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#1535187 - 15.09.23 22:43 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: KaivK]
aighes
Moderator
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Beiträge: 7.343
In Antwort auf: KaivK
ich warte in der Regel auf den entgegenkommenden Verkehr an Engstellen, wenn nicht mindestens 1m Platz ist.

Du erwartest also, dass man dich als Radfahrer mit 1.5m Abstand überholt und beim deutlich gefährlicheren entgegenkommen mutest du dem Gegenverkehr zu nur 1m Platz zu haben und gleichzeitig redest du von Gleichberechtigung?
Viele Grüße,
Henning
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Off-topic #1535192 - 16.09.23 06:56 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: Uli]
panta-rhei
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 8.165
Unterwegs in Marokko

Salut Uli

In Antwort auf: Uli
Mich nerven die Beiträge von Karl zum Fahrradfahrverbot auf Autobahnen. Ich möchte nicht auf einer Autobahn Fahrrad fahren und ich möchte als Autofahrer keinem Radfahrer auf der Autobahn begegnen. Ich begrüße diese Beiträge aber gleichzeitig, weil sie (mir) gut vor Augen führen, dass es mit der Gleichberechtigung der Verkehrsteilnehmer nicht weit her ist und wir alle Bretter vor'm Kopf haben, wenn es um das realistische und unvoreingenommene Erfassen des Ist-Zustands ist.

Da gibts nix zu nerven.

Es geht ihm in o gen Artikel ( https://fahrradzukunft.de/32/fahrradverbote-auf-bundesstrassen ), der in seiner Stossrichtung einzigartig ist, darum, dass Recht von Radfahrer*innen zu verteidigen, Durchgangsstrassen (=SCHNELLE DIREKTVERVBINDUNGEN!) dort wo erlaubt (!) diese auch mit dem Fahrrad nutzen zu können.

Diese Karikatur beschreibt sehr schön, was gerade auch innerhalb von Städten für die Radverkersplanung typisch ist: https://fahrradzukunft.de/bilder/32/fahrradverbote-auf-bundesstrassen/09.gross.jpg

Um Autobahnen gehts nur am Rande.

Und schon garnicht geht es darum, wo Radfahren schöner ist. Denn das ist, wenn man "wenn schell gehen soll" eben NICHT "alternativ" einfach aufs Auto umsteigen möchte/kann, piepsegal.
Liebe Grüsse - Panta Rhei
"Leben wie ein Baum, einzeln und frei doch brüderlich wie ein Wald, das ist unsere Sehnsucht." Nâzim Hikmet, Dâvet

Geändert von panta-rhei (16.09.23 06:57)
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#1535195 - 16.09.23 08:04 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: aighes]
Uli aus dem Saarland
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 558
In Antwort auf: aighes
Du erwartest also, dass man dich als Radfahrer mit 1.5m Abstand überholt und beim deutlich gefährlicheren entgegenkommen mutest du dem Gegenverkehr zu nur 1m Platz zu ....
Genau das waren auch meine Gedanken beim Lesen dieser Diskussion...
Ich finde die Vorschriften sind das eine, und die Praxis das andere. An vielen Stellen sind 1,5 m zum Überholen völlig utopisch und wenn mich da jemand rücksichtsvoll und vorsichtug überholt ist das völlig OK. Was mich mehr nervt, sind Autofahrer, die einen mit 100 Sachen auf der Landstraße überholen - das ist auch bei 1,5m Abstand nicht angenehm....

Für entspannten und rücksichtsvollen Verkehr - Gegen verbissenes Verharren auf irgendwelchen Vorschriften, die sich eben in der Praxis oft nicht sinnvoll einhalten lassen.
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Off-topic #1535204 - 16.09.23 09:05 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: panta-rhei]
Uli
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 14.781
Zitat
Es geht ihm in o gen Artikel ..

Ihm? Der Artikel ist von einem anderen Karl, als den Karl, den ich meine. Den Artikel in der Fahrradzukunft finde ich nicht nervig.
Gruß
Uli

edit: Sorry, wir meinen doch den gleichen Karl, ich habe da zwei Mitglieder verwechselt.
"Too much smoke, too much gas. Too little green and it's goin' bad!". "So sad", Canned Heat, 1970

Dear Mr. Putin, let’s speed up to the part where you kill yourself in a bunker.

Geändert von Uli (16.09.23 09:30)
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#1535229 - 17.09.23 12:12 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: aighes]
KaivK
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 502
In Antwort auf: aighes
In Antwort auf: KaivK
ich warte in der Regel auf den entgegenkommenden Verkehr an Engstellen, wenn nicht mindestens 1m Platz ist.

