erheblich häufiger als in Deutschland (ich bin oft in Frankreich mit dem Rad, weil ich grenznah wohne). Das mag aber regionsabhängig sein, in Teilen Lothringens z.b. kanns schon mal eng werden mit Verpflegung und Unterkunft. An der Rhone hatte ich aber noch nier Probleme, bin da aber auch noch nie mehr als ein paar Meter Radweg gefahren.
Ansonsten ist halt jeder anders unterwegs, der Bericht gibt halt eine dieser Varianten recht gut wieder.
Auf den Campings in Landeck und in Feldkirch war ich dieses Jahr auch und würde beide ebenfalls weiter empfehlen.
Gruß
Nat
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Off-topic #1446262 - 12.10.20 19:51 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: natash]
Axurit
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 2351
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: natash
Das mit den Landkarten wundert mich. Gerade ich Frankreich gibts doch gute (zb die IGN ) in jedem Supermarkt (also nicht im Discounter, aber zb im Intermarché).
Ich habe vor kurzem, nachdem ich eine Woche lang weder in den Supermärkten noch in den am Weg gelegenen Zeitschriftenläden eine Michelin-Karte für das aktuelle Departement gefunden habe, die erstbeste IGN-Karte gekauft. Es war eine Departementskarte im Maßstab 1:150.000. Das Kartenbild war so katastrophal schlecht, dass sie auf dem nächsten Campingplatz im Papiercontainer gelandet ist.
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Off-topic #1446263 - 12.10.20 19:53 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Axurit]
natash
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 6490
na ja, an die diesen Maßstabs hatte ich jetzt eher nicht gedacht.
Gruß
Nat
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Off-topic #1446265 - 12.10.20 20:23 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: natash]
Axurit
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 2351
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: natash
na ja, an die diesen Maßstabs hatte ich jetzt eher nicht gedacht.
Naja, eine ADAC-Länderkarte Alpen 1:750.000 hatte Alexander ja dabei. Da wird er schon nach einem größeren Massstab gesucht haben.
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#1446269 - 12.10.20 21:25 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Holger]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 15987
Ich kenne das auch so, dass es in Frankreich überall Karten, gibt nach jüngsten Erfahrungen scheinzt sich das aber drastisch geändert zu haben. Vor drei Jahren brauchten wir zig Versuche, bis wir in ei er wirklich großen Buchhandlung endlich fündig wurden.
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#1446635 - 17.10.20 18:32 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15718
In Antwort auf: Alexander Ausserstorfer
Landkarten fand ich unterwegs kaum welche. Besonders in Frankreich. Und wenn dann ohne Zeltplätze. Das hatte mich dann ziemlich überrascht und Probleme bereitet. Man kann ja auf so einer langen Fahrt nicht alle Landkarten von zuhause aus mitschleppen.

Doch, man kann. Wenn man nicht spezielle Nischen fahren will, reichen Straßenkarten in 1:200.000 oder auch 1:150.000 (wie man von Michelin bekommt) aus, insbesondere für deine Alpenrouten (Radtrouten sind auchmal vorhanden, aber nur ausgewählte). Damit bin ich noch größere Alpenräume abgefahren oder auch gleich bis nach Sizilien runter (dann natürlich ital. Straßenkarten). Wenn mal 8 Karten zuammenkommen, ist das auch nicht die Welt. Der heute allseits mitgeführte Elektronikpark ist eher schwergwichtiger, vor allem Laptops, die man nicht mal zu nutzen weiß. zwinker

Ist man so unsicher bzgl. Campings, kann man die vor der Reise auch eintragen. Heutzutage geht auch immer was mit Google & Co. auf dem Smartphone. Die Ausschilderung der Campings in Frankreich und der Schweiz ist auch nicht so schlecht. Leute fragen nicht vergessen. In Frankreich ist die Dichte so hoch, dass man i.d.R. auch keine expliziten Infos braucht, weil immer was am Wegesrand.

Frankreich hat auch kaum Radwege, sondern allenfalls Radrouten auf bereits lange bestehenden Straßen. Einige Fernradwege kommen aus den letzten Jahren hinzu. Über das Marketing der Via Rhona könnte ich jetzt lange schreiben, führt aber zu nichts. Zumindest könnte man etwas über die Rhone-Topografie südlich von Genf wissen, wenn man mal auf die Karte schaut. Ist halt Schlucht und Kraftwerken. Es hat schon seinen Grund, dass da keine Straße hergeht. Im Zweifel findet man auch immer in der Nähe der Radwege alternative Straßen. Es gibt ja kaum ein Land, dass ein solches kleinteilig vernetztes Straßensystem hat wie Frankreich.

In Antwort auf: Alexander Ausserstorfer
Natürlich hätte man anrufen sollen. Ich hatte anfangs jedoch Probleme gehabt, an geeignete Adressen zu kommen - bis ich halbwegs mit dem Internetzugang klar kam. Außerdem war das Telefonieren in der Schweiz sehr teuer.

Debitel mobilcom bzw. Telekom bietet Schweiz als erweiterten EU-Roaming-Raum ohne Zusatzkosten. Lohnt sich also für alle, die mal häufiger bei den Eidgenossen vorbeischauen.

