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#57268 - 24.09.03 12:44
Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
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Beiträge: 388
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Eine Geschichte ohne Ende... Ich war schon lange von der höheren Zweckmäßigkeit der Stahlrahmen für Reiseräder überzeugt,aber eine vernünftige Rede vom Händler hat den Zweifel wieder erweckt. Gegen eine höhere Bruchgefahr - dennoch sehr unwahrscheinlich - bietet der Alurahmen einen vollständigen Schutz gegen Rost an,also im Prinzip ein längeres Leben und weniger Wartung/Sorgen unterwegs. Ich muß sagen daß in beiden Fällen sollte der Rahmen neu hergestellt werden,deswegen gehe ich davon aus daß es sich von keiner eigennützigen Beratung händelte. Tatsächlich hat mich der Kerl vor möglichen Rückenschmerzen vorgewarnt,welche ein Alurahmen wegen seiner Steifheit verursachen könnte (im Fall,ein spezieller Sattel die Micro-Schwingungen und damit den Schmerz vermeiden solle). Der Typ ist selber (MTB) Radler und Organisator von verschiedenen Veranstaltungen ums Thema Fahrrad; sein Laden ist eine echte Werkstätte und scheint ir nicht der übliche "Räuber mit dem Lächeln" zu sein... Trotzdem schätze ich höchstens die Meinung der Bevölkerung dieses Forum: ich wünsche mir eure Beiträge um Thema Rost; leiden auch Stahlrahmen von höher Qualität dran? Ist ein besserer Schutz durch besondere Lackierung/sonstige Anwendung möglich? Wird das teuer? ciao
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#57270 - 24.09.03 12:57
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Anonym
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meine Abneigung gegen Alu hat sich kürzlich bei einem Recycling Projekt erneut bestätig: Rahmenrohre aus CroMo waren innen nur etwas angegraut, Alurahmen-Hintergabel konnte von Hand ohne Säge oder dergl. auseinander genommen werden. Der Bremsteg, der beim Alurahmen die Sitzstreben verband, war weich wie Butter. Vergleiche mal die Garantiedauer der Rahmen und bedenke bitte, daß der Händler auch in einigen Jahren noch Rahmen verkaufen möchte. Stahl hält zu lange und das ist schlecht fürs Geschäft (davon lebt der Händler). Aku
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#57278 - 24.09.03 13:32
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Tourenradler
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welche ein Alurahmen wegen seiner Steifheit verursachen könnte
was im Umkehrschluß bedeuten soll, ein Stahlrahmen sei weicher?
Wurde diese These nicht unlängst widerlegt?
Wer nach einem wirklich pflegeleichten Fahrrad sucht, der kommt an Alu inzwischen nicht mehr vorbei.
Ich selbst bin aus eben diesem Grund der Pflegeleichtigkeit auf Alu mit Nabenschaltung umgestiegen.
Allerdings fahre ich auch keinen Wiegetritt, und fahre, wenn es denn mal schwer beladen ist, auch nicht mit vollem Schwung in jedes Schlagloch. Über die Nehmerqualitäten von Alurahmen fehlen mir also die Erfahrungswerte.
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#57286 - 24.09.03 13:57
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Beiträge: 975
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Hallo, an meinem alten MTB, dass ich nur noch als Rückholer beim paddeln einsetze, ist alles mehr oder weniger kaputt - bis auf den Oversized Alurahmen. Das war Anfang der 90 was ganz neues. Da ist kein Rost drann und nix. Mir selbst sind bislang 2 Stahlrahmen kaputt gegangen, aber das kann Zufall sein und ich habe die wohl auch etwas 'ausserhalb der Spezifikation' benutzt. Riese und Müller geben 20 oder 25 Jahre (müsste ich nachschauen) Garantie auf ihre Alurahmen und -schwinge. Finde ich jetzt nicht übertrieben kurz bemessen - ich hoffe ich halte selbst noch so lange....
Kurzum: kaufe das rad, dass dir am angenehmsten fährt und scher' dich nicht um das Material.
So mache ich das jedenfalls.
Gruss Thomas
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#57297 - 24.09.03 14:51
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Beiträge: 167
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Hi,
ich möchte noch etwas zum Thema Rost beitragen. Du meinst Alurahmen rosten nicht? Richtig, aber sie korrodieren. Und das nicht grad wenig. Es bildet sich auf der blanken Alu-Stelle eine angebliche Schutzschicht, die sich aber anscheinend ziemlich schnell verflüchtigt, jedenfalls ist mein Rahmen an einer blanken Stelle ca 2,5 mm tiefer geworden... Mein nächster Rahmen wird wohl wieder aus Stahl...
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#57307 - 24.09.03 15:30
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: BigDevil]
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akunankinga
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aus genau diesem Grund hat ein bedeutender Rohrhersteller (der beide Materialien verarbeitet) neue Stahlrohre entwickelt. r&m baut schöne Räder (mit Rahmen hergestellt in ...), da sollte bei den Verkaufspreisen eine langjährige Garantie locker drin sein. Aluminium federt? is ja toll! Warum werden dann daraus keine Lkw Federn gebaut? Es würde sich lohnen (Lkw Federn sind schwer), da bei NFZ das Leergewicht so gering wie möglich sein soll um mit möglichst viel Fracht Geld zu verdienen. Teure und kurzlebige Federn aus Titan werden im Rennmotorenbau verwendet, die damit verbundenen Proble,me sind vielfältig und nur mit einem gewissen (vor allem finanziellen) Aufwand lösbar. Aku
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#57322 - 24.09.03 16:41
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: ]
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Beiträge: 1.311
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Wer nach einem wirklich pflegeleichten Fahrrad sucht, der kommt an Alu inzwischen nicht mehr vorbei. Ich selbst bin aus eben diesem Grund der Pflegeleichtigkeit auf Alu mit Nabenschaltung umgestiegen. Das ist für mich ganz unverständlich. Welche erhöhte Pflege erfordert denn ein Rad mit Stahlrahmen? Mein Stahl-Rad ist rund 12 Jahre alt, ich fahre täglich damit, auch im Winter und pflege es kaum. Dennoch habe ich keinerlei Rostprobleme. Das hängt sicher auch von der Qualität des verwendeten Stahls ab, bei einem Baumarktrad aus billigstem Baustahl sieht das vielleicht anders aus. Zu einem Alurahmen hätte ich kein Vertrauen. Solange er neu ist, ist wohl alles OK. Aber wenn der Rahmen dann seine ersten Schrammen hat, möchte ich es nicht mehr bei winterlichen Streusalz-Bedingungen einsetzen. Helmut
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#57329 - 24.09.03 18:29
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: HelmutHB]
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akunankinga
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so würde ich das nun auch wieder nicht sehen. Salz ist nicht unbedingt ein Problem, es gibt Boote (sogar Schiffe) aus Alu Aku
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#57340 - 24.09.03 18:57
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Beiträge: 584
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Ich schließe mich dem Rat von Thomas (Thory) an: wenn heute ein hochwertiger Rahmen über'n Deister geht, bist Du Freestile gefahren oder hast extremes Pech. Die Einstufung der ganzen Eigenschaften der beiden Materialien in Vor- und Nachteile beruht nicht selten auf Glaubensbekenntnissen, da kann sich Otto Normalverbraucher getrost diejenigen raussuchen, die ihm besser ins Weltbild passen. Wer ohne ideelle Vorbelastung an die Rahmenmaterialfrage geht, hat die Qual der Wahl: bei den wichtigen Kriterien beim Rahmenkauf!
