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#1503151 - 01.07.22 20:43 Was haltet ihr von TUNE Naben?
bezel
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1385
Hallo!

Für einen zweiten Laufradsatz bin ich gerade auf der Suche nach geeigneten Naben.
Wichtig ist mir, neben der Zuverlässigkeit/Belastbarkeit, das Gewicht.

Die tune ClimbHill / KillHill (ehemals KingKong) sind ziemliche Leichtgewichte - aber zu welchem Preis? Gabs bei diesen Naben nicht immer wieder Probleme, wie zB ausgerissener Flansch?

Was meint ihr?
Habt ihr Erfahrungen mit tune Naben gemacht? Sind sie zu empfehlen?

Freue mich über jeden Hinweis! Vielen, vielen Dank!
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#1503161 - 01.07.22 21:26 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7379
Unterwegs in Britisches Territorium im Indischen Ozean

Habe KINGKONG im HR aber noch nicht gefahren. Schlechtes P L verhaeltnis.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet
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#1503162 - 01.07.22 21:41 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
elflobert
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 376
die Dinger sind wirklich sehr leicht und made in Germany. Zumindest habe ich das irgendwo gelesen. Ob es auch für die "günstigen" Serien gilt, weiß ich nicht.

Für meinen Geschmack sind sie dennoch zu teuer, bzw. mir wäre das Grammeinsammeln nicht so viel Geld wert.

Toll und relativ leicht finde ich die DT Swiss 350. Ein großer Vorteil ist auch ihre Flexibilität / Umrüstbarkeit. Und ich mag den stirnverzahnten Freilauf sehr.

Ansonsten sind die Novatec-Naben vermutlich im Preis-zu-Gewicht-Verhältnis unschlagbar.

Naben von Phil Wood und White Industries gelten als extrem haltbar und sind auch was fürs Auge, aber die sind sehr teuer und dennoch relativ schwer.
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#1503173 - 01.07.22 22:17 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6233
Sorry, da fragst du im falschen Forum nach.

Hier sind kein Gramm aber dafür eher Pfennigfuchser unterwegs.

Für ein Reiserad halte ich sie aber auch eher ungeeignet. Hatte an einer Kong auch schon einen Flanschbruch. Aber dafür sind sie kulant, für 50 Euro (war aus der Garantie) gab es eine neue.

Im Moment fahre ich Princes/Prince, die haben ja Straightpull und für die gibt es auch nur den Ekarfreilauf
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#1503179 - 01.07.22 23:33 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4734
In Antwort auf: bezel
... Was meint ihr?
Habt ihr Erfahrungen mit tune Naben gemacht? Sind sie zu empfehlen?...
die verschiedenen TUNE-Naben dürften auf einer gemeinsamen Teilefamilie basieren. Fahre davon den Singlespeeder seit 5 Jahren/36tkm an einem Pinion-Rad (und auch Vorbau, Lenker und Sattelstützen). Gewicht sehr niedrig, Qualität und Funktion sehr gut, Preis mit Zerlegewerkzeug sehr hoch. Würde das Teil also immer wieder kaufen, aber es ist leider aus dem Programm genommen. Empfehlen: Nicht für die in diesem Forum üblichen Schwerlastfahrer und Möbelpacker. Es sind edle Leichtbaunaben für leichte Räder mit leichten Leuten drauf und ohne Mitnahme des Hausstandes. Dafür optimal, sonst einfach vergessen.
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#1503263 - 02.07.22 19:29 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: AndreMQ]
Jaffa
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 55
Ich habe an meinem Race MTB alle möglichen Tune-Teile verbaut. Mit der Tune King-Nabe (nur vorne, hinten Rohloff) bin ich sehr zufrieden. Wunderbar leichtläufig. Die Zufriedenheit gilt allerdings nicht für alle Tune-Teile. So ist mir der Tune Rolff - Rohloff-Drehgiff nach 3 Jahren ausgerissen und bei meiner Kurbel (Smart Foot) war das Gewinde total schief geschnitten.