In Antwort auf: Alexander Ausserstorfer
Sehr überrascht hat mich, dass zwar fast jeder Rohloff kannte, aber niemand Teile hatte oder sich auskannte. Also wohl noch immer ein Nischenprodukt. Und ich habe derer inzwischen gleich mehrfach...

Alte Reiseradlerregel: So wenig Schnickschnack wie möglich. Kenne jetzt Rohloff nicht, habe aber schon von Reiseradlern gehört, die sogar in Tasmanien von Rohloff direkt beliefert wurden, als sie Schaden hatten. Dass Rohloff nicht "radreisetauglich" ist, darüber gabs hier mal ausufernde, polarisierende Diskussionen... lach

Mit Radhändlern in der Schweiz hatte ich dieses Jahr auch ein paar Probleme (wegen Schaltproblemen, aber Kettenschaltung) - nicht so besonders kompetetent mein eher zufälliges Fazit. Bei einigen wäre spontane Hilfe schwierig gewesen, allerdings mehr wegen Fahrradboom und Corona.

Radläden in der Schweiz: Die gibt es von Scuol aus gesehen nicht nur in Chur, sondern auch im Oberengadin: La Punt (nur Verleiher mit Service), Bever (recht klein), Samedan (schien etwas faul), Celarina (recht professionell, aber auch überlastet), St. Moritz, Pontresina. Auch in Lenzerheide hättest du schon schauen können. Das sind jeweils Hochplateaus mit sehr sportlicher Bevölkerung, sehr bikeaffin. Ob die jeweils bei Rohloff hätten helfen können, weiß ich nicht. (Bei Italienern oder Franzosen wird auch eher mal improvisiert, auch ohne Originalteile - Weiterradeln über Maloja zum Comer See hätte so evtl. auch geholfen.)

Hier noch weitere Anmerkungen:

Danke für die Bereitstellung des Berichts. Hat sicherlich seine sinnigen Momente, aber wie schon oben von einem Mitforisten gesagt, doch sehr sperrig ob der vielen ausgewaltzen Problemfälle, die manchmal keine waren.

Radroute Unterengadin: Ja, die offizielle Route geht durch die Dörfer auf und ab - und es lohnt sich wegen der tollen Orte und Perpektivwechsel. Insbesondere das oben liegende Guarda ist extrem sehenswert und gilt als einer der Wiegenorte der Schweizer Volkerzählungen (Schellen-Ursli) samt der zugehörigen Engadinerhäuser.

Albula: Du erweckst den Eindruck, dass es einen Radweg über den Albula gibt. Es gibt nur eine Straße, die auch von vielen Radlern genutzt wird. Radrouten gibts in der Schweiz auch viele über die normalen Straßen - das gilt auch weitgehend fürs Unterengadin, Ausnahme z.B. die Strecke Lavin - Susch über eine Waldpiste. Die Empfehlung des Bahntransfers entlang der Schinschlucht gilt nur deswegen, weil auf der Strecke insgesamt mehr Verkehr herrscht, der sich alsbald bei Tiefencastel und wenig weiter aufwärts verteilt (Lenzerheide, Julierpass, Davos, Albula/Oberengadin). Die Strecke lässt sich mit Radl aber auch in beide Richtungen recht flott fahren, sodass ich zu einem Umstieg auf die Bahn keine Notwendigkeit sehe. Die Tunnels sind geräumig, der unterste (und steile) bei Thusis kann per Dorfstraße umfahren werden. Über Lenzerheide ist nicht gerade weniger Verkehr, wobei es zur Nordseite teils eine Schotterpiste als Alternative gibt (andere Hangseite, "Polenweg").