Auch Cannondale gibt lebenslange Garantie auf seine Rahmen, die werden nicht irgendwo gefertigt... aber was sagt das schon...
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#57345 - 24.09.03 19:31
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Trolliver]
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Beiträge: 291
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9 Jahre lang benützte ich als Reiserad einen alurahmen (Koga Miyata). Schon lange bevor ich mir ein neuer Rahmen zulegte war der Rahmen schon leicht verbogen und fingen die Gewinden immer mehr an auszuleieren. Ein guter Stahlrahmen kann man in so einer Situation instandsetzen lssten (gerade biegen und neue Ausfallenden), beim Alurahmen geht dies ja nicht gegen einen vernünftigen Preis. Deswegen hat mein neues Reiserad wieder einen Stahlrahmen. Mein Langstreckenrad (6 Jahre alt) hat einen Stahlrahmen, sieht erheblich besser aus als das Koga nach 6 Jahre. Wird genausowenig geschont. Rost ist nicht zu finden (Pulverbeschichtung).
Ivo
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#57361 - 24.09.03 20:50
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Beiträge: 2.516
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Hallo Leute
aber mal Spass bei Seite, wes sagt dass Alu nicht korridiert hat K E I N E Ahnung. Schaut euch mal alte Alufelgen vom Auto an, die sind oft ziemlich zerfressen. Bei normaler Feuchtigkeit, die schnell wegtrockent rostet (auch ein Korrosionsprozess) Stahl zwar mehr, aber vor allem in Verbindung mit Salz kann es zu erheblicher Korrosion von Alu kommen. Beim Wintereinsatz von Alurahmen mit Lackschäden sind die auch nicht sicherer als Stahl, dann korrodieren sie sogar schneller. Ehrlich gesagt ist mir in meinem leben noch kein Qualitätsstahlrahme begegnet, der durchgerostet ist, und ich habe eine ganze Reihe Räder aus den 30 bis 60 iger Jahren.
Wer es ganz gut machen will, der sprüht ein Hafltöl (im Autozubehör erhältlich) in die Rahmenrohre (ob AL oder Stahl ist hier egal) und dann besteht auch nicht die Gefahr der Korrosion von Innen. (Wir haben mit solch einem Haftöl unsere unbehandelten geschliffenen Stahlbauteile vor einer Verschiffung (Gefahr des Seewassers) bearbeitet, das Zeug haftet wie der Teufel und ist schlecht herunterzubekommen. Brauch es ja auch nicht in der Rohren.
Von aussen reicht ja auch eine gelegentliche Sichtkontrolle und es trocknet auch viel schneller .
Keep on cycling
Dittmar
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#57371 - 24.09.03 21:40
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Dittmar]
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Beiträge: 5.687
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... und WIE Alu korrodiert! Wie wahr, wie wahr. Aber: Alu oder Stahl - das ist eine Glaubensfrage. Und die Diskussion hierüber wir nie enden. Und dann ist da noch etwas (wißt Ihr noch?): Es heißt, Stahlrahmen könnten mit der Zeit weich getreten werden. Nein, nein, ich werde das jetzt nicht an Hand des *** widerlegen. Wolfrad
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#57384 - 25.09.03 05:59
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Wolfrad]
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Beiträge: 975
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Und die Diskussion hierüber wir nie enden.
zumindest nicht in diesem Forum. Erinnert mich irgendwie an die alten Häuptlinge des Asterix Heftes: 'der grosse Graben' -> während diese sich heftig stritten, interessierte sich schon längst keiner mehr für sie . Aber wie gesagt: jedem das seine. Gruss Thomas
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#57386 - 25.09.03 06:37
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Monte
Nicht registriert
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Es gibt für mich ein Argument gegen Alu bei einem Reiserad:
Es ist die doch etwas grössere Empfindlichkeit gegen Gewalteinwirkung (Transport in der Bahn, Umfallen mit Gepäck etc). Das Thema Korrosion ist für mich nebensächlich: Beide Materialien verlangen ein Minimum an Pflege und bevor die Rahmen durchgerostet sind, ist die Lebensdauer der Räder eh abgelaufen. Im weiteren müsste man dann diese Diskussion auch über die anderen Teile am Rad führen, dort haben wir auch beide Ausgangsmaterialien.
Der Rest sind meiner Ansicht nach eher Glaubensbekenntnisse und nicht sachliche Argumente. Selbst die immer wieder zitierten härteren Alurahmen (habe auch einen solchen am Rennrad) haben weniger mit dem Werkstoff Alu zu tun als viel mehr mit der steiferen Bauart.
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#57388 - 25.09.03 06:40
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Anonym]
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Beiträge: 18.016
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Hallo Monte, Der Rest sind meiner Ansicht nach eher Glaubensbekenntnisse und nicht sachliche Argumente. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen Gruss Martina, die jetzt auch zur Spezies der Mont-Ventoux-Radler zählt
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#57391 - 25.09.03 07:02
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Martina]
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Monte
Nicht registriert
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Gruss Martina, die jetzt auch zur Spezies der Mont-Ventoux-Radler zählt Das ist so etwas wie der Ritterschlag der Radler Gratuliere; wie war die Aussicht da oben?
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#57398 - 25.09.03 07:58
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Martina]
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Beiträge: 718
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Hallo Martina, Glückwunsch zur Mont-Ventoux-Bezwingung! Gruß Anne
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#57399 - 25.09.03 07:59
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Wolfrad]
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abwesend
Beiträge: 6.616
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mit der Zeit weich getreten nein, Wolfrad, ich sach da nix. aber ich denk mir mal, meine wortmeldung ist für aku's statistik ganz gut. markus
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#57415 - 25.09.03 11:55
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: schorsch-adel]
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akunankinga
Nicht registriert
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ach wo, soll jeder fahren und im Notfall schieben was er/sie will. Es kommt halt immer darauf an ... Eine Nagelschere schneidet problemlos Gras, ich würde trotzdem damit keinen Rasen mähen. Aku
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#57418 - 25.09.03 12:12
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Anonym]
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abwesend
Beiträge: 18.016
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Hi Monte, Gratuliere; wie war die Aussicht da oben? Nicht berauschend, es war zu dunstig. Trotzdem hatten wir eigentlich ideales Wetter erwischt. Die Tage vorher wars sehr heiss, am Tag danach war zumindest morgens Suppe. Und gewindet hat es für Mont-Ventoux-Verhältnisse auch nur ein bisschen. Übrigens um mich nicht mit mir nicht zustehenden Lorbeeren zu schmücken: wir sind nur die Anfängerroute von Sault aus gefahren. Martina
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#57472 - 25.09.03 19:26
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Monte]
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Beiträge: 481
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Es gibt für mich ein Argument gegen Alu bei einem Reiserad: Es ist die doch etwas grössere Empfindlichkeit gegen Gewalteinwirkung (Transport in der Bahn, Umfallen mit Gepäck etc). sehe das nicht als alu-problem. betrifft jeden rahmen, bei dem die wandstärke der rohre ins bodenlose gedrückt werden. ob nun bei stahl, alu oder gar titan ist dabei irrelevat. deshalb betrachte leichtbau an reiseradrahmen (konifizierte rohre usw.) auch als - vorsichtig ausgedrückt - unpassend.