Gruß
Etti

Geändert von Jaffa (02.07.22 19:30)
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#1503322 - 03.07.22 14:24 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Sickgirl]
bezel
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1385
In Antwort auf: Sickgirl
Sorry, da fragst du im falschen Forum nach.

Hier sind kein Gramm aber dafür eher Pfennigfuchser unterwegs.

Für ein Reiserad halte ich sie aber auch eher ungeeignet. Hatte an einer Kong auch schon einen Flanschbruch. Aber dafür sind sie kulant, für 50 Euro (war aus der Garantie) gab es eine neue.

Im Moment fahre ich Princes/Prince, die haben ja Straightpull und für die gibt es auch nur den Ekarfreilauf

Ja, der Preis soll erstmal eine untergeordnete Rolle spielen.

Aber je mehr ich nach Erfahrungen im Internet hinsichtlich der tune Naben suche, umso unsicherer werde ich - es scheint damit doch immer wieder Probleme zu geben. Kann, muss nicht - aber wenn man nicht auf der Straße unterwegs ist und mehr als 65kg wiegt, dann ist mir das mit den tune vielleicht doch etwas zu heikel.
Zulässiges Systemgewicht lt tune Seite zwischen 100 un 115kg.... Vielleicht etwas knapp.

Alternativ bleiben "nur" die auch sehr leichten DT240EXP - leider mit nicht so tollem roten Design und "eierndem" Zahnscheiben-Freilaufgeräusch.
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#1503324 - 03.07.22 14:49 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
iassu
Mitglied
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 23868
In Antwort auf: bezel
Alternativ bleiben "nur" die auch sehr leichten DT240EXP - leider mit nicht so tollem roten Design und "eierndem" Zahnscheiben-Freilaufgeräusch.
Vor 20 Jahren gab es eine ganze Reihe von Kleinstherstellern, die auch Naben anboten, die irgendwie hipper oder farbiger oder toller als der Shimanoeinheitsbrei sein wollten. Daß es tune noch gibt, spricht für sie, aber mich wundert es auch. Denn ich habe den Eindruck, daß diese Art von Produkten zur Vergangenheit gehört - leider. Die Käuferschicht hat sich homöopathisiert, spätestens mit der Elektrifizierung sind highend Produkte uninteressant geworden. Heute posiert man mit anderem. Außerdem finde ich Naben nun nicht das Allerrelevanteste, wenn es um Tuning geht.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#1503341 - 03.07.22 20:47 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
Lampang
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 97
Rote Naben in guter Qualität gibt's von Hope aus England. Viele Achs-und Freilaufvarianten. Ersatzteilversorgung gut. Kein Ratchet-Freilauf und im Moment wohl längere Lieferzeiten.
Die neuen DT EXP Freiläufe haben anfangs häufig Probleme gemacht.
Bin mit meinen (roten) Hope Naben und Bremsen sehr zufrieden.

Roland
keep the wheels rolin'
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#1503356 - 04.07.22 05:34 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Lampang]
Sickgirl
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 6233
Nicht nur in rot gibt es die
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#1503358 - 04.07.22 07:06 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: iassu]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4734
In Antwort auf: iassu
....Vor 20 Jahren gab es eine ganze Reihe von Kleinstherstellern, die auch Naben anboten, die irgendwie hipper oder farbiger oder toller als der Shimanoeinheitsbrei sein wollten. Daß es tune noch gibt, spricht für sie, aber mich wundert es auch. Denn ich habe den Eindruck, daß diese Art von Produkten zur Vergangenheit gehört - leider. Die Käuferschicht hat sich homöopathisiert, spätestens mit der Elektrifizierung sind highend Produkte uninteressant geworden. Heute posiert man mit anderem. Außerdem finde ich Naben nun nicht das Allerrelevanteste, wenn es um Tuning geht.
Sehe ich nicht so. Diese Teile waren immer nur für eine kleine Nische da - deshalb ein so hoher CNC-Bearbeitungsanteil - und genau so etwas bleibt. Gerade weil die Elektrifizierung den Mainstream verschiebt. Z.B verschiebt Schwalbe sein Spektrum Zug um Zug in Richtung schwerer Lastwagenreifen. Als jahrzehntelanger Schwalbe-Kunde wird man wohl wechseln müssen.
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#1503569 - 05.07.22 21:27 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: panta-rhei]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14254
Hallo,

In Antwort auf: panta-rhei
Habe KINGKONG im HR aber noch nicht gefahren. Schlechtes P L verhaeltnis.


