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#1312831 - 30.11.17 17:33 Alukorrosion Laufrad?
Velo 68
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 1032
Beim erstmaligen Reifenwechsel
2 Jahre nach dem Kauf, habe ich folgende Blühungen auf der Laufradinnenseite vorgefunden
Blühungen
Ich vermute, dass ist irgend so eine Aluminium Korrosion.
Ist sowas schlimm?
was ist zu tun?
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#1312832 - 30.11.17 17:38 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: Velo 68]
kangaroo
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 600
kein Foto zu sehen

Wenns weiß ist ist es Aluminiumoxid. Das tut nix.

Geändert von kangaroo (30.11.17 17:39)
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#1312833 - 30.11.17 17:44 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: Velo 68]
cterres
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1785
Das Fotoalbum hinter dem Link ist leer.
Blind würde ich sagen, das es nicht schlimm ist. Meist ist das Oxidation durch eindringendes Wasser an den Speichennippeln und Streusalz im Winter.
Mach es mit einem Pinsel oder einer Bürste sauber, streich etwas Fett von Innen zwischen Felgenband und Nippel im Felgenbett. Verwendest Du geklebtes Felgenband, lass das Fett weg und beschränke Dich auf das Reinigen.
Viele Grüsse aus Bremen
Christoph

Geändert von cterres (30.11.17 17:46)
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#1312897 - 01.12.17 08:23 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: Velo 68]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 3098
Hallo!

Ein Foto wäre hilfreich.

Wenn das korrodierte Alu schon üppig ausblüht, tut das der Felge sicher nicht gut.

Der Grund dafür wird wahrscheinlich (ich benütze einmal die Glaskugel, es gibt also keine Garantie für Richtigkeit) darin liegen, dass an den Stellen, wo die Korrosion frisst, Feuchtigkeit mit Salz zusammenkommt und beides bleibt. Dafür braucht es nur wenig von beidem. (Siehe den ähnlichen Thread zur Korrosion an Rahmen im selben Bereich.)

Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: An Felgen, mit denen wir im Winter durch radeln, also auch bei Nässe und Streusalzeinwirkung, beobachte ich seit ein paar Jahren ein Ausblühen von zerfressenem Alu unmittelbar um die Messingnippel oder zwischen den Ösen und der eigentlichen Felge. Das ist die klassische Elektrokorrosion, verursacht durch die unterschiedlichen chemoelektrischen Eigenschaften der Legierungen. Das wird durch Wasser und Salz stark gefördert.

Die Elektrokorrosion wirst du kaum verhindern können, so lange du keine Alu-Nippel verwendest, oder die Felgen Ösen haben. Die Alu-Nippel werden wohl andere Nachteile haben.

Wenn das Alu innen aufblüht, kannst du nur den Dreck so gut wie möglich entfernen, die Felge säubern, so gut als möglich (also nur mäßig gut), und das Ganze ordentlich trocknen. Garantie, dass das hilft, hast du dabei nicht. Auf jeden Fall würde ich mir den Hersteller und die genaue Felgentype merken und bei einem allfälligen Austausch auf eine andere umsteigen.

Offenbar gibt es große Unterschiede in der Resistenz. Vielleicht macht es Sinn, die verschiedenen Erfahrungen mit Felgen unter Streusalzeinfluss zu sammeln. Bei Alltagsrädern kann es Sinn machen, seine Felgen beim neu Einspeichen danach aus zu wählen.

lg!
georg
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#1312901 - 01.12.17 09:38 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: Velo 68]
GEBLA
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 425
Korrosion an Felgen ist durchaus nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Felge steht dauerhaft unter Spannung durch die Speichen und den Luftdruck, das sind beste Voraussetzungen für die sogenannte Spannungsrißkorrosion. Hatte ich erst neulich bei einer DT-Felge, bei der das innere Felgenbett gerissen war, von außen noch gar nicht zu sehen. Da waren alle Bohrungen munter korrodiert. Zu sehen war das erst nach dem Aufpumpen, weil das Laufrad einen Schlag entwickelte.
Beim Zusammenbau des Laufrades am besten mit Leinöl arbeiten, das vermindert auch Korrosion und eindringendes Wasser über die Nippelbohrungen. Es schadet auch nicht, an diesen Stellen vor dem Winter jeweils einen Tropfen Öl (aber kein Leinöl) dranzugeben. Und dann noch jeweils einen an die Speichenbohrungen der Nabe, auch da gibt es Spannungsrißkorrosion. Dann hat man schon eine Menge für die Lebensdauer des Laufrades getan.
Generell trifft bei den im Fahrradbau verwendeten Aluminiumlegierungen NICHT zu, was im Physikbuch steht: Aluminium überzieht sich mit einer Oxidschicht, die weiteres Korrodieren verhindert. Da hat das Straßensalz noch mitzureden und die Legierungselemente im Aluminium auch.