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#57492 - 26.09.03 08:10
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bigfoot]
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Monte
Nicht registriert
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Mit meiner Aussage meinte ich, dass bei gleicher Wandstärke Alu halt schon einiges empfindlicher ist als Stahl. Bei Reiserädern meinen wir ja vermutlich nicht die Bierdosen-Wandstärke.
Bin auch der Ansicht, dass bei Reiserädern im Gegensatz zu Rädern für Wettberbszwecke das Gewicht absolut sekundär ist. Da spielt ein um 500 Gramm höheres Rahmengewicht überhaupt keine Rolle. Und bei echten Reiserädern ist vermutlich auch mehr Reserve drin in Bezug auf Stabilität (hoffe ich wenigstens).
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#57493 - 26.09.03 08:22
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Dittmar]
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Beiträge: 255
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aber mal Spass bei Seite, wes sagt dass Alu nicht korridiert hat K E I N E Ahnung. Schaut euch mal alte Alufelgen vom Auto an, die sind oft ziemlich zerfressen. Hmm. Und warum sind alte Fahrradfelgen aus Alu höchst selten ziemlich zerfressen (ausser an der Bremsflanke)?
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#57495 - 26.09.03 09:13
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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Monte
Nicht registriert
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schmeckt nicht so gut.... Bei den Autofelgen handelt es sich meines Wissens um Alu-Legierungen mit einem hohen Anteil an Magnesium. Aber auch die zerbröseln nicht so ohne weiteres. Bei allem Verständnis für Vorurteile gegen Alu, so schlecht in Bezug auf Korrosion ist Alu nun auch wieder nicht...
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#57499 - 26.09.03 10:15
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Monte]
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abwesend
Beiträge: 2.747
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meine Abneigung gegen Alu hat sich kürzlich bei einem Recycling Projekt erneut bestätig: Rahmenrohre aus CroMo waren innen nur etwas angegraut, Alurahmen-Hintergabel konnte von Hand ohne Säge oder dergl. auseinander genommen werden. Der Bremsteg, der beim Alurahmen die Sitzstreben verband, war weich wie Butter. Mein Bruder hat sich vor 5 1/2 Jahren ein Trekkingrad von KTM (Veneto) zugelegt (Alurahmen, LX-Ausstattung, 36 Loch Felgen) . Das Gerät hat in der Zwischenzeit über 50.000 Km auf dem Buckel. Da mein Bruder noch nie im Besitz eines Autos war fährt er täglich, egal bei welchem Wetter mit dem Fahrrad zur Arbeit (macht 18 Km). Urlaub wird nur mit dem Fahrrad gemacht und öffentliche Verkehrsmittel gemieden. Getauscht wurden bis jetzt : Seilzüge, Ritzel, Kettenblätter, Kette, Bremsgummis und Reifen (demnächst sind die Felgen fällig). Der Rahmen hat selbstverständlich Kratzer und Flecken, nach 50.000 Km wundert das mich nicht. Butterweich kommt mir an diesem Rahmen nichts vor; Du kannst gerne probieren diesen Rahmen mit blossen Händen zu zerlegen :-);. Ich gehe davon aus dass mein Bruder mit diesem Rahmen noch einige Jahre fahren wird. Alle diese Fakten sprechen eigentlich nicht gegen einen Alu-Rahmen. Mir ist es in all den Jahren die ich Rad fahre nicht gelungen den Rahmen eines viel benützten Fahrrades zu schrotten, obwohl ich nicht zu den Fliegengewichten zähle und in der Regel unbefestigte Wege bevorzuge. Durchgerostet ist mir ein Rahmen noch nie. Ich glaube dass ein halbwegs vernünftig gepflegtes Fahrrad weder verrostet noch übermässig korrodiert. Den einzigen Rahmenbruch hatte ich heuer im Frühjahr an meiner Stahl-MTB-0815-Bahnhofsgurke die ich täglich fahre (4 Km). Diesen Rahmenbruch verdanke ich nicht dem Rost sondern der schlechten Stahlqualität bzw. Verarbeitung.
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#57512 - 26.09.03 11:27
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Friedrich]
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Anonym
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ich habe nichts gegen Alu an "unwichtigeren" Stellen: Felgen (Verschleißartikel, ist vor möglicher Korrosion sowieso durchgebremst), Sattelstütze (Wiegetritt), Bremshebel, Flaschenhalter und ähnlicher Krempel Rahmen, Speichen & Nippel und Lenker aus Alu (oder anderer Leichtbau) sind mir für Dauerbelastung nicht geheuer. Aku
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#57517 - 26.09.03 11:45
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Friedrich]
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Mitglied
abwesend
Beiträge: 255
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Naja, gut. Dann muss ich auch noch mal meine Erfahrungen zum besten geben. Um es kurz zu machen: Rahmen ist mir noch keiner ganz durchgerostet oder eben korridiert, aber die Teile vom elektrischem System mal abgesehen, die eindeutig der Korrosion zumindestens teilschuldhaftig (gibt's das wort? Wenn nein, dann lass' ich mir das schützen;)) zum Opfer gefallen sind, bestanden alle anteilsmässig größtenteils aus Eisen, oder um es anders auszudrücken waren aus Stahl. In dem Zusammenhang habe ich auch den Unterschied zwischen Niro und Edelstahl kennengelernt Darunter waren:Schutzbleche (gibt's die eigentlich noch aus Stahlblech?), diverse Züge, Anlötteile (waren aber angeschweisst!) für Dynamo, Fahrradständer usw., Gepäckträger, Flaschenhalter, diverse Schrauben, ja sogar einmal eine Speiche ("Niro", tse. Ich hab' daraufhin alle von dem betroffendem LR gegen DT-Markenspeichen ausgetauscht) usw. Der Stahlrahmen, den ich seit etwa 8 Jahren(?) im Alltag fahre, sieht optisch auch ncht mehr gut aus, dennich gehe so ca. 2-3 mal im Jahr mit den Farbton nicht ganz treffender Rostschutzfarbe und evtl. Schleifpapier bei, um all die kleinen Kratzer und Roststellen auszubessern. Wie's aussieht, ist mir egal. Ich will nur nicht, dass es mir unter dem Arsch wegrostet. Das Heimtückische am Eisenrost ist ja, dass er sich unter dem Lack weiterfrisst, wenn man dagegen nichts tut, sowohl in die Tiefe als auch in die Fläche, so dass der Lack dann weiter abplatzt, da Rost eben eine äußerst poröse (=luftdurchlässige) Struktur aufweist und mehr Raum einnimmt als das Eisen, aus dem er sich gebildet hat. Da können mir jetzt Leute erzählen was sie wollen, das gibt's bei Alurahmen einfach nicht. Der Vollständigkeit halber: Es gibt aber auch einen speziellen Baustahl, bei der bildet sich ein Rost, der wie das Oxid beim Alu als Schutzschicht vor weiterer Korrosion schützen kann. Ich weiss das, weil ich bin mal an einem vom Anblick her gewöhnungsbedürftigem Bauwerk vorbeigefahren, an dem war ein Schild befestigt, dass das erklärt. Vermutlich weil das verrostete Gebilde sonst bei vorbeikommenden Leuten Fragen aufgeworfen hätte. Falls es jemanden interessiert, es handelt sich um diesen Turm: Mehr dazu hier. Zurück zum Fahrrad: Sogar meine verchromte(!) Austauschgabel hat mittlerweile Rostflecken bekommen, in diesem Winter haben dank des grosszügigen Einsatzes von Streusalz bei mir sogar reichlich gefettete oder gewachste (nicht vernickelte) Ketten binnen Stunden unschöne Stellen bekommen usw. usf. Die auch am Stahlrad reichlich vorhandenen Aluteile (Felge, Nabenkörper, Bremshebel, Schaltwerk usw.) überstehen die gleichen Bedingungen ohne gesonderte Schutzmassnahmen viel besser bzw. unverändert, viele laufen nicht einmal stumpf an. Auch ist die Gefahr des Festfressens von Aluteilen in Alurahmen (Sattelstütze z.B.) viel geringer. Summa Summarum: Wer glaubt, Alulegierungen hätte mit der Korrosion im und am Fahrrad auch nur annhähernd ähnliche Probleme wie Stahl abseits vom Edelstahl, der lügt sich meiner Meinung nach eins in die Tasche. Dass viele Radler mit etwas verklärtem Blick auf das traditionelle und ehrwürdige Rahmenmaterial Stahl blicken und ihm scheinbar geheimnisvolle Zauberkräfte zusprechen, habe ich schon gemerkt und es ist ja auch OK, man muss ja nicht alles strikt rational sehen. Man sollte es aber auch nicht übertreiben, finde ich.
