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#1339939 - 31.05.18 15:23 Luberon; die ersten Tage waren herrlich
Juergen
Moderator
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7457
Dauer:11 Tage
Zeitraum:16.4.2018 bis 26.4.2018
Entfernung:300 Kilometer
Bereiste Länder:frFrankreich

Lenker gerade, Lenker und Griffe mit Luftpolsterfolie umwickelt, Pedale auf den Gepäckträger geklebt, Karton besorgt, Karton zugeschnitten. Der Sattel schaut oben raus. Die Luft bleibt in den Reifen, das Rad bleibt rollbar und Dank des Ausschnittes funktioniert auch der Seitenständer mit Karton. Das Rad am Abend im Düsseldorfer Flughafen bei Eurowings ohne Probleme abgegeben, mit Freunden noch ne Pizza gegessen.
In Marseille liegt das Rad unten und fremde Koffer werden mit Karacho auf den Lenker geschmissen. Nix passiert, den Spiegel hatte ich demontiert. Wasser gebunkert, Route geändert und mit dem TER von Vitrolles Aeroport Marseille nach Arles gerollt.





Der angeblich schönste Platz in Arles mit dem grün-gelben Café van Gogh ist nicht mehr als eine ernüchternde Tourifalle. Die Arena ist natürlich geschlossen, die Pizza gegenüber der Touristeninfo mehr schlecht als recht.
In der Jugendherberge schlafen 6 Männer in einem Zimmer. Nur zwei wollen nicht nach Santiago. Keiner schnarcht. Wohl geruht. Bon voyage! lach



Geplant hatte ich zunächst, von Marseille nach Nizza zu fahren, um einen Teil der schönsten Schluchten Frankreichs innerhalb meines Leistungsspektrums zu erradeln.
Die schönsten Schluchten (Gorges) in Frankreich (Länder)

Die Hinweise und Tipps waren allumfassend. Nichts konnte eigentlich schief gehen. Dass Eurowings ein kleines Fluggerät von der LGW einsetzt, den Abflug um drei Stunden verschiebt und die französische Bahn am Tag meiner geplanten Rückfahrt streikt, kostet mich Nerven, war aber letztendlich nicht wichtig.
geplante Strecke Marseille-Nizza bei GPSies

Die ersten Tage waren herrlich.......... lach

Arles . Barbegal . Maussane-Les-Alpilles . Les Baux-de-Provence . Saint-Remy de Provence Camping Pegomas: 14,66 Euro





Kurverei ins Gewerbegebiet. Im Intermarché stehen Gaskartuschen nicht im Regal. Beim Decathlon kaufe ich eine, die mich in Lebensgefahr bringen wird. Der Bäcker ist in Ordnung und der Weg Richtung Les Baux-de-Provence beschaulich.
Die alten Mühlen von Barbegal bieten windgeschützte Plätze für den ersten Kaffee on Tour und schöne Ausblicke ins Tal.





In Maussane-Les-Alpilles, ich bin auf der Suche nach Käse, Salami&Co, entdecke ich den Garten Eden. Le Jardin des Alpilles verliebt
Wer Fisch braucht, ist auf der gegenüberliegenden Straßenseite bestens aufgehoben. Saint Louis pêche

Wohlgemerkt: Ein besser ausgestattetes Lebensmittelgeschäft braucht ihr im ganzen Lubéron nicht zu suchen.







Ausgestattet mit dem nötigsten, lege ich auf der D27 hinter Manville die Kette aufs kleine Blatt. Dort wird sie bleiben. Immer! teuflisch

In Deutschland ist es mittlerweile üblich, dass Obst und Gemüse in gedoppelter Plastikummantelung auf die Welt kommt. eine Quelle von hunderten
Vor dem Anstieg nach Les Baux wachsen in blühenden Bäumen Erdbeeren. Auf gelben Butterblumenwiesen finden sich ebenso saftige und süße rote Fraises. verliebt





Gut gestärkt tut der Aufstieg nur halb so weh. Das liegt auch an der schönen Kulisse, die dem Auge immer etwas neues und Interessantes bietet.







In Saint-Remy de Provence gibt es an der Rue Lafayette, zunächst was frisches.



Auf dem CP bin ich fast alleine und schlafe sehr ruhig 10 Stunden ungestört. Das lag einerseits an den 48km mit dem Anstieg nach Les Baux, als auch sicherlich an diesem Café de la Place am Rande der Altstadt, dem grünen Spargel mit einer köstlichen Sauce Hollandaise und dem besten Fondant au Chocolat meines Lebens. wein

Saint-Remy de Provence . Eyragues . Noves . Caumont-sur-Durance . Le Thor . L'Isle-sur-la-Sorgue . Fontaine-de-Vaucluse Camping-les-Pres ca. 17,- Euro

Schmale Wege führen nach Norden. Bäume bieten Schatten im gleißenden Blau. Die Wegführung vor Caumont-sur-Durance über die Brücke fordert vom Radler eine gewisse Kaltschnäuzigkeit beim Queren der Ein- und Ausfahrten. Übersicht





Die römischen Gärten sind zur Mittagszeit bei 36°sowas von dröge, dass ich mich zügig aus dem Café verdünnisiere und schaue, was der Tag noch nettes zu bieten hat.



Le Thor ist ganz nett und lädt an der Brücke über die Sorgue zum Verweilen ein.



Das einzig erwähnenswerte zwischen Le Thor und L'Isle-sur-la-Sorgue sind die vielen Spargelfelder und der Blick auf den Mont Ventoux.



In L'Isle-sur-la-Sorgue kann ich mich an vielfältigsten Eindrücken nicht sattsehen. Was für eine schöne lebendige Stadt. verliebt





Heute bin ich schlauer und möchte jedem, der auf der erwartungsvollen Reise zu den schönsten Dörfern im Luberon ist, empfehlen:
Bleibt hier! Schöner wird es nicht. weinend
Macht von hier aus einen Ausflug zur Quelle der Sorgue, fahrt zur Ardeche, legt euch in irgendeinen Pool und trinkt Mojito oder umkurvt das Massif Central. Irgendwas fällt euch schon ein. wein


Auf dem Camping-les-Pres an der Fontaine-de-Vaucluse finde ich einen wirklich ausgezeichneten Platz am Flussufer, zahle 17,- Euro für mein Zelt und mich, quatsche mit Wohnmobillisten aus Essen, die liebevoll ihre E-Bikes von R&M betrachten, während sie ihr mitgebrachtes Stauder trinken und mir ein Resto im Dorf mit der besseren Mandelforelle empfehlen. grins

Das Dorf besteht im Wesentlichen aus einer 300 Meter langen Promenade entlang der Sorgue mit plastikbestuhlten Cafés und Andenkenläden. Am Ende der Promenade gibt es ein etwas besseres Restaurant. Das ist geschlossen und der weitere Weg zur Quelle verrammelt. Da gibt es kein Erbarmen und über den Zaun mag ich nicht klettern.





