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#1480536 - 03.10.21 18:21 Frankreich flach und schön?
Stahlarbeiter
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 41
Hey. 2022 Mai/Juni wollen wir ein weiteren Versuch zu einer Frankreich Radreise starten. Nach einer jetzt anstehenden Hüftoperation meiner Lebensgefährtin setzen wir alle Hoffnung auf nächstes Jahr. Wir bevorzugen flache Strecken und sie sollte auch Landschaftlich was bieten. Bei Tagesetappen von 60-80 Km übernachten wir in Hotels/ Pensionen/ Privatzimmern. Die Anreise zum Startort erfolgt mit eigenem PKW und es sollte die Möglichkeit gegeben sein vom Ziel zum Startort mit Öffentlichen Verkehrsmitteln/ Fahrradbus/etc. zurück zukommen.
Ich habe natürlich schon einiges in diesem Forum gelesen, aber das richtige habe ich nicht gefunden. Loire wäre langweilig, Canal de Midi schlecht zu fahren, usw. Gute 2 Wochen haben wir mindestens Zeit und Sprachkenntnisse sind vorhanden. Was würdet ihr Vorschlagen?
Vielen Dank im Voraus,
Stahlarbeiter
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#1480537 - 03.10.21 18:25 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
lufi47
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1810
Hey,
Das Beste aus zwei Welten.

Paris - London mit Abstrcher Bretagne/ Normandie

Gruß
Lutz
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#1480539 - 03.10.21 18:49 Re: Frankreich flach und schön? [Re: lufi47]
kaman
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 172
Ich würde so früh im Jahr in Frankreichs Süden gehen, aber da ist nicht viel mit flach, außer im Rhonetal oder an der Mittelmeerküste.
"Öffentlichen Verkehrsmitteln/ Fahrradbus/etc" sind in Frankreich Fremdworte.
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#1480540 - 03.10.21 18:49 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Deul
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 8326
Ich fand die Loire nicht langweilig. Wir waren schon 2 mal da.
Cycling is an addiction, it can drive you quite insane. It can rule your life as truly as strong whiskey and cocaine.
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#1480541 - 03.10.21 18:53 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13939
Spontan würde ich sagen: Gibt's nicht. Es kann aber sein, dass wir unterschiedliche Vorstellungen von "flach" haben. Welche Strecken / Gegenden außerhalb Frankreichs passen aus eigener Erfahrung zu deinen Wünschen? Ähnlich sieht es bei anderen Adjektiven aus - die Loire finde ich alles andere langweilig.
Gruß
Uli
Es ist echt schlimm - alles muss man selber machen lassen
In Punkto Bescheidenheit bin ich das Juwel unter den Menschen.
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#1480545 - 03.10.21 19:10 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7045
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

In Antwort auf: Stahlarbeiter
Hey. 2022 Mai/Juni wollen wir ein weiteren Versuch zu einer Frankreich Radreise starten. Nach einer jetzt anstehenden Hüftoperation meiner Lebensgefährtin setzen wir alle Hoffnung auf nächstes Jahr. Wir bevorzugen flache Strecken

Durch die Landes. Bordeaux - Biaritz. Flacher gehts nicht. Habe ich mit Kids und Tandem gemacht.
Schön und flach ist zumindest der Teil am Doub des http://radreise-wiki.de/Rhein_-_Loire Eurovelo 6, sind wir mit Kids und Hänger gefahren.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1480546 - 03.10.21 19:12 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Uli]
snoopy-226k
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 836
Ich fand den VelOdyssee sehr schön: https://radreise-wiki.de/V%C3%A9lodyss%C3%A9e
Relativ flach, natürlich trotzdem immer wieder kleine Spitzen drin. Ab St.Nazaire in Richtung Süden aber nie mehr als 30 Höhenmeter an einem Stück.
Wettertechnisch im Frühjahr auch schon sehr brauchbar.
Unser Lebenstraum von Nord nach Süd:
http://www.2RadReise.de
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#1480547 - 03.10.21 19:18 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 16970
Unterwegs in Deutschland

