Dazu müsste man sich vielleicht fragen, ob der MTB- oder sonstige Rennfahrer nicht auch eher ein Nischenkunde ist? Für alle anderen ist das Gewichtsargument zu vernachlässigen. Leute, wen von uns stören denn 500g am Rad? Wenn ich nur meine Trinkflaschen fülle, hab ich das vierfache geladen. Zu kurz kommt mir in der Diskussion ein ganz wesentliches und mir überaus wichtiges Merkmal des Getriebes: es hält - und es sorgt dafür, dass auch der Antrieb hält. Unter Last schalten geht auch, ohne ist es aber leiser und kostet weniger Kraft. Wenn jemand nur ganz normal MTB fahren will, ist das Ding doch Klasse. Es versudelt kein Ritzelblock und die Kette macht was sie soll, sie greift.

Gerade beim MTB ist doch Gewichtsfetischismus daneben. Wenn es über Stock und Stein geht, wäre ich mit Leichtbau sehr zurückhaltend. Besonders lustig find ich schwere Fahrer, die viel Geld bezahlen, um das Rad leichter zu bekommen. Dann geht es entweder immer nur kaputt oder steht beständig im Keller, um es dort zu bestaunen. Gerne gebe ich zu, dass es mich wundert, warum sich das Getriebe beim MTB nicht durchsetzt. Auch verstehe ich nicht, weshalb man ausgerechnet am Gewicht der Felgen spart. Dass das gröblichster Unfug ist, habe ich gerade erst innerhalb von 14 Tagen 2x miterleben dürfen. Ebenso den Blödsinn, an den Reifen Gewicht sparen zu wollen. Was spart denn das und welches Sensibelchen merkt das überhaupt? Ich merke jedenfalls, wenn die Felge verbeult ist und die Luft aus dem Reifen entschwindet. Bei verdreckten Ritzelblöcken fährt das Ross nicht mehr. Das sucht man doch durch die Auswahl robusterer Komponenten zu vermeiden. Als robustes Gerät sehe ich das Rohloffgetriebe besonders für MTB, Tourenräder und Crossräder geeignet. Der Einsatzzweck scheint mir vielfältig genug, um das Nischendasein zu verlassen. Das es Rennfahrer, egal welche Rennen gefahren werden, nicht mögen - das mag ich gerade noch verstehen. Aber dem Wald- und Wiesenhobbyradler, wie unsereinem bleiben durch so ein Getriebe viele Ärgernisse erspart. Gibt es nun mehr Hobby- oder mehr Rennfahrer unter uns?

fragt sich der Peter