Nun gut, dann begebe ich mich ins erstbeste Restaurant an der Brücke, futtere meine Mandelforelle, betrinke mich sinnlos mit einem Glas Rosé und zahle freiwillig 27,- Euro mit Bedienung und einem feinen Blick auf den blaugrünen Fluss. schmunzel



Fontaine-de-Vaucluse . Lagnes . Cabrières-D'Avignon . Gordes . Camping Des Sources 22,50 Euro 13,50 Euro

Der Anstieg nach Lagnes ist mit 12% schon recht übel, doch oben erwarte ich mit Freude etwas Neues. Auf einem der vielen Parkplätze im Luberon ist nix los und so rumpel ich über einen kleinen Pfad zur Mur de la Peste.





Die Landschaft ist nicht überall vertrocknet. Zwischendurch gibt es auch grüne Wiesen. grins



Der Tennisplatz ist von Hecken verdeckt und der Pool befindet sich hinterm Haus mit den Rollschichten aus altem Gestein.



Die letzte Nacht an der Sorgue bescherte mir 10 Stunden tiefen Schlaf. Wahrscheinlich war das der Grund dafür, dass ich den Weg nach Gordes und weiter unbeschadet überlebt habe. Bei 36° kachel ich die D2 mit ihren lieblichen 9% Richtung Norden. Selbst der abzweigende Radweg bietet 12%. Nein, kühler wirds nicht. Die 2 km zu den Village des Bories in brennender Glut der Steppe schenke ich mir.

Der wunderschöne Blick auf Gordes entschädigt mich.



.......... die Hälfte der Dorffassade wurde zu einem Luxushotel umgebaut.
.......... die Fläche der ausgewiesenen Parkplätze ist größer, als die Grundfläche des eigentlichen Dorfes.

Mit dem Rad an der Hand spaziere ich gefühlte 500m durchs Dorf und hab die Nase voll, als ich an einer kleinen Boulangerie die Menschenschlange betrachte. Die Vorräte, die ich mir in Cabrieres d’Avignon zugelegt habe, sollten noch für zwei Tage reichen. Und wenn nicht, dann kauf ich mir was auf dem Camping nördlich von Gordes. Dort gibt es einen beheizten Pool, einen kleinen Laden und ein Restaurant. (Quelle: Michael Müller Reiseführer "Provence-Côte d’Azur)"

Zu einem Photo reicht die Laune dann doch noch.... traurig



Die 9% Steigung nach Gordes verringert sich kaum auf dem Weg zum Campingplatz. Der letzte Rampe zwingt mich zu ganz kleinen Schritten. Sowohl der Tacho als auch das Garmin bieten mir 17% bei mittlerweile 37° an.

Die Frau in der Rezeption macht mir zunächst klar, dass der Pool leer sei, das Restaurant noch nicht geöffnet habe und der Laden geschlossen bliebe. Der Platz koste mit Touriabgabe 22,30 Euro. "Nein, nicht für eine Woche. Für eine Nacht."
"Wenn ich das bezahlen muss, verlasse ich auf der Stelle Frankreich!"
omm

Die guckt mich an wie ein Auto und braucht geschlagene 10 Minuten bis sie mir nach Rücksprache mit ihrer Chefin 13,30 Euro anbietet.

Ich kaufe zwei Bier, bestelle für den nächsten Morgen Brot und betrachte den mir zugewiesenen Stellplatz, den eine 8-köpfige Gruppe Straßenmusiker als Parkplatz neben ihrem Großraumzelt benötigt. weinend

Mein Zelt findet einen anderen Platz, die Jungs sind nett, die Musikübungen erfrischend und zwischen 22:00 Uhr und 05:30 Uhr sind sie still. wein

Recht früh schweift mein Blick beim Frühstück Richtung Luberon.



Camping Des Sources . Col des Trois Termes . Abbaye Notre-Dame de Sénanque . Gordes . Roussillon . Les Lombards (Camping Le Pré Lombard 16,50 Euro)

Eigentlich sollten Sätze mit eigentlich verboten werden. Ich kurbel also erstmal vom Campingplatz nach Norden, um mir die Gegend etwas genauer anzuschauen.
Gibt es Richtung Venasque irgendwas, das mein Auge erfreut? Felsformationen? Ne kleine Schlucht? Grüne Wiesen? Kühe auf der Weide? Ne liebenswerte Straßenführung? Irgendwas Lohnenswertes, wofür ich mich abstrample?



Am Col des Trois Termes schau ich nochmals nach Norden, biege links ab, knall die 8 bis 11% zum Kloster runter. und denke klammheimlich an die großartige Abfahrt von Montalcino zur Abtei Sant’Antimo im grünen Tal. verliebt

Im Klostergarten am unteren Parkplatz gefällt es mir, auch wenn der Lavendel noch nicht blüht. Nach einem zweiten Frühstück spaziere ich etwas um das Kloster herum und erfahre, dass es durchaus möglich ist, hier für 30,- Euro zu übernachten. (Klick zur Quelle) Diese Alternative wäre mir gestern sehr willkommen gewesen. Heute will ich weiter. Zunächst zurück nach Gordes und dann zu den Ockerbrüchen in Roussillon.

„Sie haben nach Gordes nur eine Möglichkeit. Sie müssen die Straße zurück, die Sie gekommen sind. Das ist der richtige Weg, denn in die andere Richtung ist die Straße, die da oben den Hang nach Gordes hochgeht, eine Einbahnstraße. Diese Regelung ist neu. Es hat mit den Wohnmobilen Probleme gegeben. Die sind zu breit für die Straße.“ grins
„Was ist mit dem Weg, der direkt am Kloster langgeht?“
„Das ist ein Trampelpfad und Wanderweg. Mit dem Rad kommen Sie da nicht durch.“

Na gut, fahr ich halt gegen die Einbahnstraße, die schlimmer erscheint als sie tatsächlich ist. Die Steigung beträgt maximal 11%. Erträglich am späten Vormittag.





Blick auf Gordes von oben...........



In Gordes gibt es auch an einem Donnerstag nicht weniger Touristen als an einem Mittwoch. Ich vergesse, Wasser zu kaufen und nehme die D2 Richtung Roussillon. Der Fahrtwind bläst die Hitze weg, Weinfelder begleiten mich ein paar Kilometer bevor mir die letzten 1500m mit bis zu 17% die Laune versauen. Egal. Das Wasser schenkten mir die Gärtner eines Engländers. Ich habs geschafft. Dass die wunderschönen Dörfer alle auf nem Buckel liegen ist ja nichts neues für mich. schmunzel

Roussillon ist wirklich schön. Die Farben entsprechen denen der Hochglanzkataloge provenzalischer Keramikhersteller. Die Fassaden leuchten in dutzenden Ockertönen um die Wette.
Direkt am Eingang zu den Ockerbrüchen parke ich die Fuhre, sehe auf einem Teller im Restaurant eine geile Bruschetta, lasse mich nieder, lasse sie mir schmecken, trinke dazu zwei Cola und zahle 25,- Euro. Südfrankreich eben. grins









Ich bin ja durchaus gelegentlich etwas dekadent, gebe auch mal richtig Kohle für ein schönes Zimmer aus und verfresse meine Altersvorsorge. Heute ist mir nicht danach.

