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#349572 - 03.07.07 13:11 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
gerold
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2373
In Antwort auf: ex-4158



Mit der DA-Kette 3500 km - Respekt. Auf meinen RR war (nach Rohloff-Anzeiger) zwei Ultegra nach 1500 und eine DA nach 2500 km verschlissen.

DA-Ritzel leiste ich mir auch nicht - lt. tout-test sind die 10-fach 105er gleich schwer und sogar haltbarer als Ultegra - werde beim nächsten fälligen Paket umsteigen.

Ich fahre auf meinem ReiseRR eine MTB-Kombi mit 48/38/28 und hinten 12-27 (9-fach) - eigentlich komme ich damit bestens zurecht, ein 52er oder 53er geht mir am ReiseRR nicht ab.

Durchs Gelände wühle ich mich aber lieber mit einem richtigen MTB...

Gruß Gerold
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#349578 - 03.07.07 13:29 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: natash]
Rüganer
Nicht registriert
In Antwort auf: natash

Hallo Bergschreck,
schönes Rad, fährt mit Sicherheit so schön wie Du schreibst, obwohl ich die "federnde" Gabel nicht so recht glauben kann.



Hallo

Ich denke bei dem Federn bzw. komfortablen Verhalten ist weniger das Material wichtig sondern die Bauweise der Gabelscheiden.

Hier ist eindeutig zu sehen, dass diese recht dünn konstruiert ähnlich wie bei Chromogabeln.

ich bin selbst eine Alugabel dünnen Gabelscheiden gefahren und eine Alugabel die war ähnlich dimensioniert wie die von gewöhnlichen Carbongabeln.
Mit der ersten habe ich beim Kopfsteinpflaster alles weggebügelt. Bei der größer dimensionierten hat es mir fast den Lenker aus der Hand geschlagen.

(Reifen und Laufräder, Lenker und Vorbau waren identisch)

Fazit:

die Bauweise, nicht das Material entscheidet das gilt ebenso für Rahmen
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#349581 - 03.07.07 13:32 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: gerold]
pingu
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 421
schönes Rad schmunzel
Aber ich habe mal eine Frage (an alle, die auch sowas fahren):
Passt das denn von der Rahmengeometrie her denn mit den Taschen?
Das war nämlich der Grund, warum ich mir keins aus einem Crosser aufgebaut hatte.
Ich bin mal mit Gepäck am Renner gefahren und da hauten meine Füße immer gegen die Packtaschen traurig
Das war eigentlich der Grund, warum ich zu einem fertigen "Reiserad" gegriffen habe
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#349588 - 03.07.07 13:45 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: pingu]
Rüganer
Nicht registriert
In Antwort auf: pingu

schönes Rad schmunzel
Aber ich habe mal eine Frage (an alle, die auch sowas fahren):
Passt das denn von der Rahmengeometrie her denn mit den Taschen?
Das war nämlich der Grund, warum ich mir keins aus einem Crosser aufgebaut hatte.
Ich bin mal mit Gepäck am Renner gefahren und da hauten meine Füße immer gegen die Packtaschen traurig
Das war eigentlich der Grund, warum ich zu einem fertigen "Reiserad" gegriffen habe


Bei meinem Crosser Surly sind die Kettenstreben schon mal länger als bei meinem Rennrad.

Denke das ist schon mal positiv. Wie es mit Gepäck läuft muss ich noch probieren.

Beim Renner hat es jedenfalls gestört.

Geändert von Rüganer (03.07.07 13:46)
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#349596 - 03.07.07 13:58 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: pingu]
Anonym
Nicht registriert
In Antwort auf: pingu

schönes Rad schmunzel
Aber ich habe mal eine Frage (an alle, die auch sowas fahren):
Passt das denn von der Rahmengeometrie her denn mit den Taschen?
Das war nämlich der Grund, warum ich mir keins aus einem Crosser aufgebaut hatte.
Ich bin mal mit Gepäck am Renner gefahren und da hauten meine Füße immer gegen die Packtaschen.


Trotz Schuhgröße 46 komme ich nicht mit den Fersen an die Taschen. Man hat ja bei der Befestigung horizontal etwas Spielraum mit der Aufhängung.

Schon vorher am Rennrahmen hatte ich keine Probleme, da ich den Tubus Schnellspanneradapter dran hatte - und da liegt das Befestigungsgewind ja 2-3 cm hinter der Schnellspannerachse. Das gibt genug Luft.
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#349598 - 03.07.07 14:04 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: skogsjan]
Anonym
Nicht registriert
In Antwort auf: skogsjan

Kanst du noch mal ein Detailfoto von der "Fly" Befestigung am Gegenhalter machen?