Auf Anhieb fallen mir bei "flach" Flüsse ein (Loire, Rhone, Doubs) und die Landes im Südwesten. Letztere fand ich ziemlich langweilig, flach und Wald (ich war allerdings als Kind da, ggf. sind meine Eindrücke etwas verwischt und geprägt von der Freude auf das Meer. Die Atlantikküste fand ich großartig. Allerdings gibt's da keine schöne Küstenstraße. Relativ flach ist auch die Mittelmeerküste zwischen Camargue und den Pyrenäen. Im Sommer ziemlich voll, Mai/Juni kann noch erträglich sein. Die Loire bin ich zwar noch nicht gefahren, kenne aber einige Städte. Langweilig ist sie für mich glaube ich nicht

Tatsächlich ist aber die Frage, was für Euch "flach" ist. Und was "landschaftlich was bieten" bedeutet...
Futterfahrt durch Deutschland: http://les21lacets.de/blog/
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#1480548 - 03.10.21 19:21 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Axurit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2685
Hallo,

auch in Süd(west)frankreich findet man eher flache Strecken, aber man muss dafür eine recht lange Anreise in Kauf nehmen. Beispiel: Start in Figeac, am Celé entlang zum Lot-Tal und in diesem bis zur Mündung des Lot in die Garonne bei Aiguillon. Dann am Canal des deux mers/Canal du Midi entlang bis Avignonet-Lauragais (danach beginnt der schlechte Teil des Wegs). Das sind erst 400 km, also keine 2 Wochen? Dann nimmt man in Cahors den Zug nach Souillac, fährt von dort an der Dordogne entlang nach Bordeaux und von dort am Canal weiter. Rückfahrt mit dem Zug nach Figeac sollte vom Canal du Midi aus in einem guten halben Tag machbar sein, mit einmal Umsteigen in Toulouse. Mit Zugtransfer lässt sich auch Albi-Castres-Revel-Canal du Midi einbauen, ziemlich flach und verkehrsarm.

Wenn euch dafür die Anfahrt zu weit ist, dann wäre der Eurovelo 6 ab Basel/Mulhouse eine Alternative. Entweder den EV6 soweit ihr kommt bis zur Loire, oder ab Chalon-sur-Saône nach Süden bis Valence. Von dort an der Isère entlang nach Grenoble und weiter nach Annecy. Rückfahrt mit dem Zug über Genf nach Basel.

Grüße
Rainer

Geändert von Axurit (03.10.21 19:21)
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Off-topic #1480553 - 03.10.21 19:38 Re: Frankreich flach und schön? [Re: kaman]
Axurit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2685
In Antwort auf: kaman
"Öffentlichen Verkehrsmitteln/ Fahrradbus/etc" sind in Frankreich Fremdworte.
Das kann man so pauschal nicht sagen. Natürlich gibt es nicht in jeder Kleinstadt einen Bahnhof, aber in den bisher in die Runde geworfenen Regionen sieht es so düster nicht aus. Beispiele für Start- und Zielorte, die einfach mit dem Zug zu erreichen sind, habe ich in meinem vorigen Beitrag ja schon genannt.