Wo stelle ich mein Rad ab, während ich mir die Ockerbrüche anschaue? Ich finde keinen geeigneten Platz.



Am Rande des Dorfes entdecke ich einen kleinen Supermarkt. Erdbeeren, Kekse, Abendessen und Frühstück landen im Backroller.

Der nächste Campingplatz liegt bei Gargas und entpuppt sich als ruhiges Kleinod im Luberon. Für 16,50 gibt es einen Pool. Im Restaurant gibt es leckere Hamburger für 7,50 und gezapftes Bier für 2,50. Dass die Betreiber des Platzes äußerst hilfsbereit und freundlich sind, sei nicht nur am Rande erwähnt.


Camping Le Pré Lombard . Gargas . Villars . Camping Rustrel Colorado 17,- 13,50

In Gargas soll es einen Kiosk geben, in dem ich eine Batterie für meinen Tacho bekomme. Meinem ist es zu heiß geworden. Alle anderen Akkus sind frisch geladen, haben die Nacht in der Rezeption gut überstanden.
Die Ockersteinbrüche von Bruoux öffnen in 2 Stunden, der Kiosk hat Knopfzellen für jeweils fünffuffzich. Ich nehme zwei und mach mich auf den Weg nach Villars, immer auf der ausgewiesenen Radroute, die mitten durchs Dorf führt. lach









Zu Villars findet sich nichts im Müller Reiseführer. Auch die Suche hier im Forum endet ergebnislos.
Es gibt keine Maklerbüros, keine Souvenirsläden, keine Eisdielen, keine ausgewiesenen Parkplätze und keine angepinselten Hausfassaden. Irgendwas machen die im Dorf falsch.
So sitze ich nach einem kleinen Rundgang in der Bar des Amis am Place de la Fontaine und schaue, wie die Zeit vergeht............. dafür

Kinder spielen Fangen, Erwachsene haben Musze für ein Schwätzchen, während der Opa vom Pflegedienst zu einer Bank vor dem Brunnen begleitet wird.



Der Campingplatz Le Colorado, unweit der Ockerbrüche von Rustrel, bietet schattige Plätze, eine Pizzeria, einen Laden und einen Pool. erstaunt
Zeit für einen ruhigen Nachmittag. Zeit, um endlich mal den Staub aus den Klamotten zu waschen. Bei mittlerweile 38° dürften die recht schnell trocknen.



Da ich nicht schon wieder damit drohen möchte, Frankreich bei den Preisen für ohne Pool, ohne Laden und ohne Resto zu verlassen, schaue ich diesmal nur mitleidig aus der Wäsche. Es fällt mir leicht und wir einigen uns auf 27,- Euro für zwei Nächte.

Der mir zugewiesene Stellplatz im unteren Bereich der Terassenanlage ist ganz nett. Meine Nachbarin fragt mich direkt, ob ich früh schlafen gehen möchte?
Ich bin sofort hellwach. Es stellt sich heraus, dass sie auf eine Gruppe wartet und das Küchenzelt für 21 Leute aufbauen muss. Während ich ihr helfe, die Geschirrkisten aus dem Bus zu laden, erzählt sie mir, dass es in Frankreich eine Organisation gibt, die Menschen mit Handicap auf Reisen begleitet. Jeweils zwei Betreuer sind für eine behinderte Person zuständig und diese wird in einer Art Sänfte zu und durch die Sehenswürdigkeiten getragen. Leider habe ich versäumt, den Bus mit der Internetadresse zu fotografieren. Es muss so etwas sein: https://tourisme.handicap.fr/art-rando-anes-handicap-1028-10211.php
Nach dem freundlichen Hinweis suche ich mir einen neuen Platz, wasche schmutzige Wäsche, trinke zwei Bier für 8,- Euro und vertilge den restlichen Proviant. In einer PN steht: Mach Urlaub. Leg dich an den Strand. Gute Nacht. schmunzel


Rustrel

Die Ockerbrüche strahlen im Sonnenlicht und sollen nicht so überlaufen sein wie die in Roussilion. In den Sommermonaten ist jedoch nur am Vormittag ein Besuch ohne organisierte Führung möglich.















Zur Mittagszeit kurbel ich hoch nach Rustrel. Dort soll es eine der besten Bäckereien mit angeschlossener Brasserie im Luberon geben. Außerdem brauche ich neue Vorräte.

"Bonjour Madame, würden Sie mir freundlicherweise sagen, was die Ravioli kosten? Die sehen gut aus."
"Achtzehn Euro"


Froh, dass ich nicht achtzig verstanden habe, kaufe ich zwei Croissants, setzte mich draußen auf den Platz, schau mampfend in die Luft und kaufe anschließend beim Lebensmittelhändler Käse, Salami, Erdbeeren, Spargel, Tomaten und ein Glas Marmelade. Baguette ist vom Morgen noch ausreichend vorhanden.





Bei Windstille mit konstanten Temperaturen von 38° bis 17:00 Uhr sinkt die Lust auf weitere Erkundungen des Luberon Richtung Osten auf Null.

Zum Abendmahl gibt es die üblichen zwei Biere für acht Euro in der Camping Bar. Die Preise sind stabil.




Rustrel . Apt . Lourmarin . Camping Les Hautes Prairies 17,-

Die 10km runter nach Apt vergehen wie im Flug. Es ist Sonntag. Weißensonntag. Vor der Kathedrale Ste-Anne stehen die Kinder in Reih und Glied. Sie warten auf ihre erste heilige Kommunion.





Die Anzahl offener Sportwagen fällt mir schon länger auf. Alte Ferraris ohne Dach passen gut in die Landschaft. Die 550kg eines Porsche Spyder sind sozusagen das Sahnehäubchen oben drauf. Ich glaube nicht, dass es eine Replica ist. grins





Apt ist sicherlich erquickender als noch eines dieser schönen Dörfer am heiligen Sonntag. So trinke ich zwei Cappus, verdrücke noch ein Nuss-Croissant und fahr hoch übern Berg Richtung Süden.
Die Steigung ist mit maximal 7% auch für mich durchgehend fahrbar. Es gibt keine fiesen Zwischenrampen und gelegentlich auch Nettes zum Anschauen.







Oben, am Abzweig nach Buoux, zögere ich nur kurz. Dann lass ich es laufen und frag mich gar nichts mehr. grins
So hatte ich mir das vorgestellt. Bettelnde Pferde, eine nette Straßenführung, grüne Bäume, plätscherndes Wasser...........