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#57520 - 26.09.03 13:10
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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akunankinga
Nicht registriert
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könnte es sein, daß deine Aluteile farblos lackiert (Zappon o.ä) oder eloxiert bzw. anodisiert sind? Polieren hilft bei Stahl und bei Alu als (vorübergehender) Korrosionsschutz, mit "Nevr Dull" (getränkte Baumwolle in blauer Blechdose) werden fast alle Metallteile blitzblank und gammeln deutlich weniger. Für verwinkelte Ecken ist das aber sehr mühsam. Aku
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#57522 - 26.09.03 13:23
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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Aluphober
Nicht registriert
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es ist unumstritten das Alu, je nach Legierung, ganz grausig korrodiert. Ich habe während meines Studiums ein langes Praktikum bei der Materialprüfung der VAW (Vereinigte Aluminium Werke) gemacht. Das gefährliche ist, das sich bei Al Legierungen die Korrosion, wenn sie einmal anfängt die Oxidhaut die die Oberfläche schützt zu durchdringen ( was Lange dauern kann ), dann jedenfalls frißt es sich innerhalb des Matrials zwischen den einzelnen Kristallen gnadenlos weiter und macht es schwammig und mürb. Da hilft dann auch kein Schmirgeln und Lackieren mehr. Das was man immer wieder sieht, ist eigentlich das grausigste: Kontaktorrosion an den Stellen wo z.B. Al auf Fe trifft, das kriegt man so gut wie nie mehr auseinander. Rege mich ständig drüber auf, wer sowas verbaut gehört an den Pranger mitsamt seinem gartstigem Materialmix. Auch gegen Biegebelastungen sind die "härteren" Al legierungen nicht gut gewappnet, es treten Risse entlang des Kristallgefüges auf.
Trotzdem kann ein gut dimensionierter Al Rahmen aus der entsprechenden Legierung steinalt werden. Dann ist er aber bestimmt nicht mehr so leicht und wo ist dann der Vorteil gegenüber dem Stahl. Abgesehen von der Umweltbelastung bei der Herstellung von Al. Auch hier ist Stahl echt vorteilhafter. Ach, macht doch was ihr wollt, es ist lustig diese Diskussion und ich hab mich nun auch erst echauffiert und nun wieder beruhigt Ein Ferrophiler
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#57525 - 26.09.03 13:32
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Monte]
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Mitglied
abwesend
Beiträge: 255
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Also klar lackiert ist da gar nichts, der Lack wäre an vielen Stellen auch schon längst abgeplatzt, hinten am Bremskörper von meinem RR ist z.B. der halbe Namenszug des herstellers durch den vom Hinterrad gegengeschleuderten Dreck geradezu weggesandstrahlt und an der Kurbel fehlen ja auch schon ein paar Buchstaben durch Beinkontakt usw. Die meisten Teile sind natürlich eloxiert bzw. anodisiert, also künstlich galvanisch mit einer Oxydschicht überzogen ( elektrisch oxid iert), einige aber nur poliert (Kurbel glaube ich). Da müsste ich mal die Shimano-Webseiten und die der anderen Hersteller durchgucken, wenn es Dich so genau interessiert Achja: Ich hab' noch so einen Stangenlenker rumliegen, den ich wegen seiner unergonomischen Form nicht mehr benutze. Der sieht, wenn man von den Spuren durch die Klemmung und den früher drangebauten Teilen mal absieht, noch aus wie neu, der ist anodisiert, das weiss ich zufällig. Also langsamer und länger eloxiert, so dass sich eine dickere und gleichmässigere Oxidschicht bildet, was anderes ist Anodisieren ja eigentlich nicht.
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#57547 - 26.09.03 17:00
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: akunankinga]
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akunankinga
Nicht registriert
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na also, geht doch. Interkristalline Korrosion, welch formvollendete Umschreibung schauriger Zustände Wenn der steinalte Alurahmen nicht leicht ist, wozu dann überhaupt Alu? amüsiertes megagrinsen
Zur Korrosion von Edelstählen (es gibt viele Sorten mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften): ich habe eine Schraube aus V2A, die sieht so zersiebt aus als hätten Eisenwürmer daran geknabbert. Lochkorrosion wie bei holzwurmzerfressenen Brettern. Ursache: sehr aggressives Medium
Wäre ich Rennfahrer, dann würde mich das alles nicht interessieren, wozu schleppen die Betreuer das Reservematerial mit Leider muß ich meine Rahmen kaufen. Oder selber schnitzen. Es gab sogar mal Rahmen aus Hickory (Holz, wird normalerweise für Axtstiele verwendet oder zum Brennen von....), jaja die Amis.... Zu bewundern u.a. im Deutschen Fahrradmuseum oder mal googeln. Aku
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#57552 - 26.09.03 17:31
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Mitglied
abwesend
Beiträge: 6.780
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Hallo! Ich war ewig lange ein alter Stahlrahmen-Fan, bis ich (geschenkt & schrottreif) ein MTB mit Alurahmen bekommen habe. Das hat mein Schwager (eher fünfschrötig) als MTB 9 Jahre lang misshandelt, ich habs repariert und misshandle es seit drei Jahren problemlos in 4 Saisonen im Alltag mit Kindern & Packtaschen drauf, auch mal bei einer Tour aus rauen Schotterstraßen mit vollem Gepäck. Es hält nach wie vor problemlos. Also vertraue ich inzwischen Alu wie Stahl, wenn der Rahmen sauber gebaut wurde, das ist viel wichtiger als das ;Material. lg irg
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#57555 - 26.09.03 17:46
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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Mitglied
abwesend
Beiträge: 2.516
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Fahrradfelgen sind deshalb fast nur an den Flanken zerfressen, da die sonstige Oberfläche üblicherweise eloxiert ist. Diese, bei AL sehr harte Eloxalschicht mach AL, wenn sie nicht beschädigt wird, sehr wiederstandsfähig gegenüber Korrosion. Aber AL Rahmen werden üblicherweise nicht eloxiert, warum weiss ich nicht genau, vielleicht hängt das auch mit der Schweissbarkeit zusammen, es lassen sich auchnicht alle AL Legierungen eloxieren
Dittmar
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#57618 - 27.09.03 09:59
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Anonym
Nicht registriert
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Es gibt ein wesentliches Argument gegen Alurahmen zumindest am Reiserad - sie scheuern sich ab.