Man bemüht sich auch in vielen Regionen, das Zug- und Busnetz enger miteinander zu verbinden und so Lücken zu schließen. Dabei ist auf immer mehr Buslinien Fahrradmitnahme möglich, ganz offiziell und nicht nur, wie schon immer, abhängig von dem meist vorhandenen guten Willen des Fahrers.
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#1480556 - 03.10.21 19:50 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Axurit]
Stahlarbeiter
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 41
Erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Bis jetzt haben wir Elberadweg, Mosel-Saar-Lothringen (Straßburg), Neckarradweg, Mainradweg, Havelradweg, Weserradweg, Ostseeküstenradweg, Nordseeküstenradweg, Mönchsradweg, Hase/Emsradweg, Berlin - Usedom gemacht.
Das meinen wir mit flach. Unterkünfte haben wir meistens mittags für den Abend gebucht. Bikeline dafür genutzt. Von der Resezeit sind wir flexibel. Nur die Schulferien meiden wir. Ich kenne keine Radwege in Frankreich, mein Wissen habe ich aus diesem Forum. Ich hatte auch die Loire favorisiert, habe aber unterschiedliches dazu gelesen.
Stahlarbeiter
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#1480561 - 03.10.21 20:29 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Fricka
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3513
Was hast du denn Ungünstiges über die Loire gelesen?
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#1480566 - 03.10.21 22:14 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Fricka]
Stahlarbeiter
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 41
Angeblich eine ziemlich einseitige Landschaft. Hatte mich auch überrascht.
Stahlarbeiter
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#1480568 - 03.10.21 22:40 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
M.B
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 166
Moin.

Also wenn euch der Nordseeküsten Weg gut gefallen hat, dann wird die loire ein Traum.
Nordsee heißt ja Deichschauen über weite Strecken.
Das ist nun Landschaftlich nicht so der Wahnsinn.

MFG

M.B
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Off-topic #1480572 - 04.10.21 06:12 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
rolf7977
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 1320
In Antwort auf: Stahlarbeiter
Angeblich eine ziemlich einseitige Landschaft. Hatte mich auch überrascht.
Stahlarbeiter


Ich meine, dass man sich auf diese Art viele Radwege, speziell die an Flüssen, schlecht reden kann. Beispiele: Moselradweg, 250 km nur Weinberge, Elberadweg lange am Deich, Weserradweg genauso, Rhone auch... Trotzdem fahren da viele Leute lang. Und viele sind davon begeistert. Wir versuchen immer, uns auf die kleinen Dinge am Wegesrand einzulassen. Dann können auch solche Radwege Spaß machen. Tun sie dann fast immer auch.

Rolf
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#1480573 - 04.10.21 06:53 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 16970
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: Stahlarbeiter
Angeblich eine ziemlich einseitige Landschaft. Hatte mich auch überrascht.
Stahlarbeiter

Tja, auf der einen Seite Landschaft, auf der anderen Seite Fluss grins

Im Ernst - subjektive Empfindungen sind eben genau das, subjektiv. Was dem einen gefällt, findet die andere sterbenslangweilig. Da muss man halt herausbekommen, warum jemand etwas toll oder nicht so toll findet ... oder es einfach ausprobieren.
Futterfahrt durch Deutschland: http://les21lacets.de/blog/
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#1480581 - 04.10.21 09:08 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13939
Wenn die genannten Radwege euch gepasst haben, dann bleiben in Frankreich quasi auch nur Strecken entlang der größeren Flüsse und der Südwesten übrig. Schau dir (nochmal?) Reiseberichte zu den hier schon genannten Wegen / Gegenden an. Ein Hinweis noch: Eine Infrastruktur, wie ihr es von hierzulande gewohnt seid (Ausschilderung, Radwege, bikeline, ...), werdet ihr in Frankreich selten in dieser Ausprägung finden. Wenn euch das wichtig ist, dann habt ihr euch vermutlich schon auf Loire und/oder EV6 fixiert.
Gruß
Uli

P.S.: Ich schätze, wir werden uns auch noch über die An-/Rückreise unterhalten ...
Es ist echt schlimm - alles muss man selber machen lassen
In Punkto Bescheidenheit bin ich das Juwel unter den Menschen.
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#1480584 - 04.10.21 09:11 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Axurit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2685
In Antwort auf: Stahlarbeiter
Ich hatte auch die Loire favorisiert, habe aber unterschiedliches dazu gelesen.
Ich würde nicht allzuviel auf die Einschätzung einzelner Foristen geben. Ich habe auch schon im Zusammenhang mit Loire und Canal und Midi von "langweilig" und "eintönig" gesprochen. Trotzdem bin ich dort schon mehrfach gefahren. Ähnlich ist es mit dem Rhonetal, das ich weit weniger langweilig, verkehrsbelastet und zugebaut empfinde, als es hier meist geschildert wird. Und wenn ihr wenig Frankreicherfahrung habt, werdet ihr ohnehin mit allen bisher ins Spiel gebrachten Strecken glücklich werden.