Kleine und große Wohnmobile schnurren im Sekundentakt nach Bonnieux.



Lourmarin braucht an einem Sonntag im April keinen Vergleich mit einem IKEA am letzten Samstag vor Weihnachten zu scheuen. wein

Peter Mayle in der Bar bei Gabi zu treffen, ist seit Januar 2018 nicht mehr möglich. Camus starb 1960. Allein die Legende von Sonne und Licht, das die Zimmer fluten, hat Bestand. Das ist in Wanne-Eikel nicht anders.
In der oben verlinkten Seite steht, dass, im Vergleich zu anderen Gemeinden im Luberon, Lourmarin bessere Parkmöglichkeiten bietet. Das ist richtig. teuflisch

Am Eingang des Dorfes schaust Du zunächst nach links:



.......... dann schaust Du geradeaus:



.......... dann schaust Du nach halbrechts:



.......... Letztendlich schiebst Du dein Rad durch die Gassen



.......... fragst dich, auf welchem Stuhl sich Peter Mayle wohl am liebsten nieder gelassen hat



.......... und kaufst dir dann ne Kugel Eis. Oder lässt es sein.



Ich finde in den verstopften Gassen zunächst keine Möglichkeit, mein Rad in Sichtweite zu einem freien Platz in einem Café abzustellen, ohne dass es jemanden stört. In einen ruhigen Seitengasse gibt es ein Restaurant, über das ich Gutes gelesen habe. Neben dem L'Antiquaire gibt es eine nette Galerie, die ich gerne besucht hätte und vor dem Restaurant stehen zwei kleine Bistrotische. bier

"Bonjour Monsieur, was kann ich für sie tun?"
"Ich würde gerne eine Cola trinken."
"Das ist nicht möglich. Wir betreiben ein Restaurant."
"Ja, das sehe ich. Doch die Tische sind frei, die Essenszeit ist vorbei und ich sehe im ganzen Restaurant nur zwei besetzte Tische."
"Nein! Wir haben keine Lizenz, ihnen nur eine Cola zu servieren."


Mittlerweile gesellt sich auch der Galerist von nebenan zu uns und bestätigt mir die Aussage des Restaurantbetreibers.

Da mir der Anstand verbietet, hier meine Gedanken niederzuschreiben, lasse ich es.

Außerhalb des Dorfes gibt es an einem Kreisverkehr eine grüne Wiese, Schatten unter Bäumen, etwas Restwasser aus der Flasche und eine erfreuliche Begegnung mit einem Wanderer, der von Nizza nach Marseille läuft und eigentlich irgendwo im Wald übernachten wollte. Wir teilen unsere letzten Erdbeeren und Kekse. Irgendwann beschließen wir, unsere Zelte auf dem nahen Campingplatz aufzubauen. lach

Ich suche mir einen wirklich schönen Stellplatz unter Bäumen aus. Meine Nachbarn kommen aus Bern und Jana, haben kleine Kinder, kleine VW-Busse und sind ausgesprochen herzlich. Dass ich mir beim Einschlagen eines Herings auf den linken Mittelfinger schlage, habe ich 5 Minuten später schon wieder vergessen. Am Abend treffe ich den Wanderer und die Familie aus Jena im Restaurant bei Gabi wieder. Die Spagetti mit grünem Spargel sind lecker und preiswert, das Bier kalt, der Abend erfreulich. In dem doofen Restaurant in der Seitengasse sitzen zwei Gäste, während die übrigen Fresstempel gut gefüllt sind. Recht so!

Ein Tipp: Wählt Lourmarin als Etappenziel. Durch die Nähe des Campingplatzes ist es gefahrlos möglich, den Charme dieses schönen Dorfes in den frühen Morgenstunden oder am Abend zu erlaufen. zwinker


Lourmarin . Vaugines . Cucuron . Cabrières-D'Aigues . La Bastide-Des-Jourdans . Manosque Camping Flower Provence Vallée 10,75 Euro
Heute gibt es ein Jubiläum zu feiern. party
"Erst die Arbeit und dann das Vergnügen," war ein geflügeltes Wort, als meine Eltern noch glaubten, mich erziehen zu können. grins
Die ersten Kilometer schenken mir satte 10% auf der Veloroute durch den Luberon. Die Verlockung ist groß, einfach runter ins Tal zu fahren. Lasst es sein. Ihr müsst sowieso wieder rauf. schmunzel Zudem hat in Vaugines das Schwitzen ein Ende und erfreut den Radreisenden mit unerwarteter Beschaulichkeit.







Beschaulich geht es auch am Dorfweiher von Cucuron zu. Vielleicht ist dieser Weiher der meistfotografierte weltweit nach dem im Central Park. Sicher ist jedoch, dass es nirgendwo einen schlechteren Cappu als in dem kleinen beschaulichen Café dort gibt.





Cabrières-D'Aigues ist ein Dorf, dass nirgendwo erwähnt wird und doch einen Umweg durch den Ort von der vorgegebenen Radroute verdient. schmunzel



In La Motte-D'Aigues gibt es ne kalte Cola. Champagner haben sie nicht. Erst 3080 Meter weiter ist es dann soweit. wein



Mitten im Nirgendwo zeigt mir der Tacho 20.000 Kilometer an. party



Ganz ehrlich: Auch wenn das für viele hier im Forum Peanuts sind, so bedeuten sie doch die ersten 180° einer Weltumradelung. grins
Unendlich viele Erinnerungen krabbeln in mir hoch. Äußerlich sind die Barthaare seit meiner allerersten Radreise 2009 etwas grauer und der Name grün geworden. Manche behaupten, dass Forum sei ihr Wohnzimmer. Für mich ist es ein Balkon mit großartigen Aussichten.
Danke an die, die mich begleiten und die ich begleiten darf.
Ich freue mich außerordentlich auf die nächsten 20.000 Km. dafür

Radeln wir weiter und begrüßen ein neues Departement.



Kurz vor Manosque auf der D6 zeigt ein Schild, dass dort der Radweg nach Manosque rechts abgeht. Lasst es sein. Wie mir ein Radfahrer versichert, geht der Radweg erst eben, dann rauf und runter, um anschließend hoch zum Campingplatz zu führen. Bleibt auf der Straße. Der Anstieg ist schnell vorbei. Zum CP geradeaus

Der Camping in Manosque ist wunderbar. Mit Glück bekomme ich die letzte kalte Pulle Heineken bier


Manosque . Gréoux-Les-Bains . Vinon-Sur-Verdon . Saint-Paul-Lez-Durance . Meyrargues .

In der Nacht klopft erstmals mein linker Mittelfinger an. Ich ignoriere ihn und penn weiter.
Zum Frühstück werde ich von einer französischen Radlerfamilie eingeladen, die dabei sind, die Radroute durch den Luberon zu beenden. Wir sind in ganz vielen Dingen einer Meinung. grins
Beim Packen der Radtaschen achte ich immer wieder auf den doofen Finger und denke noch, dass das schon wird.