Du erwartest also, dass man dich als Radfahrer mit 1.5m Abstand überholt und beim deutlich gefährlicheren entgegenkommen mutest du dem Gegenverkehr zu nur 1m Platz zu haben und gleichzeitig redest du von Gleichberechtigung?

Beim Entgegenkommen ist eine andere Situation, da man das entgegenkommenden Fahrzeug sieht und umgekehrt und sich darauf einstellen kann, im Zweifelsfalle mit einer Verringerung seiner Geschwindigkeit. Ich meine mit den 1m natürlich den Seitenabstand zum anderen Fahrer, nicht insgesamt 1m. Mindestens ist in dem Sinne auch wie mindestens gemeint, d.h. bei idealen Bedingungen: glatte Straße, geringe Geschwindigkeitsbegrenzung u.s.w.

Nebenbei erwarte ich, dass man mich mit mindestens 1.5m überholt.
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#1535267 - 18.09.23 13:02 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: aighes]
KUHmax
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2.506
Hm,
In Antwort auf: aighes
In Antwort auf: KaivK
ich warte in der Regel auf den entgegenkommenden Verkehr an Engstellen, wenn nicht mindestens 1m Platz ist.

Du erwartest also, dass man dich als Radfahrer mit 1.5m Abstand überholt und beim deutlich gefährlicheren entgegenkommen mutest du dem Gegenverkehr zu nur 1m Platz zu haben und gleichzeitig redest du von Gleichberechtigung?
mir ist ein Entgegenkommen noch nie deutlich gefährlicher vorgekommen. Auch eine Fahrtwindschleppe zieht beim Gegenverkehr die Radfahrenden nicht so stark aus dem Gleichgewicht.

Und ich bin mit zunehmendem Alter tatsächlich eine richtige Verkehrsschisserin geworden.
------------
Radlergrüße, Karin
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#1535280 - 18.09.23 15:43 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: Mooney]
Thomas_Berlin
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 369
In Antwort auf: Mooney
Entweder warst in Regionen Deutschlands unterwegs, in denen es eine mir unbekannte Mischung von besonders aggressiven, fahrradfeindlichen Kraftfahrern einerseits und/oder außergewöhnlich unsicheren andererseits gibt, oder du fährst noch in solche Verengungen ein, die der deutsche Autofahrer, offenbar anders als der schweizer, in dieser Konstellation nicht mehr als komfortabel passierbar empfindet.

I hate to say it, aber die beschriebenen Erfahrungen klingen für mich sehr nach Sachsen. Immer wenn ich mit dem Rad in Sachsen bin, fühlt sich Strassenverkehr wie ein ständiger Verteilungskampf an: MEIN Zentimeter auf der Strasse, MEIN Parkplatz, MEINE Strasse, auf dem DU Radweg-Mensch nichts zu suchen hast. Vorgestern musste ich, der ich mich im Schatten einer BP-Tankstelle geschützt vor sengender, sächsischer Hitze, pausierend an einem kühlen Radler labte sogar mein Rad bewegen, weil ein Automobilist unbedingt genau dort sein Auto saugen musste, obwohl er es genauso gut an dem völlig leeren Platz daneben hätte reinigen können. Nicht das Ende der Welt, aber doch völlig unnötig. Vielleicht ist es auch die Nähe zu Polen, denn nur 5km hinter der polnischen Grenze wird Radfahren zu einer Art Himmelfahrtskommando.

Aber zum eigentlichen Thema: Was ich als Radfahrer an Orten mit vorhersehbarer Raumknappheit immer mache, ist präventiv genauso viel Raum wie ein Auto einzunehmen. Das heisst ich fahre bewusst in der Mitte meiner Spur (und nicht etwa am rechten Rand). Dadurch sind an unübersichtlichen Stellen wie z.B. Rechtskurven wo man nicht viel sieht, Autofahrer erst garnicht verlockt, auszuscheren und bei eventuellem Gegenverkehr schnell wieder einzuscheren und mich so zu gefährden. Das geht entsprechend auch in engen Wohnstrassen mit Gegenverkehr. Dabei hilft auch grelles Tagfahrlicht mit 100 Lumen, das - auch bei korrekter Einstellung - eine beachtliche Warnwirkung hat.