Übernachten in Nizza: Campings gibt es nicht näher als du schon rausgefunden hast, also min. 15 km vom Place Massena zum Beispiel. Der Tipp im Westen wäre das versteckte Loup-Tal, von dort ist auch nicht viel weiter bis zum Flughafen. Nach Osten ist es noch schlechter. Das Hinterland steigt schnell an und ist eher durch Villenvororte gekennzeichnet - also auch keine Campings. Sogar Wildcamping ist fast nicht möglich. Alternative: In Nizza gibt es neben der offiziellen Jugendherberge auch noch weitere Hostals, die recht preisegünstig sind und direkt im Zentrum liegen.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1446702 - 18.10.20 19:21 Alpencross in Ostwestfalen…
radrolle48
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31
Alpencross listig in Ostwestfalen…
Nachdem wir in den letzten Jahren unsere Mountainbike Touren in den Alpen, im Sauerland und in der Rhön unternommen hatten, war es unser Ziel, dieses Jahr von zu Hause aus zu starten. Wolfgang hatte im Internet die Tour Cherusker 500 gefunden, verfeinerte sie und baute Übernachtungs-möglichkeiten ein. Cherusker 500 ist eine Tour in Ostwestfalen und im Grenzgebiet zu Niedersachsen. Die Route wurde vor einigen Jahren von einigen verrückten Mountainbiker kreiert, die diese Strecke in zweieinhalb Tagen schafften. Wir haben uns für diese ca. 500 Kilometer und 9.500 Höhenmeter sieben Tage Zeit gelassen. Davon waren nur ca. 70 Kilometer flach: der Hin- und Rückweg zum/vom Teutoburger Wald mit insgesamt 40 Kilometern und eine Überbrückungsetappe von 30 Kilometern am Mittellandkanal. Auf den Spuren der Cherusker führte uns die Strecke durch den Teuto (Hermannsweg), das Wiehengebirge (Wittekingsweg), das Weserbergland (Weserberglandweg), über Bückeberge, Deister, Süntel, das lippische Bergland und zurück in den Teuto. Insgesamt eine sehr, sehr anspruchsvolle Tour.
1.Tag Spexard – Lienen 77 km, 1.500 Hm
Treffunkt für unsere Tour war der Kirchplatz in Isselhorst. Wir starteten über wunderbare Wald- und Wiesenwege in Richtung Teuto nach Steinhagen. Über den uns bekannten Hermannsweg fuhren wir über Borgholzhausen (Mittagspause), die Noller Schlucht und die Malepartushütte, die nördlichste Jausenstation Europas, zur ersten Übernachtung im „Alten Farmhaus“ nach Lienen. Vier Schiebepassagen.
2. Tag Lienen – Engter 81 km, 900 Hm
Von Lienen gleich hinauf zum Hermannsweg (150 Hm) war schon eine Quälerei...Dann aber belohnten uns wunderbare Aussichten über Kalksteinbrüche bis nach Lengerich und über den „Blauen Canyon“. Durch die schöne Altstadt Tecklenburgs, wo wir auch eine Pause einlegten, führte uns der Weg zu den Felsformationen Königsstein, Bergklippe Dreikaiserstuhl, vorbei am Hockenden Weib bis hin zum Nassen Dreieck. Hier treffen Dortmunder Emskanal und Mittellandkanal zusammen – ein wichtiger Eckpunkt in der Binnenschifffahrt. Entlang des Mittellandkanals (30 km) fuhren wir zum Rande des Wiehengebirges nach Engter.
3. Tag Engter – Hüllhorst 63 km, 1.500 Hm
Im Nachhinein betrachtet, war es eine schwierige Etappe. Den ganzen Tag über hatten wir keine Möglichkeit, Essen oder Getränke zu kaufen. Schließlich haben wir bei einem einsamen Hof im Wald um Wasser gebettelt… Bei Topwetter fuhren wir die meiste Zeit auf dem Wittekindsweg und hatten sieben Schiebepassagen.
4. Tag Hüllhorst – Rohdental 58 km, 1.550 Hm
Bei sonnigen 21 Grad fuhren wir einem weiteren Höhepunkt unserer Tour, dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal, entgegen. Zuvor ging es aber an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei mit wunderbaren Blicken über Weser, Wilder Schmied und Wittekindsburg. Eine längere Pause machten wir dann am Denkmal, bevor wir die Räder in Porta Westfalica über 100 Stufen tragen mussten. Der Weserberglandweg führte uns bis Rohdental. Insgesamt eine Strecke mit vielen schönen Trails und extremen Schiebepassagen.
5. Tag Rohdental – Bad Münder 64 km, 1.385 Hm
Durch die Bückeberge fuhren wir in den Deister. Vorbei an der Mooshütte, der Teufelsbrücke bis an den Annaturm, wo wir uns eine Pause gönnten. Kurz vor dem sehr schönen „Hotel Zur Ziegenbuche“ mit Top-Aussichten mussten wir eine Wahnsinns-Steigung hochfahren.
6. Tag Bad Münder – Luerdissen/Lemgo 63 km, 1.633 Hm
Eine rasante Abfahrt durch Bad Münder führte uns in den Süntel und zum Süntelturm. Für eine Pause war es noch zu früh, diese planten wir dann in Hameln. Aber es kam anders. Durch den Schweineberg mit langen Singletrails und durch Hameln mussten wir fast die ganze Strecke zum Klütturm hoch schieben. Entschädigt wurden wir durch grandiose Blicke über die Weser. Über Bösingfeld (Pause) und Schwelentrup erreichten wir den sehr schönen Landgasthof Lallmann.
7. Tag Lemgo – Spexard 86 km, 1.475 Hm
Das Finale. Es ging durch Lemgo, vorbei am Wasserschloss Brake, und dann kurz nach Detmold konnte unsere Schiebepassage über den Wanderweg E1 zum Hermannsdenkmal beginnen. Es war hart und lang…. Danach ging es auf dem uns bekannten Hermannsweg bis Olderdissen. Vorher allerdings hatte Wolfgang an der Habichtshöhe einen Platten. Auf schmalsten Wegen, vorbei am Brackweder Freibad, führte uns der Weg zum Abschlussbier nach Isselhorst.
Fazit: Ein mittelschwerer Alpencross in OWL und im Grenzgebiet zu Niedersachsen ist definitiv möglich – Höhenmeter gibt es genug. Insgesamt waren es für mich 492 Kilometer und 9.950 Höhenmeter. 21.400 Kalorien habe ich verbraucht. Diese Woche mit den vielen kurzen und knackigen Anstiegen und vielen Schiebepassagen hat mir alles abverlangt. Aber es hat Spaß gemacht. Danke an den Superguide und Planer Wolfgang und an Peter und Reinhard. Ich freue mich schon auf die nächste Tour, hoffentlich in 2021.
Demnächst mit Bildern auf www.rolf-deppe.de

[i][/i][farbe:#3366FF][/farbe]
17% der Erwachsenen tragen einen Helm, aber 91% schützen ihr Handy mit einer Hülle.