Ich bin anderer Ansicht. Wo bekommt man das Gewicht zu dem Preis?

Zum Thema: Ich fahre mehrere Tune-Naben ohne Probleme. Vor allem hinten, vorne ist ja bei den meisten Rädern ein SON. Meiner Meinung nach sind Tune-Teile auch recht robust. Etwas aufpassen muss man natürlich bei der Skyline-Serie. Die Lager kann man übrigens selbst wechseln.

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh

Geändert von Andreas (05.07.22 21:28)
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#1503579 - 06.07.22 00:26 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Andreas]
Machinist
Gewerblicher Teilnehmer Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 2315
In Antwort auf: Andreas

Ich bin anderer Ansicht. Wo bekommt man das Gewicht zu dem Preis?


Gäbe es bei Extralite.

Ansonsten eben wie schon erwähnt: DT Swiss 240 s, die alten Versionen waren sehr gut, bei den Neuen hört man soll es ja immer mal wieder Probleme geben.
Etwas schwerer und genauso gut ist die 350.

Oder Hope, robust aber auch bei höherem Gewicht. Die machen fast Alles selber und lassen nicht in Asien fertigen. Reichlich Farbauswahl und unterschiedliche Varianten und Achsstandards möglich.
Der Mensch ist umso reicher je mehr Dinge er liegen lassen kann.

Geändert von Machinist (06.07.22 00:27)
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#1503661 - 06.07.22 20:21 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Machinist]
uwe&margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 466
Hatte gestern in meinem Reiserad , mit tune Hinterradnabe 36 Loch, kein kLeichtbau einen fatalen Schaden. Lies sich von einer Kurbelumdrehung zur nächsten ohne irgendwelche Ankündigung nach vorne ohne Druck durchdrehen, im Stand.
ca. 7000 km gelaufen, 2 Jahre. Kompletter Ärger, Tourabbruch, etc.. Frust.
Fahre seit 30 Jahren Hadley Naben.. viele , viele km , mit und ohne Gepäck, nie, nie ein Problem, weder vorne noch hinten. Meisterklasse.
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#1503676 - 06.07.22 22:28 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
Sklodowska226
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 148
In Antwort auf: bezel
Hallo!

Für einen zweiten Laufradsatz bin ich gerade auf der Suche nach geeigneten Naben.
Wichtig ist mir, neben der Zuverlässigkeit/Belastbarkeit, das Gewicht.
[...]
Was meint ihr?
[...]
Freue mich über jeden Hinweis!

Wenn Dir das Laufradgewicht wichtig ist, würde ich eher an Nippeln, Felgen und Bereifung sparen. Da merkt man noch ab und zu was davon, weil die Kreiselkräfte effektiver sinken, wenn das Gewicht bei großen Radii gespart wird. Alunippel sind außerdem schön kompatibel mit so vielen Standards, und dazu noch günstig weil Massenware. Plus Redundanz: Nippel sind schnell und billig ausgetauscht, wenn mal einer kaputt geht. Wenn mal ein Loch im Nabenflansch ausreißt, ist die ganze Nabe hin, Du bist mindestens den Preis einer Nabe und die Zeit des Umspeichens ärmer.