Wenn ihr gerne durchgehend ausgeschilderte Fernradwege fahrt, dann würde ich, neben den von mir schon erwähnten, diese Strecken ins Auge fassen: von Chalon nach Nantes (EV6), von Basel nach Le Grau-du-Roi (EV6, ViaRhona), Genf/Annecy nach Narbonne (V62/V63/ViaRhona/EV8). Das sind jeweils 700 bis 800km.

Bei diesen Strecken gewinnt das Thema Rückfahrt zum Startpunkt besonderes Gewicht, das man frühzeitig klären sollte. Für solche Strecken gibt es mit dem Regionalzug oft gar keine oder nur eine einzige Verbindung am Tag, und dann auch nur mit drei oder vier mal Umsteigen. Fernzüge mit Radmitnahme gibt es, aber nicht überall und man sollte rechtzeitig buchen.
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#1480589 - 04.10.21 09:44 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Uli]
Axurit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2685
In Antwort auf: Uli
Eine Infrastruktur, wie ihr es von hierzulande gewohnt seid (Ausschilderung, Radwege, bikeline, ...), werdet ihr in Frankreich selten in dieser Ausprägung finden.
Ich bin dieses Jahr einige Abschnitte gefahren, die ich auch schon vor ein paar Jahren gefahren bin, und war überrascht, wie sich das verbessert hat, zumindest was die Ausschilderung und teilweise auch den Ausbau der Wege betrifft. So ist entlang des Lot zwischen Mende und Cahors durchgehend eine Véloroute ausgeschildert, die zwar überwiegend über Straßen mit motorisiertem Verkehr führt, ab und zu auch mal hoch aus dem Tal heraus, aber auch immer wieder mal auch über neu gebaute bzw. ausgebaute Radwege am Fluss. Auch anderswo gibt es gut ausgeschilderte Véloroutes, die zwar oft nur mit einer Vxx-Nummer versehen sind, aber auf den üblichen Planungshilfen wie waymarkedtrails.org und af3v.org aufgeführt sind und auch von Routern berücksichtigt werden, sofern das konfiguriert ist. Beispiele dafür: die V62 und die V63 in Savoyen, aber auch die V87 entlang dem Aveyron.
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#1480594 - 04.10.21 10:21 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 16587
In Antwort auf: Stahlarbeiter
Angeblich eine ziemlich einseitige Landschaft. Hatte mich auch überrascht.
Stahlarbeiter


Das was ich bisher von der Loire gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen und die Landschaft kam mir weit weniger eintönig vor als manche sehr bekannten Flussradwege. Für mich war das eine angenehme Überraschung, vorher habe ich die Loire auch eher skeptisch gesehen. Disclaimer: ich kenne sie größtenteils nur aus dem Auto, da wir zweimal hintereinander bei dem Versuch dort Rad zu fahren Pech hatten (einmal Rahmenbruch, einmal Krankheit). Und ich finde Schlösser und Gärten sehr interessant, d.h. wir haben einige angeschaut.
Weiterer Disclaimer: es ist schon schwierig genug, von sich selbst zu wissen, was einem vermutlich gefallen wird, das bei jemand anders vorherzusagen ist fast unmöglich.