Geändert von radrolle48 (18.10.20 19:24)
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#1446715 - 19.10.20 06:00 Re: Alpencross in Ostwestfalen… [Re: radrolle48]
Sharima003
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abwesend abwesend
Beiträge: 194
Tolle Tour.
Die ersten beiden Tage kommen mir sehr bekannt vor.
Ich habe mich Pfingsten samt Hund und Anhänger an den Dörenter Klippen absetzen lassen und bin bis zum Hermannsdenkmal geradelt.
Das Hockene Weib, das Nasse Dreieck und auch die Almhütte Malepartus habe ich dabei besucht.
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Off-topic #1446738 - 19.10.20 10:17 Re: Alpencross in Ostwestfalen… [Re: Sharima003]
Michael B.
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2587
Hallo Tatjana,

herzlichen Glückwunsch zum Burzeltag party
Gruß Michael
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Off-topic #1446843 - 20.10.20 21:19 Re: Alpencross in Ostwestfalen… [Re: Michael B.]
radrolle48
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 31
Sven Biketourer ist diese Strecke eine Woche vor uns gefahren und hat vier Videos auf YouTube gestellt. Cherusker 500
Absolut sehenswert.... lach
17% der Erwachsenen tragen einen Helm, aber 91% schützen ihr Handy mit einer Hülle.

Geändert von radrolle48 (20.10.20 21:20)
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#1447057 - 25.10.20 09:35 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: veloträumer]
RR-Träumer
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6
Hallo Alexander, auch von mir ein Danke für deinen Bericht. Die Wirkung des Berichts auf andere Poster kann ich für mich (leider) nur bestätigen. Unabhängig vom Rad-Grundproblem kann ich deine Zugänge zur Gegend zwischen Vaduz/LIE, Vorarlberg, Lindau und weiter in die Schweiz nur bedingt teilen.
Wo bleibt ein Statement über die (Nicht-)Schönheit der Blicke am Bodenseeufer (Lindau, Bregenz)? Über die lebendige, kleinstädtische Urbanität? Über ein (tolles) Lindauer Rathaus oder ein hochmodernes Bregenzer Kunsthaus? All das müsste dein Blick erhascht haben.
Nun denn... und wusstest du, dass Rosenheim (65.000 EW) tatsächlich größer als Dornbirn (50.000) ist? Und dass Hard (Simplon; auch am See) mit "d" geschrieben wird... ;-)
Und über Preise in (West-)Österreich oder in Liechtenstein oder in der Schweiz zu lamentieren ist müßig..., abgesehen davon, dass du in Feldkirch wohl einen der billigsten Campingplätze gefunden hattest.

Ein letztes: Die Rappenlochschlucht würde ich auch nicht mehr SO attraktiv werten, weil vor wenigen Jahren ein riesiger Felssturz die Brücke und das Kernstück der Schlucht zerstört hat (obwohl ich sie gestern(!) gerade wieder einmal begangen habe). Bei Regen/Wasser ist sie immer noch spektakulär.

Viel Erfolg bei deinen weiteren Unternehmungen - mit hoffentlich weniger Umständen.
Schöne Grüße und RR-Träume
Michael

Geändert von RR-Träumer (25.10.20 09:36)
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#1447062 - 25.10.20 09:54 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: RR-Träumer]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 16300
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: RR-Träumer
[…]Wo bleibt ein Statement über die (Nicht-)Schönheit der Blicke am Bodenseeufer (Lindau, Bregenz)? Über die lebendige, kleinstädtische Urbanität? Über ein (tolles) Lindauer Rathaus oder ein hochmodernes Bregenzer Kunsthaus? All das müsste dein Blick erhascht haben.[…]


Vielleicht hat es das nicht? Und selbst wenn, an diesem Punkt teile ich die Kritik nicht. Was man erlebt und was davon man dann beschreiben will, ist höchst subjektiv. Wenn Du das hochmoderne Bregenzer Kunsthaus sehens- und besichtigungswert hältst, dan schaue es Dir an, gehe rein und schreibe in einem Reisebericht darüber. Aber andere sehen das vielleicht anders. Grundsätzlich hat man auf die Heimat natürlich auch einen anderen Blick als auf Gegenden, die man als Besucher sieht. Aus meiner Sicht kann man den Touristen gerne sagen, das und das ist sehenswert, schau mal. Oder auch - das und das hast Du verpasst. Aber ihnen vorwerfen, etwas nicht gesehen bzw. beschrieben zu haben, das finde ich schwierig.

Inhaltliche Anforderungen an einen Reisebericht habe ich nie, so a la, wenn Du da warst, musst Du doch auch das gesehen haben und dann muss das auch in den Reisebericht. Ich schreibe halt, was mir an dem, was jemand schreibt, nicht gefallen hat - oder auch, was mir gefallen hat.


Wo ich auch immer etwas allergisch reagiere, sind falsch geschriebene Ortsnamen. Meistens verkneife ich mir Kommentare, weil ich fürchte, auch in meinen Berichten finden sind welche. Grundsätzlich denke ich aber auch, das könnte man prüfen...