Leichte und einigermaßen zuverlässige Naben sind wahrscheinlich die DTswiss 240er. Vermutlich schlechter gedichtet als 350er, aber leichter.
Viele Grüße!
Nicolas

Geändert von Sklodowska226 (06.07.22 22:30)
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#1503678 - 06.07.22 23:23 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Sklodowska226]
AndreMQ
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abwesend abwesend
Beiträge: 4734
Wenn man Gewicht sparen will, muss man wirklich alle Teile angehen, nur dann bringt man in Summe etwas spürbares zusammen. Ganz grobe Regel: 1kg Einsparung sind 1000€. Das muss man in die Mehrpreise solcher Leichtbauteile stecken und dann wird es auch etwas. Das ist möglich, wenn "normale Räder" für ein zu hohes Systemgewicht ausgelegt sind, was man aber nicht braucht und genau deshalb reduziert. In irgendein übergewichtiges Stahlrad eine Leichtbaunabe zu basteln, hat keinen Effekt. Auslegung auf geringes Systemgewicht und damit Leichtbau fängt am Rahmen an und durchzieht dann jedes Teil. Es gibt da immer schmerzliche Ausnahmen, z.B. den sackschweren Brooks-Sattel, weil alles andere halt nicht fahrbar ist. Oder eben keine Kettenschaltung, sondern einen Getriebeklotz wie Pinion. Solche Ausnahmen müssen dann andere Teile kompensieren, was teuer ist. Zuverlässig ist alles, was nicht überlastet und einigermaßen gepflegt wird.
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#1503679 - 06.07.22 23:37 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: AndreMQ]
iassu
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Beiträge: 23868
In Antwort auf: AndreMQ
Wenn man Gewicht sparen will, muss man wirklich alle Teile angehen, nur dann bringt man in Summe etwas spürbares zusammen.....In irgendein übergewichtiges Stahlrad eine Leichtbaunabe zu basteln, hat keinen Effekt....Es gibt da immer schmerzliche Ausnahmen, z.B. den sackschweren Brooks-Sattel, weil alles andere halt nicht fahrbar ist. Oder eben keine Kettenschaltung, sondern einen Getriebeklotz wie Pinion. Solche Ausnahmen müssen dann andere Teile kompensieren, was teuer ist.
Ich finde das etwas widersprüchlich.
Gruß Andreas
Onkel Ju 2
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#1503682 - 06.07.22 23:46 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: uwe&margit]
Machinist
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Beiträge: 2315
In Antwort auf: uwe&margit
Hatte gestern in meinem Reiserad , mit tune Hinterradnabe 36 Loch, kein kLeichtbau einen fatalen Schaden. Lies sich von einer Kurbelumdrehung zur nächsten ohne irgendwelche Ankündigung nach vorne ohne Druck durchdrehen, im Stand.
ca. 7000 km gelaufen, 2 Jahre. Kompletter Ärger, Tourabbruch, etc.. Frust.
Fahre seit 30 Jahren Hadley Naben.. viele , viele km , mit und ohne Gepäck, nie, nie ein Problem, weder vorne noch hinten. Meisterklasse.


Das ist sehr ärgerlich.
Tuneteile sind eben echte Leichtbautzeile, ob man das am Reiserad einsetzen möchte sollte man sich gut überlegen. Bei regelmässiger Wartung und "bestimmungsgemässem Einsatz" sind die Dinger sicherlich gut brauchbar.
Wartungsarm, dauerhaft, leicht, das geht nunmal nicht Alles in einem zusammen bzw. wird immer ein Komprommiss sein.
Einen frei drehenden Freilauf hatte ich auch mal an einer Chris King Nabe, bei ca. 3 Grad auf dem Arbeitsweg, 15 km vom Ziel und 20 km von zu Hause ohne Bahnanbindung.

@AndreMQ
Stahl am Rahmen heisst nicht unbedingt automatisch Schwergewicht, und ein Pinion-Klotz bringt ein Vielfaches mehr an Zusatzgewicht im Vergleich zur Kettenschaltung als ein Stahlrahmen gegenüber einem vergleichbaren Alurahmen auf die Waage bringt.
Der Mensch ist umso reicher je mehr Dinge er liegen lassen kann.
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#1503686 - 07.07.22 06:47 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Sklodowska226]
bezel
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Themenersteller
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Beiträge: 1385
In Antwort auf: Sklodowska226

Wenn Dir das Laufradgewicht wichtig ist, würde ich eher an Nippeln, Felgen und Bereifung sparen. Da merkt man noch ab und zu was davon, weil die Kreiselkräfte effektiver sinken, wenn das Gewicht bei großen Radii gespart wird. Alunippel sind außerdem schön kompatibel mit so vielen Standards, und dazu noch günstig weil Massenware. Plus Redundanz: Nippel sind schnell und billig ausgetauscht, wenn mal einer kaputt geht. Wenn mal ein Loch im Nabenflansch ausreißt, ist die ganze Nabe hin, Du bist mindestens den Preis einer Nabe und die Zeit des Umspeichens ärmer.