Die D82 zeigt mir mit aller Deutlichkeit, wer hier bei 36°zu untrainiert ist. Denken, dass das schon wird, ist nicht genug. unschuldig





In Gréoux-Les-Bains entpuppt sich ein kleines Restaurant am Straßenrand mit einem hervorragenden Mittagsmenu als Balsam für meine geschundene Seele. weinend



Auf dem Weg zum Campingplatz knallt mir ein Wohnmobilist fast in die Fuhre.

Darf man das hier laut sagen?
Anklicken zum Enthüllen...
ICH HAB KEINEN BOCK MEHR...........!

Doch im Prinzip war ich die Aktion selber Schuld. Unkonzentriert? Bestimmt!



Was mach ich jetzt? Am Unterlauf des Verdon gibt es einen Camping-municipal.

........... In Vinon-Sur-Verdon gab es einen Camping-municipal.



In Vinon-Sur-Verdon gibt es ein kleines Hotel mit netten Zimmern und einem guten Koch, der tatsächlich ein feines Menu für 20,- Euro anbietet.
Trotz Desinfektionsflüssigkeit und antibiotischer Salbe brauche ich Schmerztabletten, um überhaupt schlafen zu können. Ich warte dann noch einen Tag, bevor ich mich vorläufig endgültig entscheide, die Tour abzubrechen.
Mannomann geht es mir schlecht mit der Entscheidung! bier2

........... ein letzter Blick auf den Verdon



Frau Apothekerin begutachtet die vereiterte Fingerkuppe und sagt mir: "Wenn das nicht innerhalb von zwei Tagen besser wird, dann hilft nur aufschneiden."
In dem Wissen, dass zwei meiner Freunde einen kleinen Zeh amputiert bekamen, weil sie sich einen Dreck um eine entzündete Blase am Fuß kümmerten, radel ich am dritten Tag Richtung Westen entlang der Durance und steige in Meyrargues in den Zug nach Marseille.

........... ein letzter Blick auf die Durance



Dass ich nicht heule, verdanke ich einem Radlerpärchen aus Berlin. Ich erzähle über dieses Forum und sie schienen ganz Ohr zu sein.

Die Zugfahrt von Meyrargues nach Marseille vergeht mit den beiden wie im Fluge. Wir wünschen uns noch eine gute Reise und beste Gesundheit. schmunzel

Marseille
.......... am Schalter der SNCF frage ich, ob morgen früh um 06:38 Uhr noch ein Platz für mich und mein Rad im TGV nach Straßoburg frei sei. "Kommen Sie morgen früh um sechs wieder. Vielleicht geht was. Zur Zeit ist aber nichts frei."
.......... an der Rezeption vom ibis am Bahnhof frage ich nach, ob sie ein Zimmer für mich haben. "Wir würden Ihnen aus Kulanz gerne ein Zimmer geben, auch wenn ihre Buchung nicht für heute ist. Doch Sie werden in ganz Marseille kaum noch ein freies Zimmer bekommen. Salzburg ist zu Gast. " weinend

Der Concierge empfahl mir noch den nahe gelegenen Boulevard d'Athènes. Dort gäbe es einige Hotels.
Im Windsor werde ich fündig. 50,- Euro für die schwarze Kasse, das Rad steht sicher im Hinterhof, den Chlorgeruch im Zimmer werde ich überleben.

Die Salzburger Fans sind alle friedlich und freundlich, die Stimmung am Hafen erquickend, die Nudeln bei La mamma richtig gut.





Wetterumschwung.............



06:00 Uhr am Bahnhof
Es gibt keinen freien Platz im TGV. Gegen Vorlage meines gebuchten Tickets schenkt mir Madame sechs TER Verbindungen nach Straßburg. Dort würde ich gegen 20:00 Uhr eintreffen. Nach Umstiegen in Lyon . Dijon . Besancon . Belfort . Mulhouse bin ich ne Stunde früher am Ziel und radl nach Kehl in die JuHe. Am nächsten Tag erreiche ich nach Umstiegen in Appenweiher . Karlsruhe . Mainz . Koblenz . Köln meine Heimatstadt um 17:06 Uhr. Pünktlich. Da soll noch mal einer über die Bahn meckern. lach

Den Finger hat der Doc im Krankenhaus mit der Bemerkung: "Höchste Zeit!" aufgeschnitten.


~ fin ~ Ende ~

Track mit einigen Hinweisen bei GPSies
Die Auflistung meiner gemachten Fehler schenke ich mir. Ihr werdet schon dafür sorgen. bier

Danke für eure Teilnahme
Jürgen



° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +

Geändert von Juergen (03.06.18 13:36)
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#1339946 - 31.05.18 15:57 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
iassu
Mitglied
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Beiträge: 18610
Sehr schön zu lesen. Aber auch ernüchternd. In Gordes besitzt eine Schwägerin von mir ein Anwesen, ihre zweite Heimat. Sie ist ins Radfahren vernarrt und hat mich schon x-mal dorthin eingeladen. Ich habe aber die Gefahr gerochen: Anstiege, Berge, Steigungen ohne Ende. Du bestätigst mir das. Bin froh, nochmal mit dem Leben davongekommen zu sein.
Gruß Andreas
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#1339948 - 31.05.18 16:24 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: iassu]
Juergen
Moderator
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 7457
Anstiege, Berge, Steigungen ohne Ende sind für mich gar nicht so schlimm grins
Aber weißt Du was Langres, der Puy Mary, der Große St. Bernhard, San Miniato, Montalcino, San Gimignano, Rocamadour, die vielen Dörfer in den Midi-Pyrénées oder die vielen fiesen Buckel im Jura gemeinsam haben?
Anklicken zum Enthüllen...
Da war es schön......... verliebt
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
Reisen +
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#1339963 - 31.05.18 18:38 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 7782
Jürgen, danke für den schönen Bericht. Das sind wirklich tolle Landschaften, die ich nur zum Teil schon kenne. Früher bin ich mit meinem Freund insbesondere in Frankreich unterwegs gewesen. Das Land habe ich seitdem etwas "vernachlässigt". Die Tour hat sicher so einige Kalorien verbraten, die Du aber sicher in angemessener Weise wieder ergänzen konntest zwinker . Frankreich ist ja nicht nur für schöne Landschaften bekannt grins .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1339964 - 31.05.18 18:41 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Wuppi
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 1657
Hallo Jürgen,
bisher sehr schöner und aber auch ernüchternder Bericht.
Währe das Ganze bei durchschnittlich 10°C weniger und bei weniger Touristen (also zu einer anderen Jahreszeit) trotzdem erstrebenswert?

