Ich weiß, dass jetzt wieder jede Menge Leute im Brustton der Überzeugung sagen werden, dass man sein Körpergewicht selbst in der Hand hat, aber die Statistik spricht da eine andere Sprache.
Es ist nicht die Statistik, die könnte einfach von "zuwenig Disziplin" geprägt sein. Nein, es ist wirklich schlicht und einfach die Genetik.
Ja und? Wenn es an der Disziplin liegt, dass 90 Prozent aller Abgenommen habenden wieder zunehmen, dann kann man diese mangelnde Disziplin nicht mehr als individuelles Fehlverhalten werten. Wenn 90 Prozent aller Kinder die Anforderungen der Grundschule nicht mehr schaffen würden, hätte es auch keinen Zweck zu sagen, die sind halt zu blöd.
Und deshalb ist der nicht weiter differenzierte Idealbereich des BMI bei 18 bis 25. Gar kein so enger Bereich, gell?
So stehts offiziell in Büchern, wer sich aber traut mit einem BMI von über höchstens 20 zu meinen, er könne sich sportlich betätigen, darf sich da ganz andere Sachen anhören.
Nur gibt es halt auch viele bei 28, die nur noch fett sind, für die wäre dann 25 besser.
Die Kernfrage ist doch wirklich, ob solche Leute gesünder und sportlicher werden bloß weil sie von 28 auf 25 abnehmen. In einem Abnehmforum, in dem ich mich ab und zu rumtreibe, sagen fast alle, sie wollen abnehmen, um sportlicher zu werden. Aber das funktioniert so nicht, ich bin definitiv nicht unsportlich weil ich dick bin, sondern eher dick, weil mir schon als Kind jedes Körpergefühl fehlte.
Natürlich gibts ne positive Korrelation zwischen Sportlichkeit und Gewicht. Aber liegt die nicht auch mit daran, dass dicke Menschen nicht gerade zum Sport ermutigt werden?
Martina