Um welche Marke handelt es sich denn bei dem Rahmen? Starrgabel oder Federgabel? Welches Rohrmaterial? (Gab es einen Aufkleber mit einer Materialangabe?) Was soll eine Fremdfirma an dem Rahmen prüfen? Welche Schäden befürchtest Du?

Beschädigte Oberflächen und selbst Rost sind kein Mangel, sondern wertsteigernde Patina in den Augen des Reiseradlers zwinker Weshalb sollte man sich davon und den Erinnerungen trennen? Wenn die Geometrie passt. Es gibt keine Haarrisse an den gefährdeten Querschnitten. (Das könnte man im Zweifel selbst prüfen). Der Rahmen ist nicht verzogen, weil es nie einen Auffahrunfall gab? Alle Löt- oder Schweißverbindungen sind fest und augenscheinlich in Ordnung? Es sind beim Fahren keine Geräusche zu hören? Ja dann...
Theoretisch könnte man teuer auf versteckte Risse prüfen. Bei einem guten Stahlrahmen ist das sicher nicht nötig. Das Fahrverhalten ist spurtreu und flatterfrei mit voller Zuladung?

Außerdem: Neu heißt nicht unbedingt besser. Vor 30 Jahren wurden wunderbare Stahlrahmen gebaut - neben viel Schrott. Alle beschriebenen Schäden können auf harten Touren vorkommen. Ich tausche in solchen Fällen gegen ein haltbareres Teil aus.

Für mich benötigen Neuanschaffungen ein vernünftiges Motiv und ein reichliches Budget. Kaputte Teile gehören nicht dazu, denn die wird es am neuen Rad auch geben. Motive wären zum Beispiel: Reisetauglichkeit verbessern (Falt- oder Zerlegerad), Komfort erhöhen (Federung, Geometrie), Gewicht verringern, Geländetauglichkeit erhöhen oder Straßentauglichkeit verbessern, Scheibenbremsen, Schaltnabe... Alles Anlass zu Für und Wider mit langen Diskussionen.
Viel Freude - wie auch immer Deine Entscheidung ausfällt.