Hier das Foto: http://www.der-bergschreck.de/bilder_usenet/tubus_fly_befestigung_oben.jpg
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#349612 - 03.07.07 14:30 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
kennendäl
Gewerblicher Teilnehmer
abwesend abwesend
Beiträge: 1581
Unterwegs in Deutschland

da wird die Bremsaufnahme ordentlich auf Biegung belastet, denn da hast Du den Kräften einen schönen Hebel gebaut... wenn es die man nicht irgendwann entschärft... denn eigentlich ist die nur auf Zugkräft ausgelegt... ich fahre am Singlespeedreiserad/Cross (der mit den Randonneur Pro Reifen zwinker) den Leichtsinnträger mit Schellen an den Sitzstreben bzw. Streben an den Cantisockeln verschraubt... finde ich etwas äh... sicherer...

LG Maik
einatmen und ausatmen, den Rest Deines Lebens
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#349627 - 03.07.07 15:03 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
IngmarE
Nicht registriert
Ich komm selbst bei meinem RR mit 45 Shimanoschuhgröße, 175er Kurbeln, Tubus Ausfallendenadapter und kurzen Hinterbau (28mm breite Reifen kurz vorm Schleifen) nicht an die _asymetrischen_ Taschen (Carradice Super C). Die sind sogar noch maximal weit nach vorne geschoben. Da wären noch etliche cm Platz.
Allerdings denke ich, dass es auch viel mit der Fußstreckung zu tun hat. Würde meine Fußsohle waagerrecht sein, und nicht in geschätzt 45° Winkel würde es sich nicht ausgehen (dann hätte ich aber noch den Verstellbereich an den Schienen der Tasche).

Gruß, Ingmar
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#349658 - 03.07.07 16:28 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: pingu]
borstolone
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2970
Unterwegs in Deutschland

Hallo,

sehr schöne Räder, Bergschreck und ex-4158! Vielleicht sind wir hier an einem technologischen Wendepunkt. Grund, ein Reiserad aus MTB-Komponenten zusammenszustellen ist die vertrauenserweckende Robustheit, die Gebäckbelastbarkeit, die natürlich mit ihrer Globigkeit auf Kosten der Speed geht.
Jetzt sehen wir wirklich exzellente Räder, die natürlich Ihren Preis haben, aber gleichzeitig mit Rennradkomponenten, die auch auf der Reise Belastbarkeit versprechen. Mal ehrlich, wie oft sind denn Reiseradler auf der Pampa unterwegs, wo sie Big Äppel brauchen?


Eine Reiserad ist schon immer ein Zwitter gewesen. Entweder aus dem Rennradbereich, wie bei den Randoneuren, oder aus dem MTB-Lager mit den Mountaineusen.

Ich bin sicher, dass Ihr da Vorreiter für eine neue Reiseradgeneration seid.

Viele Grüsse, Jakob
Ich glaube, dass Gott uns in diese Welt gesetzt hat, um glücklich zu sein und uns des Lebens zu freuen. (Lord Robert Baden-Powell)
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Off-topic #349665 - 03.07.07 16:41 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: borstolone]
IngmarE
Nicht registriert
In Antwort auf: borstolone
Ich bin sicher, dass Ihr da Vorreiter für eine neue Reiseradgeneration seid.
Eher die letzten Überlebenden. Die klassischen Reiseräder waren schon immer vom Rennradrahmen abstammend. Verlängerter Hinterbau, etwas stabilerer Rohrsatz, Anbauösen dran, fertig. Die Rahmen dürften den heutigen Cyclocossrahmen ziemlich genau entsprechen (nur dass es sie heute auch aus Alu gibt).

Es geht auch nicht unbedingt auf Kosten des Speeds, sondern entweder auf Kosten des Speeds oder auf Kosten der erhöhten Anstrengung. Mit den Rädern muss man nicht schneller fahren, man kann auch einfach gleichschnell wie mit dem Treckingrad fahren und weniger Kraft einsetzen.(grade da wichtig wo die Kraft die Grenze darstellt, bergauf z.B.)

Gruß, Ingmar
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Off-topic #349673 - 03.07.07 17:39 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Rüganer
Nicht registriert
In Antwort auf: Ingmar E.

In Antwort auf: borstolone
Ich bin sicher, dass Ihr da Vorreiter für eine neue Reiseradgeneration seid.
Eher die letzten Überlebenden. Die klassischen Reiseräder waren schon immer vom Rennradrahmen abstammend. Verlängerter Hinterbau, etwas stabilerer Rohrsatz, Anbauösen dran, fertig. Die Rahmen dürften den heutigen Cyclocossrahmen ziemlich genau entsprechen (nur dass es sie heute auch aus Alu gibt).

Es geht auch nicht unbedingt auf Kosten des Speeds, sondern entweder auf Kosten des Speeds oder auf Kosten der erhöhten Anstrengung. Mit den Rädern muss man nicht schneller fahren, man kann auch einfach gleichschnell wie mit dem Treckingrad fahren und weniger Kraft einsetzen.(grade da wichtig wo die Kraft die Grenze darstellt, bergauf z.B.)