Leichte und einigermaßen zuverlässige Naben sind wahrscheinlich die DTswiss 240er. Vermutlich schlechter gedichtet als 350er, aber leichter.

Das größte Einsparpotential, was das Gewicht betrifft, hat man sicher bei den Reifen - hier sollte man als allerstes anfangen, gut dass du das ansprichst.
Was die Nippel betrifft: die 40g Mehrgewicht von Messingnippel nehme ich für die Vorteile solcher gerne in Kauf. Kann mir auch kaum vorstellen, dass man 40,50g beim Fahren wirklich merkt.

Zur 240er Nabe von DT Swiss - man hört eigentlich nur Gutes, ausser, dass die roten decals nicht entfernbar sind und dem unrunden Zahnscheiben-Freilaufsound.
Manch einer wechselt ja auch die verbauten 36T Zahnscheiben mit 54T, tatsächlich von Vorteil, oder durch die höhere Zahnscheiben/Kerbenanzahl anfälliger?
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#1503687 - 07.07.22 06:59 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: uwe&margit]
Sickgirl
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Beiträge: 6233
Sind die Speerklingen gebrochen?

Die dürfte es ja als Ersatzteile geben
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#1503699 - 07.07.22 08:53 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
AndreMQ
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Beiträge: 4734
Es gibt nicht das größte Einsparpotential. So grobe Faustwerte von "Standardmaterial" auf leichtes Material. Genau muss man es sich für seine konkrete Fuhre Teil für Teil zusammenstellen, was aber leicht möglich ist:
1 x Reifen: -200g
1 x Felge: -200g
1 x Speichen + Nippel: -100g
Vorbau: -50g
Lenker: -150g
Sattelstütze: -100g
1 x Scheibenbremse: -100g
Frontnabe vs. SON: geht 0/0 auf, weil ansonsten Akku-Leuchten fällig werden.
Hecknabe (Frage stellt sich nur bei Pinion oder Kettenschaltung): -150g.
Radschützerbefestigungsmaterial auf leichte, nicht einstellbare Eigenkonstruktion: -300g
Riemens statt Kette: -300g, dafür plus Getriebe minus Kettenschaltungsgedöns +500g.
Sattel: gegen Brooks -300g, wenn man einen fahrbaren findet. Wenn nicht, ist es theoretisch.
Rahmen: Max. -1000g Carbon vs. normalem Stahl, ansonsten ca. 500g Alu- vs. normalem Stahlrahmen
Lenker-Klimbim (Befestigungsgedöns/Adapter/Lenkertaschenhalter/.....und was weiß ich was alles): -500g
......
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#1503709 - 07.07.22 11:08 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Sickgirl]
uwe&margit
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Beiträge: 466
Hallo Sickgirl,
die Naben sind nochin der Garantie und das gesamte Laufrad ist jetzt auf dem Weg nach tune. Ich weiss nicht, was der Defekt ist, werde aber Bereichten, auch wielange des dauert.
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#1503784 - 08.07.22 07:54 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: bezel]
Abraxas
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Beiträge: 589
Hallo