Was die Beschilderung und den Ausbau angeht: da stimme ich Rainer zu, das hat sich in den letzten Jahren verbessert. Wenn die Franzosen einen Weg ausbauen, machen sies richtig. In der Normandie sind wir an einem frisch gemachten Rastplatz vorbeigekommen, auf dem mehrere Apfelbäume mit regionalen Apfelsorten gepflanzt worden waren, ganz explizit mit der Idee, dass im Herbst vorbeikommende Radfahrer die Äpfel essen dürfen. Das war vor zweieinhalb Jahren, vielleicht hängen diesen Herbst schon die ersten Äpfel drauf. Das war übrigens eine alte Bahnlinie, von denen es z.B. in der Bretagne ein ganzes Netz gibt. Leider ist die Bretagne außerhalb dieser Bahnlinien nicht im geringsten flach.
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#1480600 - 04.10.21 12:30 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Martina]
Stahlarbeiter
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 41
Danke, Danke. Ich muss die ganzen Informationen erstmal einordnen. Wir fahren immer gerne in Richtung Meer, egal was empfohlen wurde. An der Elbe hatten wir von Dresden bis Cuxhaven keinen oder Rückenwind. Ganz anders als beschrieben. In Deutschland nehme ich meistens einen größeren Mietwagenkombi oneway zum Start. Das gleiche vom Ziel nach Hause. Ist meistens nicht teurer als Bahn und viiiiel entspannter. Geht sowas innerhalb Frankreich wohl auch?
Stahlarbeiter
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#1480603 - 04.10.21 12:53 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 16970
Unterwegs in Deutschland

Grenzüberschreitend ist das dann wahrscheinlich doch deutlich teurer als die Bahn. Im Land weiß ich nicht - aber ich glaube, die Option Anreise mit dem PKW und dann Rückreise vom Meer zum PKW mit Bahn. Das ist auch in Frankreich machbar.

Statistisch ist die Gegenwindchance bei der Loire natürlich meerwärts höher als umgekehrt. Aber eben, man kann auch Glück haben. Ich bin mal mit dem Rad von Frankfurt nach Paris gefahren - und bekam auch häufig den Tipp zu hören, mach das andersrum, Du hast sonst nur Gegenwind. Und was war? Untypische Wetterlage mit 4 Tagen Ostwind. Ich möchte ein schönes Ziel. Und daheim ist für mich kein schönes Ziel.

Richtig unerträglich ist ein möglicher Gegenwind dann ja auch nicht zwingend. Okay, im Rhonetal würde ich niemals gegen den Mistral anradeln wollen...
Futterfahrt durch Deutschland: http://les21lacets.de/blog/
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#1480606 - 04.10.21 13:31 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Martina
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 16587
Europcar ist eine französische Firma, gibt es in Frankreich fast überall. Wir haben da schon mehrfach Oneway Autos gemietet, Rückgabe entweder in Strassbourg (für uns die nächste gut erreichbare Stadt in Frankreich) oder einmal in Stuttgart. Warum es dieses eine Mal grenzüberschreitend praktisch nicht teurer war, kann ich auch nicht sagen, ggf. weil es Anfang Oktober war und viele Autos aus dem Süden in Richtung Norden gebracht werden sollten. Seitdem ist es uns nicht mehr gelungen, ein ähnlich günstiges grenzüberschreitendes Angebot zu bekommen, aber für uns funktioniert es auch, nach Hause zu fahren, dort das Gepäck abzuladen und das Auto am nächsten Tag nach Strassbourg zu bringen. Ohne Gepäck und Rad fährt es sich auch problemlos von dort aus mit der Bahn nach Hause.

Vorherige Recherche im Internet bei den nächstgelegenen Verleihstationen mit mehreren gewünschten Terminen und Rückgabeorten kann einiges bringen, wir haben einmal sehr selbstverständlich die nächste größere Stadt probiert, bis wir bemerkt haben, dass es in einem recht kleinen Ort in die andere Richtung auch eine Station gibt, wo die Miete deutlich günstiger ist. Wenn einem etwas zusagt, einfach gleich reservieren und dann in Ruhe abholen.