Viele Grüße
Holger
Weltreise durch Deutschland: http://les21lacets.de/blog/
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#1447088 - 25.10.20 12:48 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Holger]
iassu
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 21984
Vielleicht wollte RR-Träumer nur darstellen, daß ihm eine gewisse Leidens- und seht-her-wie-übel-es-mir-ergangen-ist-Stimmung im Reisenbericht seltsam vorkommt und darstellen, was es alles an Gelegenheiten gegeben hat/hätte, sich dran zu erbauen.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#1447112 - 25.10.20 20:39 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: RR-Träumer]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15718
In Antwort auf: RR-Träumer

Ein letztes: Die Rappenlochschlucht würde ich auch nicht mehr SO attraktiv werten, weil vor wenigen Jahren ein riesiger Felssturz die Brücke und das Kernstück der Schlucht zerstört hat (obwohl ich sie gestern(!) gerade wieder einmal begangen habe). Bei Regen/Wasser ist sie immer noch spektakulär.

Mit geringer Unterbrechung gibt es eine Fortsetzung mit der Alplochschlucht. Die erfüllt eher den Tatbestand des Erwanderns, gewiss auch nicht die längste Schlucht, aber mehr als Rappenlochschlucht. Noch unterhalb der Alplochschlucht kann man einen reizvollen Tobel abfahren, später (via Müselweg) über Waldpiste und Moorlandschaft nach Bezau oder Mellau übersetzen (ziemlich anspruchsvoll, meist Schotter; gibt auch eine kürzere Rundkursvariante nach Dornbirn).

Das Ebnit-Tal kann man schließlich auch ganz fahren, es ist eines der wildesten Alpentäler überhaupt, Talabschluss mit dem Bergdorf Ebnit oben herausragend. Die Strecke ist aber sehr steil! Fortführungen gibt es per Piste mit zwei Varianten, um Hohenems zu erreichen. Über Schuttannen bin ich schon rauf, ähnlich steil wie Ebnit-Straße. Über Alpe Gsohl habe ich dieses Jahr bereits unten bei der Anfahrt aufgegeben (zu steil, Wetter drohte zu kippen, Piste war nach Gewitterflut weich, Zeitfenster ziemlich knapp) und beginnt bereits unten gleich mit Schotter (im Gegensatz zu Schuttannen).
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1447133 - 26.10.20 07:59 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: iassu]
RR-Träumer
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6
In Antwort auf: iassu
Vielleicht wollte RR-Träumer nur darstellen, daß ihm eine gewisse Leidens- und seht-her-wie-übel-es-mir-ergangen-ist-Stimmung im Reisenbericht seltsam vorkommt und darstellen, was es alles an Gelegenheiten gegeben hat/hätte, sich dran zu erbauen.


Danke Iassu, so war's gemeint. Ich bezog mich dabei (wohl unklarerweise) auf die Beiträge von Bernie und Hansflo. Die beiden Gebäude waren nur Beispiele. Was als attraktiv empfunden wird, liegt im Auge des Betrachters. Darüber mehr gelesen - aus der Sicht des Schreibers - hätte ich gerne.
Schöne Grüße und RR-Träume
Michael
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#1447442 - 29.10.20 02:49 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
Genußradler-HB
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 124
Zitat:
...Der Bericht ist recht schonungslos und authentisch...


Moin Alexander,

das habe ich nicht so empfunden.
Bereits nach einer Minute des Lesens hatte ich keine Lust mehr weiter zu lesen, habe es in der Hoffnung das sich sowohl Dein Schreibstil als auch Deine Eindrücke verbessern werden, dann doch getan. Leider bis zur letzten Zeile für mich verschwendete Zeit und kein Gewinn, weder an Informationen zu interessanten Reisezielen noch konnte ich aus der Ferne an Deinen tollen Reiseeindrücken teilahaben.

An jedem Tour-Tag beleuchtest Du verschiedene Aspekte Deines leidigen Lebens im Allgemeinen und die misslichen Umstände Deiner Reise, ebenso sind Begegnungen immerfort negativ bewertet.
Wirkt alles nahezu depressiv und in jedem Fall destruktiv. Solch ein Reisebericht liest doch wirklich niemand gern. Na klar kannst Du wiedrige Umstände auch einmal kurz benennen und dann Deinen Ausweg aus der Lage schildern.

Völlig vermisse ich freudige Ereignisse, tolle Landschafts-Eindrücke, interessante bereichernde Begegnungen und am Ende der Tour die Schilderung Deiner Glücksmomente die Tour geschafft zu haben.

...aber was interessiert Dich denn schon meine Meinung - hast' ja geschrieben Du bist Bayer und Norddeutsche gehen Dich nichts an.

Ich hoffe für Dich, das Du in der Zukunft für Dich herausfinden klannst wie Du Deinen Schwerpunkt auf das Schöne & Erfeuliche lenken kannst, sonst bleibt Dir nur ein trauriges und düsteres Leben.