Ich hatte mal an meinem Ultraleichtrandonneur Tune King und Kong. Das Rad ist kaum mit Gepäck gefahren und wenn dann mit maximal 7-8 kg. Ganz am Anfang gab es bei der Vorderradnabe einen Riss an der 6 Loch Scheibenbremsaufnahme. Die Nabe wurde auf Garantie getauscht. Die Hinterradnabe fing immer nach ca. 1000 km entsetzlich an zu knarzen und zu knacken unter Last. Wenn man dann alles ausseinandergenommen, gesäubert, gefettet und wieder zusammengebaut hat war wieder alles ok. Auf Anfrage bei r2 Bike hiess es, dass man damit leben muss bei so Leichtbauteilen.
Nach ca. 4000 km ist bei einer dieser Zerlegeaktionen aufgefallen, dass die Sperrklingen (aus Titan) quasi zur Hälfte weggeschliffen sind. Dass sich bei Tune die Kassette extrem in den Alufreilauf frisst (viel mehr als in jeden Alufreilauf anderer Hersteller) ist ja bekannt. Laut Tune war das nur mal eine fehlerhafte Materialcharge, ich habe aber noch nie eine Tune Nabe gesehen an der das nicht so war (vielleicht war es eine sehr grosse Materiallieferung die immernoch nicht aufgebraucht ist ;))

Ich habe die Naben mittlerweile einem Freund weitergegeben der damit wenige Kilometer auf einem leichten Gravelbike fahren wird. Dafür sind sie sicher ok. An einem Rad für mehrtägige Touren würde ich sie nicht mehr haben wollen. Wenn einem da unterwegs die Nabe plötzlich anfängt zu knacken ist das einfach nur mühsam. An meinem besagten Rad habe ich mittlerweile Hope RS4, die sind zwar schwerer aber dafür absolut sorglos.
VG
Johannes
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#1503850 - 09.07.22 08:17 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Abraxas]
AndreMQ
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Beiträge: 4734
Nein, dieser übermäßige Verschleiß bzw. Defekt kann ich nicht beobachten. Das Einprägen der Ritzel in den Alu-Freilauf ist sogar in der Anleitung erwähnt, incl. der Beschreibung der Materialverfestigung dadurch. Real ist es nicht mehr, als bei anderen Naben beobachtet. Wenn das Ritzel nicht genügend fest sitzt, sondern minimal taumelt, dann kann das schon den Freilauf massiv auswaschen. Das Problem besteht aber (bisher) nicht. Und das trotz Pinion, die mit kleinen Ritzeln (28er-Riemenscheibe) überhaupt nicht nabenfreundlich ist. Aber die teuren Riemenscheiben sind sehr gut gefertigt und keine Stanzteile wie übliche Kettenritzel. Auch die drei Titanklinken waren (bisher) sauber und verschleißfrei. Sie tragen alle drei gleichzeitig (27 Rastungen) und nicht einzeln versetzt, um eine hohe Zahl vorzutäuschen. Lager sind auch (bisher) ok. Allerdings wird das Rad nie gewaschen und Waschlauge auf die Nabe gekippt. Es wird auch das Dichtsystem nicht mit Zahnbürsten, Schrubbern, .... gequält. Demnächst steht wieder die routinemäßige Wartung an, dann ist der Zustand bei ca. 37tkm zu sehen.
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#1503856 - 09.07.22 09:35 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: AndreMQ]
Sklodowska226
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Beiträge: 148
In Antwort auf: AndreMQ
Es gibt nicht das größte Einsparpotential.

Kommt drauf an: Wenn das Einkommen oder Vermögen des Tuners oder der Tunerin endlich sind, macht es Sinn, den Quotienten Gewichtseinsparung/Kosten zu bilden. Wo sein Betrag am größten ist, liegt das größte Einsparpotenzial.
Ich kenne das gut von Bromptons, die englische Zeitschrift 'a to b' hat da mindestens zwei mal Tabellen veröffentlicht. Typischerweise schneiden Mäntel, Schläuche und Alunippel da sehr gut ab. Ich glaube, Mäntel hatten das größte Einsparpotenzial.
Viele Grüße!
Nicolas

Geändert von Sklodowska226 (09.07.22 09:36)
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#1503858 - 09.07.22 09:47 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Sklodowska226]
Sklodowska226
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abwesend abwesend
Beiträge: 148
In Antwort auf: Sklodowska226
Ich glaube, Mäntel hatten das größte Einsparpotenzial.