Martina
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#1480608 - 04.10.21 13:34 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Axurit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2685
In Antwort auf: Stahlarbeiter
Geht sowas innerhalb Frankreich wohl auch?
Geht auch, ist aber meiner Erfahrung nach um einiges teurer als in Deutschland, wie so manches andere und aus unerfindlichen Gründen. Schau einfach mal bei den großen Vermietern nach. Früher habe ich sowas über einen Mietwagenvermittler, z.B. AutoEurope, gemacht. Dort gab es immer die günstigsten Gesamtpreise inklusive Vollkasko ohne Selbstbeteiligung.
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#1480610 - 04.10.21 14:01 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Axurit]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 13044
In Antwort auf: Axurit
In Antwort auf: Stahlarbeiter
Geht sowas innerhalb Frankreich wohl auch?
Geht auch, ist aber meiner Erfahrung nach um einiges teurer als in Deutschland.
Mir wurde bei Europcar vor einigen Jahren gesagt, dass die Elsässer in Deutschland mieten weil es hier billiger ist. Bei unserer Einwegmiete nach Frankreich war es viermal so teuer wie der Zug von Köln und die Rückgabe in einem kleinen Ort war noch mal 100 € teurer als im großen Bordeaux. Kurzfristig hatten die Franzosen den TGV auf Duplex ohne Fahrradmitnahme umgestellt.
------------------------
Grüsse
Stephan
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#1480617 - 04.10.21 15:21 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
Uli aus dem Saarland
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 383
In Antwort auf: Stahlarbeiter
In Deutschland nehme ich meistens einen größeren Mietwagenkombi oneway zum Start. Das gleiche vom Ziel nach Hause. Ist meistens nicht teurer als Bahn und viiiiel entspannter. Geht sowas innerhalb Frankreich wohl auch?
Stahlarbeiter


Klar geht das in F auch. Wir haben das die letzten 4 Jahre eigentlich immer so praktiziert: Mit dem eigenen Auto zum Start-Ort in F und dann mit dem Mietwagen vom Zielort zurück zum Start. Ein Auto der Golf-Klasse reicht, da kriegt man 2 Räder+Gepäck gut rein, wenn man die Laufräder ausbaut.
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#1480640 - 04.10.21 21:30 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 16122
Schöne Radrouten von flach bis nur schwach hügleig kann man im Elsass fahren. Am Vogesenrand ist auch recht schön und in manche Bergtäler kann man auch noch ganz gut ohne größere Steigungen reinfahren (Bruche-Tal, unteres Munstertal, nach Kaysersberg usw.). Flach ist ja selten flach - insofern ist die Frage eher, wieviel Hügel erlaubt sind. Mir wurde schon der Donauradweg als mittelschwere Mittelgebirgsstrecke verkauft.

Wird seltsamerweise selten empfohlen, lohnt aber eine Tour, vor allem jenseits der Hauptsaison: Die Côte d'Azur. Wirklich unschöne Abschnitte hat man eher nur westlich von Nizza, Cannes finde nicht sehr gelungen. Bereits Antibes bietet viele schöne Seite. Am Esterel-Gebirge kann man auf der Küstenstraße steigungsarm vorbeifahren und ist nicht mal so dicht befahren. Ich glaube, bis Toulon geht weitgehend flach und auch gute Zuganbindung, Richtung Marseille ist hingegen schon bergig.

Im Hinterland gibt es auch da und dort immer wieder längere Strecken mit flachen Route - so auch durch die Provence (auch Bahntrassenroute bei Apt), interessant auch mit südlicher Rhone und Camargue verbunden.