Gruß, Ingmar


Ich weiß nicht, ob ich das richtig verstanden habe, aber eins möchte ich als jemand der von normalen Trekkingrädern 1997 auf das Rennrad gewechselt hat los werden. Ohne Rennlenker möchte ich keine Touren mehr bestreiten. Das heißt nur Renn bzw. Crossrahmen kommen in Frage, weil alle anderen Rahmen viel zu lang sind um noch akzeptable Vorbaulängen (in horizontaler Erstreckung) zu ermöglichen.

Für mich sind diese Modelle von Bergschreck (bei denen für meine Belange das Steuerrohr zu kurz ist - war nämlich auch eine Option für mich) aber auch das Surly Crosscheck (meine Wahl) oder falls maximal auf Reise orientiert das Surly Long Haul Trucker eine neu auflebende Generation, die ich sehr zu schätzen weiß.
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#349699 - 03.07.07 19:47 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: borstolone]
HyS
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 14163
Hallo,
Zitat:
Ich bin sicher, dass Ihr da Vorreiter für eine neue Reiseradgeneration seid.

Das glaub ich nicht, diese Art von Reiserädern gibt es schon sehr lange. Vielleicht kommen jetzt ein paar wieder drauf, die das vergessen haben aber im wesentlichen war das Angebot stets vorhanden, wurde aber eher selten gewählt.

Es gibt tatsächlich viele Leute, die auf Pisten unterwegs sind, auf denen ein anderes Rad besser ist.
Das muß nicht mal in weit entfernten Ländern sein, da reichen schon unsere Waldwege aus. Da kann jeder selbst schauen, wieviele Rennradfahrer er auf Waldwegen antrifft. Ich meine da nicht Singletrails, sondern ganz normale mitteleuropäische Waldwege. Ich glaube ja gerne, das das geht, bloß warum macht das keiner? MTB und Trekkingradfahrer sehe ich überall, Rennradfahrer nur auf der Straße, das hat offenbar seinen Grund.

Wenn ich mir dann noch im Forum anschaue, was da viele an Gepäck mitschleppen, dann macht der Gewichtsvorteil von Rennrädern kaum noch was aus und ob das die Rennradkomponenten noch aushalten ist die nächste Frage. Zumal nicht alle Reiseradler so sportlich leicht und schlank sind wie Bergschreck und ex-4158.
grins

Trotzdem, für den einen oder anderen ist dieses Rad optimal und deshalb ist es gut, das dieser Radtyp hier vorgestellt wird.
*****************
Freundliche Grüße
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#349710 - 03.07.07 20:38 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: HyS]
IngmarE
Nicht registriert
In Antwort auf: HvS
MTB und Trekkingradfahrer sehe ich überall, Rennradfahrer nur auf der Straße, das hat offenbar seinen Grund.
Die meisten werden gar nicht wissen, dass sie mit ihren Rennrädern auch außerhalb von Straßen fahren dürfen zwinker.
Im Ernst, die Meisten werden es schlicht bis jetzt nicht ausprobiert haben, aus Angst ums Material wahrscheinlich.

Ich trau mich auch erst seit gut 1,5Jahren richtig ins Gelände und mache jetzt Dinge wo ich selbst als Alltags-RRadler gedacht hätte dafür sind RR mit Slicks gar nicht geeignet. Einen Abhang runter durchs Unterholz preschen, auf den Kopf aufpassen, mit nem Speed-Hop über die Wurzel und im nächsten Moment das kurze sehr steile Stück wieder hoch, aufpassen, dass man sich nicht nach hinten überschlägt (extrem unangenehmes Gefühl...), Achtung Baum!-bremsen, bremsen; Mist!-noch Matsch übrig; Au!-Brennnesseln schmunzel )
Aber es geht, sicher erheblich schlechter als mit profilierten oder dicken Reifen, aber es macht dennoch einen ziemlichen Spaß! Im entsprechenden Gelände zähle ich schon gar nicht mehr wie oft das Rad wegrutscht. Dafür kann ich jetzt auch bei nassem Pflaster, wenn das Rad unter mir wegrutscht, mich aus dem fallenden Rad ausklinken und stehen bleiben, den Schwung auslaufen cool³.

Gruß, Ingmar - der wohl auch einen Cyclocrosser bräuchte
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Off-topic #349739 - 03.07.07 21:58 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Spargel
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Beiträge: 5093
In Antwort auf: ex-4158


Das hat man dann halt davon, wenn man eine noble DA Kurbel fährt statt der halbedlen Ultegra. Bei der gäb's ein 24er. grins

In Antwort auf: ex-4158


Ihr Pygmäen habt es gut, ihr könnt nehmen was ihr wollt, ich bin für so eins einfach zu lang. bäh

ciao Christian
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Off-topic #349763 - 03.07.07 22:54 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: Spargel]
Rüganer
Nicht registriert
In Antwort auf: Spargel

In Antwort auf: ex-4158


Das hat man dann halt davon, wenn man eine noble DA Kurbel fährt statt der halbedlen Ultegra. Bei der gäb's ein 24er. grins


ciao Christian


Denn Trick mit dem 24er Blatt verrate mir bitte. Wie kann das Kettenblatt kleiner als der Lochkreis sein?