Neulich war ich mit einer Freundin in Indien und wir transportierten die Räder (meins aus Stahl, ihrs aus Alu) 16 Stunden auf dem Busdach über holprige Nebenstraßen. Danach war ihr Rahmen am hinteren Ausfallende ein paar Zehntel Millimeter dünner. Allzu oft kann man das nicht machen.
Gruß
Dirk
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#57793 - 29.09.03 10:30
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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Hallo, all die Stahlrahmenfans sind reden nur um das Thema herum. Sicherheitsteile, wie z.B. Bremsen; Bremshebel, Lenker, Felgen usw. sind aus Alu. Hier wird, ohne Diskussion, Alu vertraut und beim Rahmen nicht? Der Alu Lenker ist doch ein relevantes Sicherheitsteil oder ?? mfg Bulzgf
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#57797 - 29.09.03 11:13
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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Ich denke aber, das der Rahmen mehr belastet wird, als irgendein anderes Teil am Rad. Vielleicht mal von den Felgen abgesehen. Und weil das so ist und der Rahmen auch mit Abstand das teuerste Teil am Rad ist (na ja, von der Rohloff-Nabe vielleicht mal abgesehen ) überlege ich mir schon, das ich mir einen Rahmen zulege, der länger hält, als eine Felge. Lenken kann ich zur Not noch mit einem Knüppel am Vorbau. Aber das geht jetzt vom Thema ab. Peter
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#57798 - 29.09.03 11:36
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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all die Stahlrahmenfans sind reden nur um das Thema herum.
hmm, dein erster beitrag in diesem forum beginnt gleich mit einer verallgemeinerung... Sicherheitsteile, wie z.B. Bremsen; Bremshebel, Lenker, Felgen usw. sind aus Alu. bei deinem bike vielleicht - schonmal drüber nachgedacht, dass es auch anders geht? zugegeben, ganz kann und will auch ich nicht auf alu verzichten, aber bei mir sind z.b. lenker und vorbau aus stahl. Der Alu Lenker ist doch ein relevantes Sicherheitsteil oder ?? eben darum... mir sind schon lenker + vorbau gebrochen - beides alu . das war nicht schön - ich habe bleibende erinnerungen daran. alu bricht ohne vorwarnung wie verformung oder sichtbare korrosion o.ä. DAS ist mein argument gegen alu. Hier wird, ohne Diskussion, Alu vertraut und beim Rahmen nicht? wer vertraut hier... !?!? unterstellung basierend auf verallgemeinerung - super, weiter so! gruss, s.
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#57803 - 29.09.03 11:51
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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Der Alu Lenker ist doch ein relevantes Sicherheitsteil oder ?? Also mein Lenker von Syntace soll laut diversen Erfahrungsberichten nicht brechen können sondern sich höchstens verbiegen...
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#57807 - 29.09.03 11:58
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: shabbaz]
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Hallo Shabbaz,
bin jetzt doch wieder über diesen thread gestolpert, der unbeirrt immer grösser wird. Aber meinst Du nicht, dass die Unterschiede, die hier dem Alu und dem Stahl angelastet werden, in Wahrheit auf die Verarbeitung und die Qualität der jeweiligen Fertigung zurück zu führen sind? Alu wird schon seit Jahren in der Flugzeug Industrie eingesetzt und diese Dinger brechen auch nicht spontan mal eben auseinander (wobei auch nicht alles aus Alu gebaut wird, schon klar). Dass die Verabeitung von Stahl technisch einfacher ist als Alu mag ja sein - nur muss mich das interessieren? Bin weder Schmied noch Maschinenbauer.
Ausserdem sind meine eigenen Erfahrungen während doch einiger Jahrzehnte des Radelns nicht, dass es hier besondere Schwachstellen gäbe. Also Schwachstellen prinzipieller Natur - schlecht verarbeitete Rahmen kann man immer kaufen. Egal aus welchem Werkstoff. Ich selbst hätte auch keinerlei Probleme mir einen Carbonrahmen zu kaufen, wenn mir das Rad sonst gefällt wäre mir das schlicht gleichgültig.
Gruss Thomas
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#57816 - 29.09.03 12:39
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: thory]
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Soviel ich weiß (besser soweit ich gehört habe, daß jemand gesagt hat, daß er jemanden kennt, der weiß dass,... ) werden bei Flugzeugen sicherheitsrelevante Teile in vorbestimmten Intervallen getauscht. Gleiches wird ja auch, soviel ich weiß (s.o. ) auch für Alu-vorbau und Lenker empfohlen. Dies praktiziere ich auch bzw. habs vor, aber bisher waren innerhalb von 2 Jahren doch komplett neue Anbauten fällig, so daß mein Rekord eigentlich nur bei einem gebraucht ergatterten 4 Jahre alten Alu-Lenker lag, der ob meiner Unwissenheit über dieses Wechselintervall und die damit verbundenen Risiken nicht brach, sondern aus optischen Gründen ausgetauscht wurde. Und zur Stahllenkerfraktion: Wie schwer sind denn eure Räder, so mit Stahlkurbel (Sicherheitsrelevant), Sattelstütze aus Stahl (auch sicherheitsrelevant, aua) und eben besagtem Stahlvorbau und -lenker? Sicherlich ist dieses Bruchverhalten von Alu ein Punkt, den man bedenken sollte. Aber da vertrau ich einfach mal den Tests, die da u.a. auch mit lenker gemacht werden und hör auf meinen Lenker, wenn er denn verdächtig knacken tut, Kerben sichtbar sind u.ä. wird er halt ausgetauscht.
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#57822 - 29.09.03 13:08
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: thory]
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akunankinga
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seit wann werden Flugzeugteile aus Aluminium verschweißt? Ich bezweifle, daß das jemand verantworten will. Nieten, Kleber und Schrauben halten die Dinger zusammen. Warum soll Alumium (aircraft aluminum tubing) zu Fahrradrahmen verschweißt langfristig den Belastungen eines Reiseradlers standhalten? Dann sollten sich die Flugzeugbauer doch besser mal von Fahrradrahmenbruzzlern zeigen lassen wie man es macht........ Ich würde damit aber nicht fliegen. Im übrigen kann ich mich der Meinung bzw. den Erfahrungen von Shabazz nur anschliessen. Bei Rennrädern und deren relativ kurzer Nutzungsdauer liegen die Prioritäten ganz anders Aku
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#57827 - 29.09.03 13:25
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: thory]
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hallo, ich denke, die meisten hier sind keine werkstoffexperten. auch ich rechne mich nicht dazu. für mich als radreisenden (und das ist ja die zielgruppe dieses forums...) ist es aber wichtig, dass ich mein bike und die probleme, die im zusammenhang damit auftreten können auch "handeln" kann, und zwar notfalls unter den bedingungen einer längeren reise (stichwort: pampa...). als konsequenz daraus brauche ich keinen leichtbau - boliden a la jan ulrich und auch kein freerider, sondern ein bike, dass möglichst zuverlässig seinen job tut und keinen ärger macht. in folge meiner erfahrungen von einigen reisen und alltagsgebrauch wäre ein solches rad weder aus aluminium und schon gar nicht aus karbon. an das argument von den aluministen , wenn mal was kaputt geht "wars halt schlechte quali" habe ich mich auch schon gewöhnt. wieauchimmer, mir ist schon einiges an alu gebrochen (s.o.) und der rahmen meines alu-citybikes knackt im wiegetritt. probleme, die ich bisher nur mit diesem werkstoff hatte. da frage ich mich doch, warum noch mal ein bike aus alu? weil es so schön klobig aussieht...? weil es sich abscheuert, wenn man es auf nem lastwagen transportiert (s. thread weiter oben)? weil es verbeult wie eine getränkedose? zu deinem flugzeugbeispiel: flugzeuge sind größtenteils aus aluminium, bis auf die teile, die den größten belastungen unterliegen (bolzen, schrauben etc.) . gruss, s.