Geändert von Uli (29.10.20 09:03)
Änderungsgrund: zitat
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#1447461 - 29.10.20 10:34 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Genußradler-HB]
Biotom
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 414
Na denn, dann freuen wir uns ja schon jetzt auf deine fröhlichen und aufgestellten Reiseberichte zwinker
I never go for a walk without my bike.

Link auf Biotoms Tourberichte
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#1447509 - 29.10.20 14:29 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Genußradler-HB]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13537
Zitat:
Leider bis zur letzten Zeile für mich verschwendete Zeit und kein Gewinn

.. aber auf keinen Fall für Neulinge. Für jemanden, der Radreise-unerfahren ist, ist der Bericht ein schönes Beispiel für unangenehme Dinge, die einem so passieren können, und ein Plädoyer dafür sich vorher generell über Radreisen und speziell über die Route und die befahrenen Gegenden zu informieren.
Gruß
Uli
Plural-Verben ist out!
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#1447555 - 29.10.20 20:02 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Uli]
Genußradler-HB
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 124
Gerade für einen Radreiseneuling ist dieser Bericht völlig abschreckend, da der Autor ja keinen Erkentnissgewinn aus all seinen Fehlern anbietet, dagegen sind die Umstände oder unfähige Fahrradläden schuld an seiner andauernden Misere.
Wenn wenigstens eine Portion Selbstironie dabei gewesen wäre, dann hätte das alles in Form einer Glosse abgehandelt werden können.

Als unbedarfter Leser, der eine Radreise planen möchte ist das nur abschreckend und es bleibt vermutlich die Erkenntnis das eine Radreise unweigerlich mit unendlichen kaum zu ertragenen Schwierigkeiten verbunden sei. Da würde ich unverzüglich mein Rad in den nächsten Container werfen und mich in Zukunft ausschließlich der Briefmakensammlung meines Großvaters widmen.

Einziger Ausweg für einen Neuling: er findet dieses Forum mit seinen vielen großartigen Reiseberichten... dann besteht Hoffnung.
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Off-topic #1447562 - 29.10.20 20:46 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Genußradler-HB]
Biotom
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 414
In Antwort auf: Genußradler-HB
Einziger Ausweg für einen Neuling: er findet dieses Forum mit seinen vielen großartigen Reiseberichten... dann besteht Hoffnung.

Ich weiss, ich wiederhole mich: ich freue mich auf Deine grossartigen Reiseberichte. Beim Verfassen wirst Du dann vielleicht merken, dass das Erstellen von Reiseberichten ein enormer Aufwand ist, und dass es entsprechend keinen Spass macht, wenn man als "Belohnung" für den Aufwand von anderen Usern niedergemäht wird...
I never go for a walk without my bike.

Link auf Biotoms Tourberichte

Geändert von Biotom (29.10.20 20:47)
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Off-topic #1447564 - 29.10.20 21:01 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Biotom]
iassu
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 21984
Mag sein. Aber das, wie du es ausdrückst "Niedermähen" ist weder Selbstzweck noch willkürlich noch persönlich. Des Lesers Recht und auch Aufgabe ist es, zu sagen, wie es ihm erging. Wenn etwas danach ist, dann muß man das auch sagen dürfen.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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Off-topic #1447565 - 29.10.20 21:10 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Biotom]
Friedrich
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2694
In Antwort auf: Biotom
Beim Verfassen wirst Du dann vielleicht merken, dass das Erstellen von Reiseberichten ein enormer Aufwand ist, und dass es entsprechend keinen Spass macht, wenn man als "Belohnung" für den Aufwand von anderen Usern niedergemäht wird...

Das scheint den Threadersteller überhaupt nicht zu jucken und das finde ich gut. Mit Kritik muß man leben können auch wenn es nicht immer und jedem leicht fällt. Ein wenig Dickfelligkeit schadet auch nicht zwinker
Fritz
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Off-topic #1447583 - 30.10.20 02:49 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Biotom]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 16300
Unterwegs in Deutschland

Das sehe ich etwas anders. Hier wurde weitgehend sachliche und begründete Kritik geübt. Ich bin zwar bei Dir, dass man erstmal mit grundsätzlichem Wohlwollen und Respekt vor der Arbeit an die Lektüre eines Reiseberichts gehen sollte - aber ich bin ebenso der Meinung, dass man, wenn man etwas veröffentlicht, auch mit Kritik leben muss. Wovon man übrigens besser lernen kann als von unehrlichem Lob - wenn man sich darauf einlässt.

Viele Grüße,
Holger
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Off-topic #1447584 - 30.10.20 02:56 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Genußradler-HB]
Holger
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Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Genußradler-HB
[...]Als unbedarfter Leser, der eine Radreise planen möchte ist das nur abschreckend und es bleibt vermutlich die Erkenntnis das eine Radreise unweigerlich mit unendlichen kaum zu ertragenen Schwierigkeiten verbunden sei.[...].