Oder habe ich was verpasst?!?
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Off-topic #349766 - 03.07.07 23:07 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Spargel
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Beiträge: 5093
Die 3-fach Ultegra (und 105, Tiagra...) hat einen 74mm Lochkreis. Den ganz normalen der Uralt MTB Kurbeln. Die lassen ein 24er zu. Dasselbe gilt für Campas Triple. Die 3-fach DA hat eine Befestigung des kleinen Blatts am mittleren Blatt mit einem einzigartigen Lochkreis von 92mm. Dort wäre wie beim 94er Lochkreis der MTB-compact-5Arm wohl nur ein 29er möglich, das stellt aber keiner her, lohnt auch gegenüber dem 30er nicht wirklich.

ciao Christian
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Off-topic #349768 - 03.07.07 23:15 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: Spargel]
Rüganer
Nicht registriert
In Antwort auf: Spargel

Die 3-fach Ultegra (und 105, Tiagra...) hat einen 74mm Lochkreis. Den ganz normalen der Uralt MTB Kurbeln. Die lassen ein 24er zu. Dasselbe gilt für Campas Triple. Die 3-fach DA hat eine Befestigung des kleinen Blatts am mittleren Blatt mit einem einzigartigen Lochkreis von 92mm. Dort wäre wie beim 94er Lochkreis der MTB-compact-5Arm wohl nur ein 29er möglich, das stellt aber keiner her, lohnt auch gegenüber dem 30er nicht wirklich.

ciao Christian


Alles klar, vielen Dank - Schade, dass ich mit 3X Kurbeln nicht klar komme traurig.
Bin sowohl bei meinem MTB mit 3x8 STX und mit meiner Dura Ace 3x9 gescheitert. Ich bekomme durch die breite Fußstellung und Beinstellung immer Knieprobleme. (Stichwort Q-Faktor)

Habe nur eine 1:1 Übersetzung zu Verfügung mit meiner Kompaktkurbel und mit einem MTB Kranz. 34 hinten und 34 vorn

Meinst das reicht um mit Gepäck z.B. durch Schottland zu kommen ?

Gibt es noch preislich günstige Alternativen um vorn bei 2x kleiner zu ketten ?
Die Version der 2x Kurbel von Radplan Delta mit glaube 94er Spider war mir zu teuer. Ggf. geht auch 3 X wenn der Q-faktor auf 2 X Niveau bleibt (glaube 146 mm).
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Off-topic #349771 - 03.07.07 23:47 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Spargel
Mitglied
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Beiträge: 5093
Ich könnte mir da - ja die Carmina ist nicht billig *seufz* - wer darf denn mehr mosern? Deine Knie oder Dein Geldbeutel? - nur eine "Bastellösung" vorstellen (hab da ein nettes Feilen und Bohren Buch vom Smolik), mit einer Bahn- oder 2-fach-Kurbel, wo Du in die Arme einen 74er Lochkreis reinbohrst. Da ist eine Super Record als MTB-Kurbel abgebildet. erstaunt Ich nehms Buch mal morgen mit zum Scannen. Könnte bei neuen Kurbeln mit ausladenden Armen ohne Tricks aber weniger stabil sein als bei den alten Kurbeln mit steil stehenden Armen.

Eine Idee hätte ich noch: TA hat noch eine altmodische Kurbel im Angebot, diese sechsarmige Pro 5 Vis. Da gibts als kleinstes ein 26er, und möglicherweise baut die Kurbel auch schmal. Keine Ahnung, ob die sehr viel billiger ist. Aber wäre doch ein nettes 2-fach mit 46/44-26, in der Ebene alles mit dem großen Blatt, hat man ja genug Auswahl bei 9-fach (sicherheitshalber fragen, ob die Blätter mit 9-fach kompatibel sind, sollten es aber wohl sein) und 18 Zähne schalten sich sicher noch brauchbar und 20 Zähne etwas zäher aber auch noch, darf man halt nicht voll Zug geben beim Schalten.

ciao Christian

Geändert von Spargel (03.07.07 23:48)
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Off-topic #349773 - 04.07.07 00:04 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: Spargel]
Rüganer
Nicht registriert
In Antwort auf: Spargel

Ich könnte mir da - ja die Carmina ist nicht billig *seufz* - wer darf denn mehr mosern? Deine Knie oder Dein Geldbeutel? - nur eine "Bastellösung" vorstellen (hab da ein nettes Feilen und Bohren Buch vom Smolik), mit einer Bahn- oder 2-fach-Kurbel, wo Du in die Arme einen 74er Lochkreis reinbohrst. Da ist eine Super Record als MTB-Kurbel abgebildet. erstaunt Ich nehms Buch mal morgen mit zum Scannen. Könnte bei neuen Kurbeln mit ausladenden Armen ohne Tricks aber weniger stabil sein als bei den alten Kurbeln mit steil stehenden Armen.