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#57837 - 29.09.03 14:37
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: shabbaz]
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Hallo Shabbaz, ich möchte auch nur Anwender sein, jemand der Räder benutzt, aber sich möglichst wenig mit der Technik auseinandersetzen muss. Insofern betrachte ich das Thema nicht von der Werkstoffseite. Meine Erfahrungen als Nutzer sind die, dass sowohl mein bald 10 Jahre altes oversized Alu MTB heute noch in bester Ordnung ist - jedenfalls der Rahmen, als auch das 7 Jahre alte Trek Carbon Rad. Mit letzterem bin ich schon durch die Wüste gekurvt und hätte keinerlei Bedenkes es wieder zu tun.
Gewichtoptimierung ist mir schon wichtig, denn das Radgewicht ist einfach auch ein Spassfaktor. Mein 18,5kg Reiserad vermittelt nicht den Fahrspass des 5 oder 6 kg leichteren MTBs. Und so loslegen wie mein Rennrad (so 10-11 kg -ist aus Stahl) tut es allemal nicht. Bei meinem Eigengewichts von 88 kg geht dieser o.g. Gewichtsunterschiede gerademal mit 5% in das Gesamtgewicht ein. Dennoch ist es subjektiv eine andere Welt, ob man auf dem MTB dahinfltzt oder den 'Reisepanzer' in Bewegung setzt. Deshalb ist die Gewichtsoptimierung nicht nur etwas für Jan Ulrich oder verhinderte Radchamps, sondern ist beim täglichen radeln durchaus wichtig. Mir jedenfalls. Sicherlich: wenn ich 3 Monate durch die Anden fahren dürfte, würde ich mir wohl auch andere Gedanken bzgl Ausrüstung machen.
Grüsse Thomas
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#57843 - 29.09.03 15:18
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: shabbaz]
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weil es verbeult wie eine getränkedose? nana, jetzt verbreitest du selbst vorurteile finde das thema müßig. das führt zu keinem ergebnis. warum laßt ihrs nicht dabei bewenden?!
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#57851 - 29.09.03 16:13
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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Aluphober
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Sehr geehrter Herr oder Frau Bulzgf, ich halte es da auf jeden Fall mit Shabazz, einen Lenker will ich nicht aus Alu, besser gesagt nie wieder, ist mir im Laufe des Lebens schon 2x direkt am Vorbau abgebrochen. Die Vorwarnzeit beträgt dabei ca 2 - 5 sec. und man hat nur den halben Lenker in der Hand. Da das mit Vorliebe bei Belastung passiert ist es echt doof. Kurbeln sind mir auch schon gerissen (womöglich hatte ich sie zu fest angezogen?), war aber nicht so dramatisch, da gibts auch nicht so viele annehmbare Alternativen. Ansonsten ist es eine Frage ob ein Material entsprechend seiner Qualitäten dimensioniert, verarbeitet und verwendet wird. Bei Al Bremshebeln scheint dies wohl immer, bei Felgen meist, meist Rahmen oft, und so weiter der Fall zu sein, kommt halt drauf an... aber woran erkenne ich das im Vorfeld ohne Röntgengerät, Ultraschall oder Zerstörender Materialprüfung?? Wieviel Risiko gehe ich ein für ein paar Gramm, oder wie oft tausche ich z.B. meinen Lenker einfach prophylaktisch?? Suum suique in Erwartung weiterer lustiger Beiträge zum Thema der Ferrophile
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#57854 - 29.09.03 17:05
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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akunankinga
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materialgerecht konstruiert werden sollte der Rahmen und da gibt es bei Alu mehr Nach- als Vorteile. Vergleiche mal Nutzfahrzeuge: Alurahmen bauen nur wenige Firmen für Spezialfahrzeuge (Silo, Tank) bzw. wo es um Probleme bei der Einhaltung der 40to Grenze geht. Der Nachteil der begrenzten Lebensdauer wird dabei in Kauf genommen. Die Überwiegende Mehrzahl der NFZ wird mit Stahlchassis ausgerüstet. Sei dir sicher, daß die Hersteller und Betreiber wissen warum. Sie wollen damit Geld verdienen. Nur zur Klarstellung: Chassis, nicht Aufbauten
Wenn du dir Bremsgriffe mal aus der Nähe anschaust wirst du schnell merken, daß die vollkommen überdimensioniert sind. Dann hält natürlich auch Alu. Stahlbremshebel wären nicht schwerer, vermutlich aber teurer in der Herstellung Aku
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#57870 - 29.09.03 19:00
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: akunankinga]
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Beiträge: 975
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was mir bei der ganzen Diskussion bzgl des Rahmenmaterials gegen den Strich geht, ist dass die meiner Meinung nach an der Praxis vorbeigeht. Bei mir in der Familie leben 4 radelnde Leute, zusammen bringen wir es auf 10 Räder unterschiedlichen Alters (1-15 Jahre). Da gibts 2 mal Karbon, 4* Alu und 4* Stahl. Schwachpunkte, für die es m.E. keine wirklich gute universelle Lösung gibt und die immer wieder Geld kosten und Verdruss bereiten sind:
- Beleuchtung - Kettenschaltung - Bremsen - bei den einfachen Rädern noch die Felgen
aber der Rahmen war nie ein Problem, noch nicht mal beim Radelbauerrad.
Gruss Thomas
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#57895 - 29.09.03 21:20
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: akunankinga]
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Vergleiche mal Nutzfahrzeuge: Alurahmen bauen nur wenige Firmen für Spezialfahrzeuge (Silo, Tank) bzw. wo es um Probleme bei der Einhaltung der 40to Grenze geht. Der Nachteil der begrenzten Lebensdauer wird dabei in Kauf genommen.
Du meinst sicherlich, den Nachteil der längeren Lebensdauer. Die Überwiegende Mehrzahl der NFZ wird mit Stahlchassis ausgerüstet. Sei dir sicher, daß die Hersteller und Betreiber wissen warum. Sie wollen damit Geld verdienen.
Richtig! Irgendwann geben nämlich auch die hartnäckigsten Besitzer den Kampf gegen den Rost auf und müssen sich vom TÜV gezwungen letztendlich doch mal wieder eine neue Kiste kaufen. So ist natürlich mehr Geld zu verdienen -> ein klares Plus des Stahlchassis aus Sicht der Hersteller. Man vergleiche das mal mit den bekanntlich zu grossem Teil aus Alu gebauten Flugzeugen - die haben eine längere Dienstzeit als ein Verkehrsbus, trotz strengerer Sicherheitsauflagen.