Ich glaube ich muss meine Reisepläne für 2019 noch mal überdenken weinend

Gruß Rolf
Erst anhalten, dann absteigen!
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#1339969 - 31.05.18 19:22 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Wuppi]
natash
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 5516
Ich selbst fands Luberon zwar ganz nett, aber stellenweise ebenfalls völlig überlaufen. Und zwar im Juni.
Es gab am Rand auch vollkommen einsame Ecken, aberda hatte es auch so gut wie keine Orte und ebensowenig bekannte Sehenswürdigkeiten.
Auch die hier mehrfach angepriesene Gorge de la nesque empfand ich als Tourirummelplatz, vor allem gegenüber den sehr schönen Schluchten der Richtung Westalpen liegenden Gebiete.
Am besten navigierst Du Dich an allen Ecken, die in den Reiseführen als besonders pittoresk angepriesen werden, vorbei. Schön ist an den Ecken dazwischen auch und ruhiger dazu.
Es gibt einfach ein paar Ecken, an denen in der Hochsaison sehr viel Betrieb ist, wie Luberon oder auch Ardeche.
Die Steigungen fand ich nicht so wild, aber das mag Ansichtssache sein.
Gruß
Nat
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#1339970 - 31.05.18 19:52 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Wuppi]
Juergen
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......... ernüchternd? Ich hätte schon noch Reserven gehabt, mir die Kante zu geben bier

Wahrscheinlich war ich zur falschen Zeit dort. Die Bäume verharrten noch im Winterblues und die Wetterlage war extrem ungünstig, da der Scirocco die Hitze brachte.
Ich hatte auch auf den Mistral gehofft.
Zu den Touristen fällt mir nur ein, dass die Campingplätze noch sehr leer waren. "Im Sommer bekommst Du hier keine große Parzelle," sagte mir eine freundliche Dame auf dem CP in Lourmarin.

Die Steigungen im weiteren Verlauf (östlich von Roussillon) und auf der Südseite des Luberon fand ich nicht so schlimm, allerdings gingen die Temperaturen im Süden auch etwas zurück.
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#1339985 - 31.05.18 21:30 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Seghal
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Danke bis hierhin schonmal. party
In die Gegend komme ich au meiner Sommertour auch noch. Les Baux, Gordes, Sénanque stehen unter anderem auf dem Programm.
Mir ist nicht ganz klar, welche Straße nach Gordes du meinst mit der Einbahnstraße. Wäre schon, wenn du das genauer sagen könntest. Nicht dass ich da dann im Sommer ungünstig rein gerate.
In Aurich ist's schaurig, in Leer noch mehr. (norddeutsches Sprichwort)
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#1339987 - 31.05.18 21:34 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Seghal]
Juergen
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Der Track kommt noch.
....... und an die Einbahnstraßenregelung hält sich sowieso kein Radler dafür
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#1339988 - 31.05.18 21:35 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
radlsocke
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Ebenfalls vielen Dank. Es geht doch noch weiter, oder? Freu mich schon verliebt
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#1340003 - 01.06.18 00:28 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
haegar
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Hach, herrlich … Deine Reiseberichte sind so wie Urlaub machen, nur ohne Schwitzen oder so grins

Danke bis hierhin und ich warte schon auf die Fortsetzung. Im übrigen DAS wäre das Wetter und die Gegend gewesen, um mal den einen oder anderen Get 27 mit viel Eis einzunehmen. Ich stelle jetzt noch Wasser für Eiswürfel in den Kühlschrank und freue mich auf neue Temperaturrekorde morgen und auf den Inhalt meines Paketes wein
ciao Thorsten.
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#1340021 - 01.06.18 08:43 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
José María
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Buenos Dias Jürgen

Danke für diesen schönen Frankreich Reisebericht mit tollen Fotos bravo

In Antwort auf: Juergen
Anstiege, Berge, Steigungen ohne Ende sind für mich gar nicht so schlimm grins


Je oller, desto doller schmunzel

Saludos del Pott,
José María
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#1340026 - 01.06.18 09:09 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: José María]
Juergen
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Off-topic #1340035 - 01.06.18 09:44 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
José María
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Ja, kenne ich schmunzel

Auch Heute wenn ich meine Radreise Alpen von West nach Ost mit > 60.000 Hm mir die Fotos und Reisetagebuch lese, spüre ich dieses Glück was ich hatte wenn ich am Pass war schmunzel Sicherlich habe ich auch manchmal geflucht in Richtung Pass und mich auch gefragt was machst Du für ein Blödsinn mit dem schweren Bock hier hoch zu fahren. Oben am Pass hörte ich mir sagen "ist doch schön, oder?" und schon war alles vergessen. Ab zum nächsten Pass schmunzel
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Off-topic #1340050 - 01.06.18 10:41 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Wuppi]
cyclerps
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Ohne Simone`s Tomatenbutter schaffst Du das sowieso nicht. grins
Gruss
Markus
Forza Victoria !
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Off-topic #1340082 - 01.06.18 12:58 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Wuppi
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In Antwort auf: Juergen
Der nächste Campingplatz liegt bei Gargas ….
Das dumme Zeug wurde von mir gelöscht. peinlich

Rolf

In Antwort auf: cyclerps
Ohne Simone`s Tomatenbutter schaffst Du das sowieso nicht. grins
ich arbeite dran. Bis nächstes Jahr wird sie mir gelingen grins grins

Gruß Rolf
Erst anhalten, dann absteigen!

Geändert von Wuppi (01.06.18 14:42)
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#1340091 - 01.06.18 14:08 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Wuppi]
Juergen
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In Antwort auf: Juergen

Camping Des Sources . Col des Trois Termes . Abbaye Notre-Dame de Sénanque . Gordes . Roussillon . Les Lombards (Camping Le Pré Lombard 16,50 Euro)

Am besten wartest Du oder liest dir alles nochmal in Ruhe durch. grins
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Geändert von Juergen (01.06.18 14:11)
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Off-topic #1340095 - 01.06.18 14:24 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Wuppi
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peinlich
Erst anhalten, dann absteigen!
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#1340348 - 02.06.18 19:52 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Hansebiker
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Unterwegs in Deutschland

Moin moin Jürgen,

danke für den sehr unterhaltsamen Bericht. Er bestätigt mir das, was Du aus dem einen oder anderen Telefonat während der Tour schon erzählt hast. Eines weiß ich jetzt schon genau, Du kannst mich immer wieder motivieren, eine gemeinsame Tour zu fahren, aber die von Dir bereiste Gegend in Südfrankreich, die lass ich definitiv aus. grins
Ich freue mich auf die Fortsetzung.
Gruß aus HL Ingo





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#1340423 - 03.06.18 09:08 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Hansebiker]
Juergen
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Lieber Ingo,
ich hab die Nacht durchgeschrieben wein

Vielleicht interessiert dich ja das Massif central. Da bin ich noch einen Bericht schuldig "Alles Käse im Cantal" oder so teuflisch

Schön zu wissen, dass wir wieder gemeinsam auf Tour gehen.
Jürgen
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#1340500 - 03.06.18 14:05 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Hansebiker
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Unterwegs in Deutschland