Viele Grüße,
Georg
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Off-topic #1312905 - 01.12.17 10:02 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: GEBLA]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14268
Hallo Georg,
nur interessehalber: Kann bei der DT-Felge, von der du sprichst, eine unglückliche Kombination Reifenbreite:Maulweite auch eine Rolle gespielt haben? Umso schmaler der Reifen (in Relation zur Felge) umso geringer ist ja auch die Spannung in achsialer Richtung im Felgenbett.
Grüße,
Sammy
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.
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#1312915 - 01.12.17 11:20 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: GEBLA]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2391
Wasser kommmt leider auch bei der Verwendung von Leinöl oder Nippelsicherung in die Felge.
Daher haben einige Felgen im Felgenkörper ein kleines Loch, damit die Brühe wieder ablaufen kann. Das berifft primär ungeöste Felgen. Ich kenne das Problem von einer CXP 33.

Bei doppelt geösten Felgen kenne ich es gut, dass nach vielen tausenden Kilometern die Öse regelrecht mit Dreck und leichten Aufblühungen gefüllt/versehen ist. Zum Glück gab es dort aber keine Risse. Einen Riss bekam nur eine Mavic Open Pro am Ventilloch außen. Die war 40.000 km gelaufen.

Achso, ganz gut gegen Korrosion (direkt am Nippelsitz der Felge) hilft es den Nippel an entsprechender Stelle zu fetten. Das erleichtert auch das Zentrieren und späteres Nachzentrieren.

Ich meine, Risse des inneren Felgenbettes werden eher durch zu schmale Felgen für breite Reifen bedingt. Korrosion in dem Bereich ist dann eher der Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Eine kleine Anmerkung zu Leinöl:

Leinöl als Nippelsicherung verwende ich nicht mehr. Das Losbrechmoment des verharzten Leinöls ist mir zu hoch und nach dem Losbrechen dreht sich die Geschichte auch nur ruckartig. Das finde ich, ist nachteilig beim Nachzentrieren.
Industriekleber sind hier nicht ganz so zickig, wenn man die Verbindung erst einmal gelöst hat.

Geändert von Nordisch (01.12.17 11:22)
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Off-topic #1312918 - 01.12.17 11:36 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: Nordisch]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14268
In Antwort auf: Nordisch

Leinöl als Nippelsicherung verwende ich nicht mehr. Das Losbrechmoment des verharzten Leinöls ist mir zu hoch und nach dem Losbrechen dreht sich die Geschichte auch nur ruckartig.

Verwendest du auch Messerspeichen? Die muss man ja zwangsweise mit einem Extrawerkzeug gegen Verdrehen sichern und ich war begeistert, wie gut die sich einspeichen ließen. Abdrücken nicht nötig und eben keinerlei Torsion in der Speiche. Das allein wäre für mich schon fast ein Grund die Messerspeichen auch dann zu nehmen, wo es wegen der Geschwindigkeit nicht nötig wäre.
Naja, und Losbrechmomente sind da halt auch kein Problem, weil man die Speiche ja gegenhält.
Komm wir grillen Opa. Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (01.12.17 11:36)
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Off-topic #1312928 - 01.12.17 12:11 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: derSammy]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2391
Dünne 1,5 mm Speichen (DT Revo, Sapim Laser) und Leinöl sind IMHO eine sehr unangenehme Kombination.