Wenn ein Leser sich seine Meinung über Radreisen einzig aus einem einzelnen Reisebericht bildet ... dann ist er wirklich arg unbedarft und sollte es womöglich besser bleiben lassen. Aber in der Regel dürfte man sich ja doch etwas mehr informieren, wenn man etwas Neues beginnen möchte. Keine Regel ohne Ausnahme, klar...
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#1447604 - 30.10.20 09:18 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Genußradler-HB]
Uli
Moderator
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Ich gehe davon aus, dass jemand, der in Vorbereitung einer Reise einen (diesen) Bericht liest, sich ein Bild machen möchte, deshalb auch andere Berichte liest und entsprechende Schlüsse zieht. Ich glaube zudem, dass fast niemand diesen Bericht einfach so findet, sondern so wie hier geschehen und deshalb durch entsprechende Hinweise richtig geleitet wird. Mein Beitrag war eigentlich genauso gemeint: *Ich* würde diesen Bericht einem Neuling empfehlen, um auf einige "Fehler" bei Reisevorbereitung und -durchführung aufmerksam zu machen. Also das, was du - nicht zu Unrecht - am Bericht kritisierst.
Gruß
Uli
Plural-Verben ist out!
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#1447609 - 30.10.20 09:34 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: uri63]
radlsocke
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Beiträge: 1269
In Antwort auf: uri63
Danke für deinen Reisebericht, hat Spass gemacht, ihn zu lesen.

Dem schließe ich mich an grins
Ich mag den literarischen Ansatz im Stil einer Entdeckung von Neuland. Unfreiwillig per singlespeed mit technisch hochgerüstetem Rad unterwegs, das ist ein hübsches Konzept, eine unterwegs früh geglückte Reparatur hätte nicht gepasst und dem "Fahrbericht" eine Grundlage gemopst. Ohne die Wirrungen bei der Orientierung würde auch etwas fehlen. Vielen Dank!

Geändert von radlsocke (30.10.20 09:41)
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#1447807 - 31.10.20 19:00 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
Alexander Ausserstorfer
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Beiträge: 29
Vielen Dank für eure Hinweise.

Den Namen Hard habe ich korrigiert.

Ich wollte den Bericht so kurz und knapp wie irgendwie möglich halten. Dabei fiel natürlich vieles unter den Tisch. Wie z. B. eine genauere Beschreibung von Chur und der dortigen Ausstellung der Wanderfotografen. Hat auch nichts mit dem Rad Fahren zu tun. Vielleicht hole ich das eines Tages zur Vollständigkeit noch nach.

Natürlich wird eine Bewertung immer subjektiv bleiben müssen, weil man immer von dem ausgeht, was man schon kennt und dementsprechend erwartet. Das wird bei jedem anders sein.

Die interne Schaltansteuerung der Rohloff kann ich niemanden empfehlen. Schon gar nicht an einem Reiserad. Zum Wechseln des kurzen Schaltseils der Nabe muss man das Getriebe öffnen. Wenn Dreck reinkommt, wird es vermutlich schnell undicht werden. Sowas macht man besser nicht mehr unterwegs. Nachdem das Schaltseil geknickt wird, wird es relativ schnell kaputt gehen, weil die einzelnen Drähte, aus denen das Seil besteht, unterschiedlich stark belastet werden. Das ist nicht Sinn der Sache. Wartungsfreundlich ist die Rohloff nicht.

Das Fahrrad hatte ich mir extra für die Reise angeschafft und hätte wie mein altes Kagu sein sollen. (Welches die externe Schaltansteuerung hat.) War es aber nicht.

Als ich dieses Frühjahr einen Ölwechsel machen wollte, stellte ich fest, dass kein öl mehr in der Nabe / im Getriebe war. Die anschließenden Wochen tropfte das eingefüllte Öl wieder aus. Vermutlich war ich letztes Jahr trocken in Marseille angekommen. Inzwischen scheine ich das Getriebe aber wieder dicht gebracht zu haben.

Ich bin halt leider nur Gelegenheitsradler, der sich mit nichts auskennt. Die Rohloff hatte ich mir eigentlich für meinen Arbeitsweg angeschafft, weil mir früher im Winter regelmäßig der Antrieb kaputtging.

Bei einer Nabenschaltung kann in Verbindung mit einem geschlossenen Kettenkasten die Kette geschützt laufen. Eine Kette von mir hat momentan 19.500 km drauf und wird vermutlich noch weitere 10.000 km halten. Bei einer Kettenschaltung war hier stets nach 6.000 km - 8.000 km Schluss.

Gezeigt hat mir die Reise, wie aufwändig und schwierig so eine lange Fahrt mit dem Fahrrad ist. Einfach das Fahrrad nehmen und darauf los fahren ist eher nicht. Es ist zwar möglich, aber die Welt ist nicht auf so etwas eingestellt. Man kann sehr viel falsch machen. Man muss wirklich etwas können oder kriegt unterwegs die entsprechende Rechnung. Deshalb kann ich so etwas auch nicht uneingeschränkt empfehlen.
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#1447816 - 31.10.20 19:32 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
irg
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Beiträge: 4747
Mei, früher haben wir das genau so gemacht wie du: (Mein Gott, bin ich schon so alt?) Wir haben das Bisschen an Informationen, die zu bekommen waren, gesammelt und sind weitgehend ahnungslos los gefahren. Internet? Digitale Karten? Handy für einen Notfall? Gabs alles nicht. Stabile Reiseräder? Vielleicht gab es welche, mir waren weder welche bekannt, noch hätte ich sie bezahlen können. So sind wir mit Material gefahren, das wir hatten. Meine aktuelle Stadtgurke ist ein besseres Rad, als mein ersten Rad auf einer Reise. Einem Deutschen habe ich in Griechenland das Mittellager zerlegt, der wurde mit jedem abgenommenen Teil blasser. (Er ist mit einem reparierten Rad weiter gefahren, um etwa 50c, die wir dem Radhändler für das geliehene Werkzeug und Ersatz auf gedrängt haben.)