Ich melde mich nochmal zu Wort. Obwohl ich die Geschichte schon von Erzählen kannte, habe ich auch beim Lesen wieder mit Dir gelitten. Aber das hier: Klick hast Du in Deinen Erzählungen wohl vergessen. Du weißt, dass für mich solche Locations unwiderstehlich sind??? Ich liebe diese Terassen. wein
Gruß aus HL Ingo






Geändert von Hansebiker (03.06.18 14:07)
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#1340896 - 05.06.18 15:01 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
veloträumer
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Hallo Jürgen,
mal wieder eine Reise voller Dramatik. Ich weiß nicht, wie du deinen Rückblick gewählt hättest, wenn der schlimme Finger sich nicht gemeldet hätte. Ich war ja aus Lauterbourg bereits gewarnt, kann aber vieles hier beim Lesen noch weniger nachvollziehen. Die Dramatiserung ist sicherlich eines deiner Stilmittel, das ich dir nicht berauben möchte, aber ich würde dann doch ein paar Zahlen weglassen. Steigungswerte kannst teils 30 % abziehen, wenn nicht sogar halbieren. D2 Gordes rauf habe ich sogar einen E-Biker stehen lassen. Das ist keine Rampe. Auch nach Gréoux-les-Bains ist kein Hexenwerk - mit Lavendel wäre es natürlich eindrucksvoller gewesen.

Natürlich kann ich die Hitze und den Kampf mit dem Berg gut nachvollziehen, hatte selbiges in der Ecke letzten Sommer zu bewältigen und auch ich merke, dass ich immer etwas älter werde. Aber es fällt auf, dass deine Tourenprofile doch vielleicht zu sehr über deinem konditionellem Niveau gebaut sind (auch Jura). So früh im Jahr wohl auch ohne jede Vorübung. Kommt was dazwischen wie ein solcher Finger, wirst du misslaunig und verteufelst die Welt. Ich kämpfe immer noch um meine Tourform - weniger als 2 Wochen hin. Auch dieses Aufbauen von Kondition ud Muskeln dauert mit dem Alter länger. Ich quäle mich selbe Berge schwerer hoch, deswegen werden sie trotzdem nicht steiler. zwinker Es ist immer an einem selbst, die Veränderungen zu akzeptieren.

Ich hatte auch ein paar unangenehme Vorkommnisse auf meiner Reise, die waren aber anderer Natur. Ich sehe manches auch nicht oder vielleicht komplett anders. In Fontaine bist du im "Rummel" noch glücklich, in Lourmarin oder Gordes geht es dir dann auf den Geist. Ich glaube, in der Provence musst du an ein paar Hotspots auch mal mit solchen Erscheinungen leben können. Die meisten Orte in Vaucluse/Luberon haben eher zu wenig Tourismus als umgekehrt. Lourmarin fand ich zu eitel (das ist 18 Jahre her), Bonnieux fand ich überraschend charmant (trotz Autostau im Ort) und Gordes war zwar betriebig, aber sicherlich nicht so wild. Autoparkplätze habe ich keine zur Kenntnis genommen - ich vergnügte mich an einem Stück Wassermelone. Rummelplätze habe ich eigentlich gar keine wahrgenommen, vielleicht Roussillon am Nachmittag - aber bleibt schön und lebt auch ein wenig davon. Natürlich finden sich viel Radpilger am Fuße des Mont Ventoux - aber wer denn nicht, wenn die Radler, zu denen ich auch zähle? Ist das schon Rummel? In Sault wurde es gegen Abend bescheiden ruhig, woanders gab es gar kein Nachtspeisen mehr - alles tot. Einzig in Manosque war Rummel - weil Musikfest war. Das gehört auch dazu - sind Menschen dort, die da leben. In Gréoux und Malaucène erinnere ich mich an volle Märkte - das ist auch gut so, leckere Sachen, die Region kauft dann ein und - lebt.

Preise und Preise. Du weißt aus eigener Anschauung in Lauterbourg, wie schnell verzerrte Wahrnehmungen von Preisen zu ziemlich ungerechter Kritik führen kann. Ich war jüngst auf einem Camping am Rande der Alb, kostete vor einigen Jahren um die 8 €, heuer 14,50 € mit Dusche. Die Welt dreht sich - manchmal schneller, als man gucken kann und der eigene Lohn - andere verdienen leider mehr. Im Luberon/Vaucluse zahlte ich wohl nirgendwo mehr 12 € für Camping (wenn auch wohl ein paar Mal wild gezeltet) - 3 € in Revest-du-Bion, unter 6 € in Apt, gut 8 € in Murs usw. Ich finde es arg kokett wie du dich über gewisse Preise echauffierst, woanders wieder akzeptierst. Wenn von 22,30 € auf 13,30 € Vergünstigung erhälst, darfst du dir das doch als Verhandlungserfolg anrechnen und ein Lob auf die Gnade der nette Betreiberin singen. Ist das nichts? In Badenweiler wollte mal keiner verhandeln bei 20 € an Ostern (im Jahre 2010), bin ich halt weg. Campings in der frz. Provinz habe ich auch schon mit 25 € und mehr bezahlt, teils schon vor Jahren - die sind nicht nur an der Côte oder am Atlantik (i.d.R. dann pauschale Platzpreise für 2 Personen, evtl. auch Kinder dazu noch).

Essen war natürlich meist teuer - ich esse Menüs und die kosten in ganz Frankreich den selben Dreh - kein Spezialität der Region. Die Preise der Eisdiele schockieren mich nicht. Nirgendwo gibt es soviel Eisdielen wie in Deutschland (also auch Konkurrenz) - Frankreich, Spanien seltener und dann auch teurer. Ist halt so und auch nicht typisch Luberon, sondern trifft mehr oder weniger das ganze Land. Umso schöner, wenn mal ein Ausnahme nach unten. Esse Eis ohnehin meist nur als Nachtisch bei den Abendmenüs, wenn ich auf Reisen im Ausland bin.

Noch viel mehr Stoff dann irgendwann in Herbst oder Winter mit meinem eigentlich schon fertigen Bericht zur selben Region, erweitert um einiges mehr - und eine ganze andere Perpektive. Wie oft war ich jetzt in der Ecke 3- oder 4-mal? - und nochmal mit Auto dazu. - Und? Ich glaube, es war immer großartig dort - so als wäre so die Zikaden zirpen hören, die Troubadore und Trommler durch die Gassen streifen, die Lavendeldüfte aufsteigen, reife Kirschen Gaumensaft aufschäumen, dem Farbenrausch die Iris erlegen, die Schluchten im Sausezug verrauschen, der Spiegel gehalten vom Silberband der Durance. Wohl aber auch immer ein Luberon und gleichzeitig viele Luberons.