Messerspeichen habe ich aus Kostengründen bisher nicht verbaut, aber ich hatte an diversen Systemlaufrädern damit zu tun.
Besonders dankbar ist die Arbeit an sehr breiten flachen Messerspeichen (nicht oval) wie bei den Mavic Aksium Laufrädern.
Bei ovalen Messerspeichen ist die Arbeit wieder etwas schwieriger. Ich musste 2 Mal unfallbedingt mein Shimano WH-R6600 Voderrad (Systemlaufrad Ultegra) aufbauen. Und durch die wenigen Speichen (16) muss das mit hoher Spannung erfolgen. Aber auch das ist recht einfach, verglichen mit Rundspeichen und noch schlimmer Rundspeichen und Straightpull, wo die Speiche nicht durch einen Speichenbogen einseitig vor dem Verdrehen bewahrt wird --- und sich damit bei einigen Speichen der Kopf in der Nabe mitdreht.
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#1312945 - 01.12.17 15:28 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: Velo 68]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 15889
In Antwort auf: Velo 68
Ist sowas schlimm?

Grundsätzlich ja.

Ich hatte sowas auch, die Korrosion war innen und von aueßn nicht mal zu sehen. Das führte dazu, dass sich die Felge beim Bremsen an der Stelle zusammengedrückt hat. Ein unregelmäßiges "Stottern" war die Folge, sehr unangenehm und gefährlich auf ohnehin schon rutschigem Untergrund wie Schotter oder Laub.

In Antwort auf: Velo 68
was ist zu tun?

Grundsätzlich: Felge austauschen.

Ich würde an deiner Stelle Reifen, Schlauch und Felgenband demontieren und mir das ganze akribisch ansehen, wo es genau korrodiert.

Gruß
Thoralf

PS: Das Bild kann ich auch nicht sehen... traurig
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki
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#1313619 - 07.12.17 09:22 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: Nordisch]
GEBLA
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 425
In Antwort auf: Nordisch


Eine kleine Anmerkung zu Leinöl:

Leinöl als Nippelsicherung verwende ich nicht mehr. Das Losbrechmoment des verharzten Leinöls ist mir zu hoch und nach dem Losbrechen dreht sich die Geschichte auch nur ruckartig. Das finde ich, ist nachteilig beim Nachzentrieren.
Industriekleber sind hier nicht ganz so zickig, wenn man die Verbindung erst einmal gelöst hat.


Moin Moin,

hast Du Leinöl benutzt oder Leinölfirnis? Ich benutze Leinöl, da tritt obiges Verhalten nach meiner Erfahrung nicht auf.
Bei mir kommt das Leinöl in das Gewinde und zwischen Nippel und Felge zur Abdichtung und Schmierung.

Viele Grüße,
Georg
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Off-topic #1313622 - 07.12.17 09:31 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: derSammy]
GEBLA
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 425
In Antwort auf: derSammy
Hallo Georg,
nur interessehalber: Kann bei der DT-Felge, von der du sprichst, eine unglückliche Kombination Reifenbreite:Maulweite auch eine Rolle gespielt haben? Umso schmaler der Reifen (in Relation zur Felge) umso geringer ist ja auch die Spannung in achsialer Richtung im Felgenbett.
Grüße,
Sammy


Hallo Sammy,

das ist möglich, allerdings ist es eine ausdrückliche MTB Felge und es waren Reifen mit etwas über 50mm Breite montiert. Ich kann natürlich nicht nachvollziehen, was letztlich ursächlich war. Wahrscheinlich die Kombination von hohen Kräften UND Korrosion.
Die Felge hatte auch ein paar Jahre mit einigen Kilometern auf dem Buckel, insofern kein tragisches Problem. Nur schade, deswegen die Rohloff neu einspeichen zu müssen. Jetzt sind Mavic 719 drauf, das wird halten.

Viele Grüße,
Georg
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#1313644 - 07.12.17 13:02 Re: Alukorrosion Laufrad? [Re: GEBLA]
Nordisch
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2391
Hallo Georg,

ich kann es dir nicht sagen, da dieser Laufradsatz von einem renomierten Laufradbauer aus Berlin aufgebaut wurde. Auf seiner Website schwört er auf Leinöl.
Und es war etwas verharztes in den Speichennippeln, was keiner mit bekannten Schrauben-/Nippelsicherung von Loctite oder anderen Herstellern entspricht.
(Mit Loctite[Henkel] habe ich 3 Anbieter bisher genutzt. Loctite wurde mit der Zeit immer ausverschämter, was die Preise betraf.)

Viele Grüße,
Andreas
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