Geändert von Thomas_Berlin (18.09.23 15:48)
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#1535290 - 18.09.23 19:35 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: Thomas_Berlin]
Uwe Radholz
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 7.368
Nun ja, Radfahren ist in vielen europäischen Ländern nicht gefahrlos. Dass Polen nun außergewöhnlich gefährlich ist, deckt sich nicht mit meinen Erfahrungen, und das ist das Land in dem ich in den letzten zehn Jahren am häufigsten gefahren bin, und es wird auch nicht durch die Statistik bestätigt. Übrigens steht, wenn ich das beim beim Überschlagen in Bezug auf die Einwohnerzahl richtig verstehe, Tschechien nicht gut da. Sind aber überhaupt einfach nur üble Zahlen. Und man weiß auch nicht, wie viele Radler auf den Straßen unterwegs sind. In den Niederlanden bestimmt noch verhältnismäßig viel mehr als in Polen.
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#1535320 - 19.09.23 14:21 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: Uwe Radholz]
Mooney
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 720
Es ist in der Tat verblüffend, wie unterschiedlich die Erfahrungen sind. Als wir im Mai in Polen waren, fanden wir keinen Grund, uns über eine ungewohnt aggressive Fahrweise der dortigen Kfz-Führer zu beschweren. Wir fanden sie angenehm zurückhaltend. Den einen oder anderen Ausreißer gab es schon, aber wo gibt es den nicht?

Ich vermute, es ist die Neigung, solche negativen Erlebnisse zu verabsolutieren, die dann zu derart krassen Einschätzungen führt.

Wir waren erfreut zu sehen, daß es auch in Polen nicht wenige Menschen gibt, die die ihre Wochenenden damit verbringen, Fahrradtouren zu unternehmen. Der Alltagsverkehr mit dem Fahrrad ist natürlich extrem geringer als in den Niederlanden.

Wolfgang
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#1535326 - 19.09.23 14:52 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: Mooney]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 13.017
Viel hängt auch davon ab, wo man in einem Land unterwegs ist. Generell habe ich beobachtet, dass im Einzugsgebiet größerer Städte agressiver gefahren wird und in Konsequenz der Radfahrer mehr bedrängt wird. Ich war schon mehrfach in Polen unterwegs, aber eher fern von den großen Städten. Hier kann ich definitiv nichts Negatives berichten.

In England z. B. sind Autofahrer (in der Regel) extrem rücksichtsvoll. Manchmal war es mir schon fast unangenehm, wenn ein Auto langsam hinter mir hergefahren ist, wo in Deutschland die meisten schon rasant überholt hätten. Das ändert sich aber, sobald man in Stadtnähe auf stärker befahrenen Straßen unterwegs ist. Hier hat man dann auch unschöne Erlebnisse. Allerdings versuche ich durch sorgfältige Planung solche Straßen zu vermeiden. Selbst durch Istanbul bin ich auf kleinsten Sträßchen ziemlich unbehelligt von motorisierten Zeitgenossen durch die Stadt gefahren, aber wehe, man gerät auf die größeren Straßen ...

Um wieder auf "Regeln" zurückzukommen, so kann man natürlich deutliche Unterschiede je nach bereistem Land beobachten. Als ich dieses Jahr mit meiner Frau von Paris nach Münster gefahren bin, hatten wir in Paris beobachtet, dass die Radfahrer die Ampeln bestenfalls als Dekoration gesehen haben. Irgendwann sind wir dann auch dazu übergegangen, über Kreuzungen nach Sicht zu fahren, schon alleine, weil wir beim Halten an roten Ampeln als Hindernis des zweirädrigen Verkehrsflusses gesehen wurden zwinker . In Deutschland befolgen wir Verkehrsregeln konsequent, wobei das auch von Autofahrern erwartet wird. In Paris dürfte ein einheimischer Autofahrer schon darauf eingestellt sein, dass Radfahrer eher nach Gefühl unterwegs sind und sicher nicht damit gerechnet werden kann, dass eine rote Ampel auch als Haltesignal akzeptiert wird.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1535354 - 20.09.23 09:02 Re: Radfahrer Regeln in Deutschland??? [Re: Keine Ahnung]
sugu
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1.704
In Antwort auf: Keine Ahnung
In England z. B. sind Autofahrer (in der Regel) extrem rücksichtsvoll.
Das habe ich in den 1990ern anders erlebt, hat sich inzwischen aber auch geändert: Die Radwege in den Städten sind dazugekommen und die letze Reform des Highway-Code hat z.B. ähnliche Abstandsregeln beim Überholen eingeführt, wie wir sie auch in Deutschland haben.
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