Eine Idee hätte ich noch: TA hat noch eine altmodische Kurbel im Angebot, diese sechsarmige Pro 5 Vis. Da gibts als kleinstes ein 26er, und möglicherweise baut die Kurbel auch schmal. Keine Ahnung, ob die sehr viel billiger ist. Aber wäre doch ein nettes 2-fach mit 46/44-26, in der Ebene alles mit dem großen Blatt, hat man ja genug Auswahl bei 9-fach (sicherheitshalber fragen, ob die Blätter mit 9-fach kompatibel sind, sollten es aber wohl sein) und 18 Zähne schalten sich sicher noch brauchbar und 20 Zähne etwas zäher aber auch noch, darf man halt nicht voll Zug geben beim Schalten.

ciao Christian


Hm, klingt alles nicht optimal bzw. zu teuer.

Für den Preis der Carmina kaufen andere einen Rahmen oder ihr GPS Gerät.
Und ich bin nach dem Surly absolut blank auf ungewisse Zeit.

Ich kann zwar bis nächstes Jahr Juli noch etwas sparen, aber das geht wohl für Gepäckträger und Taschen und Dynamovorderrad drauf. Ganz zu schweigen von der Reiseausrüstung (Zelt z.B.). Als Student lebe ich damit schon über meine Verhältnisse.

Trotzdem Danke für deine Mühe!!!

An den Bastelanleitungen hätte ich trotzdem Interesse schmunzel

Grüße
Rüganer

EDIT

Was kann man mit 34 - 34 noch überwinden an Steigungen?
Inwiefern ist Wiegetritt möglich mit Gepäck?

Geändert von Rüganer (04.07.07 00:07)
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Off-topic #349776 - 04.07.07 00:50 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Spargel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5093
Bastellösung kommt noch.

Schade daß Du schon eine Kompaktkurbel hast statt einer normalen. Weil Surly-Rahmen klingt nach dünnen Rohren, oder? Dann hätte ich noch eine TA Idee in petto. Die Adapterblätter. Ist sowas wie es die DA Triple hat. Also ein kleines Blatt des großen Lochkreises ausgeführt als mittleres Blatt mit Adapter auf 74er Lochkreis. Nennen sich "k" Typen und gibt es für alle Rennradlochkreise, an die man sich noch erinnern kann, also für 130, 135 und 144.
So schaut so ein Blatt aus und in den Größen gibt es die.

Wenn nun die Kettenstreben nicht allzuweit außen angesetzt sind und man ein möglichst kleines Blatt =24er oder 26er nutzt, dann kann man möglicherweise das alte Tretlager weiterbenutzen, ohne daß das Kleine mit der Strebe in Konflikt kommt. Also kleiner Q-Faktor! Es kann beim Umwerfer kritisch werden, daß er weit genug einschwenkt. Sollte er (wie bei mir öfters) nicht mehr genug Spannung haben zum Runterwerfen der Kette aufs Kleine, dann gibts halt nen kurzen Kick mit dem Schuh. So oft schaltet man ja nicht runter. Aber bei mir ist das Hauptproblem das kleine mittlere Blatt (34), für das der Rennumwerfer auch nicht ausgelegt ist.

Was man überwinden kann an Steigungen? Kommt auf Deine minimale Trittfrequenz an, bei der Du noch "funktionierst". Ich bin ein "hochtouriger" Fahrer, ich käme nicht weit damit. Ich brauche ja Untersetzungen schon am Rennrad.
Wiegetritt geht schon mit Gepäck, Du mußt Dir dafür aber einen ruhighaltenden "Wiegetritt" aneignen; das doppelt so schwere Gepäck wie das Fahrrad machen sich sonst schon recht lästig bemerkbar. Besser ist es im Sitzen zu fahren.
Ich habe einen netten Excel-Ritzelrechner u.a. mit Trittfrequenz abhängig von Untersetzung und Steigung/Steigleistung, den kann ich Dir zuschicken wenn Du willst. Kleiner Tip: Bei einer schon nicht unflotten Gangweise von 600 Höhenmeter in der Stunde bei üblichem Radumfang von 2,1m trittst Du bei üblichen 8% langer Bergpässe gerade 60 mal in der Minute in die Pedale und bist dabei 7,5 km/h schnell. Hast Du einen 15% Stich, gehts mal kurz in den roten Bereich...

ciao Christian
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Off-topic #349783 - 04.07.07 03:18 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: Spargel]
Rüganer
Nicht registriert
In Antwort auf: Spargel

Bastellösung kommt noch.