Es ist auch gegangen, nur war alles etwas abenteuerlicher. Du hast unfreiwillig diesen Stil übernommen. Willkommen im Club! Mit der Zeit wirst du lernen, was du anders und besser machst. Manche versuchen im Vorfeld, alles ab zu klären und wundern sich auch über das, das sich nie planen lässt.

Eines wünsche ich dir: Etwas mehr Gelassenheit bei auf tretenden Störungen und Schwierigkeiten. Auch wenn wir sie nicht lieben, gehören sie zu einer ernst zu nehmenden Reise dazu.
Bei Defekten würde ich an deiner Stelle vielleicht etwas länger nach denken, welche Strategie am besten zum Erfolg führt, anstatt sofort zu handeln. Aber auch das lernen die meisten von selbst.

lg!
georg
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#1447846 - 01.11.20 08:40 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: irg]
Andreas aus Graz
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Beiträge: 90
Man steckt nicht drin :-)
Ich bemerke fallweise eher sehr trockenen Humor als eine pessimistische Weltsicht.
Die meisten Probleme dürften sich daraus ergeben haben dass das Deine erste weitere Fahrradreise war. Da war die Lernkurve halt sehr steil.
Neues Rad, erste Ferntour, da kann schon einiges querlaufen - immerhin hast Du es weggesteckt und bis angekommen - und mit Stolz und Freude!

Deine elektronische Ausrüstung scheint mir sehr speziell, das machts nicht leichter - ein Smartphone hätte die allermeisten Deiner Navigations- und Logistikprobleme lösen können.

Den Reisebericht lese ich so dass Du ihn zu 3/4 für Dich selbst geschrieben hast, als Tagebuch quasi, mit vielen Details die für Dich wichtig waren um Dich später an gewisse Momente zu erinnern. Als Leser nimmt man aber diese vielen Details oft als kleine Geschichten, Anfänge von Nebenerzählungen, Anekdoten wahr - aber Du kommst später selten darauf zurück. Als Leser merke ich mir solche Dinge aber, um spätere Rückgriffe darauf auch zu verstehen. Und lasse es dann irgendwann frustriert.

Ich weiß nicht, wie oft ich auf Tour schon auf eine vermeintlich bessere Strecke gewechselt habe, nur um 100m später doch wieder auf die Hauptstrecke zurückzuwechseln, wegen Baustelle oder weil ein Kartenfehler mich in die Irre geführt hat. Aber möchte ich mich später noch dran erinnern oder hilft das jemandem (es sei denn um zu lesen dass es anderen ganz genau so geht ;-))?

Ich denke dass Du, würdest Du die Reise wiederholen, ein paar Fehler vermeiden würdest, ganz automatisch. Die Karten vorher besorgen, eventuell länger nach einer Datenkarte suchen oder diese eben vor Ort kaufen, und bei Problemen mit rohloffspezifischen Teilen direkt den Händler daheim um ein Ersatzteil kontaktieren - oder es eben doch unterwegs selbst reparieren. Reiseradlern stehen oft die Herzen und Werkstätten offen, man muss sowas durchaus nicht im Freien im Dreck reparieren. Ich hätte mir möglicherweise bei so einem Problem sogar ein Zimmer genommen, wenn ich die Heimwerkerwerkstatt des Vermieters nützen hätte dürfen.

Jedenfalls merke ich, wieviel Mühe Du in den Bericht investiert hast, und werde ihn mir gerne mit anderen Augen nochmals lesen, wenn ich diese Strecke fahren möchte oder ein Rohloff-Schaltseilproblem haben sollte, irgendwann. Zur reinen Unterhaltung waren mir in dem Fall tatsächlich zu viele Details drin.
Danke!

Liebe Grüße
Andreas

Bis dahin fahre ich weiter Kettenschaltung, weil ich die an jeder Ecke repariert kriege, und fahre mit neuer Kette los oder wechsle den Antriebssatz vor der Reise, sollte sie über eine weitere Strecke gehen.
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#1447849 - 01.11.20 09:36 Re: Fahrbericht München - Marseille [Re: Alexander Ausserstorfer]
bep
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Beiträge: 350
Hallo Alexander,
danke für deinen großartigen Reisebericht. Ich fand es faszinierend, wie du die offensichtlich großen Herausforderungen täglicher Unwägbarkeiten gemeistert hast. Mutig, diese Reise doch anzutreten. Danke für die Mühe der Berichterstattung. Die digitale Kommunikation entbehrt ja leider einiger Möglichkeiten kommunikativer Dimensionen wie Mimik, Gestik und Modulation. Umso erfreulicher ist es, daß du dir die Arbeit mit diesem Bericht Unangemessenes Wort entfernt. gemacht hast. Daumen hoch von mir!
Grüße,
Mike

Geändert von Holger (01.11.20 14:41)
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