Falsch, es war der Reflektor:
Tuningliste Brompton, Zeitschrift 'a to b', 2005

Obwohl ein Brompton ein ganz anderer Fahrradtyp ist, sind viele Verhältnismäßigkeiten wsl übertragbar.
  • Zum Beispiel könnte man auch an einem 28" Rad einen Reflektor durch einen kleineren ersetzen - wenn nicht sogar durch einen flacheren (= Reflektor-Klebeband auf die Sattelstütze).
  • Oder man nimmt dünneres Lenkerband bzw Griffe aus stark aufgeschäumtem Kunststoff, das polstert zwar schlechter ist aber einiges leichter. Der Zeitaufwand hierfür ist außerdem äußerst gering, was man vom Laufradbau oder -reparatur nicht gerade behaupten kann.

Dann gibt es noch allgemeine Leichtbauprinzipien, die schon Christian Smolik anhand gelöteter(!) Eigenbauten gut zeigen konnte: Integrierte Lösungen, die auf das Gesamtrad angepasst werden, sind oft deutlich leichter als modulare, multikompatible Systeme.

  • Gepäckträger im Kundenauftrag sind leichter als so ziemlich jeder tubus
  • Ein Komplett-Cockpit, d.h. Vorbau+Lenker aus einem Stück Carbon, sind i.d.R. leichter als die zerlegbare Variante, auch weil sie ohne Schrauben und Verstärkungen rund um die Schraubenlöcher auskommen.
  • An den Lenker angelötete Miniatur-Schalthebel sind leichter als welche, die mit Schellen drangeschraubt werden. Mitverantwortlich für das Mehrgewicht bei Schellen dürften mal wieder die Schrauben, die daraus folgenden punktuell hohen Kräfte und deshalb nötigen Materialstärken sein.
  • Geklebtes und gelötetes leitet Kräfte vmtl gleichmäßiger ein und kann Materialstärken sparen.
Viele Grüße!
Nicolas

Geändert von Sklodowska226 (09.07.22 09:53)
Änderungsgrund: Leichtbau Prinzipien erläutert
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#1503863 - 09.07.22 10:36 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: Sklodowska226]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4734
Die Reifen sind schon ein günstiger Punkt. Da es Verschleißmaterial ist, ergibt sich der Wechsel auf einen teureren und leichteren Typ irgendwann. Aber: Den Mehrpreis muss man bei jedem Wechsel zahlen und ggfs. verschleißt der Reifen auch schneller. Also zahlt man ständig den Aufschlag.
Bei der Brompton-Liste sieht man sehr gut, dass man jedes Teil anfassen muss, damit in Summe sich signifikant was tut. Ich habe jetzt nicht detailliert den Text gelesen, aber die Savings der Tabelle auf knapp 1,6kg zusammengerechnet für dann ca. 900 Pfund. Also die Faustregel 1000€ für 1000g Gewichtsreduktion ist wieder gar nicht so daneben. Wenn dann schwere Einzelteile darunter sind (z.B. ein Pinion), treibt das den Preis und das Gewicht hoch, was man mit anderen Teilen (1000€/1000g) wieder drücken muss. Am Ende steht eine Fuhre für an die 6000€ da, aber für ihre Ausstattung über 2kg leichter als ein Serienrad mit ähnlicher Funktionsausstattung. Ist halt so. Und man sieht dem Rad noch nicht einmal seinen Preis an. Schlecht für die Eisdiele, gut als Diebstahlschutz.

Geändert von AndreMQ (09.07.22 10:38)
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#1506379 - gestern um 18:54 Re: Was haltet ihr von TUNE Naben? [Re: AndreMQ]
uwe&margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 466
Hallo,
ich kann noch einen Update zu meiner defekten Hinterrad tune Nabe geben:

Nach 4 Wochen habe ich auf Kulanz Hinterrad (Nabe war < 2 Jahre alt) zurückbekommen.
Auf dem Lieferschein war vermerkt:

... Naben Inspektion HR
... Umrüstung Achsenstandard / freilauftyp
... Freilaufset SSP Gates

Ich vermute, dass tune das Innenleben der Nabe geändert hat. Lest ihr das ähnlich.
Ich hab mal bei tune angefragt, auf die Antwort bin ich gespannt.
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