Schade daß Du schon eine Kompaktkurbel hast statt einer normalen. Weil Surly-Rahmen klingt nach dünnen Rohren, oder? Dann hätte ich noch eine TA Idee in petto. Die Adapterblätter. Ist sowas wie es die DA Triple hat. Also ein kleines Blatt des großen Lochkreises ausgeführt als mittleres Blatt mit Adapter auf 74er Lochkreis. Nennen sich "k" Typen und gibt es für alle Rennradlochkreise, an die man sich noch erinnern kann, also für 130, 135 und 144.
So schaut so ein Blatt aus und in den Größen gibt es die.

Wenn nun die Kettenstreben nicht allzuweit außen angesetzt sind und man ein möglichst kleines Blatt =24er oder 26er nutzt, dann kann man möglicherweise das alte Tretlager weiterbenutzen, ohne daß das Kleine mit der Strebe in Konflikt kommt. Also kleiner Q-Faktor! Es kann beim Umwerfer kritisch werden, daß er weit genug einschwenkt. Sollte er (wie bei mir öfters) nicht mehr genug Spannung haben zum Runterwerfen der Kette aufs Kleine, dann gibts halt nen kurzen Kick mit dem Schuh. So oft schaltet man ja nicht runter. Aber bei mir ist das Hauptproblem das kleine mittlere Blatt (34), für das der Rennumwerfer auch nicht ausgelegt ist.

Was man überwinden kann an Steigungen? Kommt auf Deine minimale Trittfrequenz an, bei der Du noch "funktionierst". Ich bin ein "hochtouriger" Fahrer, ich käme nicht weit damit. Ich brauche ja Untersetzungen schon am Rennrad.
Wiegetritt geht schon mit Gepäck, Du mußt Dir dafür aber einen ruhighaltenden "Wiegetritt" aneignen; das doppelt so schwere Gepäck wie das Fahrrad machen sich sonst schon recht lästig bemerkbar. Besser ist es im Sitzen zu fahren.
Ich habe einen netten Excel-Ritzelrechner u.a. mit Trittfrequenz abhängig von Untersetzung und Steigung/Steigleistung, den kann ich Dir zuschicken wenn Du willst. Kleiner Tip: Bei einer schon nicht unflotten Gangweise von 600 Höhenmeter in der Stunde bei üblichem Radumfang von 2,1m trittst Du bei üblichen 8% langer Bergpässe gerade 60 mal in der Minute in die Pedale und bist dabei 7,5 km/h schnell. Hast Du einen 15% Stich, gehts mal kurz in den roten Bereich...

ciao Christian


Hallo

Eine alte Ultegra 2x9 Kurbel LK 130 habe ich noch zu liegen. Meinst du die ist hilfreich?
Ob es mit den Rohren reicht weiß ich leider nicht. Kannst du eventuell auf dem Bild was erkennen?





Zum Ritzelrechner:

Damit habe ich selbst viel herum gespielt und konnte mir nur ein theoretisches Bild machen.
Wie es in der Praxis aussieht, weiß ich leider zu wenig und vor allem weiß ich nicht was mich auf meiner eventuellen Reise von Südengland bis nach Schottland erwartet an Geländeprofil.
Nur soviel, ich bin inzwischen eher eine Wenigkurbeler mit 85 Umdrehungen normal im Vergleich zu früher mit über 100 U/min.

Vielleicht kannst du ja anhand der Aussagen zu erwartende Ergebnisse prognostizieren. Falls es zu steil wird ist es doch sicherlich kein Beinbruch abzusteigen und zu schieben. Ob ich nun mit 6 kmh den Berg mich hochquäle oder ob ich mit 4 kmh schiebe, macht das soviel aus? (kenne mich nicht damit in der Praxis aus)

Grüße
Rüganer
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Off-topic #349785 - 04.07.07 06:48 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Spargel
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5093
Servus Rüganer,

das ist so nicht zu erkennen, das kannst Du aber ganz einfach selber prüfen: der Kettenblattabstand ist 8 mm, und den Außendurchmesser eines 24er oder 26er* kannst Du leicht selber ausrechnen: Durchmesser_kleinesBlatt = Durchmesser_mittleresBlatt - ( Differenz_(großes - mittleres) * ((ZähneMittel - ZähneKlein) / (ZähneGroß - ZähneMittel))). Mit mittleres Blatt ist vor der Operation das "kleine" der 2-fach RR-Kurbel gemeint.
*(ich tippe drauf, daß da eher nur das kleinere, das 24er paßt, wenn überhaupt ohne etwas längeres Tretlager)

Nun pappst Du Dir ein paar Pappendeckelscheiben zusammen, bis sie 8mm dick sind (halbierte kann man bei montierter Kurbel besser hinhalten) und schaust, ob Du sie noch unterbringst. Wenn ja, hat ein kleines Blatt Platz ohne Tausch des Tretlagers. Wenn nein, dann nein.