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#57906 - 30.09.03 05:59
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: thory]
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Hi Thomas, vergiß es... ... die wollen nicht anders ... ist schon wie in der Muppetshow hier (obwohl ich die nie gesehen habe ) ...
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#57907 - 30.09.03 06:21
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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akunankinga
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Stahlchassis sind bei technischen Untersuchungen sehr selten ein Problem. Sondern die Anbauteile Achsaggregat (kenne nur Stahltypen, nichts aus Alu), Bremsen (aus Alu? frühe Gustav M. Ist zu klein) usw Wenn Alu als Chassis in Summe wirklich besser wären, warum sollten wir dann noch Stahl verwenden? Wer oder was ist TÜV? An unsere Laster lassen wir nur Wasser und DEKRA Vergleiche mal Eigengewicht und Nutzlast bei Flugzeugen und NFZ, würden NFZ wie LFZ gebaut wären die Transportkosten nicht bezahlbar Sattelzug leer ca 11 to - Nutzlast 29to (das ist fast das 3 fache) Aku
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#57912 - 30.09.03 06:34
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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@ Windfänger: Was hast du denn da für eine Rostschutzfarbe verwendet? Hab selber grad einen größeren Kratzer auf dem Oberrohr und überlege den mit Rostschutzfarbe anstatt nur mit Lackstift auszubessern.
Gruß Tristan
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#57934 - 30.09.03 10:15
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: shabbaz]
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Hallo, Zitat: der rahmen meines alu-citybikes knackt im wiegetritt Ich würde mal das Tretlager untersuchen. mfg bulzgf
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#57948 - 30.09.03 12:15
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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dafür heißt es ja lt. Empfehlung alle 5000km Lenker und Vorbau wechseln. Mach ich aber nicht. Gruß Jan
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#58022 - 30.09.03 21:40
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Tristan]
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@ Windfänger: Was hast du denn da für eine Rostschutzfarbe verwendet? Hammerit aus dem Baumarkt, soll man laut Dosenaufschrift einfach über den Rost streichen können. Scheint auch zu funktionieren, aber ein bischen Rost schleif' ich manchmal trotzdem vorher ab. Das gibt es aber nur in 4 oder 5 Farbtönen und die deutlich sichtbaren Farbflecken geben meinem Rad den anheimelnden Charme, den auch alten Seelenverkäufer austrahlen, die unter der Flagge Liberias zu ihrer letzten Fahrt nach Indien auslaufen .
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#58121 - 01.10.03 17:33
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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Hallo, mit meinen Beitrag über sicherheitsrelevante Teile aus Alu wollte ich zum Nachdenken anregen. Wenn ich mir heute ein Rad zusammenstelle, bekomme ich doch, auch wenn es es will, keine Gruppenteile aus Stahl. (Kette abgesehen) Kurbel, Bremsen usw. gibt halt nur aus Alu bei hochwertigen Gruppen. Meine Erfahrungen mit Stahlrahmen. An meine erste Bergabfahrt mit einem Stahlrahmen (GIOS Rennradrahmen) werde ich ewig zurückdenken. Ab Tempo 60 fing der Rahmen an zu flattern und ich vor Angst. Später habe ich dann mit Tricks (Oberschenkel gegen das Oberrohr pressen usw.) das Flattern verringern können. Beim Alu Rahmen habe ich bisher das Flattern nicht kennengelernt, Gott sei gedankt. Zum Thema: Reparaturfreundlichkeit Es gehört doch zu den Legenden, wenn ein Dorfschmied (hintern den Bergen) hochwertige Stahlrohre schweißen kann. Er brennt doch die dünnen Rohre sofort durch, wenn also Stahlrahmen dann aus "Wasserrohren", die sind zwar sauschwer ,aber dafür stabil. Burkhard
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#58147 - 01.10.03 21:08
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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Hallo Burkard
Du liebst auch eher die undifferenzierten individuellen Betrachtungen. Nur weil dein Gios mal geflattert hat (Vielleicht nur wegen einer 8 im Laufrad oder etwas anderem) ist Alu nicht prinzipiell besser.
Ich finde es schon manchmal komisch, dass eine individuelle Erfahrung ohne weitere Betrachtung zur allgemeinen Weisheit ausgebaut wird.
Mir ist es eigentlich ziemlich egal ob ich einen Rahmen aus Stahl oder Alu habe, wichtig ist vor allem, dass der Rahmen aus gutem Grundmaterial ist und gut verarbeitet ist. Schlechte Rahmen lassen sich aus beiden Materialien herstellen.
Allerdings sollte man vielleicht außerdem die Materialeigenschaften des eigenen Rahmenmaterails kennen, wie z.B. Korrisionsanfälligkeit oder Bruch "ohne Vorwarnung", um ggf. Vorsorge (z.B. gegen Korrision) treffen zu können.
Übringes, sehr viele Dorfschmiede werden auch einen dünnen Stahlrahmen wieder zusammenschweissen können - mein Autoschrauber um die Ecke bekommt das auch hin (Ich habe es ausprobiert - und der sagt selbst, dass er nicht besonders schweissen kann) wenn er ein Autogen oder MAG Schweissgerät hat. (Mitlerweile sind die ziemlich Standart) Allerdings ist die Naht N I C H T für längere Dauerbeanspruchung geeignet, also für die letzten paar Tage einer Tour oder bis zur größeren Stadt um Ersatz zu besorgemn oder ähnliches.
Bisher habe ich nur Stahlrahmen - aber das Entscheidungskriterium für den nächsten Rahmen ist nicht das Material. (Ein schöner ALAN Crossrahmen würde mir gefallen, davon schwärme ich schon seit Jahren)
Dittmar
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#58187 - 02.10.03 10:27
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Dittmar]
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Hallo, nicht nur ich habe diese Eindrücke von Stahlrahmen bekommen, sondern auch in der Zeitschrift tour wurde auf Tricks zum Stabilisieren der flatterhaften Stahlrahmen hingewiesen. Und das, zur einer Zeit als es nur Rennräder aus Stahl gab. Auch Prüfungen zur Rahmenstabilität haben diese individuellen Eindrücke bestätigt. Ich habe einen Alan Crossrahmen aus Alu, bin aber nicht besonders froh damit. mfg Burkhard PS: GIOS Rahmen waren die Spitzenrahmen (silbergelötet usw.).
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#58218 - 02.10.03 16:57
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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Hallo Bukrhard und Dietmar ! Verzeihung, wenn ich mich einmische - aber da ich sowohl einen Gios-Stahlrahmen als auch einen Klein-Alu-Rahmen in Betrieb habe und mit beiden Rädern die gleichen Strecken fahre, will ich hier noch meinen Senf dazugeben : bei allen Bergabstücken im Wienerwald (und da gibt es einige, auch recht steile) fährt sich der Klein-Rahmen einfach ruhiger, auch wenn ich ein richtiges "Flattern" beim Gios auch noch nicht feststellen konnte (ich presse aber sicherheitshalber immer beide Oberschenkel ans Oberrohr). Bergauf und im Weigetritt ist der Unterschied nicht so markant, hier wirkt das Klein nur minimal steifer.