Fahr nochmal hin!
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias

Geändert von veloträumer (05.06.18 15:01)
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#1341870 - 11.06.18 12:03 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: veloträumer]
Juergen
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Hi Matthias,
deine Antwort erreichte mich auf einer kleinen Tour von Neuss durch die Eifel in den Hunsrück. Dabei hatte ich in großartiger Natur und herrlichen Tälern nochmals Gelegenheit die Fahrt durch den Luberon zu überdenken. schmunzel

Natürlich liegen meine Ziele und Touren am Anfang der Saison überm Trainingslevel, und ich schimpfe dabei immer gerne wie ein Rohrspatz. Na und? Wenn ich über mich und mein Systemgewicht von 150kg schimpfe, dann ist das in Ordnung, hat aber nichts mit dem Reiseziel und der Landschaft als solches zu tun. Die Welt habe ich dabei noch nie verteufelt. Auch wenn mich meine Streckenplanung oft über den Punkt meiner Leistungsfähigkeit gebracht hat, so konnte ich das Erreichte fast immer genießen. Die Schönheit der bereisten Gegenden stand dabei immer im Vordergrund.

Im Luberon war die Kombination aus hochsommerlichen Temperaturen, öder Landschaft und Touristenrummel zu viel des Guten, um denjenigen, die mit ihrer Kondition kämpfen, eine Empfehlung auszusprechen. Wer in der Lage ist, 100km oder mehr mit den entsprechenden Höhenmetern zu bewältigen, der kann sich die Campingplätze für 8,- aussuchen. Vielen dürfte das wie mir nicht möglich sein. Diese Personengruppe ist mir dabei näher als die der Superradler hier im Forum, die auf dem Rennrad geboren wurden. lach

Mir gingen in der letzten Woche bei 8%-13% und hochsommerlichen Temperaturen viele Schimpfkanonaden meiner 20000 km auf dem Reiserad durch den Kopf. weinend
Ergebnis: Bis auf wenige Strecken, würde ich sogar alles nochmal fahren. Der Luberon steht dabei auf der Liste ganz weit hinten. Die Gründe habe ich genannt.

Der Finger spielte nur eine untergeordnete Rolle, begannen die Schmerzen ja erst in Manosque. Da war der Luberon für mich längs Geschichte.

Zu den Steigungen:
Auf der D2 nach Gordes hatte ich auf dem Garmin und auf meinem Tacho die 8% und die 9% stehen. Nicht durchgängig sondern zwischendurch. Ich gehe davon aus, dass nicht beide elektronischen Helfer defekt sind. Das bestätigte mir auch die Abfahrt vom Col des Trois Termes zum Kloster, als beide Anzeigen die 11% anzeigten. Quäldich bestätigt das.

Ich bin auf das gespannt, was Du zum Luberon zu Papier bringst. zwinker

Herzliche Grüße
Jürgen
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#1341876 - 11.06.18 12:50 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
Gerhard O
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anwesend und zufrieden anwesend
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In Antwort auf: Juergen
Natürlich liegen meine Ziele und Touren am Anfang der Saison überm Trainingslevel,
Volle Zustimmung! Das geht mir bei meinen Touren regelmäßig genauso!

In Antwort auf: Juergen
Zu den Steigungen:
Auf der D2 nach Gordes hatte ich auf dem Garmin und auf meinem Tacho die 8% und die 9% stehen. Nicht durchgängig sondern zwischendurch. Ich gehe davon aus, dass nicht beide elektronischen Helfer defekt sind. Das bestätigte mir auch die Abfahrt vom Col des Trois Termes zum Kloster, als beide Anzeigen die 11% anzeigten. Quäldich bestätigt das.

So kenne ich Frankreich. Ich weiß nicht, nach welchen Kriterien dort Straßen und Wege angelegt werden, aber die Steigung hat offensichtlich nur eine geringe Priorität!

Bei meiner Tour vor ein paar Wochen habe ich in französisch Vlandern mit allem gerechnet, aber nicht mit Steigungen bis 9%. Vor allem, weil meine Straßenkarte dort gar keine Erhebungen anzeigte! Einige Kilometer vorher bewegte ich mich noch auf Meereshöhe und plötzlich war ich auf 120m NN. Da kann man schon mal fluchen wirr

Danke für den Bericht mit vielen schönen Bildern
Gerhard
___
lieber ein gemeiner Berg als ein hinterhältiger Wind
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#1341884 - 11.06.18 13:29 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Gerhard O]
cyclerps
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So ist das eben wenn man die Erde "erfährt" und nicht nur darauf lebt.

Ich beneide jeden der diese Anhöhen noch erklimmen kann und, um von oben dann, die Aussicht genießen zu können.

Diese Erfahrungen nimmt uns keiner mehr ab. Und selbst wenn es bei euch dann irgendwann flacher zugehen muss. Ihr werdet weiter im Sattel sitzen. Wetten? dafür
Gruss
Markus
Forza Victoria !
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#1342033 - 12.06.18 11:24 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
LudgerP
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Beiträge: 1973
Hallo Jürgen,

stimmt, Villars ist ein schönes nettes Örtchen. Besonders der Bäcker, wenn du nach dem Ortseingang links runterfährst auf der linken Seite, ist super. Wir hatten da mal 14 Tage eine Ferienwohnung.

Die Leute, die den gehandycapten Menschen Reisen ermöglichen, haben wir auf La Palma getroffen. Dort wurden die behinderten Reisenden von den Helfern über stark verblockte und steile Wanderpfade geschoben und getragen, was un sehr stark beeindruckt hat. Die "Sänften" hatten ein gut gefedertes Rad (ich schätze 24") mit Scheibenbremse. Der Helfer hinten hatte die Bremse zu betätigen. Wir haben die später bei einer anderen Wanderung nochmals wieder getroffen, da machten die gerade ein ausuferndes Picknick, so mit allem drum und dran, wie es nur die Franzosen können.
Ich empfinde dieser Helfergruppe gegenüber allerhöchsten Respekt ob ihres Einsatzes!

Grüße, Ludger
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#1342052 - 12.06.18 13:07 Re: Luberon; die ersten Tage waren herrlich [Re: Juergen]
iassu
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Lieber Jürgen, ich bitte um Nachsicht. Ich war voreilig. Trotz besseren Wissens. Denn du hattest mir das schirurgische Malheur mit deiner Kriegsverletzung ja schon in der Bourg-ob-Lauter erzählt. Erst heute habe ich hier in diesen Annalen dann auch das gelesen, was sich an Gordes anschließt. Die traurige Entscheidungen sind meisten die weisen Entscheidungen. Das Neunfingerradeln mußte nicht von dir erfunden werden, zumal man, wenn man "denen" einen Finger reicht, gerne ....nunja, das Wetter ist doch recht schön draußen. In der Hoffnung, daß du dieses Ereignis treu im Reiseabbruchfaden dokumentiert hast, wünsche ich dir, daß sowas nienienie mehr vorkommt. Also das mit dem Finger, nicht mit dem Fran-kreisch oderso.
Gruß Andreas

Geändert von iassu (12.06.18 13:09)
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