Dann muß Dein Schalthebel für vorne für Dreifach taugen (tun viele von Shimano, aber nicht alle), und dann gibst Du einfach mal den inneren Anschlag des Umwerfers frei. Nach Berichten hier im Forum sind viele 2-fach Umwerfer nämlich schon vom Schwenkbereich her 3-fach-tauglich. Und die ausladenden Leitbleche braucht es nicht wirklich. Allerdings steht die Kurbel weiter innen. Also probieren, ob er weit genug schwenken kann.

Keine Ahnung, was Dich in England erwartet. Ich reise nur in Länder, wo man was anständiges zu essen bekommt, auch wenn ich nicht so ausschaue. zwinker Mit 85 am Berg bist Du alles andere als ein Langsamkurbler. Vielleicht im Vergleich mit Armstrong, aber nicht im Vergleich zur Masse der Radler. Schieben ist immer eine Alternative, aber solange man von der Puste her noch fahren kann, ist fahren angenehmer.

ciao Christian
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Off-topic #349786 - 04.07.07 06:56 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Falk
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 32669
Zitat:
Ob ich nun mit 6 kmh den Berg mich hochquäle oder ob ich mit 4 kmh schiebe, macht das soviel aus?

Doch, das macht was aus. Du kommst vollkommen aus dem Tritt, das Wiederanfahren ist schwer und vor allem, ein wie ein Goldgräbermaultier beladener Reisegaul schiebt sich beschissen. Die Taschen stören sehr, Du musst Dich weit rüberbeugen. Auch mit R-Getriebe ist das Reservekettenblatt mit Kleinstmaß keine Spielerei.
Wahre Helden allerdings kommen auch mit Heldenübersetzung überall hoch. Zumindest ich bin aber kein Held.

Falk, SchwLAbt
Falk, SchwLAbt
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Off-topic #349787 - 04.07.07 07:13 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
thomas-b
Mitglied
anwesend und schläfrig anwesend
Beiträge: 5542
Hallo Rüganer,

wo ist den Q-Faktormässig bei dir Schluss? 3-fach Rennradkurbeln lassen sich auf ca. 155mm bis 160mm bringen wenn man sie mit kürzerer Welle verbaut. Begrenzender Größe ist das Kleine Kettenblatt das noch an der Kettenstrebe vorbei passen muss. Dies tut auch der Kettenlinie gut. Mit den neumodischen Shimanokurbeln geht das wegen der Integrierten Welle aber nicht.
Das könnte dann so (habe leider gerade kein besseres Bild) aussehen

siehe Unsere Räder 1 "Wanderer-Reisetrekker" oder hier

siehe Unsere Räder 1 "Aus alt mach neu"

Gruß
Thomas,

Bei dem bei ca. 160mm "Q-Faktor" Schluss ist. Ein MTB hat >180 mm schockiert
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Off-topic #349799 - 04.07.07 09:07 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
mgabri
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Beiträge: 9334
In Antwort auf: Rüganer

Was kann man mit 34 - 34 noch überwinden an Steigungen?
Inwiefern ist Wiegetritt möglich mit Gepäck?
Ich bin die 'route des grandes alpes' mit (v-h) 30-32 gefahren. Heute würde ich ein 26-er draufmachen um noch einen halben Gang nach oben zu haben. Stronglight hat eine Zweifach-MTB-Kurbel mit dem 94-er Lochkreis, die dürfte billiger als die TA kommen.
Stronglight
lg,
Michael
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#349808 - 04.07.07 09:28 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: kennendäl]
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In Antwort auf: kennendäl

da wird die Bremsaufnahme ordentlich auf Biegung belastet, denn da hast Du den Kräften einen schönen Hebel gebaut... wenn es die man nicht irgendwann entschärft... denn eigentlich ist die nur auf Zugkräft ausgelegt... ich fahre am Singlespeedreiserad/Cross (der mit den Randonneur Pro Reifen zwinker) den Leichtsinnträger mit Schellen an den Sitzstreben bzw. Streben an den Cantisockeln verschraubt... finde ich etwas äh... sicherer...


Da der Canti-Gegenhalter nur an einer Seite am Rahmen befestigt ist, wird die Zugbelastung in eine Biegebelastung umgewandelt. Du mußt Dir die Materialstärke des Gegenhalters 'mal live ansehen - der lacht sich über einen beladenen Tubus Fly kaputt.
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#349810 - 04.07.07 09:35 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: borstolone]
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In Antwort auf: borstolone

Ich bin sicher, dass Ihr da Vorreiter für eine neue Reiseradgeneration seid.