Fazit: wenn man bedenkt, dass der Gewichtsvorteil des Alu-Rahmens ca. 700g ausmacht (und Klein lebenslange Garantie auf den Rahmen gibt - falls Trek nach der Übernahme das überhaupt weiter garantiert, aber das ist ein anderes Thema) und er noch die weit bessere Lackierung hat, gibt es eigentlich nicht viele rationale Gründe, am RR Stahlrahmen zu fahren.
Trotzdem hat das Gios mit den altmodischen Silbermuffen und den dutzenden Schriftzügen ein besonderes Flair und wird (vielleicht auch aus nostalgischen Gründen) von mir gerne gefahren.
Ein Breezer-Stahlrahmen ist - da der Hinterbau für 2,1er Reifen zu knapp konstruiert war - durch Dreck am Reifen regelrecht durchgescheuert worden, ein zweiter (Breezer Lightning) muss ich jetzt komplett neu lackieren lassen - nach vier Jahren Gebrauch.
Jetzt habe ich einen Chaka-Alu-MTB-Rahmen in Betrieb, nach zwei Jahren dank einer dicken Pulverbeschichtung nicht einmal ein Kratzer. Meine Erfahrung ist daher auch, dass unabhängig vom Rahmenmaterial - besonders bei Ganzjahresgebrauch - die Lackierung bzw. Beschichtung des Rahmens Einfluss auf dessen Lebensdauer hat und da haben die moderenen pulverbeschichteten Alu-Rahmen, die es noch dazu schon sehr günstig gibt, einfach Vorteile. Grüße Gerold
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#58245 - 03.10.03 07:13
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Windfänger]
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Hallo ihr Alle! Zu den Lenkern: Mir ist einmal (ohne jede Vorwarnung, und ich bin sehr hellhörig!) ein Stahllenker gebrochen, Alulenker bisher noch nie. Davon leite ich jetzt keine bessere Qualität von Alulenkern ab, ich stelle nur fest. Bei Stahllenkern wird das Bruchrisiko wahrscheinlich geringer sein. Zur Steifigkeit der Rahmen: Bei meiner vielen Stahlrahmen, die ich gefahren bin und den Alurahmen, die ich fahre (aktuell 3 Stahl und 3 Alu, wenn ich das Tandem mitrechne) kann ich keinen Unterschied zwischen Alu oder Stahl erkennen, sehr wohl aber zwischen gutem und schlechtem Produkt. lg irg
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#58246 - 03.10.03 07:24
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: bulzgf]
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Hallo Burkard,
ich weiss auch, dass Alu Rahmen etwas steifer sind als Stahlrahmen und kenne auch die Möglichkeiten des Stabilisierens von Stahlrahmen. Aber wenn der GIOS Rahmen schon ab 60 km/h flattert, vermute ich die Ursache der Schwingungen in etwas externen, z.B. eine leichte 8 aím Laufrad.
Bei allen meinen Stahlrahmen habe ich derartiges Flattern in diesen Geschwindigkeitsbereichen noch nicht festgestellt, auch nicht mit Gepäck mit über 70 km/h in den Alpen oder mit 60 km/h auf geschotterten Wegen in Skandinavien. (mit 4 unterschiedlichen Stahl Rennrahmen) Allerdings war ich froh, dass ich die Laufräder vorher nochmal zentriert habe und hatte den Eindruck bei 70 km/h, dass ich die Unwucht des Ventils im Hinterrad merke (Ich hatte das meiste Gepäck im Lowrider und nur wenig hinten (15 kgvorne, 5 kg hinten )).
Es kann vielleicht auch sein, dass Gepäck die Rahmen stabilisiert, wenn es gut verteilt ist, denn in der letzten Zeit hatte ich wenig Gelegenheit "mal so" richtige schnell berab zu fahren, da ich im Flachland wohne.
Zu dem ALAN Cross Rahmen interessiert mich, was an dem Rahmen unbefriediegend ist, ich kenne niemanden, der Erfahrungen damit hat.
Dittmar
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#1011825 - 01.02.14 09:54
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Unterwegs in Deutschland
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Hallo, also mein Alurahmen der Marke Staiger hat bisher super gehalten. Ich hab ihn auch bei ca 40kg Gepäck + Mir schon ca 4000km Waldwege und Schotterpisten gefahren. Dabei hat er auch einige starke Schläge aushalten müssen. Jedoch nichts passiert.
Also von mir eine Empfehlung an Alu zumal mit dem Rost ist es echt dann vorbei.
Mfg Stefan
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#1011847 - 01.02.14 10:41
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Stefan Hubrich]
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wenn Du jetzt 40000 km geschrieben hättest, wäre das eher eine Aussage. Aber 4000km? Selbst auf Schotter sollte viel mehr normal sein, egal ob für Alu oder Stahl.
Grß Renata
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Geändert von Rennrädle (01.02.14 10:44) Änderungsgrund: Text geändert |
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#1011856 - 01.02.14 11:24
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Rennrädle]
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Beiträge: 400
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oder 400 tkm. Weil selbst 40 tkm wäre wohl noch eine Grundvoraussetzung und nicht weiter erwähnenswert...
Aber trotzdem weiterhin gute Fahrt mit dem Rad. Ich bin mir ziehmlich sicher, der Rahmen wird auch die nächsten 96.000 km gut überstehen.
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Geändert von maush (01.02.14 11:26) |
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#1011859 - 01.02.14 11:41
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Stefan Hubrich]
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Beiträge: 25.143
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Bis es soweit ist, daß du und dein Rahmen sechstellige Erfolge feiern könnt, darfst du dich für das Auffinden und Ausgraben eines so alten Fadens an der Goldenen Schaufel erfreuen!
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...in diesem Sinne. Andreas | |
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#1011922 - 01.02.14 15:07
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: Franco]
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Beiträge: 11
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Die Lebensdauer von Stahlrehmen hängt wohl stark von der Lackqualität ab. Mein Manufaktur-Rahmen fährt seit etwa 80 000 km durch jedes Wetter, auch durch Streusalz, und scheint nicht zu wissen, was Rost ist. Andere Stahlrahmen haben an den Anlötteilen schon nach einem Jahr mit dem Rosten angefangen. Den Ausschlag für Stahl gibt für mich aber die Erfahrung, wie lange sich ein Bruch ankündigt: Ein Riss im Gabelschaft machte sich durch schwammiges Fahrverhalten bemerkbar, ich konnte danach aber noch die 40 km bis zum nächsten Bahnhof fahren (in eher verhaltenem Fahrstil...). Kurz danach war der Schaft ab. Ein Bruch ohne Ansage wäre wohl etwas ungemütlicher.
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#1011967 - 01.02.14 17:18
Re: Lebensdauer: Alu- gegen Stahlrahmen
[Re: krudewil]
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Gewerblicher Teilnehmer
abwesend
Beiträge: 2.340
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Rost ist ja nur ein Faktor, sofern der Stahlrahmen (wie deiner) gut behandelt ist passiert da normalerweise zumindest auf der Aussenseite nicht viel. Obwohl ich überzeugt davon bin, dass Stahlrahmen im Durchschnitt länger halten, stimmt es m.E. nicht, dass sich jeder Bruch in Stahl vorher wie bei deinem Gabelschaft ankündigt. Mir ist ein Gabelschaft während der Fahrt abrupt abgebrochen. Die einzige Ankündigung war unübliches Spiel im Steuersatz wenige Kilometer vorher.
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Der Mensch ist umso reicher je mehr Dinge er liegen lassen kann. | |
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