Eine alpine Facette, selten als Flussroute diskutiert: Von Briançon (Bahnhof) aus der Durance abwärts erfolgen. Die Attraktionen und die Landschaft an dem Fluss werden offensichtlich unterschätzt, die Pässefahrer beschränken sich auf die Route des Grandes Alpes. Im Bereich Embrun gibt es eher schwache Steigungen, im Bereich des Serre-Ponçon kommt man an einem stärkeren Anstieg nicht ganz vorbei - egal welche Seite. Flachere Auswege gäbe es ggf. über Gap oder man überbrückt einen Bereich mit der Bahn.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1480659 - 05.10.21 02:53 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Stahlarbeiter]
cyclerps
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3996
Der EV 6 als auch der EV 17 ist abwechslungsreich und überhaupt nicht langweilig. Wenn ihr etwas mit Kultur am Hut habt und den Blick fürs Schöne habt werdet ihr das genießen. Wobei mir der EV6 einen Tick besser gefallen hat.
Entlang der Küste am Mittelmeer (zwischen der Camargue und Agde) hätte ich besser den Zug genommen. Danach wirds wieder besser.
Den Canal de deux mers von Agde bis Capestang empfehle ich Dir auf keinem Fall. Furchtbar und nur mit streckenweise Asphalt.
Hach wers mal braucht ab Genf. Aber ich würde den EV17 nun ab Lyon beginnen.
Zur Rückfahrt würde ich auf jeden Fall einen Leihwagen nehmen.

Wenns Heimat nah sein soll gehts aber auch an der Grenze ganz gut entlang und prima wieder nach Hause. Dann könnt ihr mit dem Zug da hinten ins Saarland fahren. Von dort über Saar-Kohle Kanal bis Gondrexange und weiter über Saverne, Strasbourg bis Mulhausen und Basel.
Die Heimfahrt ist dann wirklich kein Problem. Aber Achtung, das Elsass hat einige Hügelchen (die man aber auch umkurven kann).
Gruss
Markus
Forza Victoria !

When nothing goes right -> go left!
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#1480706 - 05.10.21 12:31 Re: Frankreich flach und schön? [Re: cyclerps]
Holger
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 16970
Unterwegs in Deutschland

In Antwort auf: cyclerps
[…]Entlang der Küste am Mittelmeer (zwischen der Camargue und Agde) hätte ich besser den Zug genommen. Danach wirds wieder besser.[…]

Bis Sète d'accord. Zwischen Sète und Agde fand ich es am Meer ziemlich schön, weil man da ziemlich direkt am Meer ist, was ja sonst eher selten der Fall ist - und weil es unbebaut ist. Zwischen Camargue und Sète kann man auch etwas weiter im Landesinnern fahren, ggf. sogar am Rand der Cevennen, dort etwas hügeliger, aber ziemlich schön. Und wenn man auf architektonische Leckerbissen steht, sollte man natürlich schon La Grande Motte einen Besuch abstatten grins
In Antwort auf: cyclerps
[…]Zur Rückfahrt würde ich auf jeden Fall einen Leihwagen nehmen.[…]

Wenn es nur bis Lyon geht, gibt es recht gute TER-Verbindungen aus dem Süden, die sind machbar. Und wenn man früh weiß, wann man fährt, klappt auch TGV ganz gut. Man muss halt früh reservierne.
Futterfahrt durch Deutschland: http://les21lacets.de/blog/
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#1480716 - 05.10.21 13:37 Re: Frankreich flach und schön? [Re: Holger]
kaman
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 172
Ich würde mich in Frankreich nicht so sehr auf ausgeschilderte Radwege beschränken. Da ist man zu sehr eingeschränkt und verpasst auch einiges. Ein Bahntrassenradweg z.B ist ja schön zum fahren, aber sehen tut man oft nicht viel. Wenn man in F die Hauptverkehrsstraßen meidet, ist man oft sehr einsam auf Nebenstraßen unterwegs. Das wird dann evtl. bergiger, aber wenn man die Etappenlänge anpasst ist das nicht so schlimm. Ich fand die langen Passstraßen in F angenehmer als die gemeinen kürzeren Steigungen auf deutschen Flussradwegen.
Wenn ihr euch eine Rundtour bastellt, braucht ihr keinen Mietwagen. Kurze Abschnitte entlang von Bahnlinien könnt ihr ja mit der TER überbrücken.
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