Wohl nicht. Das ursprüngliche vom Rennrad abgeleitete Reiserad wurde in den 80er Jahren von der Radreisegruppe Gütersloh (später eine der ersten ADFC-Gruppen) zusammen mit dem gütersloher Fahrradhändler Reipschläger und der Firma Gazelle entwickelt. Basis war ein länger gebauter Rennrahmen mit einem größeren Durchlauf für breitere Reifen und Cantilever-Sockeln und Anlötteilen für vorderen und hinteren Gepäckträger. Koga-Miyata ist ziemlich schnell auf den Zug aufgesprungen. Ein paar kleinere Rahmenbauer wie Holger Koch, Achim Nöll und Lieke & Schefzyk (später Schubert & Schefzyk alias "Guylaine") kamen auch noch dazu.

*Das* war viele Jahre lang die Definition für ein Reiserad, bevor die MTB-Welle kam und jeder ein bunt zusammengewürfeltes Rad mit Gepäckträger "Reiserad" nannte.
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#349812 - 04.07.07 09:45 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: HyS]
Anonym
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In Antwort auf: HvS

Das muß nicht mal in weit entfernten Ländern sein, da reichen schon unsere Waldwege aus. Da kann jeder selbst schauen, wieviele Rennradfahrer er auf Waldwegen antrifft. Ich meine da nicht Singletrails, sondern ganz normale mitteleuropäische Waldwege. Ich glaube ja gerne, das das geht, bloß warum macht das keiner? MTB und Trekkingradfahrer sehe ich überall, Rennradfahrer nur auf der Straße, das hat offenbar seinen Grund.


Wir reden hier ja nicht über ein reines Rennrad, wo spätestens bei 28er Reifen (dann aber ohne Schutzbleche) Schluß ist, sondern um cyclocrossähnliche Rahmen.

MTBs werden vorwiegend auf der Straße und im Alltag gefahren - ein trauriges Dasein für diese armen Kreaturen. Die meisten Leute sind scheinbar durch breite Reifen derart erblindet, daß sie andere Möglichkeiten nicht wahrnehmen.

Natürlich ist ein gefedertes MTB einem Cyclocrosser *in schwerem Gelände* überlegen - aber wer fährt denn sowas wirklich? Mit einem 180er Puls und 5 km/h durch eine verschlammte Traktorspur macht zumindest mir keinen Spaß - und wenn ich sehe, wo MTBs vorzugsweise gefahren werden, bin ich da wohl nicht der einzige.

Bei den bisherigen MTB-Touren hier im Teutoburger Wald hatte ich mit dem Cyclocrossrad keinerlei Probleme mit den anderen (alle mit MTB) mitzuhalten. Bei festen Waldböden fiel mir immer wieder auf, daß die Leute mit MTB, mit denen ich sonst auf dem Rennrad in derselben "Leistungsklasse" fahre, immer schnell zurückfielen. Jedesmal.

Und Rennradfahrer trifft man auf guten Wald- und gemäßigten Schotterwegen deshalb so selten an, weil sie keine Ahnung haben, was ein Rennrad alles wegstecken kann. Beim Giro de Italia sind in den letzten Jahren immer mal wieder nicht asphaltierte Passagen vorgekommen, die wurden auch mit ganz normalen Straßenrennrädern gefahren - da hat keiner sein Rad gewechselt.
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#349823 - 04.07.07 10:24 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
thomas-b
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Die Abstufung der Kettenblätter mit 50-32 war seinerzeit auch eine Empfehlung der Radreisegruppe Gütersloh. Sie ist wohl dem Umstand geschuldet, das es damals nur wenig bis keine Umwerfer und Schaltwerke gab, die anders ein großes Übersetzungsspektrum abdecken konnten. Kurz danach muss Ende der 80er dann auch 'Half-Step + Granny' aufgekommen sein, was aber bei der Industrie nur wenig Gegenliebe fand und immer, völlig zu unrecht, ein Schattendasein führte.

Gruß
Thomas
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#349831 - 04.07.07 11:11 Re: Mein Reise-Renn-Crossrad im Einsatz [Re: ]
Anonym
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In Antwort auf: Ingmar E.

Aber es geht, sicher erheblich schlechter als mit profilierten oder dicken Reifen, aber es macht dennoch einen ziemlichen Spaß!


Auf jeden Fall. Ein paar kleine Geländeeinlagen bin ich damals mit dem Renner auch gefahren. Was längeres ist dann aber doch wegen der starken Schüttelei unangenehm. Wenns um Traktion geht, gibt es sogar einen Reifen, der bei den meisten Rennrädern passen dürfte: Vredestein Premiato 700x30c. Der fällt extrem schmal aus - es wurde von echten 26 mm auf einer Rennradfelge berichtet.

Aber ein Cyclocrosser wäre schon was für Dich. Ich war wirklich erstaunt, was ein 42er Schwalbe Smart Sam bei 4 bar aus meinem Rad macht: drastisch erhöhte Dämpfung. Sprünge über Bodenwellen machen richtig Spaß - weil ich weiß, daß der Aufprall gut gedämpft ist :-)
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